
Zuckerberg-KI: Kann man sich ausklinken?
Facebook, Instagram und WhatsApp werden nun offiziell zur Nahrung für die KI von Meta. Bis morgen ist noch ein Einspruch möglich, um die eigenen Daten zu schützen.
Das Rennen um die führende KI ist schon längst am Laufen: Es rittern nicht nur die USA und China um die künftige Super-KI, sondern auch Big Tech untereinander. Googles Suchmaschine kämpft zum ersten Mal seit 2015 mit Rückgängen: Die Leute nutzen KIs statt Suchmaschinen. Soziale Medien sind dabei die ultimative Datenquelle. Und an die will die KI des Zuckerberg-Konzerns Meta nun endlich ran.
Als Elon Musk die Nachrichtenplattform Twitter kaufte, argumentierte er damit, die Meinungsfreiheit schützen zu wollen. Kritiker glaubten schon damals, dass es Musk vor allem darum gehe, die Twitter-Daten für ein KI-Projekt zu nutzen. Mittlerweile ist Twitter tot und die Plattform X ist Teil des Unternehmens xAI. Twitter versorgt die KI Grok, die im Rennen mit ChatGPT und anderen darum kämpft, die Vorherrschaft in der KI-Welt zu übernehmen.
Aber das Zuckerberg-Imperium Meta, das vor allem aus Facebook, Instagram und WhatsApp besteht, hat auf keinen Fall aufgegeben. Ziemlich verspätet – Musks X macht dies schon länger – will Meta nun an die Nutzerdaten, um die Meta-KI zu trainieren. Heute ist der letzte Tag, um aktiv Einspruch zu erheben.
- Schubert, Dr. Dr. Christian(Autor)
Per Online-Formular kann man widersprechen, und dann sollen die eigenen Daten nicht genützt werden, versichert man. Netzpolitik.org hat eine Anleitung dazu. Laut dem Konzern geht es um das Abgreifen „öffentlicher Informationen“: öffentliche Posts, Fotos, Kommentare, Profilbilder etc. Private Nachrichten würden nicht genutzt werden, sagt man uns.
Ein späterer Einspruch ist dann jedenfalls nicht mehr möglich – wenngleich man an der Wirksamkeit des Einspruchs ohnehin zweifeln darf. Facebook und Instagram sind wahre Goldquellen für Big Data und diese Industrie interpretiert schon öfter mal ihre Berechtigungen sehr weitgehend.
Meta erklärt etwa auch:
«Wir verarbeiten möglicherweise trotzdem Informationen über dich, um KI bei Meta zu entwickeln und weiter zu verbessern, auch wenn du Einspruch eingelegt hast oder unsere Produkte gar nicht nutzt. Dies könnte beispielsweise passieren, wenn du oder deine Informationen Teil eines Bildes sind, das von einem Nutzer öffentlich geteilt wird oder in öffentlichen Beiträgen oder Bildunterschriften erwähnt werden, die eine andere Person teilt.»
Ab Dienstag sind Facebook, Instagram und WhatsApp also offiziell Nahrung für die MetaKI. Wer widersprechen will, hat nicht mehr lange Zeit. Doch wenn man die Plattformen nutzt, wird man wohl kaum umhin kommen, die KI damit zu füttern. Wer also auf Nummer sicher gehen will, der müsste die Meta-Plattformen löschen. Aber selbst dann ist nicht gesagt, dass die KI nicht auf die alten Daten der Konten zugreifen wird.
Bild „Facebook“ by Scott Beale is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.
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Es eilt!
Heute möglicherweise letzter Tag für Widerspruch!
Dazu WhatsApp öffnen, auf den Meta Kreis gehen, dann folgendes reinschreiben / reinkopieren:
/reset-all-ais
Bei Erfolg erscheint die Meldung:
All AIs will be reset to their default states. All AI copies of your conversations will be deleted from Meta servers.
Bei mir hat es funktioniert.
Hallo Peter-Schmidt-News!
Bei mir kommt folgende Nachricht von Meta AI – mit Llama 4: All Ais already in its default state and doesn’t contain any conversation history.
Klingt für mich. als würde die KI nur die Konversationen nicht aufzeichnen, aber anlernen ist weiterhin aktiv ?
Danke für die prompte Resonanz, schade, schade, dann werde ich wohl dabei bleiben müssen
Ich habe zum Wochenende getobt, als ich ein Software Update auf meinem Ssamsung Smartphone machte und die Gemini KI auftauchte. Ich konnte plötzlich nicht einmal mehr mit der Ein-Aus Taste das Handy ausschalten und den ganzen andedren angebotenen Schmarrn WILL ich gar nciht verwenden. App deinstallieren geht natürlich nciht, Deaktiveren wird angeboten, ändert nichts, grrrr. Zum Glück habe ich in meiner Nähe eine Samsung Filiale mit ausnahmsweise einem sehr netten Mitarbieter, der mir da einiges zeigte. Ändern können die auch nichts. Ich bin ja schon froh, dass ich meinem ersten Impuls, es auf Werkseinstellung zurückzusetzen und neu aufzusetzen nicht gefolgt bin, denn auch dann hätte ich den Mist dabei gehabt.
Ich bin eh schon am Überlegen auf iPhone umzusteigen, kann mir jemand dazu- oder abraten?
Bei Samsung kann man das so einstellen, dass die Daten nur lokal verarbeitet werden, ohne Cloud. Ob das wirklich hilft, kann ich nicht sagen, aber meine Datenverbindung (auch WLAN) ist sowieso ausgeschaltet, wenn ich sie nicht benötige.
Apple ist doch noch viel schlimmer, hatte es einmal zwangsweise als Diensthandy bekommen, also iPhone, nein danke.
Auch kann man, wenn man es möchte, auf Samsung Handys alternative Betriebssysteme nutzen, die auf Linux basieren, nur gibt es halt eben dann keinen „Play-Store“ für Programme.
Meine Antwort steht leider oben, habe falsch getippselt