Amerikanischer Mainstream berichtet über US-Biolabore in Ukraine

30. Oktober 2022von 2,2 Minuten Lesezeit

Russland kämpft weiter für eine internationale Untersuchung der US-Biolabore in der Ukraine. Die US-Politik nennt die Sache aber nach wie vor „Desinformation“. 

Für die westlichen Medien gelten die US-Biolabore in der Ukraine weiterhin als russische Desinformation. Dass ein Labor-Netzwerk der USA in der Ukraine existiert, hat man zwar bereits zugegeben, doch diese würden rein für den guten Zweck existieren. Russland drängt aber auf eine Untersuchung durch den UN-Sicherheitsrat, darüber hat jetzt auch „The Hill“ berichtet.

Kampf auf UN-Ebene

Russland behauptete schon wenige Tage nach Beginn des Krieges in der Ukraine, dass geheime amerikanische Labors in der Ukraine an biologischer Kriegsführung beteiligt seien. Die USA haben das bisher immer bestritten.

„The Hill“, eine Zeitung, die eher auf der Seite der US-Demokraten steht, berichtete via der Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Demnach arbeitete Russland auf eine Inkraftsetzung nach Artikel 6 nach dem Übereinkommen über biologische Waffen hin.

So schreibt die AP:

„Russland bittet den UN-Sicherheitsrat um die Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung seiner Behauptungen, dass die Vereinigten Staaten und die Ukraine gegen das Übereinkommen über das Verbot des Einsatzes biologischer Waffen verstoßen, weil in der Ukraine biologische Labors betrieben werden.“

Blockade

Russland hatte am Donnerstag im Sicherheitsrat eine Resolution vorgelegt, die den Rat ermächtigen würde, eine Kommission einzusetzen, um die russischen Behauptungen zu untersuchen. Bis zum 30. November sollte diese Kommission dann dem Rat einen Bericht vorlegen. Seit Monaten lässt Russland bei diesem Thema nicht locker. Bemerkenswert nur, dass nun eine amerikanische Mainstream-Zeitung darüber berichtet hat.

Im Sicherheitsrat am Donnerstag wiederholte sich das Spiel. Die US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield bezeichnete die Anschuldigung im Rat als „reine Fiktion ohne jeden Beweis“. Weder die Ukraine noch die UA würden über Biowaffenprogramme verfügen. Auch der UN-Vertreter für Abrüstung wies die russischen Vorwürfe zurück. Die Vorwürfe Russlands wurden auch im Statement vor dem Sicherheitsrat vorgebracht. Man kann es hier lesen.

Der Rat habe gar nicht die Mittel, um eine solche Untersuchung durzuführen, sagte Adedeji Ebo von den Vereinten Nationen. Dass die russischen Bemühungen, die US-Biolabore mehr in den Fokus zu rücken, nun nachlassen würden, ist allerdings wohl ausgeschlossen. Bei seiner Rede am Donnerstag sagte Wladimir Putin auch, dass es sich lohnen würde, über eine Änderung der Struktur des UN-Sicherheitsrates nachzudenken. Dieser müsse auch die Vielfalt der Welt widerspiegeln.

Bild pixabay / fernandozhiminaicela

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12 Kommentare

  1. Eva Mieslinger 31. Oktober 2022 at 19:32Antworten

    Wenn hier als Link zum Artikel von „The Hill“ die Übersetzung eines Textabschnitts auf deepl als Quellenangabe funktionieren soll, dann macht sich die sogenannte „kritische“ Berichterstattung lächerlich. Warum wird nicht auf „The Hill“ verlinkt. Ich melde mich heute mal, weil mir oft sehr widersprüchliche und nicht mit Quellen belegte Sachen hier bei tkp.at begegnen, was den Kanal für mich nur sehr bedingt glaubwürdig macht, und jedenfalls nicht für eine seriöse Auseinandersetzung taugt.
    Was gut ist, dass Themen angerissen werden, die sonst nicht ohne weiteres zu finden sind.

    • Max Stirner 2. November 2022 at 17:24Antworten

      Schluchz!! Heul!! Nehme an das war ein Fehler, normal wird da verlinkt.

  2. Beo B. Achter 31. Oktober 2022 at 10:27Antworten

    Das ist typisch amerikanisches Verhalten; alles mal abstreiten! Als der Schweizer Politiker Dick Marty anfangs der 2000 Jahre, aufgrund seiner seriösen Recherche, über die geheime Existenz von CIA Gefängnissen in Europa berichtete wurde er verhöhnt. Heute wissen wir, dass es diese geheimen Foltergefängnisse der Amerikaner mitten in Europa gab, weil sie es später selbst zugegeben haben.

  3. majestyk74 30. Oktober 2022 at 19:52Antworten

    Huch, habe mich wohl verfahren. Wollte zum Prater, bin am Kreml ausgekommen. Was bin ich froh, daß Propaganda immer nur die anderen betreiben. Die Russen müßten die Labore doch leicht finden können, brauchen doch nur in den Unterlagen von Biopreparat nachzuschauen.

  4. Dr. med. Veronika Rampold 30. Oktober 2022 at 13:39Antworten

    Biowaffen- und Gentechniklabors sind Schwarzmagiehöhlen. Todverseucht und Tod produzierend. Sowas ist nur durch Feuer desinfizierbar. Blieb Putin vielleicht wirklich nichts anderes übrig als… ?

  5. Michael R 30. Oktober 2022 at 11:30Antworten

    Damit es nicht in Vergessenheit gerät: Wir alle sind in den vergangenen drei Jahren bereits Opfer dieser US-amerikanischen Bio-Labore geworden. Oder war Wuhan nicht von den USA finanziert?
    Und wie man lesen kann, basteln sie bereits an einem neuen, angeblich tödlichen Virus, einem modifizierten Affenpocken-Virus. – Warum werden die USA eigentlich dafür nicht sanktioniert?

  6. niklant 30. Oktober 2022 at 10:49Antworten

    Sollte Russland diese Labore einnehmen, dann sollte man diesen Bio-Müll aus den Laboren über Amerika abwerfen, damit die für ihre Todesspiele und Morde eine Quittung erhalten! Wer mit solchen Gefahrenstoffen arbeitet sollte im Knast verrotten.

  7. Th. Kühler 30. Oktober 2022 at 10:21Antworten

    Zwei kluge Menschen sagten: Die Gier nach Macht und persönlichen Erfolgen läßt die Menschen nüchtern und gleichgültig werden. (Anton Tschechow)

    Die beste Definition des Menschen lautet wohl: undankbarer Zweibeiner. (Fjodor Dostojewski)

    Gern hätten wir mehr solcher Menschen unter Politikern und auf dieser Welt.

  8. Fritz Madersbacher 30. Oktober 2022 at 10:09Antworten

    „Bei seiner Rede am Donnerstag sagte Wladimir Putin auch, dass es sich lohnen würde, über eine Änderung der Struktur des UN-Sicherheitsrates nachzudenken. Dieser müsse auch die Vielfalt der Welt widerspiegeln“
    Putin ist damit längst nicht mehr allein, und es wird mit Sicherheit auch so kommen. Auch der Standort New York ist seit dem vertragsbrüchigen Verhalten der USA ihnen unliebsamen UN-Delegationen gegenüber längst in Diskussion, ebenso wie die ganze Struktur der UNO und ihrer Teilorganisationen. Die Willkür der westlichen Machthaber, die sie und ihre medialen Megaphone „regelbasierte internationale Ordnung“ nennen, hat ihre Früchte getragen …

  9. Germann 30. Oktober 2022 at 9:27Antworten

    Die US-Politik nennt vieles nach wie vor als Desinformation. Hauptsache alles unter den Teppich kehren. Und die westlichen Medien glaubt tatsächlich an den Weihnachtsmann. Wundern tut mich diese Krise nicht mehr. Dreister wird noch die Behauptung, dass ein Labor-Netzwerk der USA in der Ukraine existiert, hat man zwar bereits zugegeben, doch diese würden rein für den guten Zweck existieren. Ja, und morgen kommt der Osterhase.

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