Googles Zensur reicht bis in Play-Store-Apps

11. Februar 2026von 3,2 Minuten Lesezeit

Derzeit erlebt der politische Westen gerade eine Welle von Zensur und Gesetzen, die die Identifizierung von Personen im Internet erleichtern sollen. Gleichzeitig werden aber auch Webseiten zensiert und zwar mit Hilfe von Google über Apps wie Telegram.

„Eine wichtige Entwicklung im niederländischen Verfahren gegen Bill Gates, Albert Bourla und niederländische Staatsbeamte: Die Sachverständigen dürfen endlich vor Gericht erscheinen.
Das Berufungsgericht in Amsterdam hat auf den Antrag von Rechtsanwalt Peter Stassen vom 22. Januar 2026 reagiert und zugestimmt, die Sachverständigen zusammen mit dem Anwalt der Kläger am 9. März zuzulassen. Das Gericht hat ausreichend Zeit eingeräumt und sich bereit erklärt, das Verfahren auch per Livestream zu übertragen.

Das ist der Text, der im Telegram Kanal „We for Humanity“ erschienen ist. Die Gründerin der „We for Humanity“ Initiative und Gastautorin Mascha Orel bei TKP hat mir den Beitrag auf Telegram weitergeleitet.

Angezeigt wurde mir Folgendes:

Also Google verhindert die Anzeige eines Textes betreffend einer Gerichtsverhandlung in den Niederlanden gegen den Oligarchen und Pharma- Großaktionär und -Profiteur.

Daraufhin habe ich die Telegram App gelöscht und sie direkt von der Seite telegram.org heruntergeeladen – und siehe da das Posting wurde richtig angezeigt:

Was genau stört Google an der Webseite „We for Humanity“? Die Gründerin Mascha Orel stammt aus der Ukraine als Nachgeborene von Holocaust-Überlebenden.

Was bringt Google dazu, diese Art der indirekten Zensur auszuüben. Was bringt die EU und die Staats- und Regierungschefs der Länder in der EU, des UK, Australiens, Neuseelands und den USA dazu die Überwachung der Menschen auszuweiten und den Spielraum dessen, was gesagt werden darf, ständig einzuschränken?

Je suis Charlie

Dies geschah nur etwa zwei Jahre nach dem berühmten Terroranschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo. Die europäischen Staats- und Regierungschefs reagierten mit einer öffentlichkeitswirksamen Demonstration in den Straßen von Paris, bei der sie ihr unerschütterliches Bekenntnis zur Meinungsfreiheit bekundeten. „Je suis Charlie“ lautete ihr Kampfparole. Damals müssen sie glaubwürdig gewirkt haben.

Kampf gegen Desinformation zum Wohle der Allgemeinheit

Heute ist der Kampf gegen die Meinungsfreiheit, insbesondere in den westeuropäischen Ländern, offensichtlich und unbestreitbar. Regierungsstrukturen, Thinktanks und Medien haben sich zu einer großen Front zusammengeschlossen, um der Plage der Desinformation und Fehlinformation entgegenzuwirken. Sie erklären diese zu einer großen Bedrohung für die Gesundheit und Sicherheit unserer Gesellschaften und entwickeln Wege und Mittel, um die Gedankenpolizei zu zentralisieren und alle, die sich nicht daran halten, streng zu bestrafen.

In den USA hat das Heimatschutzministerium unter der Biden-Regierung aufgrund von Fehlinformationen und Verschwörungstheorien eine erhöhte Terrorismusgefahr ausgerufen. All dies geschieht natürlich, um gefährdete Gruppen zu schützen und die öffentliche Sicherheit und Gesundheit vor gefährlichen Irrgedanken zu bewahren, die unsere Gesellschaften untergraben könnten. Aber wie Friedrich Hayek uns in seinem 1944 erschienenen Buch „Der Weg zur Knechtschaft“ warnte, ist die Einschränkung der Meinungsfreiheit ein Symptom für totalitäre Tendenzen in der Gesellschaft.

Hayek schrieb, dass alle totalitären Staaten im Laufe der Geschichte versucht hätten, die Meinungsfreiheit zu zerstören, damit der einzige wahre Glaube der vom Staat auferlegte „Sozialplan“ sei. Die Umrisse dieses Sozialplans sind heute leicht zu erkennen, und er hat nichts mit Freiheit oder Demokratie zu tun, obwohl die Menschen immer noch darauf bestehen, dass die westlichen liberalen Demokratien die „freie Welt“ repräsentieren.

Bild: mikemacmarketing, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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4 Kommentare

  1. Christine 11. Februar 2026 um 16:09 Uhr - Antworten

    Das mit den zensierten Apps aus dem GPS ist doch schon mehrere Jahre lang bekannt!

    Ich habe unter anderem dshalb ein de-googletes Android-Smartphone. Geht selbst für Anfänger wie mich. Schaut bei Mike Kuketz ins Forum, die helfen auch gerne (sonst hätt‘ ich’s nicht geschafft).

  2. Der alte Marxist 11. Februar 2026 um 13:42 Uhr - Antworten

    Es ist mehr als unpassend, augerechnet Friedrich von Hayek als Kronzeugen gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit zu zitieren!!! Denn dieser Advokat des uneingeschränkten laissez-faire Kapitalismus war ein glühender Verehrer des chilenischen Diktators Pinochet. Er rühmte die großartige persönliche Freiheit unter seiner Herrschaft, die er weit höher einschätzte, als unter dem Sozialisten Allende. Zitat: „I prefer a liberal dictator to democratic government lacking liberalism“. Also Demokratie ist dann gut, wenn das Kapital unbeschränkte Freiheit besitzt. Wenn letzteres garantiert ist, dann ist auch eine mörderische, faschistische Diktatur akzeptabel. In diesem Sinne hat er sich auch gegen die Isolierung bzw. Ächtung des Apartheitsregime in Südafrika ausgesprochen und UN-Sanktionen und Waffenembargos gegen das Land abgelehnt. Hingegen betrachtete er „uneingeschränkte“ Demokratien im Sinne eines Sozialstaates als inakzeptabel, weil hier die Mehrheit die Freiheit der Einzelnen (also der einzelnen Kapitalisten) einschränkt.

  3. Patient Null 11. Februar 2026 um 11:15 Uhr - Antworten

    Hatte davon gehört, aber ist krass das zu sehen. Das Beispiel lässt sich noch nichtmal als „russisches Narrativ“ abstempeln. Hier wird scheinbar bereits auf breiter Ebene zensiert und Google macht mit. Dont be evil war mal Googles Motto. Durov ist die ganze Zeit am warnen. Mit dem App Store hat man ein wichtiges Werkzeug der Einflussnahme.

  4. alex23550 11. Februar 2026 um 9:28 Uhr - Antworten

    Nichts Neues. Die Zensur in den Telegram Versionen von Playstore und Appstore ist schon lange bekannt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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