Schwedens Hausbesitzer werden offen für Klimapolitik zur Kasse gebeten

13. Mai 2025von 2,9 Minuten Lesezeit

Eine Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass schwedische Hausbesitzer mit hohen Rechnungen für Maßnahmen zum Klimaschutz rechnen müssen.

Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Untersuchung hat vorgeschlagen, dass schwedische Kommunen die Befugnis erhalten sollten, Grundstückseigentümer zu finanziellen Beiträgen für lokale Klima-„Schutzmaßnahmen“, darunter kostspielige Hochwasserschutzmaßnahmen, zu verpflichten.

Die Empfehlungen, die der Klimaanpassungsbeauftragte Johan Hjalmarsson der liberalen Klima- und Umweltministerin Romina Pourmokhtari vorgelegt hat, würden es den Kommunen ermöglichen, Schutzinfrastrukturen wie Deiche oder Dämme zu errichten und die Grundstückseigentümer, die direkt von dem Schutz profitieren, zur Kasse zu bitten.

Die Maßnahmen wären jedoch nur zulässig, wenn ein „erhebliches Risiko“ für Sachschäden durch Naturereignisse besteht und wenn die Maßnahme dieses Risiko sinnvoll verringert.

Wie Aftonbladet berichtet, könnten die Kommunen bis zur Hälfte der Gesamtkosten des Projekts von den Grundstückseigentümern zurückfordern, wobei jedoch kein Einzelner mehr als 10 Prozent des Marktwerts seiner Immobilie zahlen müsste. Dies könnte für einige Hausbesitzer dennoch zu erheblichen Gebühren führen. In einem Beispiel aus Arvika, wo die Gemeinde drei Dämme für 140 Millionen SEK (12,8 Millionen Euro) zum Schutz vor Überschwemmungen gebaut hat, könnten nach diesem Modell 70 Millionen SEK von den lokalen Grundstückseigentümern verlangt worden sein. Für einige Einzelpersonen könnte dies eine persönliche Rechnung von rund 800.000 SEK (73.400 Euro) bedeuten.

„Das sind Beträge, über die viele Haushalte nicht verfügen“, schrieb der Ermittler. Er fügte hinzu, dass der Vorschlag davon ausgeht, dass die Gemeinden Ratenzahlungen zulassen würden und dass Banken bereit sein könnten, Kredite zu vergeben, die mit den nun weniger gefährdeten Immobilien besichert werden.

Die Untersuchung fordert auch die Einführung eines neuen Gesetzes zum staatlichen Küstenschutz. Nach diesem Gesetz könnte die schwedische Regierung bestimmte Küstengebiete als national bedeutend ausweisen und die Verantwortung für deren Schutz vor Überschwemmungen übernehmen. Dies würde den Bau groß angelegter physischer Barrieren umfassen, deren Kosten vom Staat und nicht von den einzelnen Gemeinden getragen würden.

Ein weiterer Teil des Vorschlags konzentriert sich auf die Innenraumtemperaturen vor dem Hintergrund der seiner Meinung nach immer häufiger auftretenden Hitzewellen. Die Untersuchung empfiehlt die Festlegung gesetzlicher Grenzwerte für die Innenraumtemperaturen in Altenpflegeheimen sowie in Wohnungen für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.

Die aktuellen Richtlinien der schwedischen Gesundheitsbehörde werden angesichts der sich „verschärfenden Auswirkungen des Klimawandels“, der voraussichtlich zu häufigeren Hitzewellen mit Temperaturen über 30 Grad Celsius führen wird, als unzureichend angesehen.

Um die künftigen Raumtemperaturstandards einzuhalten, müssen Kommunen und Pflegeeinrichtungen möglicherweise in Klimaanlagen und andere Kühlmaßnahmen investieren, heißt es in dem Bericht.

Bekannt ist allerdings auch, dass gerade im Norden Europas die Zahlen Kältetoten die der Hitzetoten um etwa das 20-fache übersteigen, im europäischen Durchschnitt um das 10-fache. Sogar die Sterblichkeit von Babys wir durch  Klimaerwärmung reduziert, wie Studien zeigen.

Unter dem Strich wird also wärmeres Klima, obwohl es „Leben rettet“, dafür ausgenützt  um Reichtum von unten nach oben umzuverteilen.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Schweden kippt Klimasteuern

Weltweit überwiegen Kältetote die Hitzetoten um den Faktor 10

Europa hat 10-mal so viele Kältetote als Hitzetote

WHO & Pharma bilden Klima-Ärzte aus

Nature Studie: Klimawandel reduziert Sterblichkeit von Babys

3 Kommentare

  1. Der Zivilist 13. Mai 2025 um 11:57 Uhr - Antworten

    Klimaanpassungsbeauftragter

    das muß ich mir merken !

    übrigens, alternativer Illustrations- Vorschlag :

    https://schweden-tipp.de/wp-content/uploads/2015/02/Schwedische-Kronen-neue-Geldscheine-e1469773906140-1030×438.jpg

  2. OMS 13. Mai 2025 um 10:51 Uhr - Antworten

    Hochwasserschutzmaßnahmen sind ja auch etwas positives! Diese Schutzmaßnahmen aber auf das Klima zu schieben und eine Klima-„Schutzmaßnahmen“ daraus zu machen ist schon dreist! In meiner Gemeinde wurde auch ein Rückhaltebecken gebaut und die Kosten dafür auch auf alle Grundstückseigentümer zum Teil umgelegt. Schließlich profitieren ja alle davon, wenn der Ortskern nicht wieder unter Wasser steht.

  3. cwsuisse 13. Mai 2025 um 7:23 Uhr - Antworten

    Linkssozialistische Regierungen verfügen über einen unbegrenzten Einfallsreichtum, wenn es um die Besteuerung ihrer Bürger geht. Der angebliche Klimaschutz ist immer für eine Begründung gut. Leider konnte bisher nicht empirisch nachgewiesen werden, dass die in den letzten 15 Jahren verausgabten Beträge für den Klimaschutz (ca 1.500 Milliarden) eine positive Auswirkung im Sinne einer Absenkung der globalen Erwärmung oder der CO2-Werte hatten. Klimaschutz ist der größte Betrug der Politik an der Menschheit nach den Ablassbriefen im Mittelalter.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge