
Besserer Schutz für Bargeld in Norwegen
Norwegen hat mit neuen Bargeldvorschriften ein Stück weit das analoge Leben gesichert. Zumindest was Geschäfte angeht.
In Skandinavien ist die bargeldlose Gesellschaft bereits sehr weit fortgeschritten. Trotzdem hat die norwegische Regierung Schritte gesetzt, die analoges Leben künftig zumindest teilweise sichern. Die Änderung wurde bereits im Sommer erlassen und ist seit Oktober nun gültig. Demnach sind Geschäfte in Norwegen nun verpflichtet, Barzahlungen bis 20.000 Norwegischen Kronen (etwa 1.800 Euro) zu akzeptieren.
Pro-Bargeld
Shops, die eine Bargeldzahlung bis zu dieser Höhe ablehnen, riskieren eine Geldstrafe. Bisher galt die Regel, dass Zahlungen bis 1.000 NOK zu akzeptieren sind. Daran hatten sich viele Shops aber nicht gehalten – vor allem, während der Covid-Jahre wurden rechtswidrig jegliche Bargeldzahlungen abgelehnt. Auch das stand bisher unter Strafe, wurde aber de facto nicht exekutiert. Ob es sich bei der neuen Regelung anders verhalten wird, bleibt abzuwarten.
Trotzdem ist die neue Regelung ein positiver Verweis auf Bargeld: Die Regierung betonte, dass die Nicht-Annahme von Bargeld illegal ist und empfiehlt via Katastrophenschutzbehörde immer einen gewissen Bargeldbetrag bei sich zu haben, falls digitale Zahlungsmittel nicht mehr funktionieren. Das hilft vor allem älteren Norweger die teilweise nicht mit der sogenannten digitalen Transformation Schritt gehalten haben.
Es ist eine Politik die dem WEF und ähnlichen Foren nicht besonders schmecken dürfte: Denn dort wird offensiv eine bargeldlose Gesellschaft propagiert und voran getrieben. Journalist Peter Immanuelsen, der über die aktuellen Entwicklungen in Norwegen berichtet hat, schreibt dazu:
„Es ist wichtig, Bargeld zu haben. Denn in einer bargeldlosen Gesellschaft wäre es für eine tyrannische Regierung sehr einfach, zu kontrollieren, wer kaufen und verkaufen darf, und jede Transaktion zu überwachen.
Es gibt bereits Banken, die die Einkäufe der Menschen überwachen, um ihre C02-Emissionen zu berechnen. Wie lange wird es dauern, bis dies als eine Art sozialer Kreditscore verwendet wird?“
Wir müsssen in der Eu eine Verpflichtung zur Annahme von Bargeld verankern. Dies ist möglich, da momentan über die Einführung des digitalen Euros beraten wird. Im Zuge dessen wird erneut auch das Bargeld zur Disposition gestellt. Hansjörg Stützle hat eine Petition hierzu ins Leben gerufen. Diese kann unter dem Link „bargelderhalt.eu“ unterzeichnet werden.
Wir brauchen eine Wahlfreiheit des Zahlungsmittels statt Bevormundung !
Das Zitat von Peter Immanuelsen ist auch mein Hauptargument gegen die Bargeldabschaffung. Sehr gut und weit gedacht.
Wenn man nur dieses Argument betrachtet, dann kann man erahnen, was die Bargeldgegener im Schulde führen – Kontrolle über die Menschen. Das muss unter allen Umständen verhindert werden. Der schleichende Faschismus muss aufgehalten und deren Unterstützer entmachtet werden.
Zeit für die DMark.