Rumänien: Gericht lehnt Antrag von Simion auf Annullierung der Wahlen ab

22. Mai 2025von 2,8 Minuten Lesezeit

Wie erwartet hat rumänische Verfassungsgericht den Antrag von George Simion auf Annullierung auch der zweiten Ausführung der Präsidentschaftswahlen einstimmig abgelehnt.

Das Verfassungsgericht tagte am 22. Mai und „beriet über den Antrag auf Annullierung der Wahlen zum Präsidenten Rumäniens in der zweiten Wahlrunde am 18. Mai 2025, der von Herrn George-Nicolae Simion gestellt wurde“, teilte das Gericht in einer Erklärung mit.

Nach den Beratungen lehnte das Verfassungsgericht den Antrag einstimmig als „unbegründet“ ab, hieß es weiter. Ein Spruch, der genauso zu erwarten war. Die Entscheidung sei „endgültig und wird dem Zentralen Wahlbüro mitgeteilt“, hieß es weiter.

Die Begründung der Entscheidung werde „im Amtsblatt veröffentlicht“.

Mit diesem Urteil kann das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen nun bestätigt werden, sodass Nicușor Dan der nächste rumänische Präsident wird.

Dan erklärte gegenüber rumänischen Medien, der Antrag auf Annullierung durch den Zweitplatzierten Simion sei „völlig konstruiert“.

„Ich denke, es war von Anfang an für alle klar, dass es sich um etwas völlig Künstliches handelte. Ich habe den schriftlichen Antrag nicht gesehen, aber zu behaupten, dass Hunderte Millionen Euro in Moldawien gezahlt wurden, ist völlig unbegründet“, sagte Dan.

Simion bezeichnete die Ablehnung seines Antrags seinerseits als ‚fortgesetzten Staatsstreich durch das Gericht‘.

Simion hatte allerdings den taktischen Fehler gemacht, den Wahlsieg von Dan noch Wahlabend per Videobotschaft zu bestätigen.

„Wir müssen einfach weiterkämpfen! Ich rufe euch auf, euch mir anzuschließen, heute und in den kommenden Wochen!“, schrieb der AUR-Präsident auf Facebook. Er erwartet, dass es bald Neuwahlen geben werde.

Während das Verfassungsgericht über Simions Antrag beriet, veröffentlichte seine Partei eine Pressemitteilung, in der sie erklärte, dass sowohl die Ständige Wahlbehörde (AEP) als auch das Zentrale Wahlbüro (BEC) Transparenz verweigern. Den Spezialisten der AUR wurde Zugang untersagt, um die Fairness der Wahlen zu überprüfen‘.

Die Partei erklärte, diese Gremien hätten „einem von der Allianz für die Union der Rumänen (AUR) benannten Informatiker den Zugang zum Computersystem für die Verwaltung des Wahlprozesses verweigert und damit jede Möglichkeit einer unabhängigen Überprüfung der Richtigkeit der Abstimmung blockiert“.

Die AUR behauptete, dass persönliche Zahlencodes mehrfach verwendet worden seien, was auf Betrug hindeuten könnte. Sie erklärte, sie wolle auch überprüfen, ob verstorbene Personen gewählt hätten.

Die mangelnde Transparenz des Gerichts und seine Weigerung, ihre Argumente anzuhören, seien ein Beweis dafür, dass die Richter „mit zweierlei Maß messen“, so die AUR.

Dasselbe Verfassungsgericht hatte am 6. Dezember 2024 die erste Runde der Präsidentschaftswahlen für ungültig erklärt, und zwar aufgrund von vergleichsweise dürftigen Vorwürfen russischer Einmischung und Wahlunregelmäßigkeiten.


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3 Kommentare

  1. Jurgen 22. Mai 2025 um 21:16 Uhr - Antworten

    Wer in Deutschland wählen geht, akzeptiert die alliierte Kontrolle, die Insouveränität und die Unterdrückung des Völkerrechts, das bekanntlich dem Recht der Bundesrepublik jederzeit vorgeht.

  2. fdik 22. Mai 2025 um 15:01 Uhr - Antworten

    Man könnte den Prozess vereinfachen, wenn EU-Kommission und NATO-Generalität gleich direkt die Regierungschefs der EU-Staaten einsetzen würden. Dann könnte man sich die kostspielige Simulation von “freien Wahlen” sparen, an die letztlich sowieso immer weniger Insassen der EU glauben.

    • Varus 23. Mai 2025 um 3:16 Uhr - Antworten

      So wäre es tatsächlich transparenter. Vielleicht endet das Statthaltertum, wenn die EUdSSR/NATO den Krieg verlieren – Böses Medium gestern: „Trump lehnt EU-Idee eines bedingungslosen Waffenstillstands in der Ukraine ab“ – es klingt wie „bedingungslose Kapitulation“, wie es wohl auch gemeint ist.. Darin lese ich:

      „… Donald Trump hat den EU-Staats- und Regierungschefs von Putins Zuversicht berichtet, dass Russland den Konflikt in der Ukraine „gewinnen werde“. …“

      Einer der Rutube-Blogger erzählte gestern, was für Schockwellen dies in Westeuropa auslöste… Wer soll dann noch den Statthalter der Verliererseite akzeptieren?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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