Anzeichen, dass der Krieg Teil des „Great Reset“ ist – Teil II

20. März 2022von 6,2 Minuten Lesezeit

Während des Krieges ist man ordentlich abgelenkt. Das große Ganze zu sehen, wird noch schwieriger. Doch womöglich ist der „Great Reset“ nur in eine neue Phase eingetreten, und zwar in die des Krieges. Der Krieg in der Ukraine wird die globale Wirtschaft nachhaltig beschädigen und an einigen Stellen dürften sie ganz im Sinne der „Build Back Better“ Agenda genutzt werden können. Anzeichen, warum der Krieg optimal für den „Great Reset“ ist. Teil 2.

Die bewusste Zerstörung weiter Teile der Wirtschaft bei gleichzeitiger sich zuspitzender Monopolisierung – im internationalen Maßstab, vielleicht ließe sich so das Prinzip des ökonomischen „Great Reset“ zusammenfassen. Das alles hat es schon mal gegeben, wenn auch nur in einem Land und nicht auf ganzen Erdteilen. In Chile.

Als „Schock-Strategie“ hatten es seine Wirtschaftsberater, die „Chicago-Boys“, an Augusto Pinochet verkauft. Innerhalb eines Jahres schrumpfte die Wirtschaft um 15 Prozent und die Arbeitslosigkeit schnellte auf 20 Prozent. Das viel gebrauchte Argument, Regierungen würden die eigene Wirtschaft doch nicht mutwillig zerstören, ja sogar vernichten, lässt sich historisch also ganz einfach widerlegen.

Die Massenarmut wurde schlicht hingenommen, gar als Lösung verkauft. Der Weg sei gewählt worden, weil er direkt durch „die Krankheit“ hindurchführe.

Nach der Zerstörung soll die Wirtschaft dann nach der eigenen Vorstellung wieder aufgebaut werden. Anzeichen, dass der Krieg ein Teil dieser Zerstörung, des „Great Reset“ ist, gibt es einige. (Hier geht es zu Teil I).

6. Das Ende der Mobilität

Corona hat losgetreten, was die globale Elite sich für die Bevölkerung vorstellt: #stayhome. Die Menschen sollen mehr zuhause bleiben, das kommt in Klaus Schwabs Buch „The Great Reset“ sehr deutlich hervor. Doch Autofahrverbote einfach so zu erlassen, ist politisch kaum durchsetzbar.

Jetzt scheint ein Weg gefunden: Die Spritpreise explodieren, und das vor allem in Deutschland und Österreich. Einen ökonomischen Hintergrund findet man nur am Finanzmarkt, es wird auf höhere Preise spekuliert. Öl wäre genug da.

Dass der Individualverkehr und das Auto nicht zum neuen „Green Deal“ und den „Sustainable Development Goals“ der Agenda 2030 passen, wusste man schon lange vor 2020. Das E-Auto wird die Welt zwar nicht grüner machen, aber es erschließt immerhin einen neuen Markt.

Wenn sich der Großteil der Menschen ihr Auto nicht mehr leisten können, dann werden sie es ganz von selbst verkaufen oder verschrotten lassen.

Flugreisen sind übrigens noch immer überraschend günstig. Billig-Airlines bringen einen weiterhin für wenige Euros übers Wochenende in eine Stadt. Die Lobby von Ryanair und Co. scheint dagegenzuhalten. Erinnern wir aber an Milton Friedman, den Lehrmeister der Chicago-Boys: Er empfahl in einem Brief an Pinochet, alle Details der Schock-Strategie zwar anzukündigen, jedoch sehr kurzfristig. Man soll die Menschen überrumpeln. Ein plötzlicher Eingriff in den liberalen Individualverkehr ist durchaus denkbar. Die Begründung wird Putin und sein Krieg sein.

7. Europa als hybrider Battleground zwischen NATO und Russland-China

Die Sanktionen gegen Russland treffen nicht nur die russische Bevölkerung, sondern auch EU-Europa, Nordamerika ist dagegen weit weniger betroffen. Leitmedien stimmen die Bevölkerung bereits ein, dass wir bald „mit weniger“ auskommen müssen. Das sei aber keinesfalls schlecht, hieß es etwa kürzlich in der „FAZ“.

In der Politik gibt es kaum Zufälle, wie wir von Franklin D. Roosevelt wissen: „In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn etwas passiert, können Sie wetten, dass es so geplant wurde.“

Cyberangriffe auf Banken oder kritische Infrastrukturen in Europa sind so realistisch wie noch nie. Gerade auch, weil man in den Medien nun überhaupt nichts mehr von „Blackouts“ hört. Dabei muss es ja kein Blackout sein. Einen kleinen Vorgeschmack bekamen einige Österreicher als Ende Februar die Debitkarten von Raiffeisen plötzlich ausgefallen waren.

Der „Off-Guardian“ spekuliert, was ein Cyberangriff wirklich anrichten könnte: „Der Einsatz von Fernzugriffstechnologien zur Löschung des Systemspeichers des SWIFT-Bankenapparats oder des grenzüberschreitenden Interbankenzahlungssystems könnte jedoch einen Großteil der internationalen Wirtschaft außer Gefecht setzen und den Dollar ins Trudeln bringen.“

Der Ruf nach mehr Cybersicherheit wäre danach jedenfalls unüberhörbar. Ein Szenario, das dem „Great Reset“ gelegen kommen würde: denn die unzähligen Mailadressen und Konten mag man nicht, als „notwendige Sicherheitsmaßnahme“ könnte man eine individuelle digitale ID für jeden Menschen einführen, der in das Netz wolle.

8. Eine neue geopolitische Weltordnung

„Off Guardian“ zitiert den „Vater der Geopolitik“, Halford Mackinder. Dieser stellte vor mehr als hundert Jahren fest, dass sich globale Hegemonie in den letzten 500 Jahren immer durch die Vorherrschaft über Eurasien entschieden hatte.

Auch das WEF wird das wissen. In den entsprechenden Think-Tanks wird schon lange der Schritt einer unipolaren zu einer multipolaren Welt vorausgeahnt. Der Einfluss Amerikas wird weniger, China holt sich den Platz zurück, den es vor dem 19. Jahrhundert hatte. Das „Reich der Mitte“ ist zurück. Natürlich hat Amerika auch deshalb ein Interesse, das zwischen EU-Europa und Russland keine Kooperation, sondern im besten Fall (kalter) Krieg herrschen. Aber auch so dürfte die Zeit, in der die USA Weltpolizist und Weltrichter zugleich war, abgelaufen sein. Das zeichnete sich in Syrien schon ab, dann in Afghanistan, die Ukraine dürfte das nächste Kapitel sein.

Die Hegemonie der USA über Europa bröckelt, China steht mit der „neuen Seidenstraße“ ante portas, um Asien, Afrika und Europa logistisch näher zusammenzubringen. Eine epochale globale Machtverschiebung dürfte anstehen. Europa scheint aber hauptsächlich Spielball.

Präsident Selenskyj sieht die Ukraine als Tor der Seidenstraß nach Europa. Das Land ist für das chinesische Megaprojekt nicht nur deshalb sehr wichtig. „Off-Guardian“: „Daher können wir weder ignorieren, dass China ein großes Interesse an den jüngsten Spannungen in der Ukraine hat, noch können wir das Bestreben der NATO ignorieren, Chinas Aufstieg in der Region zu bremsen, indem sie den Verkauf ukrainischer Vermögenswerte an China einschränkt und alles in ihrer Macht Stehende tut, um die moderne Seidenstraße zu verhindern.“

Russland wird zweifellos durch die Sanktionen noch näher an China heranrücken, die ökonomische Macht der beiden Länder ist sehr ungleich verteilt. Man wird sich in die Seidenstraße vollständig integrieren lassen.

9. Noch mehr Monopolisierung

Als „finale Machtübernahme“ der Konzerne, wird die Entwicklung gerne beschrieben, die wir seit 2020 erleben. Nun gibt es den nächsten Schock für den Staatshaushalt. Privates Kapital wird der Staat für öffentliche Bereiche wohlwollend nehmen. Es wird noch leichter sein für multinationale Konzerne, sich in den Staat einzukaufen.

Die Hedgefonds, Blackrock und Co. werden die Souveränität der Staaten noch weiter aushöhlen. Zentralbanken tun ihr übriges dazu, die den finanzpolitischen Kurs der Nationalstaaten noch stärker beeinflussen kann. Die EZB, schon jetzt die mächtigste Institution mit der Brüssel die Euro-Nationalstaaten kontrollieren kann, wird noch mächtiger werden. Sie wird tatsächlich zur wirtschaftlichen Schattenregierung aufsteigen, der Euro bleibt die Kette, die um die Euro-Nationalstaaten gelegt ist. Sie wird jetzt noch strammer angezogen.

Der Nationalstaat wird von der globalen Technokratie ausgehöhlt. Nicht gewählte Finanzinstitutionen, Hedgefonds und westliche Oligarchen (die man im Westen euphemistisch „Philanthropen“ nennt) werden die Entscheidungsprozesse nicht nur mitbestimmen, sondern wirklich bestimmen.

Einer Wählerschaft muss diese Elite keine Rechenschaft mehr ablegen, einer Bevölkerung ist sie auch formal nicht mehr verpflichtet. Die Vorstellung einer nationalstaatlichen Souveränität wäre gänzlich entleert.

Bild wikicommons

Anzeichen, dass der Krieg Teil des „Great Reset“ ist – Teil I

Mikrofaschismus in der Maske: Agent Smith oder Neo?

12 Kommentare

  1. Eva-Maria 21. März 2022 at 11:47Antworten

    Ich glaube nicht, daß jemand einen Great Reset als Agenda durchzieht, weil niemand das organisieren kann. Das ist mE eher eine Zustandsbeschreibung, denn ein Plan.

    Was passieren wird, ist mE logisch, weil der Dollar stürzt und es extreme Monopolisierung und den Militärbund gibt. Und weil viele Interessenten miteinander streiten.

    Laut Plan von Rand 2019 war US ( straussianer-) seitig beabsichtigt ( siehe voltairenet org) Russland zu überdehnen und es zu schwächen, vor allem an seiner Achillesferse der Rohstoffeinnahmen-Abhängigkeit, aber immer so fein kalibriert, daß es nicht militärisch zuschlägt, denn militärisch ist es eindeutig im Vorteil.

    Das ist in die Hose gegangen, Russland hat präventiv zugeschlagen und daher beschleunigt sich jetzt der Untergang des Westens in Riesenschritten. Viele erpresste Staaten freuen sich sicher heimlich, daß die USA eins drüber bekommen hat, die NATO Ausbreitung wurde gestoppt. Viele werden zum neuen China-Russischen ZENTRALBANKEN- Geldsystem ( neues Bretton woods!) hindriften, was demnächst kommen soll, und als Kleiner wird man Worthülsen quirlen und achten, daß man nicht Uncle Sams und Zentralbankers Wut auf sich zieht, denn rächen kann sich der allemal noch. Auch West Oligarchen werden leise ihre Ersparnisse umschichten.

    Was ist passiert?
    Kein Zusatzöl für US von Saudi und Emirate, und Emirate empfängt Assad trotz US Berührungsverbot. Und Saudi lässt sich in Yuan bezahlen.
    DAS PETRODOLLAR SAUDILAND nimmt Yuan. Wo gibts sowas?
    Das ist das Ende von 50 Jahren Dollar Geschichte.

    China sagt auf Bidens Drohung man werde ansonsten Hongkong, Uiguren, Tibet und Taiwan gegen China aufhetzen: IST UNS NICHT NEU, was ihr tut. Eure Drohungen interessieren uns nicht mehr, wir haben bisher noch immer Antworten darauf gefunden. Wir werden mit Russland kooperieren und ihr könnt nichts dagegen tun.

    Jetzt sind Biden im Eck und Macron und Johnson und die ganzen Westzentralbanken dazu und die Straussianer denken sicher über die Apokalyse nach, die ihnen die alleinige Weltregierung bringt, und manche glosen wohl vor Wut, daß die Russen derzeit ihre historische Heimat erobern, daher sind die alle brandgefährlich.

    Die Russen sagen, sie ziehen wieder ab, sie wollen nur bestimmte Ziele wie Neutralität der Ukraine erreichen, aber selbst dieses WENIGE darf ukraineseitig anscheinend nicht gegeben werden.
    Ganz zu Anfang der Operation soll Selenskij über China ein Waffenstillstandsangebot gemacht haben, die Russen haben 3 Punkte gefordert, es wurde Selenskij seitens seiner westlichen Führer NICHT erlaubt die Waffen niederzulegen. ( voltairenet)

    Interessant ist, daß Kiew (wer immer das ist) den verschanzten Soldaten in Mariupol jetzt NICHT erlaubt sich zu ergeben.
    Das soll auch in der Armee so sein, man verheimlicht den Ukro Soldaten, wie niedergebombt alle Militäranlagen sind und daß kämpfen absolut sinnlos ist. Sie dürfen nicht kapitulieren. Man zerschneidet flüchtenden Söldnern, die das Land verlassen wollen die Pässe und schickt sie an die Front zurück.

    In einer Analyse über Bernard Henry Levy wird gesagt, dieser bevorzuge den blutigen Poroschenko und halte nichts von Selensij, der mache eine zu weiche Politik.
    Und jetzt wurde BHL in Odessa gesichtet, das heisst Blut. Man hat vor Odessa über 400 Seeminen ins schwarze Meer geworfen um die Schwarzmeerflotte aufzuhalten. Odessa hat ein berühmtes Katabombensystem.

    Ein anderer Analyst sagt:
    Selenskij hat sich wahrscheinlich irgendwo in der Westukraine versteckt, er soll gut aufpassen, er ist mittlerweile seinen „Freunden“ als MÄRTYRER mehr wert als als Präsident der Ukraine.

  2. Pfeiffer C. 20. März 2022 at 12:50Antworten

    @ Thorsten Maverick

    Ich bin immer entsetzt, was Leute, die eigentlich einiges an Bildung genossen haben, so für Ansichten äußern und welchen Ideen sie nachhängen. – Same!

    Erleichternd zu erfahren, daß Kissinger Allende nicht wegen United Fruit Company & Friends killen ließ, sondern aufgrund ideologischer Kalamitäten.

    Nach den jüngsten osteuropäischen Ereignissen könnte also analog im Allende-Fall das Vertrauen in eine regelgebundene und wertegestützte Weltordnung fast nur mit der sehr unwahrscheinlichen Aburteilung Kissingers vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen der Ermordung eines gewählten Präsidenten eines souveränen Staates wiederhergestellt werden. Mhm?

  3. Heiko 20. März 2022 at 12:01Antworten

    Bei dem Versuch, die globale Herrschaft zu erringen, schießt sich der Westen gekonnt die eigenen Beine ab. Die westlich kolonialistische Weltsicht ist ja auch an diesem Text zu erkennen, wenn der Autor die westliche Wirtschaft mit der Weltwirtschaft gleichsetzt.
    Der Kapitalismus ist an sein technologisches Ende gekommen und kann nur noch mittels globaler faschistischer Diktatur aufrecht erhalten werden. Das bedeutet Great Reset. Das wissen Russland und vor allem China, die sich ja explizit den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft auf die Fahne geschrieben haben. Wer profitiert also davon, dass die USA Europa als Industriestandort ausschalten wollen und die Gesellschaften in ein Chaos verwandeln?

  4. audiatur et altera pars 20. März 2022 at 11:49Antworten

    „Doch womöglich ist der „Great Reset“ nur in eine neue Phase eingetreten, und zwar in die des Krieges.“

    Doch womöglich ist der Krieg nur in eine neue Phase eingetreten, und zwar in die des Great Reset?

  5. Michael R 20. März 2022 at 11:32Antworten

    》… noch können wir das Bestreben der NATO ignorieren, Chinas Aufstieg in der Region zu bremsen, indem sie den Verkauf ukrainischer Vermögenswerte an China einschränkt und alles in ihrer Macht Stehende tut, um die moderne Seidenstraße zu verhindern.《

    Und ich war immer der Meinung, die NATO wäre ein Verteidigungsbündnis. Ist das Zitierte Aufgabe eines Verteidigungsbündnisses?

  6. Germann 20. März 2022 at 11:29Antworten

    Das große Ganze ist nicht schwieriger zu sehen, wenn man den roten Faden nicht verliert. Wir befinden uns bereits seit einigen Jahren in eine neue Phase. Sie wurde nur durch Corona und jetzt Ukraine deutlicher. Und es existiert nur eine bewusste Zerstörung durch Menschen die die Hauptmerkmale nicht verstanden haben. Der einzige Schock für uns ist und wird das Klima sein mit der Naturgewalt ist nicht zu Scherzen. Digitalisierung erledigt den Rest.

  7. Michael R 20. März 2022 at 11:26Antworten

    》Im Jahr 2005 haben die Vereinigten Staaten, genauer gesagt das Verteidigungsministerium und das Pentagon, 15 Biolabors in der Ukraine finanziert.

    In den Labors wurden hauptsächlich Bakterien gelagert, darunter Salmonellen, E. coli und das Bakterium, das Diphtherie verursacht. Warum lagern die Biolabore so viele verschiedene Arten von Bakterien? Swann bezieht sich auf einen Artikel, der zeigt, dass Bakterien zur Herstellung von Biowaffen verwendet werden können.

    „Wir wissen nicht mit Sicherheit, dass diese Bakterien zur Herstellung biologischer Waffen verwendet wurden“, betont der Journalist. Was es so schwierig macht, das herauszufinden, ist die Tatsache, dass die Labore geheim gehalten werden, sagt Swann.

    Im Jahr 2011 kam es in der Ukraine zu einem Choleraausbruch. Dreiunddreißig Menschen starben, und ein Jahr später wurde bei 800 Bürgern die Cholera diagnostiziert. In Charkow wurden mehr als 100 Fälle registriert. Außerdem gab es 364 Todesfälle durch die Schweinegrippe. Es handelt sich um dieselbe Variante, die 2009 die Pandemie ausgelöst hat. Sowohl die Cholera als auch die Schweinegrippe wurden in den Labors untersucht.

    Im Jahr 2013 weigerte sich der damalige Präsident Viktor Janukowitsch Berichten zufolge, weiter mit den USA zusammenzuarbeiten. Nach dem von den Amerikanern angeführten Staatsstreich im Jahr 2014, bei dem Janukowitsch abgesetzt wurde, beschloss sein Nachfolger Petro Poroschenko jedoch, weiterhin mit den USA zu kooperieren.《 (Quelle: Uncut News)

    Könnte nicht auch SARS Cov 2 aus US-Labors in der Ukraine stammen? Sind / waren diese Labore Forschungslabore oder Produktionsstätten? Wird der Krieg neue Viren (Mutationen) verhindern?

  8. Unar 20. März 2022 at 10:30Antworten

    Nichts als träumer. Corona hat losgetreten was die globale Elite (Elite? Träumt weiter)sich für die Bevölkerung vorstellt. Ja im Traum kann man sich alles mögliche vorstellen, doch die Realität ist eine andere Liga. Corona zeigte was es mit der Planung gemacht hat. Die Zerbrechlichkeit will keiner dieser selbsternannten Elite Möchtegern sehen. Dafür aber spüren. Es ist die pure und reine Dummheit gepaart mit maximaler Inkompetenz. Wir werden unser Leben nicht mehr leisten können und der Rest erledigt die kommenden Katastrophen die sich bereits anreiht haben. Da ist die Sorge um ein Blech Auto übertrieben, denn Bus und Bahn tut es auch. Anstrengungen müssen sein und die Komfortzone gehört der Vergangenheit. Es wird immer eine Begründung dafür geben. Darin sind alle Weltmeister.

  9. Taktgefühl 20. März 2022 at 9:53Antworten

    Das Auto ist noch immer das liebste Kind. Man kann die Leute dazu bringen, sich energiesparende Autos zu kaufen, oder Elektroautos, aber man kriegt sie nicht dazu, auf die Bahn umzusteigen oder Fahrrad zu fahren. Das Auto ist auch en Panzer gegen die lebensfeindliche Umwelt. Hier ein Verbot anzusetzen, scheint mir für die Regierungen eine Sackgasse zu sein. Damit bringen sie die Autofahrer gegen sich auf. Für uns wäre es wahrscheinlich das beste, wenn wir den Fahrtwind nutzen und für Fahrverbote stimmen.

    Putin hat schon sehr früh Rote Linien aufgezeigt. Und der Westen hat sie systematisch übertreten, oder nicht zugehört. Arte hat eine interessante Dokumentation über Russland gemacht: „Putins geopolitische Strategie“. Die ist zwar nicht ganz unbeeinflußt vom Wertewesten, aber doch sehr ordentlich geraten. Arte läßt auch russische Gegenstimmen zu Wort kommen.

    Ich bin also noch nicht überzeugt, daß Russland im Spiel des Great Reset ein Mitspieler ist.

    „Interview des russischen Außenministers Sergej Lawrow für den Sender RBK vom 16. März 2022 (Auszug)
    ..
    Vor vielen Jahren hat der Westen aufgehört, den Begriff „Völkerrecht“ zu benutzen, das in der UN-Charta verkörpert ist, und hat den Begriff „regelbasierte Weltordnung“ erfunden. Diese Regeln wurden im engen Kreis verfasst. Diejenigen, die sie akzeptierten, wurden vom Westen unterstützt.
    ..
    Frankreich und Deutschland haben die Allianz für den Multilateralismus gegründet. Auf unsere Frage, warum diese eingerichtet wird, wenn die UN als legitimste, universellste Organisation den Multilateralismus verkörpert, folgt eine interessante Antwort. „Wissen Sie, es gibt viele Altdenkende dort, und wir sind die Avantgarde. Wir möchten Multilateralismus auf die Weise voranbringen, wobei niemand uns bremst“. Auf die Frage, was die Ideale dieses Multilateralismus sind, hört man. „Das sind die EU-Werte“. Diese Arroganz und das falsch eingeschätzte Gefühl der eigenen grenzenlosen Überlegenheit prägen auch die Situation, um die es hier geht. Es handelt sich um die Schaffung der Welt, in der der Westen ungestraft und Gehorsam fordernd über alles herrscht. Sehr oft hört man, dass man sich jetzt mit Russland anlegt, weil es fast ein letztes zu überwindendes Hindernis ist, bevor man sich mit China befasst. Es ist grob ausgedrückt, aber es steckt viel Wahrheit darin.“ Aussenminister Lawrow, Interview, Russische Botschaft

    Die rssusiche Btochsfta ist eine interessante Fundgrube.

    Mein Kommentar: Es ist fast unmöglich, Lawrow zu widersprechen, wenn man die politischen Akteure und Aktionen auf der Weltbühne verfolgt hat.

    Ich glaube, daß der Great Reset und die politischen, medialen und wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahrzehnte zugleich Ergebnis und Ausdruck einer umfassenden Modernisierungskrise sind.

    Die Sachzwänge in den oberen Etagen haben sich mit Korruption und Betrügereien immer mehr verstärkt, daß sie nicht daran vorbeikommen, reaktionär zu werden; die Angst davor, alles zu verlieren, scheint mir da besonders groß. Dabei ist Angst ein schlechter Ratgeber.

    • Pfeiffer C. 20. März 2022 at 12:20Antworten

      Die gegenständliche Analyse Waldo Holzs teile ich uneingeschränkt und @Taktgefühl, danke für das im Lawrow-Interview auf den Punkt gebrachte.

      Nicht zuletzt aufgrund meiner erworbenen, bescheidenen Geschichtskenntnisse betrachte ich – analog den USA – Russland distanziert.

      Namentlich Lawrow halte ich für einen Old-School-Politiker im positiven Sinn, also einen von der besonnenen, intellektuellen Sorte. Gut erkennbar an den schnörkellosen Worten, namentlich die Beurteilung der – lach – potemkinschen Fassade der „regelbasierten Weltordnung“ und der Westen (= Deep US-State), der ungestraft und Gehorsam fordernd über alles herrscht.

      Findet wer in unseren europäischen Reihen ein Politkaliber wie Lawrow? Ich nicht. Europas Erste-Reihe-Politdarsteller singen seit der Installierung der deutschen Rot-/ Grünscheinheiligen-Koalition besonders laut alle zusammen (Stichwort Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet) sowieso jeden Morgen nur mehr Hildegard Knefs „Von nun an gings bergab“.

      Brüssel, schon lange gewissermaßen das Gut Aiderbichl all der in ihren Heimatländern abgehalfterten Politversager, vom Jammer unserer verschlagenen Operettenrepublik-Claqueur gar nicht zu reden.

      Nun, damit oute ich mich öffentlich, was mir jedesmal so durch den Kopf schießt, wenn Lawrow am Bildschirm erscheint, irgendwie das selbe Sicherheitsgefühl, wie wenn ich meinen alten zuverlässigen Volvo starte und – mit etwas Glück – im Ö1 Radio – dabei Maurizio Pollini Chopin spielt…

  10. McKotz 20. März 2022 at 9:23Antworten

    Prima, dieser Aspekt muss in den Fokus und auch das hier. 600 t Gold gingen kurz vorher nach „London“ (zu wem wohl?)
    https://www.strategic-culture.org/news/2022/03/17/all-that-glitters-is-not-necessarily-russian-gold/

    • alexandrabader 20. März 2022 at 14:40Antworten

      Das aber passt perfekt in eine kommunistische Agenda. Und damit zu einer verdeckten Strategie des russischen Geheimdienstes…

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge