
DDR 2.0 – oder wo leben wir heute?
In vielen alternativen Online-Medien heißt es, wir leben in der DDR 2.0. – eine Behauptung, die in meinen Augen fragwürdig ist. Die Journalisten der meist konservativen Medien sprechen dabei auch oft von sozialistischer Politik der heutigen Regierungen. Wie stimmig ist diese Gleichsetzung?
Ich suche immer noch nach einer Quelle bei Karl Marx oder anderer sozialistischer bzw. kommunistischer Literatur, in der es heißt, dass im Sozialismus die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden müssen. Auch ist mir nicht bekannt, dass das Kommunistische Manifest für Public-Private-Partnerships wirbt, ein Konzept, das die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Österreich massiv geprägt hat. Aber vielleicht bin ich ja nicht belesen genug.
Um mir die Quellensuche zu erleichtern, sprach ich mit Andreas Peglau, mit dem ich schon ausführlich zum Thema „Wie findet man den Weg aus der Komfortzone“ diskutiert hatte und der als „gelernter“ DDR-Bürger mehr zum Thema beitragen konnte als ich, die ich im Westen groß geworden bin. Der Psychologe und Psychotherapeut ist 1957 in der DDR geboren und hat einen kritischen Blick auf beide Welten. Er war daher erneut ein idealer Ansprechpartner für meine Frage.
Du warst DDR-Bürger und hast den „real existierenden Sozialismus“ erlebt oder durchlitten – je nach Sichtweise. Daher würde ich Dich erstmal um Deine persönliche Einschätzung zur DDR bitten.
Vielleicht vorweg: Ich hab manchmal zu hören bekommen, ich könne die DDR nicht korrekt einschätzen, weil ich „staatsnah“ war. Ich war ja – wie ich gern immer wieder auch mitteile – nicht nur Mitglied der Freien Deutschen Jugend, sondern auch bereits mit 19 Mitglied der SED, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, bis 1990. Und ich hab unter anderem ab 1985 beim DDR-Sender Jugendradio DT64 gearbeitet.
Wer sich bei Autoren informieren möchte, die ebenfalls in der DDR lebten, aber erwiesenermaßen nicht staatsnah waren, dem empfehle ich das Buch von Daniela Dahn „Wehe dem Sieger!“ Ohne Osten kein Westen“. Da kann man vieles von dem, was ich sage, nachlesen.
Was waren aus Deiner Sicht denn die Schattenseiten des Lebens in der DDR?
Es ist gut, mit den Schattenseiten anzufangen.
In der DDR gab es eine verbreitete Parole, die allerdings, als ich älter wurde, nicht mehr so oft benutzt wurde: „Vom Ich zum Wir“. Ich glaube, dass sich dahinter eine ganz entscheidende Schattenseite verbirgt.
Wieso?
Entgegen einigen, auch von Marx vertretenen Auffassungen, dass es um die individuelle Entwicklung geht, die die Grundlage für die gesellschaftliche bilden muss, haben wir in der DDR den Spieß umgedreht und das Individuelle unterbewertet, blockiert und oftmals auch unterdrückt. Die Gruppe, das Soziale, die Klasse, der Staat, das sozialistische Weltsystem, also immer größere Einheiten wurden als viel wichtiger oder entscheidend dargestellt.
Dadurch konnten und durften wir unsere Individualität vielfach nicht so entfalten, wie wir es gebraucht hätten. Ich glaube, das war auch einer der entscheidenden Punkte, weshalb die DDR kaputt ging. Sie hat viele Menschen, die ihre Kreativität nicht einbringen konnten, obwohl sie es wollten – nicht zuletzt, um in der DDR tatsächlich sowas wie richtigen Sozialismus hinzukriegen – enttäuscht und frustriert.
Eine andere Schattenseite, auf die sich viele zur Recht beziehen, war die Unterdrückung abweichender Meinungen, jedenfalls wenn sie öffentlich geäußert wurden. Es galten vorgegebene ideologische Dogmen, insbesondere der „Marxismus-Leninismus“, und der auch noch in einer ziemlich eingeengten Fassung. Diese Meinungskontrolle, auch das rigorose Verhindern von Möglichkeiten, sich zusammenzuschließen und alternative, dissidente oder oppositionelle Auffassungen zu vertreten, das waren eindeutig Schattenseiten der DDR, unter denen viele mehr oder weniger bewusst gelitten haben.
Hinzu kommt dann aber noch die Stasi?
Der Staat DDR war von Beginn an tatsächlich auch bedroht und tat das, was jeder andere Staat im 20. Jahrhundert ebenfalls getan hat: nämlich sich als Staat abzusichern. Dazu brauchte man eine Institution, eine Organisation. Wie das bei allen Geheimdiensten ist, nahm das dann eine eigene, nicht zuletzt inhumane Entwicklung. Dadurch wurden viele Lebensentwürfe gestört oder zerstört. Was auch insofern besonders bitter war, weil das ja sozialistischen Grundüberzeugungen widersprach, den Staat letztlich nicht sicherte, sondern massiv schädigte.
Im Westen gab es den von Ex-Nazis aufgebauten BND. Mitglieder der Kommunistischen Partei, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und anderer „linker“ Organisationen, die als staatsgefährdend eingestuft wurden, wurden überwacht, zum Teil verfolgt oder inhaftiert. Sie durften – Stichwort „Radikalenerlass“ – lange Zeit nicht Beamte sein, nicht mal als Briefträger. Oder denk an die Ende der 1960er Jahre vom Bundestag beschlossenen „Notstandsgesetze“.
Die Gesinnungsschnüffelei, überhaupt die staatliche Kontrolle war dennoch sicherlich deutlich geringer ausgeprägt als in der DDR. Man wollte den Menschen im Westen ja auch demonstrativ mehr Freiheit gewähren, um attraktiver rüberzukommen als Gesellschaft. Aber es ist nicht so, dass es diese Kontrolle nicht gab.
Inwiefern war die DDR denn bedroht?
In der BRD lagen mehrmals Pläne in Schubläden, wie man die DDR militärisch überrennen kann. Außerdem war es permanent Teil westlicher Politik, die DDR ideologisch zu unterwandern und dadurch zu demontieren. Die Mauer war meines Erachtens notwendig, weil die DDR Anfang der 1960er Jahre wirklich drohte, wirtschaftlich auszubluten. Im Osten Ausgebildete wurden massenhaft mit besseren Angeboten in den Westen gelockt. Der Westen hatte insgesamt durch die Förderung seitens der Westmächte – insbesondere der USA – bessere materielle Möglichkeiten.
Manche Politiker im Westen, darunter Egon Bahr, der langjährige Mitarbeiter von Willi Brandt, sahen in der Mauer übrigens auch ein Element, das mögliche Eskalationen hin zum Dritten Weltkrieg verhinderte. Aber es war natürlich zugleich ein Einsperren der DDR-Bürger, das Unterbinden jeder Art von unkontrolliertem Kontakt in den Westen.
Gibt es noch weitere Schattenseiten?
Aus dem, was ich gesagt habe, leitet sich vieles ab. Es zog sich in alle Bereiche, in die Wissenschaft, in die Kultur, die Rock- und Popmusik, die Kunst. Überall saßen irgendwelche höheren Funktionäre und wussten alles irgendwie besser, weil sie angeblich mal Karl Marx gelesen hatten.
Obwohl die DDR auch in Kunst, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft teils Großartiges geleistet hat: Sie hätte viel mehr erreichen können, wäre im Wettstreit mit dem Westen stärker gewesen, wenn sie Individualität mehr zugelassen und gefördert hätte.
Eingeschränkt war auch die Reisefreiheit, klar. Aber reisen konnten wir, nicht nur innerhalb des Landes, auch im Ostblock, der ja ein ziemlich großes Areal der Welt darstellte. Die riesige Sowjetunion, Polen, Rumänien, Bulgarien, Tschechoslowakei, Ungarn, auch Kuba, wenn man dafür genug Zeit und Geld hatte. Natürlich hatten die Westler mehr Möglichkeiten, aber auch wir mussten nicht ständig zu Hause glucken.
Dann lass uns zur anderen Sicht kommen. Welches waren die positiven Seiten des Lebens in der DDR?
Nicht zuletzt, dass es eine gesicherte materielle Basis für die Entfaltung von Individualität gab. Keiner musste Angst haben zu hungern, zu dursten, obdachlos oder arbeitslos zu werden. Menschen, die Ausreiseanträge in die BRD gestellt hatten, verloren zwar oft ihren Job, fingen dann aber vielleicht als Hausmeister oder Nachtwächter irgendwo an, was natürlich sehr frustrierend war. Aber auch sie mussten nicht hungern.
Die Wohnungsmieten in der DDR waren nach heutigen Maßstäben unglaublich günstig. Meine Wohnung hat zum Beispiel 50 DDR-Mark gekostet, als ich ein Einkommen von etwa 800 DDR-Mark hatte.
Diese materielle Absicherung ist wirklich ganz wichtig. Aber es gibt doch sicher noch mehr Positives?
Also ein Punkt ist: Nachweislich hat sich die DDR ganz anders mit der faschistischen Vergangenheit auseinandergesetzt. Wenn auch nie so konsequent und so hundertprozentig erfolgreich, wie suggeriert wurde, aber im Vergleich zur BRD stand sie um Längen besser da.
Noch bis in die Mitte der 1990er Jahre haben westliche Forschungsinstitute nachgewiesen, dass die Einstellung der DDR-Bürger gegenüber dem Faschismus viel kritischer war als die der Westbürger. Das kippte erst ab 1995, offenbar mit der Erkenntnis, wie frustrierend das Leben im Westen war im Vergleich zu den bunten Illusionen, die man uns vorgemacht hatte. Je mehr Menschen arbeitslos wurden und den Sinn ihres Lebens verloren, desto mehr verbreiteten sich dann auch in Ostdeutschland „rechte“ Einstellungen.
Antifaschistische Einstellungen waren bei uns aber viel verwurzelter als im Westen, auch wenn sie uns zum Teil draufgedrückt wurden. Wir haben uns schon in der Schule intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt, im Kino Filme darüber gesehen, Klassenfahrten oder Jugendweihfahrten gemacht, bei denen wir Konzentrationslager und Gedenkstätten besucht haben. In Sachsenhausen, Weimar oder Buchenwald gewesen zu sein, gehörte dazu und prägte uns Kinder und Jugendliche erheblich.
Diese Themen und die Auseinandersetzung gab es bei uns im Westen auch, zumindest in meiner Schulzeit.
Auch in dieser Intensität? Habt ihr Euch diese Filme angesehen, Bücher gelesen, die das reflektiert haben?
Die Filme haben wir uns definitiv angesehen. Den Anne-Frank-Film über Bergen-Belsen werde ich nie vergessen. Schon aus familiären Gründen. Daher – das gab es bei uns auch. Aber was sind die weiteren Vorteile aus Deiner Sicht?
Ich meine, dass die DDR eine konsequentere und nachhaltigere Friedenspolitik vertreten hat als die BRD. Die eigene Armee, die NVA, wurde ja auch erst als Reaktion auf die Bundeswehr aufgebaut.
Auch wenn zum Beispiel die ideologische Unterstützung der Sowjetunion bei der Niederschlagung des Prager-Aufstandes 1968 sicher nicht pazifistisch oder friedlich war: Ich denke trotzdem, dass die diplomatischen, außenpolitischen Signale der DDR viel dauerhafter auf Frieden ausgerichtet waren. Und das hat sicher viel mit der antifaschistischen Grundorientierung des Staates zu tun. In der BRD war nach dem Krieg eine Vielzahl der alten Nazi-Funktionäre auch in hohen Stellungen bis in die Regierung hinein tätig. Das war bei uns nicht der Fall.
Die Liste der Nazis in der BRD-Politik findet man sogar in der Wikipedia.
Und die haben die Innen- und die Außenpolitik der BRD mitbestimmt, logischerweise. Bei uns wurde die Politik von der Sowjetunion kontrolliert. Wo ja erst in den 1950er Jahren das Stalinsche Terrorregime endete. Dennoch gab es in der DDR von Anfang an eine klare Orientierung auf Frieden und die zog sich durch bis zu deren Ende.
Etwas anderes, aber ebenfalls Wichtiges fällt mir noch ein. Auch wenn die Gleichberechtigung der Frauen auch in der DDR nicht zu hundert Prozent umgesetzt wurde, war sie viel weiter gediehen als jemals in der BRD. Auch Scheidungen kosteten fast gar nichts, zumal man dafür höchstens im Streitfall einen Anwalt brauchte. Dass eine Frau danach ohne Versorgung dastand, stand nicht zur Debatte: Jede bekam Arbeit. Bei gleicher Tätigkeit gab es die gleiche Bezahlung, auch waren mehr Frauen in qualifizierten Positionen tätig. Beim Rundfunk hatte ich eigentlich nur weibliche Chefs. Spätestens beim SED-Politbüro, also der obersten Führungsebene, hörte es aber komplett auf, da gab es nie ein weibliches Vollmitglied.
Die DDR hat, und das spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, das Bürgerliche Gesetzbuch des alten Deutschlands nicht übernommen, sondern etwas Eigenes gestaltet. Da fehlten dann viele Paragrafen, die es in der BRD noch lange gab: zum Beispiel, dass der Mann über die Frau bestimmen darf. Oder auch das elterliche Züchtigungsrecht, das in der BRD erst im Jahre 2000 abgeschafft wurde, nachdem sie es in den 1960er-Jahren – angeblich im Zuge der Gleichberechtigung! – auf Frauen ausgeweitet hatten. Da durften also die Kinder von beiden Eltern verprügelt werden. Auch Lehrer durften bei uns nicht den Rohrstock benutzen. Viele weitere Beispiele findet man in dem erwähnten Buch von Daniela Dahn.
Hast Du noch Beispiele?
Es gab in der DDR – als Kehrseite dessen, was auch als „Mangelwirtschaft“ bezeichnet wurde – keinen Konsumterrorismus. Bei uns wurden nicht 100 Joghurtsorten produziert, die alle gleich schmeckten und nur anders aussahen, sondern nur zwei oder drei Sorten. Die Verpackungen waren schmucklos, dafür aber billig.
Heute sind sie groß und aufwendig – und werden immer weggeschmissen.
Die Parole „von der Straße auf die Schiene“ war in der DDR viel mehr Realität als heute. Es gab in dieser Hinsicht eine deutlich ökologischere Transportpolitik. Allerdings muss ich beim Thema Ökologie noch eine Schattenseite ergänzen.
Welche?
Das Leugnen der ökologischen Probleme. Auf Ökologie wurde in der DDR weitgehend gepfiffen. Man tat so, als ob die Mauer alle ökologischen Probleme aufhalten könne und wir selbst keine herstellen würden. Dementsprechend wurde in Leuna, Bitterfeld und in anderen wirtschaftlichen Ballungsgebieten offiziell nie so genau hingeschaut, zum Beispiel auf das Ausmaß der Luftverschmutzung. Doch die Lebenserwartung derjenigen, die dort lebten, war reduziert.
Jetzt habe ich noch ein paar direkte Fragen, die Du bitte nur mit Ja oder Nein beantwortest, auch wenn einiges schon angesprochen wurde. Ich möchte die Punkte einfach hervorheben.
War es in der DDR für finanzschwache Menschen schwer, wirtschaftlich zu überleben?
Nein.
Gab es in der DDR eine nennenswerte Obdachlosenzahl?
Nein. Auch keine unnennenswerte.
Haben sich Vermögen und Produktionsmittel in immer weniger Händen konzentriert?
Nein.
Waren gemeinwohl-relevante Branchen, also Krankenhaus, Energieversorgung, Straßenbau in privater Hand?
Nein.
Gab es Private-Public-Partnership-Strukturen?
Nein.
Gab es in der DDR eine Bevölkerungsschicht, die immer reicher wurde?
Nein.
Und die letzte Ja/Nein Frage: Gab es extreme Einkommensunterschiede zwischen Funktionären und Normalbürgern?
Nein.
Gab es keinerlei Unterschiede?
Doch. Die Schere ging auch in der DDR allmählich auseinander. In den 50er Jahren war sie noch viel geringer ausgeprägt als in den 80ern. Ab Anfang der 70er Jahre hieß es: „Wer mehr leistet, soll sich auch mehr leisten können.“
Auch in der DDR nahm die Konsumorientierung also zu, aber niemals im Ausmaß der BRD.
Im Herbst 1989 wurde mit großem Tamtam medial vorgeführt, wie die DDR-Regierung abgeschottet in ihrer Wandlitzer Siedlung außerhalb von Berlin lebte. Da wurde dann gezeigt: „Die haben vergoldete Wasserhähne!“. Aber die Häuser jedes westlichen Konzernchefs zu dieser Zeit dürften größer und luxuriöser gewesen sein. Auch wenn die Mitglieder der DDR-Regierung ganz andere Möglichkeiten hatten, sich Konsumgüter, auch aus dem Westen, zu verschaffen als der normale Facharbeiter, war der Unterschied an materieller Lebensqualität keinesfalls so riesig, wie er jetzt zwischen Konzernmanagern und Angestellten oder zwischen hochrangigen Politikern und unteren Einkommensgruppen ist.
Wenn ich mir die Punkte anschaue, wie kann man darauf kommen, die heutige Gesellschaft mit der DDR 2.0 gleichzusetzen?
Es gibt Aspekte wie die Unterdrückung abweichender Meinungen, die Kontrolle der individuellen Entwicklung oder die übergriffige Arbeit des Verfassungsschutzes, wo sicher Ähnlichkeiten bestehen.
Aber das hat mit dem Sozialismus der DDR doch wenig zu tun, oder? Das kann man in jedweder Form einer Diktatur finden. Oder sehe ich das falsch?
Nein, das sehe ich auch so.
Hast Du eine Idee, was Leute motivieren könnte, diese Gleichsetzung vorzunehmen?
Was wir beide wissen, ist, dass in der BRD nie aufgehört wurde, die DDR in den offiziellen Medien mehr oder weniger zu verteufeln. Insofern gibt es in der BRD seit 1949 eine lange Tradition des Abwertens der DDR und damit auch von sozialistischen Ideen.
Nach 1945 hatte es zwar erst mal eine gesamtdeutsche Diskussion gegeben, selbst bei der CDU/CSU, dass man vom Kapitalismus als Grundlage von Faschismus und Krieg weg müsse. Das war jedoch bald vorbei. Der Sozialismus wurde im Westen zum Übel erklärt – und damit auch die DDR.
Dann kam 1989/90 eine Phase, in der von BRD-Politikern um DDR-Bürger als Wähler geworben wurde: „Ihr bringt ja auch etwas in die Einheit mit, ihr seid auch wichtig, ihr habt auch Erfahrung.“ Aber damit war schnell wieder Schluss, nachdem der Anschluss erfolgreich durchgezogen worden war. Und bald danach brach ja auch das sozialistische Weltsystem zusammen. Doch dieser „reale Sozialismus“ war – mit all seinen Schwächen und Gebrechen – ein Alternativsystem zum Westen. Damit keiner auf die Idee kam, diesen Versuch noch einmal und besser zu wiederholen, musste diese Alternative nun natürlich weiter diskreditiert oder zerstört werden, ideologisch, kulturell und auch architektonisch – wie zum Beispiel durch den Abriss des Ostberliner „Palastes der Republik“.
Es wurde kontinuierlich vermittelt: „DDR und Sozialismus sind einfach Scheiße: inhumane, totalitäre, ökonomisch alberne Konzepte.“ DDR, das waren nun nur noch Mauer-Tote, Stasi, Diktatur – mehr nicht. Naja, und wenn das also die DDR war, dann musste man ja tatsächlich nicht mehr darüber diskutieren, oder? Dieses Bild hat sich in den Köpfen festgesetzt und wurde beziehungsweise wird nicht mehr hinterfragt.
Darum fällt der Vergleich mit der DDR 2.0 automatisch so negativ aus? Ist das so gewollt?
Vergleichen kann man alles, gleichsetzen kann man außerhalb der Mathematik gar nichts. Man sollte schon schauen: Was ähnelt heute inwiefern den negativen Seiten des DDR-Systems? Aber wer sich mit „DDR 2.0“ befasst, sollte zunächst dringend recherchieren und versuchen zu begreifen, was „DDR 1.0“ war.
Und sie war eben in vieler Hinsicht ein völlig anderes Konzept. Die DDR war niemals ein Projekt, das von national oder global organisierten Oligarchen gesteuert wurde. Sie hat zu keinem Zeitpunkt eine Kriegstreiberei betrieben, wie sie jetzt durch die Aufrüstungspolitik stattfindet. Gerade mit ihrer Friedenspolitik und ihrem Antifaschismus bot sie auch einen Bezugspunkt für die Friedensbewegung in der BRD. Es gab in der DDR auch niemals ein Gesundheitssystem, das sich auch nur annähernd so gegen die Bevölkerung gerichtet hat, wie es seit 2020 mit den „Corona“-Maßnahmen passierte.
Die Unterschiede sind wirklich überdeutlich. Hier gleichzusetzen ist wirklich absurd. Orwell lässt grüßen. Vielen Dank für den Austausch!
Bildquelle: Herkunft/Rechte: DDR Geschichtsmuseum im Dokumentationszentrum Perleberg / Ruth Bergmann
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Wie findet man den Weg aus der Komfortzone?
Wir steuern direkt auf den Sozialismus zu? Selten so gelacht! Kommentar.
Da muss ich ja zusammenfassend Danke sagen für dieses (an sich schlechte) Interview – hat es doch so einiges an die Oberfläche befördert.
Wirklich bemerkenswert, wie viele Nachweise eines Unrechts-Regimes (wie immer man seine From benennen will) man leugnen kann, als wären sie pure West-Propaganda.
Es ist ja auch völlig normal, dass „Staatssicherheitsdienste“ in Privatwohnungen eindringen, um diese zu verwanzen, um „Abtrünnige“ und „Staats-Zersetzer“ aufzuspüren. (Heute geht das freilich viel diskreter – und wird gerade wieder zur Normalität…wer sich also darüber aufregt, der kann doch bitte die DDR nicht freisprechen….)
Und ich könnte noch ewig fortfahren, Situationen zu schildern, die nachweislich stattgefunden haben – und die rein gar nichts mit einem lebenswerten, Rechts-gebundenen Staat gemein haben, schon gar nichts mit einer Demokratie oder sonstigen Form von Freiheit.
Die DDR hat letztlich versucht, das Individuum auszulöschen (Stichwort „Solidarität“). Das ist (wie Deutsche halt immer schon waren) behördlich in diversen Akten vermerkt und dokumentiert. Und das ist nach den Worten Hannah Arendt’s die Definition von Totalitarismus.
Ich empfehle jedem die letzten Interviews von Margot Honecker. Dort spricht sie alles offen aus – weil sie bis zum Schluss nicht begriffen hat, was sie eigentlich getan hat. Für sie war es eine gute Sache „Menschen zu ihrem Glück zu zwingen“. Jeder geistig-emotional gesunde Mensch sollte verstanden haben, das dies eine pure Illusion ist und lediglich die Rechtfertigung eines Autokraten, doch nur Gutes gewollt zu haben…..ähnlich Mielke’s (Stasi Chef) „Aber ich liebe euch doch alle….“. Na „alle“ eben nicht, sondern nur die braven Mitläufer, der Rest wurde bestraft.
„Funfact“ zum Abschluss (es gäbe noch mehr davon):
Weil die BRD eines Tages begann, politische Häftlinge der DDR „frei zu kaufen“ und in den Westen zu evakuieren, hat die DDR flux ein Geschäftsmodell daraus gemacht. Ein Land, das seine Leute einsperrt, um sie gegen Devisen tauschen zu können. Nicht sehr „solidarisch“, auch nicht „kommunistisch“, „marxistisch“. Eigentlich kapitalistisch im Extrem. In jedem Fall aber widerlich.
Eine fundierte (!!) Auseinandersetzung mit unserer deutschen Geschichte (einschließlich der BRD-DDR-Zeit) ist auch für mich unerlässlich. Dabei sollten die „Innen“- und „Außen“-Perspektiven natürlich immer eine Rolle spielen. Deshalb auch vielen Dank an Frau Drescher für dieses Interview. Die Sichtweisen, Erfahrungen etc. einzelner Menschen sind aber eben nur die Sichtweisen, Erfahrungen etc. einzelner Menschen – sie sind nicht allgemeingültig, sondern eine subjektive (!!) Sicht auf geschichtliche Entwicklungen.
Zu einer respektvollen Kommunikation zählt für mich auch, die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Menschen in einem gelebten Leben (wo auch immer) zu akzeptieren und nicht zu „bekämpfen“. Auch in diesem Portal (vielen Dank an Dr. Mayer für die Gestaltung dieses Blogs) sollte es meiner Meinung nach nicht nur darum gehen, die eigene Meinung zu vertreten, sondern auch darum, die Argumente Anderer wirklich zu verstehen. Mein Eindruck ist, dass wir bei wichtigen Themen wie zum Beispiel BRD/DDR, Corona, Ukraine etc. oftmals nicht die Ebene von „Streithähnen“ verlassen. Laufen wir dabei nicht permanent in die aufgestellte Falle „Divide et impera“ (Teile und Herrsche)? Oder anders gesagt, wenn zwei sich streiten, freut sich ein Dritter.
Ich habe 39 Jahre in der DDR gelebt und heute ein differenziertes „Bild“ über diese Zeit. Aber ich könnte weitere positive Dinge aus der DDR-Zeit ergänzen – natürlich im Sinne subjektiver Wahrnehmungen.
Die Praxis reicht – heutige Marxistende:innen verkaufen sich gerne an Superreiche, weil die nun mal super Kohle haben. Die einstige SED (mehrmals umgetauft) macht voll in Klimahysterie und ungezügelter Migration.
Im einstigen Ostblock haben ja auch die Genossen Bonzen immer mehr geklaut.
Konnte einem in der DDR die Existenzgrundlage und das soziale Netz von einer Minute auf die andere entzogen werden? Ja.
Wovon hing das ab? Von der Konformität.
Herrschte daher ein politischer/wirtschaftlicher/sozialer Druck zur Anpassung? Ja.
Wurde dieser Druck auch (para-)militärisch erzeugt, zur Schau gestellt (Selbstschussanlagen nach innen) und durchgesetzt? Ja.
Wurde freie Meinungsbildung (auf all diese Weisen) unterdrückt? Ja.
Wurde freie Meinungsäußerung unterdrückt? Ja.
Waren mediale, künstlerische, universitäre, etc. Karrieren vom Goodwill der „Elite“ abhängig? Ja.
War das Land daher auf diesen Ebenen gleichgeschaltet (also nur noch von Mitläufern besetzt)? Ja.
Wurde die Bevölkerung systematisch belogen? („Es muss wie Demokratie aussehen, aber…“ ich glaube Ulbricht). Ja.
War das Land wirtschaftlich, kulturell, wissenschaftlich,….vertikal-hierarchisch (Top-Down) organisiert? Ja.
War die DDR aus diesen Gründen (und noch vielen mehr) ein faschistisches Regime? Jaaaaaa, verdammt nochmal.
Träumt weiter, Ihr Deppen!
Die real existenten Marxistenden:innen scheinen den Ostblock entweder gar nicht zu kennen oder sich dort einst prima eingerichtet zu haben.
Vor allem weigern sie sich die DDR (also vor 40+ Jahren) mit unseren Verhältnissen vor 40+ Jahren zu vergleichen. Während die DDR in den 70ern längst stagnierte (und dadurch auch die Repression wuchs, um die Leute bei der Stange zu halten), erlebten wir hier in Österreich die goldenen Kreisky-Jahre, die trotz allen internationalen Widrigkeiten den größten Schub für untere und mittlere Schichten bedeutete, den die 2. Republik erlebt hat. Heißt: das, was wir bis in die 80er zugelegt haben, hat die DDR abgebaut. Und das in allen Sozialbereichen.
Was dann die weitere Trendumkehr (90er) bei uns auslöste, ist wieder eine eigene Geschichte. Es wirkt vereinfacht gesagt auf mich fast so, als hätte es wieder eine „Rattenlinie“ gegeben – und das Personal/Knowhow des zerbröselnden Ostblocks wurde von den (nennen wir sie mal) „Neocons“ aufgesaugt und weiterverwertet, wie seinerzeit Wernher v. Braun und seine Leute. Wie viele hoch-dotierte Natsis haben in US-3-Buchstaben-Diensten Karriere gemacht…..und wie viele Ex-Ostblock-Staatsverbrecher hat man diesmal angeworben?
Genau so war es. Ich habe das DDR-Regime zwangsläufig 34 Jahre lang erlebt, dagegen gesteuert und auch für meine öffentliche Kritik im Stasiknast gesessen. Ich habe fast alles versucht um da herauszukommen und es galng mir erst über Ungarn. Die ersten Jahre in der BRD sah alles noch wie Freiheit aus. Erschüttert war ich als ich die Grenzöffnung im Fernsehen sah. Der zweite Schock überfiel mich bei der Einführung des Euro, der mich an DDR-Geld erinnerte und niemand gefragt wurde. Und heute ist das fast peinlicher als damals in Mitteldeutschland.
„….für meine öffentliche Kritik im Stasiknast gesessen….“
Dann ernten Sie wenigstens von mir heute einen extra-dicken Sonder-Respekt.
Sie erinnern mich gerade an J.J.Liefers, den Schauspieler und ehem. Bürgerrechtler der DDR. Auch er berichtet so wie Sie von den Bedrohungen und Schikanen der DDR, dann dem Gefühl der Freiheit – und schließlich dem unguten Gefühl, wieder im quasi selben System gelandet zu sein (nur mit anderem Anstrich) und erneut bedroht und schikaniert zu werden (das große C…)
@therMOnukular – danke für Ihre gnadenlos realistische DDR-Beurteilung von 2:49 Uhr da oben!
Teile unserer Verwandtschaft (ich bin Österreicher) waren in Dresden angesiedelt. Wir besuchten sie 1977 ebenda und bekamen einen umfassend realistischen Eindruck von den angeblich „Auferstandenen Ruinen“ (Nicht architektonisch gemeint):
Wenn du nicht stromlinienförmig warst, wandertest du – Stichwort – „Feststellung eines Sachverhalts“ ratzfatz „in den Bau“. Von wegen Meinungsfreiheit (nicht nur in der Öffentlichkeit, nein, sogar im engsten Familienkreis war „VEB Horch und Guck“ vertreten) –
Der „VEB Horch und Guck“ – das DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) – hatte alle Lebensbereiche der DDR-Bürger infiltriert, um sie auf staatsfeindliche Aktionen hin zu überwachen. Die Erkenntnisse wurden in Millionen von Stasi-Akten festgehalten.
Auf insgesamt rund 180.000 schätzt die Behörde die Zahl der hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter von 1950 bis 1989. Doch stützte sich die Behörde von Stasi-Chef Erich Mielke vor allem auf das Heer der Inoffiziellen Mitarbeiter (IM). 1989 verfügte die Stasi über 89.000 hauptamtliche und 173.000 IM, zusammen 2,5 Prozent der Gesamtbevölkerung der DDR im Alter zwischen 18 und 65 Jahren.
Allein in der zentralen Klarnamenkartei in Berlin sind sechs Millionen Namen erfasst, vier Millionen aus damals Ost und zwei Millionen aus damals West. Hochgerechnet mit den Angaben in hunderten dezentraler Karteien in den 14 MfS-Stellen wurden Daten von 16 Millionen Menschen archiviert.
Ein Beispiel aus unserer damaligen DDR-Verwandtschaft zu unserem Besuch 1977:
Der damals mit mir gleichaltrige Sohn war Offiziersanwärter der Nationalen Volksarmee (NVA). Ihm waren in der Zeit unseres Besuches bei seinen Eltern in deren Dresdner Privatwohnung ein zeitgleicher Besuch (er hatte dort noch ein familienbasiertes eigenes Zimmer) v-e-r-b-o-t-e-n.
Er setzte sich im jugendlichen Übermut über das Verbot hinweg und ich erinnere mich an einen substanziell politisch hochinteressanten stundenlangen Meinungsaustausch mit ihm. Wir tauschten uns über unsere unterschiedlichen Politsysteme aus, ich sollte – wie er – diesen Abend nie vergessen, denn:
Sein Vater saß mit dabei, eine – heute wissen wir es – „100% rote Socke“ mit einem Vertrag der „Fa Horch und Guck“. – Er verriet seinen Sohn, verfertigte über seine, seines Sohnes Anwesenheit beim dämonischen Westbesuch, und über unsere Unterhaltung ein zig-Seiten-langes Protokoll für seine Auftraggeber.
Die Folgen waren für seinen Sohn fatal: Er wurde zeitnah eleminiert und bekam im Grunde genommen – auch nach der Wende – weder privat noch beruflich nie wieder irgendwann tragfähigen Boden unter seine Füße – eine gescheiterte Existenz…
Postskriptum:
Ich dachte nie, daß ich einmal in unserer – angeblich demokratischen – Operettenrepublik unversehens je einmal im Polit-Dissidentenstatus stehe:
Geschenkt! Nicht zuletzt seit der Coronabetrugs-Epoche ff rieche ich bei uns hier diesen üblen, potschaten, reaktionären, strunzdeppaten DDR-Stallgeruch.
Und Mielke damals hätte sich über die technischen Überwachungstatsachen heute (inklusive was all die User heute freiwillig in ihren „unsozialen Medien“ über sich selbst verbreiten) einen Ast gelacht und so manche Flasche Rotkäppchensekt entkorkt…
Vielen Dank für diese umfassende, detaillierte und spannende Ergänzung. „VEB Horch & Guck“ kannte ich noch nicht – was Sprache nicht alles verrät…..
2,5%….das wird hierzulande bald für eine Regierungsbeteiligung reichen (müssen, wenn man die FPÖ weiter draußen halten will)….
Dabei fällt mir ein Staatsbesuch aus der BRD ein, ich glaube es war schon Kohl, bin aber nicht sicher. Man besuchte jedenfalls einen Christkindlmarkt, auf dem Genosse Honecker besonders liebevoll empfangen und hochgepriesen wurde. Das schöne Bild wurde nur dadurch getrübt, dass sich keine einzige Frau auf diesem Markt befand, sondern ausschließlich Männer zw 30 und 60 in dunkelgrauen, langen Mänteln und natürlich mit passendem Hut…..
Auf solche Bilder warte ich heute aus dem Westen. Lange kann es nicht mehr dauern. Und dann kann man mit der Untergangs-Party-Planung beginnen.
Grundsätzlich denke ich das Hauptthema war nicht Entfaltung sondern Ökonomie. Man siehts gut an China, wenns den Leuten gut geht ist alles andere egal.
Was bei der DDR oft vergessen wird. Man hat erheblich stressfreier gelebt. Man musste sich quasi um nichts kümmern. Keine nervigen Briefe in der Post, keine Versicherungen, keine Werbung, man kam von der Arbeit nach Hause und musste sich nur um sich kümmern.
Gesundheitsversorgung war um Längen besser. Ärzte verdienten dasselbe wie alle anderen. Die machten das damit aus Berufung, nicht des Geldes wegen.
„Man siehts gut an China, wenns den Leuten gut geht ist alles andere egal.“
Sieht man auch an Nord Korea.
„Man hat erheblich stressfreier gelebt!“
So ein möglicher IM in der Nachbarswohnung ist wirklich gut für den Blutdruck….
„Gesundheitsversorgung war um Längen besser.“
Darum waren ja auch moderne Geräte in jedem Landkrankenhaus vorzufinden…..
Satire off
Wow. Waren Sie mit Orwell befreundet, dass er Sie ganz besonders grüßt?
Nachdem Deng Xiao Ping von der sozialistischen Lehre weggekommen ist und marktwirtschaftliche Reformen einführte. Unter Mao mit dem „Großen Sprung“ herrschte noch Hunger.
Es muss nicht jedes Landkrankenhaus die neuesten Geräte haben. Im Gegensatz zu heute kam man aber direkt dran und hat nicht Wartezeiten von teils 9 Monaten. oO
Übrigens die bekannteste Klinik der BRD ist die Charite. Ehemals DDR. Ups. ;)
Ok du bist einer von der Troll Sorte.
„Ok du bist einer von der Troll Sorte.“
Etwa schon am Ende mit den „Argumenten“?
Nein, die modernste Ausrüstung ist nicht alles. Wenn es dann aber auch an Verbandsmaterial etc. fehlt, dann wird es halt schon unangenehm – Wartezeit hin oder her.
Klar, alle Ärzte der DDR waren Idealisten und alle Ärzte heute sind nur geldgeil…. Wie wäre es mit einem Schuss Realität: die Idealisten gibt es zum Glück immer und überall, wenn auch spärlich. Was heute die Geldgeier in der Schulmedizin zerstören, haben eben in der DDR die System-Nutzer ruiniert und die, die ohne Leistung zu erbringen da waren, die Leistungsträger zu kontrollieren.
Und vor 30 Jahren musste man nirgends 9 Monate auf eine Untersuchung warten, auch nicht bei uns.
Fällt Ihnen auf, dass Sie wie die Woken reagieren, wenn Sie mit Ihrer Pastell-Malerei nicht durchkommen? Vom rosa Forum hierher verirrt?
Früher war überhaupt alles besser….song di Leid.
Für Menschen, die gerne unmündig leben wie Kleinkinder, ist ein Nannystaat schon erstrebenswert. Sie müssen sich um nichts kümmern, macht alles Papa Staat. Wer bockt, wird entfernt und schon mal bei der Flucht über den Eisernen Vorhang/Mauer erschossen. Aber da die Staatsmedien davon nichts berichten, hat der eingelullte Bürger auch keinen Stress. Oft träumt man von Bananan, aber alles kann man auch nicht haben im Paradies der Werkstätigen, nur die Bonzen der SED sind natürlich gleicher. Aber die haben sich das ja auch verdient….und schuld war ja der Westen mit seinem bösen Kapitalismus, weswegen für die gemächlich dahinsumpernde Arbeiterschaft nicht so viel übrig blieb. Nur nicht mehr tun als der Kollege, denn das ist unsolidarisch! Leistung wird nicht belohnt, sondern bestraft.
Wer die Freiheit schätzte, erwachsen, fleißig und begabt war, etwas erreichen wollte im Leben, der wollte fliehen, weswegen die Mauer ja errichtet wurde, entweder es gelang, oder er wurde erschossen. Da das sehr gefährlich war, haben es viele unterlassen zu fliehen. Wer nicht kuschen konnte, wurde eingeliefert.
Heute gibt es wieder eine SED in Deutschland, die gerade die Oppositionspartei verbieten und ihre Wähler wohl am liebsten verscharren möchte. Das geht nur mit Zwang, Tsentsur, Mobbing, Meldestellen für Denunzianten etc. Die Antifa schlägt Oppositionspolitiker krankenhausreif und merkt nicht, dass sie selbst für die Faschisten arbeitet.
Heute gibt es in Deutschland auch eine Wegzugssteuer und eine Entstrickungssteuer, um es tüchtigen Menschen möglichst schwer zu machen, auszuwandern. Sie müssen ihr Vermögen zurücklassen. Viele flüchten aber trotzdem. Die Digitalisierung wird der Eiserne Vorhang der Zukunft. Wer gut arbeitet, den lässt der Staat nicht aus, denn er muss die Sozialhilfeempfänger finanzieren. Auch die Pensionisten sollen wieder arbeiten, denn sie wurden noch gut ausgebildet und fehlen jetzt am Arbeitsmarkt. Die Brücken stürzen ein, die Infrastruktur ist wie im ehemaligen Ostblock, die Deutsche Bahn hat oft soviel Verspätung, dass so mancher Zug vom Vortag plötzlich scheinbar pünktlich am nächsten Tag derherkommt. Die meisten, die noch halbwegs bei Sinnen sind, sind schon längst davongelaufen…aber gleich ganz weg aus der „EUdSSR“….
Es gab überall Gehirnwäsche, Indoktrination an den Schulen, gefilterte Nachrichten in den Systemmedien etc. wie jetzt auch in der EUSSR. Informationen galten als Desinformation. Die Indoktrinierten kriegen das bis heute nicht ganz aus dem Schädel, die alten Feindbilder: Amerika böse Kapitalist Faschist … arm eigentlich…. Ich kann mich glücklich schätzen, ideologie- und religionsfrei aufgewachsen zu sein. Meine Eltern haben mich nicht einmal gut erzogen…. :-)
PS: Für viele, die an die Rundumversorgung durch den Staat gewöhnt waren, wenngleich sie auch kärglich war (die Kapitalisten waren schuld), war die plötzliche Freiheit im Westen ein Schock. Man war jetzt selbstverantwortlich, wurde nicht mehr geführt wie ein Kleinkind. So kam auch bald das große Murren. Nein, im goldenen Westen fliegen dir auch die Brathendeln nicht ins Gesicht. Du musst was tun, dich selbst um alles kümmern, was ja aber mittlerweile Gottlob besser geworden ist, dank der SED 2.0, allerdings spielt für die beste Rundumversorgung die Herkunft eine große Rolle….
Die DDR bot ihren Bürgern mehr Sicherheit und Geborgenheit. Das kostet allerdings Freiheit. Solidarität und Freiheit hann man haben, aber nicht Gleichheit und Freiheit. Die Menschen sind nicht gleich, zum Glück, und die Gleichmacherei tut weh, weil die Ferse abgehackt werden muss, damit der gläserne Schuh passt. Chancengleichheit ist etwas anderes. Die soll natürlich jeder haben, und zwar immer wieder, immer wieder eine neue Chance. Die gibt es auch schon länger, gesellschaftlich aber nicht ganz, manche sind gebrandmarkt, haben einen Ruf usw. Jede Ungerechtigkeit kriegt man nie weg. Gleichmacherei ist aber zB die Regelung mit den Quotenfrauen, also positive Diskriminierung, Protektion, die extrem kontraproduktiv ist. Mir geht das total gegen den Strich, denn wie komme ich als Frau dazu, als Behinderte angesehen zu werden? Vor dem Wirken der Emanz:innen gab es weniger Frauenfeindlichkeit als heute.
Der für mich wichtigste Teil des Interviews ist der mit der Individualität.
Zitat: „Dadurch konnten und durften wir unsere Individualität vielfach nicht so entfalten, wie wir es gebraucht hätten. Ich glaube, das war auch einer der entscheidenden Punkte, weshalb die DDR kaputt ging.“
Meiner Meinung nach hat eine Gesellschaftsform nur Zukunft, wenn sowohl Individualität gelebt werden kann, als auch das Kollektiv wichtig ist. In der Gesellschaft der Zukunft (besser noch: der Gegenwart) sollten beide Pole ihren Wert und ihre Wichtigkeit haben.
Ich wünsche uns, dass wir das Gleichgewicht finden!
Während meine erste Kritik auf Freigabe durch den Foromaten wartet, ein paar Details:
Die DDR hat ihre Bürger an westliche Pharmakonzerne verkauft, damit sie ihre Produkte ohne Wissen und Zustimmung der Patienten testen können. Schon vergessen?
Der „Antifaschismus“ der DDR war kein Antifaschismus, sondern kaschierter Faschismus. Oder war der „antifaschistische Schutzwall“ wirklich zum Schutze da?
Natürlich haben sich die, die an den Schalthebeln saßen, bereichern können – und es auch getan. Wer hatte denn die West-Autos und anderen Status-Symbole dieser Zeit und Örtlichkeit?
Natürlich ist PPP mit Planwirtschaft (und auch Korporatismus) vergleichbar – zumindest deren Endergebnisse/Korruption und Top-Down-Strukturen bzw Dreh-Tür-Modelle.
usw. usf.
Ihr Blick auf die DDR 1.0 scheint mir etwas verklärt zu sein. Ja, richtig, Orwell lässt grüßen.
@therMOnukular
12. August 2025 um 19:51 Uhr
„Die DDR hat ihre Bürger an westliche Pharmakonzerne verkauft, damit sie ihre Produkte ohne Wissen und Zustimmung der Patienten testen können. Schon vergessen?“
Das höre ich zum ersten Mal. Wo läßt sich das verifizieren?
Puh, das ist schon ewig her und einer Reportage entnommen, die nach dem Zusammenbruch und (Stasi-) Aktensichtung neu entdeckte Grauslichkeiten zum Thema hatte. Der Plot war demnach damals, dass die DDR Probleme bekam, die Medikamente für die Bevölkerung zu organisieren und auch zu finanzieren. Man hat sich daher auf westliche Pharmakonzerne eingelassen und noch nicht zugelassene Medikamente stark verbilligt erworben – man war aber natürlich zu feig, die Bevölkerung darüber zu informieren…..
Ich bilde mir ein, mich an Novartis zu erinnern, die eines ihrer Produkte unter anderem Namen in der DDR auf diese Weise austesten konnte.
Die Details können falsch sein – die Doku war in den 90ern… – aber die „Kooperation“ hat sich eingeprägt, weil es für mich ein klassischer „bist-du-deppert-Moment“ war….
https://www.dw.com/de/unwissende-probanden-medikamententests-in-der-ddr/a-16812503
Hätte ich zB auf die Schnelle im Netz gefunden……
Klingt wie direkt aus der Bild abgeschrieben. Ohne die DDR schönzuschreiben, aber das sind Übertreibungen hoch 3.
Pharmakonzerne, da war doch hier grad was. Laut deinem Link hat man in der DDR 7 Patienten gefunden.
Planwirtschaft zu erläutern würde zu lange dauern.
In erster Linie Handwerker und Künstler.
Die DDR Politiker lebten nicht wirklich auf reichem Niveau.
Was ist das denn für ein sinnfreies Konstrukt? Zur Mauer stand bereits richtigerweise im Artikel was dazu.
„Die DDR Politiker lebten nicht wirklich auf reichem Niveau.“
Die hatten nur bessere Gründe und Möglichkeiten, ihre Vorteile nicht öffentlich zu inszenieren. Die West-Porno-Sammlung Erich’s versteckt man wohl auch besser gut.
Zu dieser Zeit, an die Sie wohl gerade denken, hat auch mein Großvater als Bau-„Tycoon“ „nur“ das 8-fache eines einfachen Arbeiters verdient und nicht wie heute über das 200-fache. Nur ein Heute gibt es in Form der DDR zum Glück halt nicht, daher hinken diese Vergleiche schnell.
Ein Staat, der an seinen Grenzmauern Selbstschuss-Anlagen installiert, die nach INNEN zielen, kann nur faschistisch sein. Offener kann man den Zwang zum Einreihen nicht dokumentieren. Schutz würde bedeuten, die Waffen richten sich nach außen gegen den offiziell zitierten Feind im Westen – der eigentliche Feind war aber wohl nach Meinung des Regimes drinnen zu finden. Warum das?
Die Mauer als „antifaschistischen Schutzwall“ zu bezeichnen ist ergo nichts anderes als absurdeste Projektion.
Planwirtschaft….wie praktisch….;)))
Eine Frage dazu: der Plan soll erfüllt werden, aber die Kapazitäten reichen nicht. Wie wird die „Politik“ darauf reagieren? Sie wird neue Produktionskapazitäten schaffen. Die muss ja dann irgendjemand leiten usw…… Und Sie wollen sich wirklich einreden, die folgenden Mechanismen würden sich von denen in anderen Systemen unterscheiden?
Noch bevor unsere Corona-Helden die Maskenpflichten beschließen konnten, haben sie natürlich die nötigen Firmen gegründet, um auch hier diesen Plan „erfüllen“ zu können. Lustig, wie ähnlich sich die Dinge sein können, nicht?
Ach, nur 7 identifizierte Opfer (damals, in dieser Recherche, bei einer Betrugsgeschichte)? Das macht eine Dunkelziffer von? Und das heißt dann inwiefern „nie passiert“?
Kratzen Sie nur weiter an der Oberfläche….
Gegenfrage, Frau Drescher:
Was hatte die DDR mit Marx zu tun?
Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen, weil die Kommentatoren, die sich an eine DDR erinnert fühlen, sich an eine DDR erinnern, wie sie war – und nicht wie sie propagandistisch beworben wurde oder dem Ideal nach entstehen sollte.
Ergo auch Sie drehen sich unweigerlich im Kreis – wie man sieht – wenn Sie das System dem Menschen voranstellen und nicht umgekehrt.
So, wie Sie die Sache angehen, wird es nie wieder Kommunismus geben, auch keinen Faschismus, da können wir ja beruhigt sein: weil alles unter der Oberfläche entschieden wird und sich oberflächlich jedes System als einzigartig inszeniert (da man sich natürlich von allem möglichen der Vergangenheit abgrenzen muss, egal wie sehr man es in Wahrheit betreibt – siehe „Antifaschismus“ der DDR & „Antifaschismus“ heute).
Ihre Betrachtung ist mir zu oberflächlich – egal wie viel Sie dazu gelesen haben.
Aus der psycho-sozialen Blickrichtung finde ich schnell etliche Parallelen zw. der DDR und heute. Weil es ja auch immer dieselben „Charaktere“ nach oben spült, bzw diese sich bemächtigen und es immer um dieselben psycho-sozialen Mechanismen geht. Man könnte fast meinen, Freud’s Trieb-Liste wäre unvollständig…..;))
Man kann solche Systeme auch nicht per se vergleichen, ohne den Zeit-Index zu berücksichtigen und zB der Frage nachzugehen, wie hat sich dieses oder jenes System kurz vor dem Zerfall verhalten, oder andersrum, wie und aus welcher Strömung wurde es ursprünglich betrieben. Auch hier entdecke ich viele Parallelen, wie sich das System der DDR versuchte aus dem Debakel zu retten – und welche Methoden man heute anwendet.
Letztlich geht es immer darum, die Massen zu kontrollieren. Lediglich die Methoden/Themata der Manipulation verändern sich. „Solidarität“ war einer dieser „Aufhänger“, der unter dem Corona-Regime reaktiviert wurde – und mich ganz besonders an die DDR erinnern lässt.
sie sind in der DDR aufgewachsen? das wusste ich ja garnicht.
allerdings: nicht ich vergleiche äpfel mit birnen. sie sollten bitte mit andreas diskutieren. das sollten ossis unter sich aus machen. es ist nicht die sache einer wessi, den ossis zu erklären, wie ihr system war. ich habe es ja nicht erlebt.
Dann stellen Sie doch einfach bei nächster Gelegenheit auch meine Frage zu diesem Thema: was hatte die DDR mit Marx & Engels zu tun?
Und „Ich suche immer noch nach einer Quelle bei Karl Marx oder anderer sozialistischer bzw. kommunistischer Literatur….“ sowie „Die Unterschiede sind wirklich überdeutlich. Hier gleichzusetzen ist wirklich absurd. Orwell lässt grüßen. Vielen Dank für den Austausch!“ waren doch Ihre eigenen Worte, nicht?
So billig kommen Sie mir hier nicht davon…;))))
Weil der Foromat schon wieder…..eine kurze Klarstellung:
Nein, ich bin nicht in der DDR aufgewachsen – darum habe ich einen guten Blick von aussen.
Die Reden Honecker’s, Ulbricht’s, Mielke’s klingen immer gleich, egal an welchem Ort man sie sich „reinzieht“. Und vieles hat uns Margot hinterher ja selbst frei Haus geliefert, von welchem Teufel die „Elite“ damals geritten wurde.
Ich habe 92 maturiert und mein Studium in Wien begonnen. Schon vorab spezifisch an der Geschichte der DDR interessiert (und daher seit 1988 bewusst aufmerksam und neugierig, weil eigentlich der Zusammenbruch des Ostblocks mein Thema war, ich aber halt eben nur Deutsch verstehe, aber kein Tschechisch, Ungarisch, Russisch etc), habe ich jeden ostdeutschen Mitstudenten einem gründlichen „Verhör“ unterzogen. Stellen Sie sich vor, die haben damals wirklich irre gern und viele Bananen gegessen, weil sie das nicht kannten…..
Ich war auch noch nie in den USA und habe bereits bei den Vorwahlen zu 2016 Trump (um genau zu sein am Tag seiner Kandidatur bei den Reps) eine erfolgreiche Kandidatur prognostiziert, weil ich die Stimmung im Land richtig gelesen (und im Hinterkopf) hatte…..
Jeder hat so seine Methoden.
Meine kann Ihnen Carl Jung am besten erklären. Ich finde die Dinge in meinem „Inneren“ – warum weiß ich auch nicht, ich finde sie bloß und sie stellen sich seit Jahrzehnten immer zuverlässiger als wahr heraus. Im Unbewussten herrscht schließlich mindestens so viel Platz wie im Universum….man muss die dort gespeicherten Wahrnehmungen (die es bislang nicht bis ins Bewusstsein schafften) nur wieder (korrekt) ausgraben können…..;))
@therMOnukular
12. August 2025 um 22:55 Uhr
„Nein, ich bin nicht in der DDR aufgewachsen – darum habe ich einen guten Blick von aussen“
Der „gute Blick von außen“ ist eine Interpretation, geprägt vom Blickwinkel bzw. dem Weltbild des Blickenden und der medialen Vermittlung des Erblickten. Daran führt kein Weg vorbei, dieser grundlegenden Problematik muß man sich bewußt sein. Das trifft natürlich auch auf Ihren Blick von außen auf die DDR zu …
Ehrenwerter Fritz Madersbacher
Weil ich mir solcher Dinge bewusst bin, liege ich meist richtig.
Es ist wie in der Teilchenphysik: Ort oder Richtung/Geschwindigkeit (die Teilchenphysiker mögen mal 5e gerade sein lassen…;)). So kann man auch hier mittendrin sein – und den Überblick verlieren…, oder eben den Überblick bewahren, aber die Details verpassen. Je nachdem welche Position man einnimmt, muss man die andere kompensieren. Erfahrungsberichte ehemaliger DDR-Bürger halte ich für eine gute Detail-Kompensation. Und wie Sie bemerken, zitiere ich hier recht gern aus dieser Zeit. Heißt, ich suche das Original, keine Zeitungsberichte. Ich höre Klang und Wortwahl Honecker’s & Co und betrachte sie als ebenso informativ wie das Gesprochene. Die „Unschuld“ im klassischen „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ (als hätte das lange ie ein stummes h dazu bekommen…) nur so als Beispiel.
Denn was mich an dem Thema DDR so interessiert, ist die Frage: konnte man das „von innen“ bemerken, oder nicht. Ich konnte mir zb nie vorstellen, wie man die aggressive Redeweise A.H.’s so „übersehen“ konnte. So auch bei diesen „Genossen“.
Heute betrachte ich das freilich (auch) aus einem anderen Blickwinkel: es geht wohl nicht so sehr um das Erkennen, es geht um die Bereitschaft, sich nicht erpressen zu lassen und dadurch Nachteile zu riskieren. Das ist es, was den Menschen amS mehr fehlt. Die Lügen des Regimes haben fast alle meine Verhör-Partner durchschaut. Aktiv dagegen angetreten ist keiner von ihnen. So wie es heute die überzeugten Geboosterten gibt, die „opferbereiten Reinblütler“, aber eben auch die minimal-Geimpften, die einfach keine Probleme wollten.
Schon erstaunlich absurd: diese (größte) Gruppe der stillen Mitläufer (sehenden Auges) initiiert eigentlich nie irgendetwas Böses (das tun immer die wenigen Hyper-Überzeugten) – aber sie lasst es jedes Mal (sehenden Auges) geschehen.
Schon eine doofe Menschheit.
sorry, aber wenn mir ein wessi die ddr erklären will, schalte ich ab.
mich interessieren die aussagen von ossis, nicht von besser-wessis, die die gleiche propaganda genossen haben wie ich.
zeitverschwendung.
@Andrea Drescher
13. August 2025 um 9:08 Uhr
„sorry …“
Ist schon interessant, über welche DDR-Kapazunder wir in Österreich verfügen. Über Österreich selbst scheint der Blick von innen allerdings mangelhaft, die Nachkriegsentwicklung von lauter Zufällen geprägt, die mißliche aktuelle Situation vom Himmel gefallen, wir selber hilflos dagegen …
„Sorry….“…, aber dann dürften auch Sie hier über quasi nichts berichten.
Wie absurd, dass man von außen nichts mehr beurteilen kann….;)))
Aber wie Sie wollen, Frau Drescher. Dann schalte ich eben auch ab, wenn mir eine Deutsche die Neutralität/Souveränität oder sonstiges (was es in Deutschland nicht gibt) erklären will…..
Meine gesammelten Erfahrungsberichte diverser „Ossis“ (ich habe auch zw. 1995 und 2010 genug Konzerte in dieser Gegend gemischt, sie also quasi bereist und auch diese Gelegenheiten genutzt, meine Neugier zu befriedigen) stimmen jedenfalls mit dem Bild überein, das ich mir von den politischen Akteuren selbst gemacht habe (indem ich wie gesagt ihre Reden im Original angehört habe – zB Bürgerrechtler waren „Staatsfeinde“, kein Zeichen von Demokratie….). Aber die zahlreichen Aussagen „meiner“ zahlreichen „Ossis“ sind natürlich nichts wert – es zählt nur diese eine Interview-Stimme dieser Lobhudelei.
Ewiggestrige gibt es aus allen erdenklichen Regimen. „Es war nicht alles schlecht…..“
Na, eh nicht – weil jedes Regime seinen Getreuen ein entspanntes Leben ermöglicht (bis sie dann halt an irgendeiner Front „gebraucht“ werden, oder so, was im Falle der DDR nie eintrat, was nicht an ihrer Friedens-Politik gelegen hätte, da die Rhetorik diesbezüglich „imperialer Feind im Westen“ stets sehr deutlich war). Das Wesen des Regimes erkennt man daran, dass es dieses entspannte Leben nach Bedarf einfach beenden kann – und das auch anwendet.
Wenn Sie all diese Beweise und dokumentierten Vorgänge zerstörter Existenzen leugnen wollen, dann spricht das nicht für Sie.
Interviewen Sie doch mal Maybrit Illner (ehem. SED-Mitglied), wie es bei der „aktuelle Kamera“ so zuging….;))
Sie kann Ihnen sicher auch erklären, was die DDR-Führung meinte, wenn sie von „Solidarität“ sprach: exakt denselben Konformismus, den die „Corona-Solidarität“ abrufen sollte….
BTW: Ihre Interview-Fragen waren von Anfang an ungeeignet, das gesamte Spektrum der DDR zu erfassen. Sie haben es diesem Heini geradezu leicht gemacht, seine idyllische Phantasie zu zeichnen.
Ein Währungsraum kann verteilen, was in ihm produziert wird. Er kann entscheiden, die Verteilung egalitär vorzunehmen oder Eliten oder Migranten zu verwöhnen.
Eine egalitäre Verteilung sorgt für eine stabile Nachfrage. Das war das Ziel der sozialistischen Bewegungen. Der Kommunismus hatte zum Ziel, Russland in einen Industriestaat zu verwandeln. Das war notwendig, weil die Eigentumsstruktur Entwicklung unterband.
Aktuell sinken Energieverfügbarkeit und Bevölkerung. Wenn dies nicht zyklisch, sondern von Dauer ist, was man annehmen darf, dann werden wir in den Mangel rutschen. Im Mangel, so die Theorie, könne man sich nicht auf einen Kompromiss einigen. Daher der wachsende Autoritarismus. Natürlich gibt es viele, ua esoterische Gründe.
Die aktuellen Reichen werden ihr Vermögen spätestens beim Fall des Dollar verlieren – und das wissen sie auch.
Da die Bevölkerung sinkt, sind die Produktionskapazitäten viel zu hoch. Mit ihrem Abbau wird es jedoch zu einem Verlust an technischer Komplexität kommen.
Es wäre wichtig, sich darauf einzustellen!
DDR 2.0? Nein.
Kommunismus? Nein.
Faschismus, definitiv. Denn nichts anderes ist eine „Public-Private-Partnership“, die Verschmelzung von Staat und NGO’s ohne rechtlicher Grundlage.
Ich würde den Faschismus auch nicht als „links“ oder „rechts“ bezeichnen, denn dieser ist eine völlig eigene Strömung, man sehe sich Italien unter Benito Mussolini an, auch wenn sich die „Antifanten“ benutzen lassen, denn „gebildete“ Idioten sind leicht zu beeinflußen.
Faschismus ist immer rechts, denn er vertritt die Interessen des Kapitals.
„immer rechts….“ puh….;)))
Einen Punkt sollte man immer beachten: Jede Klassengesellschaft ist eine Diktatur, auch der hier allseits geliebte Kapitalismus. Die DDR war nur so ehrlich zu sagen, dass sie die Dikatur der Arbeiterklasse über die Bourgeoisie ist. Damit sich da niemand bei wehtut, hatte sie die Bourgeoisie gleich abgeschafft.
Das Schlimmste, was dem Kapital passieren könnte, ist, dass die Menschen ernsthaft über eine gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus anfangen nachzudenken. Daher muss der latente Antikommunismus gepflegt werden, eben als Denunzierung der DDR 2.0.
Die AfD liegt lt. FORSA nun bei 26%, CDU/CSU bei 24%. Das von den Sozialisten angestrebte Verbotsverfahren nimmt Fahrt auf. Der parteiische Verfassungsschutz hat tolle Arbeit geleistet. Die AfD wird besonders stark in Ostdeutschland, der ehem. DDR, gewählt. Lt. Verfassungsschutz gilt die AfD in Brandenburg als „gesichert rechtsextrem“, u.a. deshalb, weil sie die heutigen Zustände – Hausdurchsuchungen bei Liken von Witzen, Emojis etc. – mit DDR-Zeiten vergleicht. Ähm…
Es ist mal wieder ganz easy ;-) Da Vergeiche mit der Nationalsozialiszen verboten sind, denn nichts war so schlimm, weicht der moderne Rechtsextreme auf die realen Sozialisten à la DDR aus, zumal das sehr ähnlich war. Jedoch wirds jetzt eng, denn das gilt jetzt auch schon als „rechtsextrem“ und so streben dt. Sozialisten nun nicht nur ein Verbot der AfD an, sondern auch ein Verbot des DDR-Vergleichs.
Die DDR war soooo schön…ich sehe ôfter YTs von DDR-Nostalgikern. Man aß txte Oma (Blunzn) mit Sauerkraut und Erdäpfeln, und als Highlight gabs auch mal Ei in Senfsauce…alle hatten Arbeit, niemand musste hungern oder auf einen Arzttermin warten. Am Abend kam das Sandmännchen, damit alle gut schlafen konnten. Und der Muggefug feiert auch bald eine Renaissance, zumal dank der Brüsselisen (s. Bruselise aus Pippi) der Kaffee bald nicht mehr leistbar sein wird, wegen der Entwaldungsverordnung…
DDR 2.0 ? – NO!
Sehe ich auch nicht so. Die DDR war sicher kein Paradebeispiel für Freiheit usw…. Das mit der Planwirtschaft… auch nicht gerade das Optimum. Aber ich denke, vieles in der DDR war eindeutig besser, als in der BRD. Und dieses gilt (besonders heute) mehr denn je. Auf der anderen Seite, haben wir der DDR natürlich auch (gefühlte) 100 Jahre Merkel zu verdanken… Das war nicht so gut. Am Ende hat die DDR (postmortal) also doch noch gewonnen!
But, take it easy 😊! Mit der heraufziehenden NWO kommt alles noch (viel) besser, wetten… 😉?
Sie haben der DDR keine Merkel zu verdanken. Merkel ist in Hamburg geboren und mit ihren Eltern durch die Kirche als Trojaner in die DDR geschickt worden. Was die DDR leider sehr stark föderte, was der Opportunismus. Das hatte Frau Merkel gut gelernt. Helmut Kohl erkannte ihre Qualität sofort und förderte sie. Zur Perfektion ausgebildet wurde sie bei Klaus Schwab und seinen Global Leader for Tomorrow, heute Young Global Leader. Übrigens war auch Orban mit ihr in der Klasse. In der DDR wäre Frau Merkel nie bis nach ganz oben gekommen. Ab einer bestimmten Stufe funktionierte der Opportunismus nämlich nicht mehr.