
Die nächste Regierung in Österreich: Tappt sie in eine Falle?
Die nächste Regierung in Österreich steht vor einer nicht lösbaren Aufgabe! Sie übernimmt ein Finanz-, und Wirtschaftssystem, das bereits schwer angeschlagen ist.
Das Finanzsystem versorgt die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Politik mit Geld. Es steht damit im Zentrum der Macht. Es wurde zu viel Geld gedruckt und die Zinsen wurden zu lange gesenkt! Die Folgen sind Inflation, zu hohe Bewertungen, zu viele Schulden und unterkapitalisierte Banken. Dies strahlt stark auf die Wirtschaft und die Gesellschaft aus.
Das Finanzsystem kann mit dem Blutsystem des Menschen vergleichen werden. Wenn das Blutsystem Krebs entwickelt, dann ist der ganze Körper betroffen!
So ist es auch mit unserem Finanzsystem. Es ist todkrank und befindet sich im Endstadium. Es wird in den nächsten Jahren sterben. Mit dem Finanzsystem sind auch die Wirtschaft und die Gesellschaft krank geworden!
Beim Krebs im Endstadium weiß man nicht, wo und wann die Metastasen ausbrechen, die den kranken Menschen dann töten. So auch im Finanzsystem! Kein Wirtschaftsexperte kann Ihnen genau vorhersagen, wann und wie die große Krise ausbrechen wird.
Wahrscheinlich stehen wir nur noch wenige Jahre vor dieser Systemkrise. Wenn es dann soweit ist, besteht die Gefahr, dass die Medien und die Öffentlichkeit die Regierung dafür verantwortlich machen. Doch das wäre falsch! Die Möglichkeiten der Regierung, gegenzusteuern, sind begrenzt.
Die wichtigsten Hebel zur Lösung der Krise liegen außerhalb Ihrer Kompetenz. Sie liegen in Brüssel (antidemokratische EU-Gesetzgebung), bei der EZB (Geldmenge und Zinsen) und bei den Banken (Geldschöpfung durch Kredit). Auch die US-Zentralbank FED hat über die Kontrolle der Weltleitwährung USD einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft in Europa.
Doch wie könnte es dazu kommen? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt alarmierende Entwicklungen.
1) Das Problem: Ein Geldsystem mit Verfallsdatum!
Historisch gesehen dauert ein großer Schuldenzyklus etwa 70 bis 100 Jahre. Wir stehen kurz vor dem Ende eines solchen Zyklus. Mehr dazu finden Sie von Ray Dalio dem Multimilliardär und Gründer von Bridgewater unter dem Stichwort: „Great debt cycle!“ oder „Great cycle of empires“! .
Seit Jahrzehnten steigt die Verschuldung weltweit. Dies gilt auch für Österreich. Staaten, Unternehmen und Haushalte haben mehr Schulden aufgenommen, als durch die Wirtschaftsleistung bezahlbar ist. Die Gesellschaft hat über ihre Verhältnisse gelebt. Jetzt kommt der Zahltag.
2) Die Folge: Schuldenkollaps
Ein System, in dem alles Geld durch Schulden ins Leben gerufen wird (Schuldgeldsystem), braucht eine ständige Kreditausweitung, um die Zinsen abzudecken! Denn diese sind nicht in der aktuellen Geldmenge enthalten. Also werden dann weitere Schulden gemacht, um die Zinsen zu decken. Das führt über den Zinseszinseffekt zu einer Exponentialfunktion. Die Schulden explodieren. Nach 70 bis 100 Jahren sind die Schulden sehr hoch. Sie können von der Gesellschaft und der Wirtschaft nicht mehr getragen werden.
Die nächste Regierung wird gezwungen sein, die Konsequenzen dieses über Jahrzehnte aufgebauten Schuldenbergs zu tragen. Diese Konsequenzen beschreibt Ray Dalio wie folgt: Kriege, Revolutionen und Schulden-Restrukturierungen. Damit meint er: Sondersteuern (siehe auch Vermögensregister der EU), Hoch-, oder Hyperinflation, Ausgaben-, und Sozialkürzungen des Staates, Schuldenverzicht der Gläubiger, Anheben der Steuern, etc. .
Die hier beschriebenen Negativ-Szenarien könnten durch KI, Robotik und anderer noch nicht bekannter Technologie abgefedert werden. Die Zukunft wird zeigen, wie groß dieser Einfluss sein wird!
Ray Dalio sieht also den Krieg als einen Bestandteil eines sterbenden Schuldgeldsystems.
Seine Überzeugung findet traurige Bestätigung in den Nachrichten (Ukraine, Gaza-Streifen, Iran-Israel und USA gegen China, etc.)
3) Überbewertete Vermögenswerte: Die Illusion des Reichtums und schlafende Menschen!
Die meisten Menschen ahnen noch nichts davon. Die Restaurants sind voll, die Musik spielt noch auf der Titanic. Bekanntlich tut sie das, bis das eiskalte Wasser die Füße der Musikanten erreicht!
Viele Menschen der gehobenen Mittelschicht, die Aktien und ein paar Immobilien haben, fühlen sich reich! Doch der Schein trügt und die reiche Mittelschicht schläft. Die kommenden Verwerfungen werden diese Preise, wenn nicht nominal, dann doch real (gemessen an der Kaufkraft) stark sinken lassen.
Warum?
Die jahrelange Politik niedriger Zinsen und das massive Gelddrucken der Zentralbanken haben die Bewertungen von Vermögenswerten wie Immobilien, Aktien und Anleihen auf unnatürlich hohe Niveaus getrieben. In der Finanz-Sprache nennt man das: „Everything-Bubble!“. Alle Anlageklassen sind stark überbewertet.
Diese Überbewertungen erklären sind nicht allein durch Angebot und Nachfrage. Vielmehr sind sie durch die lockere Geldpolitik und der Geldschöpfung der Banken für nichtinvestive Zwecke (u.a. Immobilienkauf und Börsenspekulation) entstanden.
Diese überhöhten Bewertungen sind nicht nachhaltig und könnten bei steigenden Zinsen oder einer Rezession schnell einbrechen. Eine Regierung, die in einer Phase des wirtschaftlichen Niedergangs an die Macht kommt, würde schnell zum Sündenbock erklärt.
4) Exzessive Geldschöpfung: Bombe gelegt, Lunte gezündet. Wann kommt die Explosion?
Die Zentralbanken haben seit der Finanzkrise 2008 enorme Mengen an Geld gedruckt, um das Banken-, und Finanzsystem zu stabilisieren. Auch während der Covid-19-Plandemie wurden viele Milliarden an Geld gedruckt und in die Märkte gepumpt, um politisch verursachte wirtschaftliche Einbrüche (u.a. durch Lockdown) abzufedern.
Doch diese Maßnahmen haben Nebenwirkungen: Sie führen langfristig zu einer Entwertung des Geldes und legen die Grundlage für eine Rückkehr der Inflation. Während die kurzfristigen Effekte dieser Politik oft positiv erscheinen, wird die nächste österreichische Regierung mit den langfristigen negativen Konsequenzen zu kämpfen haben. Wir erinnern uns an die 70iger Jahre. Die Inflation kam in den USA in Wellen!
5) Banken: Ein System am Limit
Ein weiteres Problem ist die fragile wirtschaftliche Lage vieler Banken. Viele Kreditinstitute sitzen auf so genannten „Zombie-Krediten“. Das sind Darlehen, die nur wegen der niedrigen Zinsen, der lockeren Regulierung und des ständigen Gelddruckens noch als werthaltig gelten. Ökonomisch betrachtet sind diese Kredite faul und können nur unter hohen gesellschaftlichen Kosten weiter am Leben und in den Bilanzen der Banken gehalten werden!
Hinzu kommt, dass die Eigenkapitalausstattung der Banken sehr gering ist! Sie liegt bei den meisten Banken weit unter 10% der Bilanzsumme. Jedes mittelständische Unternehmen mit einer solchen Eigenkapitalausstattung wird von den Banken selbst als finanzschwach eingestuft.
Sobald die Zinsen weiter steigen oder sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert, könnten diese Kredite schnell ausfallen. In Folge würden Banken ins Straucheln geraten oder gar zusammenbrechen. Die Rettung solcher Banken würde enorme Summen kosten – Gelder, die die nächste Regierung bereitstellen müsste, was sie in der öffentlichen Wahrnehmung schwächen würde.
Oder man findet – so wie bei Covid – wieder einen Grund, warum man viel Geld drucken muss. Krisen gibt es viele, die ein erneutes Gelddrucken rechtfertigen könnten (Krieg, Pandemie, Hackerangriff, etc.). Dies würde erneut die Banken stabilisieren. Die gesellschaftlichen Kosten dafür wären eine noch stärkere Verarmung der Unter-, und Mittelschicht! Auch die obere Mittelschicht würde dann zum Handkuss kommen! Sondersteuern oder Enteignungen auf Basis des EU-Vermögensregisters stehen dann an!
6) Inflation und steigende Zinsen: Eine gefährliche Kombination
Obwohl die Inflation zuletzt leicht nachgelassen hat, gibt es gute Gründe, warum sie zurückkehren könnte. Die langfristigen Effekte der exzessiven Geldschöpfung, geopolitische Unsicherheiten und mögliche neue Lieferkettenprobleme könnten die Preise wieder in die Höhe treiben. Eine anhaltend hohe Inflation könnte die Zentralbanken wie die FED und die EZB dazu zwingen, die Zinsen weiter zu erhöhen, um die Kaufkraft des Geldes zu stabilisieren. Doch höhere Zinsen wären eine Katastrophe für eine Wirtschaft, die sich bereits an günstige Kredite gewöhnt hat. Für Unternehmen und Haushalte würde die Kreditaufnahme teurer, Investitionen würden ausbleiben und eine Rezession wäre kaum zu vermeiden.
Bereits im 2ten Halbjahr 2024 erlebten wir Finanzgeschichte! Die FED senkte die Zinsen. Normalerweise fallen dann die kurz-, und langfristigen Zinsen ebenfalls. Doch diesmal stiegen die langfristigen Zinsen an! Die Investoren rechnen also mit mehr Inflation und möglichen Insolvenzen. Wenn fundamentale Finanz-Prinzipien sich plötzlich ändern, wissen Sie, dass das System wahrscheinlich kurz vor einer schweren Krise steht!
Die Macht der Zentralbanken bei künftigen Krisen zu helfen, ist daher deutlich reduziert. Oder sie kommt zu dem Preis einer Hoch-, oder Hyperinflation… im schlimmsten Fall einer hyperinflationären Depression! Solche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen richten in der Gesellschaft schweren Schaden an (Armut, Steigen der Kriminalität, Vertrauensverlust, etc.). Ein Blick in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts lässt erahnen, welche Krisen die Folge schwerer wirtschaftlicher Verwerfungen sein können!
7) Fazit: Die Falle für die nächste Regierung ist gelegt! Schnappt sie zu?
Die kommende Regierung in Österreich steht vor einer unlösbaren Aufgabe. Sie wird ein finanzielles und wirtschaftliches System übernehmen, das todkrank ist. Die Kombination aus Überschuldung, überteuerten Vermögenswerten, exzessiver Geldschöpfung, fragilen Banken und dem Risiko einer erneuten Inflation bildet eine gefährliche Ausgangslage.
Eine mögliche Lösung liegt in einem Schuldenerlass und der Einführung einer gedeckten und soliden Währung. Doch davon scheinen die EU und Österreich sehr weit entfernt zu sein! Diese Lösung wird noch nicht einmal diskutiert!
Sollte es zu einem wirtschaftlichen Kollaps kommen, ist es wahrscheinlich, dass die Medien und die Öffentlichkeit die Verantwortung allein bei der amtierenden Regierung suchen – und die wahren Ursachen ignorieren.
Für die kommende Regierung wird es essenziell sein, Transparenz zu schaffen und die Bevölkerung über die strukturellen Probleme des Geld-, und Wirtschaftssystems aufzuklären. Nur so kann verhindert werden, dass sie zur Zielscheibe für ein systemisches Versagen wird, dessen Ursachen in einem Schuldgeldsystem liegen. Dies hat die Regierung nicht zu verantworten.
Bild:<DXR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons/
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Alexander Plaschko hat einen Master in internationalem Management und einen Abschluss als US-Wirtschaftsprüfer. Er hilft mittelständischen Unternehmen mehr Cashflow zu erzielen und legal weniger Steuern zu zahlen. Kleinen Unternehmern hilft er, sich mit Cashflow-Optimierung, Vermögenschutz und Wohnsitzlösungen im Ausland sich auf die kommende Krise vorzubereiten! Er hat mit mehr als 100 mittelständischen Unternehmen gearbeitet. 20 mal davon war er freiberuflicher Finanz-Geschäftsführer. Sie erreichen ihn unter: plaschko@cfo4u.de
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Die große Enteignung – wie der „Great Reset umgesetzt wird
Imperium der Inflation – Die selbstzerstörerische Natur des Finanzkapitalismus
—Das Finanzsystem versorgt die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Politik mit Geld. Es steht damit im Zentrum der Macht.—
Das sich unsichtbar machende Zentrum der Macht heißt „Neoliberalismus“!
„Kapitalismus“ ist das zu Grunde liegende Saatgut. Es gedeiht (von gedeih und Verderben) seit Jahrzehnten.
Die neoliberalen „Farmer“ lassen anderes Saatgut mit allen zur Verfügung stehen Tricks, mit Hilfe der Psychologie, repräsentativer „Demokratie“, Konzernmacht, Neusprech, Propaganda, Angstmache, gekaperter Executive, Legislative, nicht mehr zu!
Sehr gut zusammengefasst. Chapeau!
Das Dumme ist nur: Da sich Schulden und (monetäres) Vermögen immer 1:1 entsprechen, werden bei einem Schuldenschnitt (oder auch deren nur deren sukzessiver Abschreibung) immer Vermögenswerte in gleicher Höhe vernichtet; und das lassen sich Vermögende nicht unbedingt gefallen.
Da gab es doch einst diesen Bankier namens Herrhausen. Wessen Schulden wollte der nochmal abschreiben? Mexiko? Überlebt hat er es nicht…
Sie sind sehr gut informiert! Nicht alles was sinnvoll ist, ist auch politisch machbar…
Wollen oder können diese Autoren die wahren Ursachen der Probleme nicht erkennen? Würden sie noch publizieren können, wenn sie das täten?
Es ist schon tragikomisch, dass immer wieder das Finanzsystem Schuld an allen Krisen sein soll. Eine perfekte Demagogie, die nur funktioniert, weil das Publikum kein Geschichtswissen mehr hat. Nicht umsonst heisst es historischer und dialektischer Materialismus, weil man eben Zusammenhänge nur mit dem Wissen um historische Prozesse erkennen kann.
Das eigentliche Problem heisst Kapitalismus. Der neoliberale Kapitalismus hat die Verwertungskrise nach dem 2. WK gelöst, indem er alle Bereiche der Gesellschaft der Profitmaximierung unterworfen hat. Da ist aber nichts mehr, was unterworfen werden kann. Der Kapitalismus ist an sein technologisches Ende gekommen. Seine eigenen Triebkräfte treiben ihn in den Untergang. Zur Zeit erleben wir die teils hektische Suche nach Auswegen, die in Kriegen gegen andere Länder und gegen die eigene Bevölkerung bestehen. Nach dem Zusammenbruch des europäischen Sozialismus ist der Kapitalismus von der Kette gekommen und hat dafür gesorgt, dass es auch keine Politiker mehr gibt, die ihn wieder an selbige legen könnten. Aber ein Raubtier ohne fürsorgenden Wärter frisst alles auf und muss verhungern.
Soweit ich mich entsinne, im real existierenden Sozialismus gab es genauso Krisen, wie recht heftige Inflation. 1976 kamen in Polen die Genossen auf die Idee, etliche Preise über Nacht zu verdoppeln – sofort gab es Proteste und wilde Streiks: https://de.wikipedia.org/wiki/Polnischer_Volksaufstand_im_Juni_1976
Ich habe es als Kind erlebt, kann mich aber noch daran erinnern…
ja richtig! Beide Systeme sind nicht nachhaltig! Achtung ich bin kein Grüner :-) Interessanterweise wird bei dem Thema Nachhaltigkeit nicht das Zentralbanksystem und die Geldschöpfung der Banken angesprochen! Das ist nicht nachhaltig.. wie wir gerade erleben.
Im Kommunismus: Problem: zentrale Steuerung der Wirtschaft, fehlendes Unternehmertum und sklerotische Führung und geschlossene Grenzen!
Im Kapitalismus: Zentralbanksystem, Geldschöpfung der Banken und nicht gedeckte Währung, Schein-Wohlstandsdekadenz der Menschen (grösstes Problem!)
LG AP
Meine große Liebe habe ich mir auch damit verdorben indem ich ihr auf den Kopf zusagte -innwischen ist sie Oberstudienrat bezgl.. Wirtschaft– zuerst siegt das westlichen System gegen die Planwirtschaft.– Dann reißt dieses, ungebremst den Rest der Welt in die Katastrophe!
Hallo Triple-Delta!
wenn Sie mit Kapitalismus und dessen Verwerfungen (Vermögensspaltung, Verarmung und Krisen, Oligopole) das Zentralbanksystem, die Geldschöpfung der Banken und das ungedeckte Geld meinen bin ich bei Ihnen. Es gibt wie Marx beschreibt die grösser werdenden Krisen und zum Schluss den Kollaps.
Wenn Sie mit dem Kapitalismus das Unternehmertum, den Mittelstand und die dezentrale Wirtschaft meinen, dann liegen Sie leider falsch!
Diese schaffen Wohlstand, Arbeitsplätze, zahlen Steuern für Sozialsystem und schaffen Wahlmöglichkeit außerhalb der Großkonzerne und dem Staat als Arbeitgeber!
Ich gehe einen Schritt weiter: Die aktuellen großen Probleme sind eine Folge kommunistischer Elemente in der freien dezentralen Marktwirtschaft. Neben den schädlichen Oligopolen ist die die Zentralbank hauptverantwortlich. Sie war eine Forderung des kommunistischen Manifestes von Marx und Engels. Das Ziel: Zerstörung der Bourgeosie. Leider nicht geschafft… es wird der Mittelstand durch Oligopolbildung und die Mittelschicht durch Inflation und Enteignungen zerstört.
Wenn Sie als Vertreter der Linken (so lese ich Ihren Beitrag) nicht diesen Unterschied zwischen dem parasitären Geldsystem und der freien dezentralen Marktwirtschaft machen, dann schütten Sie das Kind mit dem Bade aus. Dadurch würde noch viel mehr Schaden angerichtet!
Eine zentrale Marktwirtschaft (heute ESG) würde viele Arbeiter und Angestellte unfreier und ärmer machen!
DIESER UNTERSCHIED IST ENTSCHEIDEND FÜR DAS WOHL DER NORMALEN MENSCHEN! Noch nicht einmal für die Unternehmer! Wer als Unternehmer in GER & AUT keine Rahmenbedingungen für seine Firma mehr findet.. der geht einfach! Wie so viele gerade.
BG Plaschko
Der limitierende Faktor für Wachstum ist Energie.
Hätten wir unbegrenzte Ressourcen, könnten wir uns fünf Waschmaschinen hinstellen, sogar Bevölkerungsreduktion könnte ausgeglichen werden. Währungen verteilen Wachstum um, in der gesellschaftlichen Breite und zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Der Kernmechanismus ist, Energie zu erzeugen, um Wachstum zu generieren, damit Energie erzeugt werden kann. Wenn dieser Mechanismus unterbrochen wird, fallen wir in die Bronzezeit zurück.
Das Dumme ist: Es gibt keinen Ersatz für Kohlenwasserstoffe. Und diese werden aufwändiger zu produzieren, was Wachstum schmälert. Das ist Peakoil!
Inflation ist eine Lohn-/Preis-Spirale. Sie definiert sich nicht über „gedrucktes Geld“, was schon definitionsgemäß schwierig ist, da Kreditschöpfung ebenfalls die Geldmenge ausweitet.
Würde es gelingen, die Geldmenge auszuweiten ohne dass eine Lohn-/Preis-Spirale entsteht, könnte man Geld „drucken“ wir Heu. Genaueres darf man in der Modern Monetary Theory (MMT) nachlesen. Eben das machen wir seit, sagen wir 30 Jahren.
Der Punkt ist, dass die Energieförderung nicht aufhören darf! Und da wird es schwierig, weil die Banken aus dem US-Fracking ausgestiegen sind. Das Fracking wurde so aufwändig, dass der Produktivitätsgewinn die notwendigen Preise nicht erzielt hat.
Der Irrtum ist die Idee, dass knappes Öl die Preise steigen ließe. Tatsächlich führt knappes Öl zu Abschwung und niedriger Nachfrage mit niedrigen Preisen. Das Öl bleibt in der Erde. Das ist Peakoil!
Was die dagegen machen, ist Geld drucken, um höhere Energie-Preise zahlen zu können!
Die Schulden werden am Ende einfach ausgebucht. Das ist MMT!
Die Probleme liegen in den Machtverschiebungen durch den Besitz von Ölquellen. USA und Europa werden ihre Energieautonomie verlieren. Die BRICS produzieren mehr und brauchen mehr Öl. Der Militärapparat des Weltpolizisten wird unbezahlbar.
Wenn Österreich sicher gegen wollte (mit dem Wollen bin ich seit Corona sehr skeptisch) würde man den Anteil an Subsistenzwirtschaft erhöhen. Und zwar so traditionell und öko wie möglich. Einschließlich furzenden Rindern. Dies wäre nicht bezahlbar, weil es in Konkurrenz zu extrem energieabhängigen Produktionsverfahren stehen würde. Man müsste es außerhalb, sozusagen als Hobby betreiben. Die Österreicher kaufen nicht das günstigste Getreide am Weltmarkt, sondern essen nur ihr Waldstaudenkorn, die sind wahnsinnig! Damit entstünde eine tragfähige Struktur, die bei Krieg, Pandemie und Crash Sicherheit böte.
Mein Gott, wie oft denn noch, man kann Energie NICHT erzeugen! Daher kann man Energie auch nicht als Wirtschaftsfaktor betrachten!
Energie ist alles und überall, elektrische Energie, kinetische Energie, chemische Energie, Strahlungsenergie usw. können nur in die jeweils andere Form UMGEWANDELT werden.
Energie selbst hat keinen Preis, die nutzbar Machung jedoch schon. Energie ist so elementar wie Land, Luft, Wasser und kann man weder Besitzen, noch kaufen, sondern einfach nur nutzen auf Zeit. Und irgendwann wird es auch der dümmste Mensch verstehen.
Die FPÖ sollte es glasklar kommunizieren – auch die AfD fing mit der Euro-Kritik an. Wenn jedem klar wird, dass Krise kommt, wird vor allem zählen – kann die FPÖ diese Katastrophe managen?
Was wäre die Alternative – Jahre warten, bis wer anders in die Krise fällt? Ich erinnere an den Thread mit den Konzepten Karaganows – wenn die EUdSSR-Wokeness zerschlagen wird, sind die Woken Parteien eh schon kaltgestellt. Ich hoffe, es ist keine Frage der Jahre, sondern der Monate.