Mehr tote Fußgänger im Straßenverkehr

Wem ist es angesichts herannahender Fahrzeuge noch nicht passiert, dass man sich nicht über einen Zebrastreifen zu gehen traut und wenn doch, zumindest mit einem mulmigen Gefühl. Ich musste mich heute sogar mit einem Sprung in Sicherheit bringen, obwohl ich bereits die halbe Straße überquert hatte, ich also durchaus nicht überraschend aufgetaucht bin.

Das ist offensichtlich kein Einzelfall, wie uns das Innenministerium mit den jüngsten Daten aus dem Jahr 2019 zeigt.  Mit insgesamt 410 Todesfällen ist die Gesamtzahl gegenüber den 409 Toten im Jahr 2018 stabil geblieben. Allerdings hat sich innerhalb der Gesamtzahl der Anteil der getöteten Fußgänger um 21 auf 68 gesteigert. Allein 13 Fußgänger kamen auf Schutzwegen ums Leben, 2018 waren es noch 9, Das mulmige Gefühl wird also von harten Daten untermauert.

Gefährlich sind vor allem die Ortsgebiete für Fußgänger, immerhin 70% der Todesfälle passieren im Ortsgebiet. Unübersichtlich gestaltete Kreuzungen, kurze Grünphasen und die zu hohe Geschwindigkeit sind die häufigsten Unfallursachen.

Graz zeigt mit flächendeckendem Tempo 30 schon seit längerer Zeit vor, was getan werden kann und in jüngster Zeit haben es weitere Gemeinden eingeführt oder planen es. Tempo 30 lässt einfach mehr Raum um zu regieren, verkürzt den Bremsweg und der Impact ist im Fall der Fälle weniger heftig.

Politik und Behörden forcieren Auto gegen Menschen

 Bild von Thanks for your Like • donations welcome auf Pixabay

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