Schlecht bewertete Regierungschefs: 56,5 % der Polen mit Tusk unzufrieden

11. Februar 2026von 1,7 Minuten Lesezeit

Donald Tusk kommt aus dem inneren Führungszirkel der Zentralmacht in Brüssel und sollte deren Agenda gegen die Interessen der Polen durchsetzen. Laut der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Social Changes für Telewizja wPolsce24 ist mehr als die Hälfte der Polen mit der Politik der Regierung von Donald Tusk unzufrieden.

Eine von Social Changes für wPolsce24 durchgeführte Umfrage zeigt, dass nur 4,9 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Regierung Tusk „auf jeden Fall zufrieden” sind. Zwar sind 29,9 Prozent der Befragten „eher zufrieden”, doch damit liegt die positive Gesamtbewertung für Tusk bei nur 34,8 Prozent.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Mehrheit (56,5 Prozent) eine negative Meinung zu Tusk hat, wobei 29,3 Prozent der Befragten „auf jeden Fall unzufrieden” und 27,2 Prozent „eher unzufrieden” sind. Weitere 8,7 Prozent der Befragten hatten keine Meinung zu diesem Thema.

Die Zustimmungsrate für Tusk ist während seiner Amtszeit kontinuierlich gesunken.

Die Umfrage wurde im Januar und Februar 2026 anhand von Interviews mit einer Stichprobe von 1.000 Personen durchgeführt.

Bemerkenswert ist, dass trotz der geringen Zustimmungsrate für Tusk seine Partei Bürgerkoalition (KO) in vielen Umfragen mit 30 bis 35 Prozent immer noch die beliebteste Partei in Polen ist.

Sein größter Rivale, Recht und Gerechtigkeit (PiS), liegt zwischen 25 und 28 Prozent. Die Rechte ist durch rivalisierende Parteien – Konföderation und Konföderation der Polnischen Krone – gespalten, aber viele Umfragen sagen immer noch voraus, dass die Rechte in der Lage sein könnte, eine Koalition zu bilden und zu regieren, wenn heute Wahlen stattfinden würden.

Immerhin liegt Tusk damit doch deutlich vor den letzten der Beliebtheitsrangliste, nämlich vor Friedrich Merz (Deutschland) mit 65% Ablehnung, Keir Starmer (Großbritannien) mit 68% und Emmanual Macron (Frankreich) mit 77%. Es sind die drei letzten Nennungen, wie hier berichtet.


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2 Kommentare

  1. Jan 12. Februar 2026 um 7:15 Uhr - Antworten

    Diese Verhältnisse sind kaum spezifisch für Polen. In vielen EU-Ländern dritteln sich die Lager in traditionelle Parteien, rechte Parteien und Nichtwähler.

    Durch den Entfall der Nichtwähler bei der Ermittlung des Wahlsiegers kommen Regierungen zustande, die zweidrittel der Bevölkerung gegen sich haben.

    Welche Themen beschäftigen die Nichtwähler? Soziale und wirtschaftliche Unzufriedenheit ist ein Thema, das sich klassisch durch politische Maßnahmen ändern ließe.

    Es gibt aber emotional besetzte Themen, die sich nicht mehr verändern lassen, dies ist sie Maßnahmenkritik, der Rechtsschutz/Kinderschutz, die Kriegstreiberei, die Migration, die Währung.

    Die traditionellen Parteien haben mit diesen Entscheidungen ihre Wähler auf Dauer vergrault.

    Angenommen, die rechten Parteien kommen an die Regierung und fahren eine pragmatische Politik, dann könnten die Nichtwähler diese Politik zeitweilig unterstützen, obwohl sie nicht rechts wählen wollen. Sie werden aber nie wieder die traditionellen Parteien unterstützen. Wenn Brüssel weiterhin auf autoritäre Politik setzt, hätten die Rechte möglicherweise eine Zweidrittelmehrheit für den EU-Austritt – insbesondere, wenn der Epstein-Skandal auch noch die EU erfasst. Wenn Putin in diesem Moment ein gutes Angebot macht, könnte sich die politische Landschaft nachhaltig verändern.

    Die Leyen-Kommission ist unfähig und gehört dringend abgesetzt. Sie besitzt keine Führungsfähigkeit und kann die Wähler nicht einbinden. Sie verwechselt sich mit einem göttlichen Strafgericht.

  2. Dr. Rolf Lindner 11. Februar 2026 um 20:56 Uhr - Antworten

    Das Schlimme an der Nachricht ist, dass sehr viele Polen der Vernichtung ihrer Heimat durch die EU zustimmen, aber es sind immerhin weniger als in Deutschland.

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