Lockdowns in EU meist ohne Evidenz – Georgia zeigt wie es ohne geht

Wir haben nun den dritten Lockdown, so wie in vielen anderen Staaten, und werden bald nicht mehr wissen, wie sich das normale Leben anfühlt. Das ist ziemlich gefährlich für den menschlichen Geist. Menschen sind nicht dazu bestimmt, in einem eingesperrten Zustand zu leben. Wir sind dazu bestimmt, frei zu sein, uns frei bewegen zu können – sonst nimmt unsere physische und psychische Gesundheit immer mehr Schaden.

Sieht man sich die Europa Karte oben an, die der Schweizer Rundfunk zusammenstellt, sehen wir gar nicht mehr so viele tiefrote Gebiete. Die Methode dafür ist auch anders, nämlich evidenzbasiert. Das wird so erklärt:

„Während die gemeldeten Neuinfektionen stark vom jeweiligen Test-Regime abhängen, sind die Zahlen zu den Hospitalisierungen verlässlicher und dadurch besser vergleichbar.“

Und ein genauerer Blick zeigt uns, dass die Lage keineswegs so besorgniserregend ist, dass die verfügten Maßnahmen gerechtfertigt wären.

Der noch dazu ohne Evidenz verfügte Lockdown und die anderen Maßnahmen haben negative Konsequenzen. Es ist zu befürchten, dass unser Immunsystem durch Maßnahmen wie Isolation, Maskentragen und Distanzhalten geschwächt wird, da es zu wenig natürlichen Herausforderungen und Übungsmöglichkeiten ausgesetzt ist.

Hinzu kommt die Angstmacherei durch Politik und Medien und der so ausgelöste Stress. Ist der Cortisolspiegel stressbedingt zu lange zu hoch, verringert sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen, wodurch die Abwehrkraft zusätzlich geschwächt wird.

Das Beispiel des US Bundesstaates Georgia

Auf der Webseite des American Institute for Economic Reesearch findet sich ein Besuchsbericht aus Georgia, das zu den US-Bundesstaaten mit etwas anderem Umgang mit dem Coronavirus gehört.

„Drei Tage in Georgia zu verbringen, war eine glorreiche Erinnerung an das gute Leben. Die Restaurants und Bars sind voll, die Menschen gehen einkaufen und verbringen Zeit miteinander, überall gibt es Händeschütteln und Umarmungen. Die Kinos sind geöffnet. Die Bürogebäude sind wieder voll besetzt. Man kann sogar zu einem Festtagskonzert in der Symphoniehalle gehen. Die Ferien sind nicht ausgefallen.

Einige Schulen sind immer noch geschlossen und große Veranstaltungen kämpfen um einen Neustart. Maskentragen ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber immer noch oberflächlich aus vermeintlicher Höflichkeit praktiziert. Ja, es gibt einige Anzeichen für das Leid, das über den Rest des Landes gekommen ist. Dennoch gibt es hier genug Normalität, um Hoffnung für die Zukunft zu wecken.“

Offenbar hat der andere Umgang mit Pandemie auch einen anderes Verhalten der Menschen zueinander zur Folge. Die bei uns geschürte Angst und der permanente Druck und Stress durch dauernd geänderte Maßnahmen und die ständig wiederholten „Aufrufe der Regierung“ haben zu einer Kultur des Denunziantentums geführt, die Menschen schreien einander schon auf der Straße an und die Polizei hat Machtbefugnisse wie im Krieg erhalten. Ganz anders in Georgia:

„In Georgia sieht man tatsächliches Glück: Lächeln auf den Gesichtern, schnelle Schritte und leichte Gespräche über etwas anderes als das Virus. Das Aussehen und die Atmosphäre des Ortes, mit geschäftigen Geschäftsvierteln und Urlaubsfreude überall, hat mich absolut überrascht. Allein die Tatsache, dass ich mich ein paar Tage in dieser Umgebung aufhielt, hob meine eigene Stimmung ins Unermessliche.

Erinnern Sie sich daran, dass Georgia der erste Staat mit Lockdown war, der auf Anordnung von Gouverneur Brian Kemp wieder geöffnet wurde. Das war in der letzten Woche im April. Präsident Trump, nachdem er zuvor auf eine schnelle Wiedereröffnung gedrängt hatte, machte einen Rückzieher. „Ich habe dem Gouverneur von Georgia, Brian Kemp, gesagt, dass ich mit seiner Entscheidung, bestimmte Einrichtungen zu öffnen, nicht einverstanden bin“, sagte Trump.

Wie wir es von Schweden kennen, führte das natürlich auch bei den Medien zu entrüsteter Berichterstattung und dem Bundesstaat wurde mehr oder weniger der Untergang prophezeit:

„Die großen Medien waren entrüstet: „Georgia’s Experiment in Human Sacrifice“, schrie The Atlantic und sagte voraus, dass der ganze Staat eine große Leichenhalle werden würde.

Sieben Monate später gibt es keine Katastrophe mehr. Bei den Todesfällen pro Kopf liegt Georgia unter dem nationalen Durchschnitt. Die Zahl der Todesfälle ist in den zwei Monaten nach der Wiedereröffnung sogar gesunken, im August wieder gestiegen und entspricht nun dem Durchschnitt der Todesfälle von 2014-2019. Die Demografie der Todesfälle folgt dem, was wir auf der ganzen Welt gesehen haben. Drei Viertel der Todesfälle sind Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Nur 3% sind unter 40 Jahre alt. Ein Drittel trat in Pflegeheimen auf. Das Durchschnittsalter der Todesfälle liegt bei 74 Jahren. Von den 7 pädiatrischen Todesfällen hatten 5 schwere Komorbiditäten.

Mit anderen Worten, alle ganz typisch für dieses Virus. Weder die Abriegelung noch die Öffnung hatten eine Auswirkung in die eine oder andere Richtung, was eine ernsthafte Rüge für all die Staaten darstellt, die sich einbildeten, ihre Quarantänen, Schließungen und Ausgangssperren könnten ein Virus irgendwie einschüchtern. Es ist auch eine Widerlegung der hysterischen Vorhersagen der Medien.“

Wenig überraschend hat sich in Georgia die vernünftige Politik des republikanischen Gouverneurs positiv auf Beschäftigung und Wirtschaft ausgewirkt:

„Währenddessen brummt die Wirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,7 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Das ist ein Anstieg im November, aber das ist auf eine Rekordzahl von Menschen zurückzuführen, die wieder in den Arbeitsmarkt eintreten. Die Zahl der Arbeitskräfte in Georgia liegt derzeit bei einem Rekordhoch von 5,17 Millionen. All die Unternehmen, die sich in den letzten 10 Jahren in Atlanta angesiedelt haben, können sich bestätigt fühlen, dass sie die richtige Wahl getroffen haben.“

Man sieht, es geht auch anders. Ohne Lockdown, ohne Masken und ohne massive Einschränkungen. Die gesundheitlichen Folgen sind durchwegs positiv.


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Ein Kommentar zu „Lockdowns in EU meist ohne Evidenz – Georgia zeigt wie es ohne geht

  1. Es ist immer wieder erfreulich zu lesen das vereinzelt der gesunde Menschenverstand doch noch anzutreffen ist. Leider noch in der Unterzahl, jedoch je länger er sich hält und hartnäckig dem Hammeltrieb widersetzt umso größer die Wahrscheinlichkeit das er sich letztendlich auch durchsetzt.
    Selbst die allmächtige katholische Kirche mußte irgendwann mal einsehen das die Welt weder eine Scheibe ist noch das Zentrum des Universum darstellt.

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