
Trump hat seine Meinung geändert und bedroht nun Rodríguez
Nachdem er zunächst die stellvertretende Präsidenten lobte, änderte sich seine Meinung, nachdem diese erklärt hatte, nie mehr Sklave sein zu wollen. Politico hat sieben Forderungen an sie veröffentlicht.
Die Trump-Administration hat „strenge Bedingungen“ für Venezuelas kommissarische Präsidentin Delcy Rodríguez gestellt, nachdem US-Truppen den Präsidenten Nicolás Maduro vor zwei Tagen entführt haben. Rodríguez, die ehemalige Vizepräsidentin und enge Verbündete Maduros, wurde daraufhin als Interimsführerin vereidigt. Und zunächst war Trump zuversichtlich, dass sie tun werde, was er von ihr wünschte. Was möglicherweise einer psychologischen Kriegsführung diente, durch welche das Kidnapping als „interner Verrat“ dargestellt werden sollte.
Die USA behaupten, die Operation sei eine Strafverfolgungsmaßnahme gegen einen Drogenbaron und nicht ein Regimewechsel. Aber gleichzeitig stellen sie alle Forderungen, welche einem Regimewechsel inhärent sind.
Die zentralen Forderungen der USA umfassen drei Hauptpunkte:
- Eine Intensivierung des Kampfes gegen den Drogenhandel und den so genannten Narcotrafficking. Von dem man weiß, dass er nur einen sehr geringen Teil ausmacht, verglichen mit dem bester Freunde der US-Regierung in Lateinamerika. Venezuela ist kein primärer Produzent von Drogen wie Kokain – das ist vor allem Kolumbien, wo der Großteil der weltweiten Kokainproduktion stattfindet (über 70 % nach UNODC-Schätzungen). Laut Faktenchecks und Berichten spielt Venezuela eine untergeordnete Rolle im Drogenfluss in die USA, während Kolumbien und Mexiko dominieren.
- Die Vertreibung iranischer, kubanischer und anderer Agenten aus Ländern oder Netzwerken, die den USA feindlich gesinnt sind (wie Iran und Hisbollah), was nichts mit Drogen zu tun hat.
- Den Stopp der Öllieferungen an Gegner der USA, was auch nichts mit Drogen zu tun hat.
Zusätzlich erwarten US-Beamte, so Politico, dass Caracas schrittweise zu „freien Wahlen“ übergeht und Rodríguez letztendlich zurücktritt. Allerdings sind die Fristen flexibel, und es gibt keine unmittelbaren Wahlen – Präsident Trump hat betont, dass Wahlen erst stattfinden können, wenn „Ordnung hergestellt“ ist. Die Administration ist überzeugt, dass Rodríguez unter Druck geraten und kooperieren wird, da sie auf einer „kurzen Leine“ sei.
Trump hat öffentlich gewarnt, dass „falsche Entscheidungen“ teuer zu stehen kommen könnten: „Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir einen zweiten Schlag ausführen.“ Die öffentliche Erpressung eines souveränen Landes. Außenminister Marco Rubio unterstrich die Notwendigkeit, Venezuelas Rolle als Drehscheibe für US-Gegner zu beenden und den „Drogenfluss“ zu stoppen.
Rodríguez hat zunächst die Gefangennahme Maduros verurteilt, signalisiert aber nun Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den USA. Was der Artikel verschweigt ist, dass sie die gleichen Formulierungen wählt, wie die Regierung schon immer gewählt hat. Dass sie nämlich zur Zusammenarbeit sinngemäß, auf Augenhöhe, bereit sei.
Die USA sehen in Rodríguez trotz ihrer sozialistischen Vergangenheit eine vorübergehende Persönlichkeit, die sie beeinflussen können, um Stabilität zu gewährleisten. Damit dürften sie die Geschichte der Frau unterschätzen.
Piraterie
In den Medien überschlagen sich Meldungen, dass die USA den Tanker Bella 1, der anscheinende auf offenem Meer auf Russland umgeflaggt wurde, doch beschlagnahmen wollen, bevor er russische Gewässer erreicht. Russland habe sogar ein U-Boot zur Eskorte entsandt, um eine US-Übernahme zu verhindern. Das heißt, dass die Spannungen steigen. Dima vom YouTube-Kanal Military Summary vermutet, dass der Tanker nicht nur Öl, sondern auch etwas anderes enthalten könnte, was für Venezuela wichtig sei, evt. Gold oder Silber. Das sei der Grund, warum Russland so empfindlich reagiere.
Gleichzeitig liest man, dass angeblich 16 Tanker in den letzten Tagen Venezuela „im Schutz der Dunkelheit“ verlassen hätten, ohne beschlagnahmt zu werden. Als ob die US-Marine nachts blind wäre.
Jedenfalls beginnt die Blockade Russland und China nun auch zusätzliches Geld zu kosten wegen des Aufwandes für die Sicherung gegen Piraterie. Was nicht unbedingt für eine Absprache mit Trump über Einflusszonen spricht, was einige Beobachter vermutet haben. Auch angebliche „Blockadebrecher“ sprechen dagegen.
Blockadebrecher auf dem Weg
Es gibt Berichte, die darauf hinweisen, dass eine wachsende Anzahl von Öltankern aus BRICS-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) nach Venezuela unterwegs ist, um die Blockade der USA zu umgehen oder zu brechen. Diese Berichte sind jedoch oft sehr dynamisch und können je nach Quelle variieren.
Einige der Länder der BRICS-Gruppe, insbesondere Russland und China, haben in den letzten Jahren ihre Unterstützung für Venezuela verstärkt, indem sie Ölgeschäfte direkt abwickeln, die nicht über die traditionellen westlichen Finanzsysteme laufen. Diese Initiativen stehen im Kontext eines umfassenderen geopolitischen Wettbewerbs, in dem die USA und die BRICS-Staaten unterschiedliche wirtschaftliche und politische Interessen verfolgen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Schiffe aus Ländern wie Russland und China immer häufiger nach Venezuela reisen, um Öl zu transportieren, ohne sich an die von den USA verhängten Sanktionen zu halten.
Darüber hinaus gibt es Verschwörungstheorien, dass Venezuela durch Russland als Antwort für die NATO-Expansion in Richtung Osten gesehen wird. „Man kann keinem Land verwehren, sich den Sicherheitsbündnissen anzuschließen …“ usw. Aber das bleibt bisher reine Spekulation.
Rückschlag für Trump
Dann kommt der Rückschlag für Trump: In einem Treffen mit den wichtigsten Ölfirmen muss er feststellen, dass sie gar nicht interessiert sind, in das Wespennest Venezuela unter Trumps Bedingungen zu gehen. Jedenfalls meldet das die Hindustan Times und CNN.
„In den vergangenen Wochen kontaktierten Vertreter der Trump-Regierung US-amerikanische Ölkonzerne, um deren Interesse an einer Rückkehr nach Venezuela auszuloten. Laut zwei mit den Gesprächen vertrauten Quellen zeigten sich die Energieunternehmen jedoch zurückhaltend, insbesondere angesichts der großen Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Stabilität des Landes.“
Der Artikle berichtet, die Trump-Regierung arbeite derzeit nach eigenen Angaben angeblich mit Delcy Rodríguez zusammen, der ehemaligen Vizepräsidentin und Energieministerin unter Maduro, „um die USA bei der Führung des Landes“ zu unterstützen. Dies geschieht angeblich trotz der wiederholten Hinweise der venezolanischen Opposition an die Trump-Regierung, sie würden die Ölindustrie im Falle einer Machtübernahme privatisieren, so die Quellen von CNN.
‚Es ist unmöglich, US-Unternehmen ohne ein Abkommen mit der venezolanischen Regierung nach Venezuela zu holen‘, sagte Homayoun Falakshai, leitender Rohölanalyst bei Kpler. ‚Sobald dies geschehen ist (und das kann mindestens Monate dauern), werden US-Unternehmen eine stärkere Präsenz haben und den Großteil ihrer Eigenproduktion zurück an die US-Golfküste exportieren, wo dringend schwefelhaltiges Rohöl benötigt wird.‘ Wenn alles gut geht – und das ist ein großes Wenn –, könnte die US-Ölindustrie ihren wichtigsten Partner, mit dem sie seit über einem Jahrhundert Geschäfte macht, zurückgewinnen. Doch wie Trump bereits anmerkte, war diese Partnerschaft nicht immer einfach.“
Bild: Russisches U-Boot aus Wikipedia
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„wo dringend schwefelhaltiges Rohöl benötigt wird“
Es scheint schon länger einen Engpass bei Diesel zu geben. Zwischendurch war sogar von einem Exportstopp die Rede, die gesetzlichen Grundlagen dazu wurden kürzlich abgeschlossen. Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt leichtere Fraktionen des Rohöls als „Öl“ deklariert wurden, die zuvor als „Gas“ galten, um fie Statistiken zu schönen. Offenbar hat dann Kanada aushelfen können. Kanadische Ölsande benötigen jedoch sehr viel Energie zur Extraktion und sind daher begrenzt. Es heisst, Kanada müsse den Energiewert eines Barrels aufwenden, um ein Barrel zu produzieren.
Mit genanntem „schwefelhaltigen Rohöl“ könnten schwere Fraktionen gemeint sein, aus denen man Diesel und Schweröl für die Schifffahrt gewinnt. Diesel ist notwendig für Bau- und Landwirtschaft sowie Logistik, Ford ist kürzlich aus der Entwicklung eines eLKW ausgestiegen und hat für den Ausstieg 16 Mrd bezahlt. Beim Öl geht es seit den 70ern auch immer darum, die Märkte nicht zu verunsichern, um so etwas wie einen Bankrun zu vermeiden, daher kommt man um Spekulationen leider nicht herum. Mit viel Geschrei wird immer wieder versucht, vom Preis auf die Versorgungslage zu schließen, die Modelle dahinter funktionieren aber nicht.
Ich halte die Versorgungsengpässe bei Öl für sehr real, das Wachstum Asiens kommt noch on top. Daher halte ich den Misserfolg der EU-Energiewende für ein reales Desaster und nicht für eine esoterische Erziehungsmaßnahme. Leyen ist nicht nur polemisch gesehen fällig. Leider kann man sich davon nichts kaufen. Die Mehrheitsbevölkerung ist komplett unfähig, sich der Problematik auch nur zu nähern. Sie werden den unvermeidlichen Disruptionen daher mit Unverständnis begegnen.
Die Verwerfungen bei der Energie haben natürlich direkte Auswirkungen auf militärische und finanzielle Macht und auch landwirtschaftliche Produktionskapazitäten. Die USA dürften auch unter Druck stehen, Europa versorgen zu müssen.
Diese Zusammenhänge dürften auch den venezolanischen Proponenten bekannt sein.
Die Dienstleistung von Medien ist keineswegs Information oder gar „Kontrolle der Regierung“. Medien vermitteln den Leser, dass er die richtigen Ansichten habe, es keine Realität außerhalb der des Lesers gäbe, der weitermachen möge und im Übrigen sei heute ein schöner Tag. Alle Medienleute wissen das.
Die Dienstleistung von Regierungen ist es, den Wählern einzureden, man habe alles in Griff und es gäbe keine Versorgungsengpässe, diese seien quasi unmöglich, obwohl die Geschichte das Gegenteil zeigt. Das wissen auch alle Politiker.
„…. einem Präsidenten der sich auf der politischen Weltbühne wie ein Clown benimmt.“
👉 Präsident von Kolumbien fordert Präsident Trump heraus, ihn zu ergreifen, wie er es mit Maduro getan hat.
Petro. „Komm und hol mich, Feigling, ich warte hier auf dich.“ …..isˋ aber auch nicht übel….😂
Heute
US-Präsident Trump erklärte auf Truth Social, dass die venezolanischen Behörden den USA 30 bis 50 Millionen Barrel Öl übergeben werden:
„Ich freue mich, bekannt zu geben, dass die Übergangsbehörden Venezuelas den Vereinigten Staaten von Amerika 30 bis 50 MILLIONEN BARRELS HÖCHSTQUALITATIVER, SANKTIONSPFLICHTIGER ÖL LIEFERN WERDEN. Dieses Öl wird zum Marktpreis verkauft, und die Mittel werden von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie zum Wohle der Völker Venezuelas und der Vereinigten Staaten eingesetzt werden! Ich habe Energieminister Chris Wright angewiesen, sofort mit der Umsetzung dieses Plans zu beginnen. Das Öl wird von Tankschiffen aufgenommen und direkt zu den Entladeterminals in den Vereinigten Staaten transportiert. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“
👉 Klappt doch ganz gut…..😎
Böses Medium bringt heute den Artikel „USA und Venezuela – viel Lärm um viel?“ mit der These, alles sei nur Theater – sogar Maduro wird zum Ende von Trump begnadigt wie Juan Orlando Hernández aus Honduras. „… Trump bedient die eigenen Falken und die „Phantasien der Finanzmärkte“ beziehungsweise das US-Dollar-(Euro-)System mit der Galerieaktion gegen Maduro und der angekündigten Übernahme der Ölreserven – ohne einen echten Krieg gegen Venezuela loszutreten, für den den USA die Mittel fehlen (analog zu den fehlenden Mitteln der EU für einen Großkrieg gegen Russland). Die venezolanische Regierung bleibt bestehen und einigt sich mit den USA auf das, was die Maduro-Regierung der Trump-Regierung ohnehin schon „angeboten“ hat. …“
Dann würden auch Drohungen gegen Rodriguez zum Theater gehören – ich bin gespannt, wieviel Kuchen in Südamerika China und Russland aushandeln konnten? Noch spannender natürlich, was aus der EUdSSR-Insolvenzmasse wird? Das Gebilde wird nicht mehr lange in der aktuellen Gestalt bestehen?
Eine realistische Möglichkeit. Jedem ist „sein“ Hemd näher als die Hose, da rücken Ideologien, Gesetze und Abmachungen ganz plötzlich in den Hintergrund, denn es herrschen immer MENSCHEN….nicht mehr und nicht weniger. 🤓
Anderer Artikel heute im Bösen Medium – der US-Diktator verkündet auf X, Venezuela werde ihm 30-50 Millionen Barrel Öl liefern, die er auf den Märkten verkaufen werde. Also in etwa die Produktion von 1-2 Monaten. Und was danach – dann ist Venezuela frei von Verpflichtungen? Woanders lese ich, der Diktator soll den Abbruch des Handels mit China, Russland, Iran, Kuba usw. fordern.
Wieso nicht gleich nur an US-Konzerne verkaufen dürfen, die an Trump gespendet haben?
„…. einem Präsidenten der sich auf der politischen Weltbühne wie ein Clown benimmt.“
👉 Präsident von Kolumbien fordert Präsident Trump heraus, ihn zu ergreifen, wie er es mit Maduro getan hat.
Petro. „Komm und hol mich, Feigling, ich warte hier auf dich.“ …..isˋ aber auch nicht übel….😂
Trump schadet immer mehr seinen eigenen Wählern im Lande. Das liegt daran, dass er sich Berater in seiner Regierung zugelegt hat, die ihm absolut gehörig sind und keine Kritik an Präsident Trump erlauben. Das geht schon bei einfachen Dingen los wie dem Zollstreit mit der Welt. Bezahlen werden diese seine eigenen Konsumenten/Wähler im Volk. Sehr sehr viele Amerikaner werden sich von Trump abwenden von einem Präsidenten der sich auf der politischen Weltbühne wie ein Clown benimmt.
Das ist sehr schade für den Kampf gegen den weltweiten Globalismus, gegen die Pharma-Industrie u.a. die auf eine Bevölkerungsreduzierung u. alles Leben auf dem Planeten aus sind, um ihre Existenz zu sichern.
Das ist nicht das, was das amerikanische Volk mit der Wahl von Trump wollte.
Und auch gegen die Klimagedöns-Kabale. Es ist durchaus Betrug, doch eher kann man solche Aussagen von einem Staatsmann zitieren als von einem berüchtigten Piraten und Räuber.
Vielleicht wird der Überfall auf Venezuela doch noch ein Eigentor für Donald!