NATO nimmt China ins Visier

18. Januar 2024von 2,4 Minuten Lesezeit

Die NATO hat sich um China zu „sorgen“, das ist die Ansage des Generalsekretärs in Davos. Denn China komme der NATO immer näher, behauptet er. Faktisch ist das völlig falsch. 

China nähert sich der NATO – dieses Behauptung hat NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag losgelassen. Deshalb müsse das US-geführte Militärbündnis sich zunehmend mit dem befassen, was in Asien passiere. Natürlich ist der am nächsten zu Europa stationierte chinesische Soldat befindet sich indes in China. Dafür stehen NATO-Soldaten auf chinesischem – laut Völkerrecht – Territorium: in Taiwan.

Gegen China und Russland

Doch diese Fakten stören den NATO-Chef nicht. Er behauptet: „Und wir müssen auch verstehen, dass es nicht darum geht, dass sich die NATO nach Asien bewegt, sondern darum, dass China sich uns nähert. Die NATO muss sich mit dem befassen, was in Asien passiert, nicht wegen der globalen Sicherheitslinien, sondern weil das, was dort passiert, nicht nur uns betrifft und umgekehrt.“

China sei zwar kein „Gegner“, aber das „Verhalten, insbesondere im Südchinesischen Meer bereiten der NATO „Sorgen“. Die NATO versteht sich eigentlich als „transatlantisches Bündnis“, das südchinesische Meer ist relativ weit weg vom Atlantik. Doch das ist zweitrangig.

Auf der Podiumsdiskussion in Davos versicherte er aber, dass Taiwan oder andere asiatische „Verbündete“ nicht in die NATO integriert werden würden:

„Die NATO ist ein transatlantisches Bündnis, Europa und Nordamerika. Und wir werden ein regionales Bündnis bleiben. Aber die transatlantische Region ist mit globalen Bedrohungen konfrontiert. Sicherheit ist nicht mehr regional, sondern global.“

Zur Ukraine bleibt der Norweger fest auf seiner bekannten Position: Krieg. „Irgendwann wird Russland begreifen, dass es einen zu hohen Preis zahlt, und sich hinsetzen und einer Art gerechtem Frieden zustimmen, aber wir müssen der Ukraine beistehen“, glaubt Stoltenberg, der kein Wort über die gescheiterte Offensive verliert.

Im Gegenteil: Er glaubt (angeblich) weiter an einen ukrainischen Sieg. „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Putin jetzt einen Frieden plant, aber er wird es tun, wenn er merkt, dass wir nicht aufgeben werden, dass wir die militärische Stärke haben, die Ukraine zu unterstützen.“

Frieden führt über Krieg, sagt Stoltenberg ganz deutlich. Da ist es wirklich nicht mehr weit bis zum Satz „Krieg ist Frieden“.

Jens Stoltenberg ist seit 2014 NATO-Generalsekretär. Der Sozialdemokrat war zuvor jahrelang Ministerpräsident von Norwegen. Bis Oktober 2024 läuft aktuell sein Amtszeit als NATO-Chef, als Nachfolger wird immer wieder Ursula von der Leyen ins Spiel gebracht.

Bild „Press Conference by NATO Secretary General Jens Stoltenberg“ by NATO is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.

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19 Kommentare

  1. Hans Hirzel 19. Januar 2024 um 10:52 Uhr - Antworten

    Leute wie Stoltenberg profitieren davon dass der Durchschnittsmedienkonsument nicht (mehr?) in der Lage ist klar zu denken, bzw. aus den offensichtlichen Gegebenheiten rationale Schlüsse selbst zu ziehen. So kann er mit Halbwahrheiten und durch Verschweigen von wichtigen Tatsachen nach Belieben die öffentliche Meinung manipulieren. Dass dabei nichts Gutes rauskommt manifestiert sich täglich, dass er damit schlussendlich den durch die NATO verursachten Kriegsopfern enormes Leid zufügt merkt er in seiner Verblendung möglicherweise gar nicht.

  2. Hans E. 19. Januar 2024 um 4:11 Uhr - Antworten

    China und Indien sind wie Mordor, nur schlimmer. Auf den Bildern von Mordor gibt es nämlich keine Luftverschmutzung. Die halbe Erde liegt in Schutt und Asche, alles vernichtet, das Grundwasser ist verseucht, die Luft vergiftet, die Tiere tot… ausser in der Massentierhaltung in den Tierfabriken. Aber auch der Reis, der Weizen und das Gemüse sind vergiftet. Das Problem ist nicht Krieg oder Teritorialherrschaft, das Problem ist die totale Zerstörung der Biosphäre.

  3. Heinz 18. Januar 2024 um 23:01 Uhr - Antworten

    Der Stoltenberg war auch schon für Gates GAVI (Globabal Alliance for Vaccination) tätig.

  4. therMOnukular 18. Januar 2024 um 21:57 Uhr - Antworten

    „Denn China komme der NATO immer näher, behauptet er.“

    Es ist so unfassbar, diese ewige Projektion der eigenen Handlungen auf Andere, um sie zu diffamieren. Ich bin sicher dieses Forum – Sabine Schönfelder ausgenommen – kennt in etwa die Zahl der US-Militärbasen, die rund um China wie Schwammerl aus dem Boden schießen…..

    Aber eigentlich passend – die US-Admin. besteht ja auch nur aus Schwammerln.

  5. Jurgen 18. Januar 2024 um 20:07 Uhr - Antworten

    Nekrophile Atlantiker Transenterror Operation… die haben keinen Plan aber alle rennen mit!

    Letztlich geht es aber nur um die Veruntreuung der Steuergelder für den militärisch-industriellen Komplex. Stoppt einfach die Abgabe einer Steuererklärung als Gegenwehr! In den zur Neuaufstellung freigegebenen deutschen Gebieten ist das kein Problem, da es kein Hoheitsrecht mehr gibt, gibt es auch kein Einkommenssteuerrecht mehr!

  6. I.B. 18. Januar 2024 um 16:59 Uhr - Antworten

    ““Und wir müssen auch verstehen, dass es nicht darum geht, dass sich die N A T O nach Asien bewegt, sondern darum, dass China sich uns nähert…“

    Genauso hat sich die N a t o nicht Ruland genähert, so Ruland der N a t o.

    „Sicherheit ist nicht mehr regional, sondern global.“
    Nur das Sicherheitsbedürfnis von Ruland ist uns unverständlich, wo doch die N a t o bloss ein Verteixdigungsbxündnis ist.

    „“Irgendwann wird Russland begreifen, dass es einen zu hohen Preis zahlt,…“
    Wann werden die E u und u s a begreifen, dass sie einen hohen Preis zahlen? Und die Uraine? Menschen sind ohnehin nur weiche Ziele, die zählen nicht, aber finanziell?

    Gab es nicht einmal einen Friedensnobelpreis für eine Frau die sagte: Die W a f f e n nieder?

  7. asisi1 18. Januar 2024 um 16:34 Uhr - Antworten

    Ich hoffe China und Russland werden uns helfen diesen politischen Dreck zu entsorgen!
    Mit dem ganzen Beamtentum müssen wir uns selber auseinander setzen. Alle die dieses Regime am laufen halten, werden vor einem ordentlichen Gericht landen. Und das wird nicht so abgehen, wie die vergurkte idiotische Wiedervereinigung. Denn da haben wir versäumt die ganze SED Bande abzuurteilen!

  8. EuRuF 18. Januar 2024 um 16:19 Uhr - Antworten

    Wo befindet sich nach diesen Aussagen denn der Nordatlantik? So eine Kriegstreiberei von diesem Stoltenberg.

  9. Christian 18. Januar 2024 um 15:16 Uhr - Antworten

    Die NATO ist das Krebsgeschwür der zivilisierten Welt!

  10. Stunning Greenhorn 18. Januar 2024 um 14:58 Uhr - Antworten

    Fühlt sich noch jemand gelähmt angesichts der Genauigkeit, Ausdauer und Wucht, mit der die Irrsinnsmaschinerie der Globalisten immer weiter läuft? Mir scheint, dass Schwab und Co die totale Eskalation anstreben und ihnen egal ist, wie die Welt und die Menschheit damit zurechtkommen, sofern sie überleben. Ich kann diesen Zerstörungswillen, diesen Todestrieb nicht fassen. Das ist zu viel für ein Greenhorn.

  11. Peter Ruzsicska 18. Januar 2024 um 14:42 Uhr - Antworten

    Dieser Stoltenberg ist bloß eine Marionette als Befehlabsonderungsautomatenmime installiert – Ein Ami-General diktiert dem doch, wo’s lang geht…

  12. Glass Steagall Act 18. Januar 2024 um 14:39 Uhr - Antworten

    Was ist die NATO wirklich? Wie ich schon an anderer Stelle sagte, es steht für „Nord-Amerikanische-Terror-Organisation“! Nichts anderes ist die NATO, die als militärische Eingreiftruppe weltweit für egoistische amerikanische Interessen kämpft! Mit viel Kriegspropaganda sammelt man unschuldige Staaten für eigene Interessen und lässt sich von denen die Umsetzung der US-Ziele bezahlen. Mit Militär, Waffen, Menschen und Geld!

    Da die USA China als wirtschaftlichen Konkurrenten sehen, müssen andere, meist westliche Staaten, mit in die US-Kriege gezogen werden! Nicht zu vergessen die Rolle Groß Britannien, die die USA immer schon für ihre Interessen gelenkt haben.

    Dass Stoltenberg mit der NATO für den Einsatz gegen China trommelt, liegt klar auf der Hand. Die Bündnispartner und die Bevölkerung soll wieder einmal mit Kriegspropaganda getäuscht werden und in den nächsten Krieg ziehen! Die entsprechende Propaganda wird sich in in Mainstream Medien bald verstärken.

  13. suedtiroler 18. Januar 2024 um 14:29 Uhr - Antworten

    unsere Freiheit wird am Hinduku…. pardon…. Ukrai…… pardon……. in Taiwan verteidigt!

    • Hasdrubal 18. Januar 2024 um 16:35 Uhr - Antworten

      Wobei China und insbesondere Russland sich nicht beschweren sollten, wenn sie weiterhin versäumen, lautstark die Erkenntnisse der russischen Akademie der Wissenschaften zu sagen, über die mal TKP berichtete – und dass sie der westlichen Betrug-Kabale um CO2-Weltuntergänge nicht folgen werden. Das würde das westliche politische System derart ins Schleudern bringen, dass die „Eliten“ voll mit Unruhen auf beiden Seiten des Nordatlantiks ausgelastet wären.

      Auch so gibt es bereits Unruhen – gewisses Medium zeigt gerade live Proteste der Transportbranche in Berlin. „Kein Geld für Straßen, aber für KRIEG“ auf einem LKW.

      • suedtiroler 18. Januar 2024 um 21:54 Uhr

        naja, die Frage ist und bleibt halt, inwieweit die Eliten beider Seiten unter einer Decke stecken oder nicht.

      • Hasdrubal 19. Januar 2024 um 1:35 Uhr

        Daher würde gerade der Einsatz Russlands und Chinas gegen Klimagedöns und andere Abzocken beweisen, dass sie doch nicht unter einer Decke stecken. Rainer Rupp brachte vorgestern im gewissen Medium einen Artikel darüber, was China in Davos zu suchen habe. Es seien „menschenverachtenden Gedanken“, die es nur in „kranken Gehirnen“ westlicher Politiker geben könne, die würden gemeinsame Sache machen – na gut, dann was hindert etwa Putin offen zu sagen, was seine Akademie der Wissenschaft feststellte und dass der Osten dem westlichen Klima-Betrug nicht folgen würde?

        Noch mehr Krieg kann es kaum noch geben. Nachdem in Charkiw etwa 60 zumeist französische Söldner erwischt wurden, wirft Russland Frankreich vor, es seien Fremdenlegionäre gewesen – was einem Kriegseintritt Frankreichs gleichkäme. Es wird nicht mehr heisser, würde man hinzufügen, Macron würde mit CO2-Hysterie schwindeln.

        Wenn wir schon dabei sind – gestern sah ich zufällig einen MSM-Artikel über Flugverkehr-Abgaben in Buntschland. Ein Flugzeug mit 150 Fluggästen wird in Schland mit etwa 3500 EUR Steuern und Gebühren belegt – in Frankreich die Hälfte und in vielen Ländern Südeuropas um 1000 EUR. Nirgends in der „EU“ wird so viel abkassiert – und den Grün:innen ist es nie genug.

  14. Hasdrubal 18. Januar 2024 um 14:26 Uhr - Antworten

    @„Aber die transatlantische Region ist mit globalen Bedrohungen konfrontiert. Sicherheit ist nicht mehr regional, sondern global.“

    Mit Bedrohungen für westliche „Eliten“, dass sämtliche Völker der Welt all die globalen Abzocken mit „Weltrettungen“-Vorwänden (wie „Klima“) endgültig satt haben. Dafür könnten China und Russland sehr aktiv sorgen, dann hört auch dieses Säbel-Schwingen auf.

  15. Peter Ruzsicska 18. Januar 2024 um 14:17 Uhr - Antworten

    Fundamentalschindschändhetze ins epische Schlachtfeldfurioso grundtatalster Generalnichtung – Der Scindritt auf sämtlichen Nukes gleichzeitigst is a Learchalschaß dageg’n.

    • Peter Ruzsicska 18. Januar 2024 um 14:24 Uhr - Antworten

      Tippfehlerberichtigung, Ergänzung:

      Fundamentalschindschändhetze ins epische Schlachtfeldfurioso grundtotalster Generalnichtung – Der Schindritt auf sämtlichen Nukes gleichzeitigst is a Learcharlschaaaß dageg’n.

      Das ultraextremst Groteske an sich in Generalausartung brachialstextremistisch explodierendster Archontie im Verein gnadenlosester Fundamentalbestialität verschlingt sich universalkollateralst im besinnungsloseten Endsiegtaumel aller Zeiten schließlichst selbst.

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