Die schleichende Enteignung der Hausbesitzer beginnt

6. Juni 2025von 3,1 Minuten Lesezeit

Eine kommende Enteignung von Hausbesitzern durch die EU im Namen der Klimarettung, wird von Faktencheckern als „Verschwörung“ abgetan. Aber wer nicht „grün“ heizt, muss sich ab 2027 auf erhebliche Zusatzkosten einstellen – die Klimasteuer wird teuer.

Ab 2027 wird die Klimasteuer das Leben massiv verteuern. TKP hat erst vor einigen Woche über das sogenannte „europäische Emissionshandelssystem“ berichtet, das 2027 auch Gebäude und Verkehr einbezieht. Was das für den Normalverbraucher bedeutet? Wer dann noch mit Erdgas oder Heizöl heizt, dem drohen zusätzliche Kosten von mehreren Tausend Euro.

Von der Steuer zur Enteignung

Das zeigt eine Analyse des Berliner Unternehmens Purpose Green, über die das Magazin Der Spiegel berichtet und auch die Weltwoche aufgreift. Der Angriff auf die „fossilen Bürger“ beginnt er. So heißt es in Weltwoche:

Bereits heute kostet die Emission einer Tonne CO2 in Deutschland 55 Euro, der Preis soll künftig durch den Markt bestimmt werden. Prognosen gehen für 2030 von bis zu 149 Euro pro Tonne aus. Im Extremfall – bei 400 Euro – könnten für ein Einfamilienhaus mit 165 Quadratmetern in Hamburg über 3100 Euro pro Jahr allein für den CO2-Ausstoß anfallen. Bei schlecht sanierten Mehrfamilienhäusern kann die Belastung für Vermieter auf fast 46.000 Euro pro Jahr steigen.

Die Kostenverteilung richtet sich künftig nach der Energieeffizienz der Immobilie: Ist sie schlecht gedämmt, zahlt der Eigentümer fast alles. Gutsanierte Gebäude hingegen belasten die Mieter. Das System soll Anreize schaffen, energetisch aufzurüsten.

Doch bisher bleiben viele Sanierungen aus. 2024 wurden laut Statistik nur 0,69 Prozent der Wohngebäude energetisch erneuert. Der Staat fördert Wärmepumpen und Heizungstausch, ein allgemeines „Klimageld“ für Bürger gibt es allerdings bislang nicht.

TKP hat im Januar 2023 einen vielbeachteten Artikel mit dem Titel „EU plant ab 2030 Enteignung von Hausbesitzern zwecks Klimarettung“ veröffentlicht, Mainstream-Faktenchecker sind angetanzt, um zu erklären, dass das „Fake News“ wären.

Zweieinhalb Jahre später sieht die Welt schon etwas anders aus, und selbst Der Spiegel berichtet über die kommenden Kosten für Hausbesitzer. Freilich wird sich das auch in Mietpreisen niederschlagen müssen. TKP schrieb damals:

Durch den Zwang zur Sanierung der bestehenden Häuser werden zwangsläufig die Mieten steigen. An den Sanierungen werden zwar auch Handwerker verdienen und es werden Arbeitsplätze geschaffen, den Löwenanteil werden aber die Großkonzerne einstreifen, die das zu verbauende Material für die Sanierungen produzieren.

Die Sanierungen der ältesten Häuser müssten praktisch sofort in Angriff genommen werden. Bisher ist Energieklasse G noch zulässig, bis 2030 muss Klasse F und bis spätestens 2033 muss sogar die Energieeffizienzklasse E erreicht werden. Dabei geht es um Millionen von Häusern, wobei bei vielen die schrittweise Sanierung gar nicht möglich sein wird. Bei einem großen Teil des Altbestandes wird die bis 2050 angestrebte Nullemission gar nicht erreichbar sein, sodass sie spätestens ab 2040 nicht mehr bewohnt werden dürfen, in Deutschland wird es schon 2033 bereits 3 Millionen Häuser betreffen.

Unter dem Strich läuft das auf eine großflächige Enteignung hinaus – genau das was das WEF und die ihn als PR-Maschine nutzenden Milliardäre und Oligarchen erreichen möchten. In der Folge wird es auch zu einer Konzentration an Grundbesitz kommen.

Wenn die Klimasteuer 2027 erstmal bei den Konsumenten richtig aufschlägt, wird es für fossile Häuser richtig teuer. Und das ist er der Anfang. Denn es ist noch ein weiter weg zur Klimaneutralität.

Bild „hausbau/stadtbau“ by dave7dean is licensed under CC BY 2.0.

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2 Kommentare

  1. Glass Steagall Act 8. Juni 2025 um 11:32 Uhr - Antworten

    Man sollte es den Krieg der Regierungen gegen die eigene Bevölkerung nennen! Beauftragt von den gierigen Machteliten mit einem unermesslichen Hunger nach immer mehr Geld und Gewinn! Begründet wird es immer mit einem künstlich erschaffenen „Feind“, der alternativlos bekämpft werden muss! Diese Feinde nennen sie Virus, Russland und Klima.

  2. triple-delta 6. Juni 2025 um 20:55 Uhr - Antworten

    Können wir nur hoffen, dass die Wirkung der mRNA-Brühe bis dahin zu ausreichend freiem Wohnraum geführt hat.

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