Freispruch für Pastor nach „illegalem“ Gottesdienst

29. Juli 2022von 2,4 Minuten Lesezeit

Der polnisch-kanadische Pastor Artur Pawloski war vor einem Berufungsgericht in Alberta erfolgreich. Zuvor war er zu fast 16.000 kanadischen Dollar verurteilt worden, weil er eine „illegale öffentliche Versammlung“ abgehalten hatte. Gemeint war ein Gottesdienst. 

Ein kanadisches Gericht entschied für einen Pastor, der im Laufe der Corona-Periode internationale Aufmerksamkeit erlangt hatte. Er verweigerte den Gehorsam und hatte trotz Verbotes Messen abgehalten. Er hatte die Covid-Restriktionen entschieden und lautstark abgelehnt.

Berufung erfolgreich

Am Freitag hatte seine Anwältin getwittert, dass Pastor Artur Pawloski vor dem Berufungsgericht in Alberta einen „glatten Sieg“ erlangen konnte. Das Gericht habe eine „einstimmige und fundierte Enscheidung“ getroffen und damit die Verurteilung von Pawloski wegen Missachtung der Covid-Vorschriften aufgehoben.

Zuvor hatte ein niedrigeres Gericht den Pastor und seinen Bruder Dawid verurteilt, aufgrund der „Veranstaltung einer illegalen öffentlichen Versammlung“. Gemeint ist ein Gottesdienst. Doch auch der hatte gegen die Covid-Restriktionen von Alberta verstoßen. Die beiden waren zu 15.7333,59 kanadischen Dollar Strafzahlung verurteilt worden.

„Die Feststellung der Missachtung und die Sanktionsanordnung werden aufgehoben“, heißt es in der Entscheidung. „Die an sie gezahlten Bußgelder sind zu erstatten.“

Gute Nachricht für Kanada

Erfreut zeigt sich Pawlowksi gegenüber „Rebel News“, er sei „sprachlos“ gewesen, nachdem ihm das Urteil des Berufungsgerichts übermittelt worden war. Zuvor hatte er wiederholt erklärt, „die Hoffnung in das Justizsystem verloren“ zu haben. Jetzt lobte er das Urteil als „großartige Nachricht, nicht nur für uns“.

Neben den Pawlowskis befasste sich das Berufungsgericht von Alberta auch mit einem Antrag des Restaurantbesitzers Christopher Scott auf Aufhebung eines Urteils der Vorinstanz, das ihn zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Dollar und Kosten in Höhe von 10.922,25 Dollar verpflichtet hatte. Das Berufungsgericht beschloss, Scotts Geldstrafe auf 10.000 Dollar zu reduzieren.

„Das ist eine gute Nachricht für die Kanadier, denn wenn ich falle, wenn mein Bruder fällt, wenn Chris Scott fällt, dann sind Sie der Nächste“, sagte Pawlowski. Auf die Frage, ob er sein Verhalten also nicht ändern würde, sagte der Pastor „Nein. „Alles, was ich getan habe, habe ich mit dem Herzen getan“, sagte er.

Er wünsche, dass die Regierung das Urteil als Aufforderung versteht, „unsere grundlegend garantierten Rechte zu respektieren“. Das Covid-Regime habe gegen die Präambel der kanadischen Charte der Rechte und Freiheiten verstoßen, die auch „die Oberheit Gottes“ anerkennen würde, erklärte der Pastor.

Einem internationalen Publikum wurde der Protestant mit polnischen Wurzeln bekannt, weil er Polizeirazzia in seiner Kirche aufgenommen hatte.

Zornig vertrieb er die „Gestapo“, wie er die kanadische Polizei damals nannte, aus seiner Kirche.

 Bild EelamStyleZCOVID-19 highway sign in Toronto, March 2020CC BY-SA 4.0

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5 Kommentare

  1. Taktgefühl 30. Juli 2022 at 17:19Antworten

    Als die Urwasser noch die Welt bedeckten und außer dem Windhauch noch nichts war, erhob sich aus den Wassern der Buba-Hügel, der ein großes Ei trug. Aus dem Ei entsprang der Gott Amun. Um seine Einsamkeit zu verändern, gesellte er zu sich selbst die Gottherrin Amaunet. Dann erst schuf er die Welt, indem er einfach ihr Kommen befahl. Amun, der Vater der Achtheit und der Neunheit, blieb der, der seinen Namen verbarg, blieb Hauch des Lebens für alles; Leben war sein Name. Du bist Amun, der Herr des Schweigens, der auf den Ruf der Armen herbei kommt.

    „Nicht die Pläne der Menschen sind es, die sich verwirklichen, sondern der Wille Gottes.“ Pharao Ptahhotep, Altes Reich (ca. 4500 Jahre alt)
    „Gott kennt den, der nach seinem Willen handelt.“ Merikare, 10. Dyn.
    Der „monotheistische“ Gott ist also keine Erfindung, weder von Echnaton, noch haben die Israeliten darauf das Monopol. Gott taucht schon in alten ägyptischen Texten auf.
    Freud lag daneben mit seiner Echnaton-These.

    „Ginnungagap“ heißt „Schlucht der Götter“. In dieser Schlucht steht der Weltenbaum. In der Schlucht haben die Götter den Riesen „Ymir“ erschlagen und daraus die Welt erschaffen.
    Ist vielleicht interessant zu erfahren, daß unser „Universum“ in einer Schlucht steht?

    Die Riesen der Urzeit sind deshalb auch größer als das Universum.

  2. Frühling 29. Juli 2022 at 18:25Antworten

    Wie mit anständigen und gottesgläubigen Kirchenvertretern während der Coronazeit umgegangen wurde, die sich um oft traurige und verzweifelte Gläubige weiterhin persönlich kümmern und Gottesdienste abhalten wollten, ist ein Skandal. Genau wie die dreiste Behauptung: „Jesus hätte sich impfen lassen.“ Vollkommen wurscht, ob Jesus sich hätte impfen lassen oder nicht. Jesus wäre niemals auf die Idee gekommen unschuldige Menschen dreist zu diffamieren, zu verfolgen und auszuschließen.

  3. Peter Pan 29. Juli 2022 at 14:55Antworten

    Apropos Rechtsprechung, wunderbarer Fund bei corodok.de:

    Wie war das noch… mit der Entscheidung des EuGH über den Nachweis von Impfschäden?
    https://www.corodok.de/wie-entscheidung-eugh/

    Vielleicht könnten sich die Angelegenheit mal ein paar Juristen anschauen und dann hier etwas nettes schreiben.

  4. Hollie 29. Juli 2022 at 11:29Antworten

    Erfreulich. Wie auch das Urteil gegen die widerrechtliche Kündigung des Polizeiseelsorgers Eglau in Österreich (s. https://tkp.at/2022/01/23/kirche-schmeisst-polizeiseelensorger-nach-unterzeichnung-des-polizisten-briefes-raus/ https://www.wochenblick.at/brisant/gefeuerter-polizei-diakon-gewinnt-verhandlung-kuendigung-durch-polizei-rechtswidrig/)
    Immerhin gibt es einige Seelsorger, die dies wirklich noch sind und nicht „solidarisch“ den bequemen breiten Weg gehen statt den schmalen der Nächstenliebe, Wahrheit und Freiheit.Ob die Bischöfe und andere Kirchenlenker jemals ihre Fehler einsehen und eingestehen werden, auch gegenüber ihren Untergebenen, die sie teils immer noch schikanieren? (s.a Und wo ist die Kirche? https://tkp.at/2022/01/27/und-wo-ist-die-kirche/ oder https://www.wochenblick.at/allgemein/corona-und-die-kirche-bischoefe-sollen-zuruecktreten/

  5. Justos 29. Juli 2022 at 10:26Antworten

    Was ist schlimmer, ein illegaler Gottesdienst oder illegaler Verbrechen? Langsam verursacht diese ganze … … nur Brechreiz. Nur Kleinkram vor dem Gericht aber nie die wirklichen Verantwortlichen und Sklaventreiber. Die neue Gerechtigkeit.

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