Digitale Identität: Impfpass und Personalausweis sollen eins werden

10. Januar 2022von 2.7 Minuten Lesezeit

Die „Luca-App“ ist Deutschlands Corona-App. Der Geschäftsführer des Unternehmens machte in einem Interview jetzt deutlich, wohin die Reise gehen soll: Der Impfpass und der Personalausweis soll dauerhaft zusammengeführt werden.

Von Waldo Holz.

Im Interview mit der „Berliner Zeitung“ am Freitag sprach der Geschäftsführer von „Culture4Life“, Patrick Hennig, zu den weiteren Plänen des Unternehmens. Er zeigte sich sehr gesprächsbereit, diesbezüglich, wie er sich die nächsten Schritte vorstellt.

Kein Ende mit dem Scannen

„Seit einiger Zeit muss man zusätzlich zum Impf- oder Genesenenausweis auch den Personalausweis oder Pass vorzeigen. Das wollen wir in Luca auch einfach zusammenführen. Dann muss man vielleicht bald nur noch sein Handy zeigen. Und ich gehe davon aus, dass es diese ganzen Anforderungen noch ein paar Jahre geben wird.“

Die Lösung ist für den Luca-App-Chef einfach: „Wir wollen Impfpass und Personalausweis zusammenführen“. In Deutschland wird das QR-Zertifikat mit der „Luca-App“ gescannt. Dies betrifft sowohl die Gastronomie als auch Veranstaltungen. 40 Millionen Deutsche nutzen die Impfpass-App. Das regelmäßige Scannen wird auf Dauer, auf „ein paar Jahre“ weitergehen.

Der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring hat damit gerechnet: „Die vielfältigen Überwachungsmaßnahmen im Zuge der Pandemie sind auf Dauer angelegt. Sie passen sich ein in die Pläne von Washington und Silicon Valley, allen Erdenbürgern eine eindeutige – maschinell problemlos und sicher zuordenbare – digitale Identität zu geben“, schreibt er auf seinem Blog.

EU-Pläne sind öffentlich

Auf tkp erschien kürzlich ein Artikel zur „Einführung von Impfpass und digitaler Identität“. Wie weit die Pläne schon sind, wird genau beschrieben:

„In Großbritannien ist man offenbar schon ziemlich weit bei der Schaffung des „gläsernen Menschen“ und der totalen Überwachung.

In einem Dokument mit dem Titel „Identity document validation technology in the right to work and right to rent schemes, and DBS pre-employment checking“ (Technologie zur Validierung von Ausweisdokumenten im Rahmen des Rechts auf Arbeit und des Rechts auf Miete sowie der DBS-Prüfung vor der Einstellung) wird standardisiert, was man ab April benötigen wird, um eine Wohnung zu mieten oder zu arbeiten. Der Vermieter und der Arbeitgeber soll damit sehr einfach und rasch überprüfen können, ob man eh brav war und oft genug geimpft wurde.“

Die Pläne sind von Seiten der EU-Kommission auch seit Sommer 2021 öffentlich publiziert. „Die Kommission schlägt eine vertrauenswürdige und sichere digitale Identität für alle Europäer vor“, steht dort ganz offen. Die Bürger würden dann in der Lage sein, so das Dokument, „ihre Identität nachzuweisen und elektronische Dokumente aus ihren europäischen Brieftaschen für die digitale Identität mit einem Klick auf ihrem Telefon zu teilen“.

Das erinnert an Luca. Dort ist bisher noch das Impfzertifikat gespeichert. Im nächsten Schritt könnte der Personalausweis hochgeladen werden.

Bild viarami / pixabay

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*Pseudonym

14 Kommentare

  1. andi pi 10. Januar 2022 at 23:57Antworten

    naja, wohl nicht zufällig ist nun ein generalmajor nun co-leiter des krisenstabes der bundesregierung. das beweist, dass es da nicht um eine gesundheitspolitische agenda geht, sondern um eine völlig andere.

    da fällt mir gerade ein: die gefühlt am häufigsten zum thema covid-19 in die österreichischen mainstream-medien eingeladenen „experten“ sind:
    – ein physiker (sogar „wissenschaftler des jahres“ – aus welchen mir völlig unnachvollziehbaren gründen auch immer…)
    – ein mathematiker
    – ein betriebswirt
    – ein tierarzt
    von den 5 am häufigsten interviewten „expertInnen“ ist einzig und allein lady mcbeth von der laerche eine virologin, also wenigstens rein theoretisch vom fach – auch wenn man’s angesichts ihrer skurril-jenseitigen statements praktisch kaum zu glauben vermag.

    gut, als nächstes laden wir dann halt lothar matthäus und toni polster als rezensenten zur kommenden premiere an der wiener staatsoper ein. die beiden werden vermutlich auch ähnlich viel an grenzgenialer fachlicher expertise zur qualität des koloratursoprans oder des bassbaritons einbringen können wie ein herr k., p., f. oder n. zu einem virus.

  2. Andreas 10. Januar 2022 at 22:37Antworten

    Ich bin für das einfache, dreckige Leben. Keine Vollkaskoversicherung, keinen Fahrradhelm. Das Leben ist endlich und wenn wir jeden Scheiss verhindern wollen ist es nicht mehr lebenswert. Sicher ist im Leben nur der Tod und alles auf diesem Planeten ist uns nur geliehen. Du kannst NICHTS mitnehmen.

    Wo sind die Risikosportler die sich mit Gummiseilen an den Füßen in Schluchten stürzten? Scheissen die sich auch wegen Corona in die Buex? Vettel und Schumacher haben (hatten) in jedem Rennen ein größeres Risiko getötet zu werden als ein wenig vorerkrankter 70er mit Corona. Schumacher hat sein selbstbestimmtes Leben beim Skifahren beendet, fährt deshalb niemand mehr Ski?

    Leute, holt euch die Selbstbestimmung zurück oder sie wird euch auf lange Zeit genommen…

    • Peter 10. Januar 2022 at 23:55Antworten

      Ja, alles ist besser als dieses Chaos.. zu Tode gefürchtet ist auch gestorben. So kann man nicht ewig weitermachen..Bin gespannt, ob und wie das endet..

  3. Jens Tiefschneider 10. Januar 2022 at 22:05Antworten

    Die Verbrecher haben Angst vor freien Menschen. Jetzt geht es ums Ganze. Schläft die Mehrheit der Schäfchen weiter und lässt sich das alles bieten, oder wird das Treiben der Psychopathen gestoppt.

  4. Taktgefühl 10. Januar 2022 at 20:31Antworten

    Ich schreibe mal etwas Psychologisches, das vielleicht hilfreich ist, um zu sich selber zu finden und als Argument benutzt werden kann:

    Wir haben es mit einem alten Bekannten zu tun, dem Dogmatiker. Sein Ziel ist die Geschlossenheit der Gesellschaft. Mit der Geschlossenheit geht die Unfähigkeit des Individuums einher, an einer Situation oder einem Mitmenschen die Vielzahl unterschiedlicher Merkmale differenzierend zu erkennen.
    Alle Diktaturen zeichnen sich durch Geschlossenheit aus – und durch Vorurteile. Sie grenzen aus: Ketzer!

    Hoffnung

    Despotische Erscheinungsformen können plötzlich zerfallen. Der Zerfall beginnt nicht innen, der Anstoß muß von außen kommen.
    Wir sollten uns die Sowjetunion ansehen. Welcher Anstoß war maßgeblich, woher kam er, wie konnte sie von heute auf morgen zerfallen?
    Selbst die Panzerarmeen konnten den Zerfall nicht verhindern. Man erinnere sich an Präsident Jelzin, der auf einem Panzer stand und eine Brandrede hielt.

    In einem distopischen Schrottfilm, Sin City, sagte ein Darsteller etwas sehr Richtiges: Macht entsteht durch Lügen! Man muß die Menschen dazu bringen, zu glauben, daß ihre Gefühle falsch sind und die der Machthaber richtig.

    Antirassismus ist Wissenschaftsrassismus. Das ist der gute alte Sozialdarwinismus. Gerade die Strenge der Form ist immer zu beachten.

    Mit „Anti“ versteckt man sich in einer vermeintlichen Gegnerschaft, um so die gewünschte Gruppe rassistisch auszugrenzen, oder nicht gewünschte Programme abzuschmettern. Mit der Antihaltungen, das habe ich in der Schule gelernt, zieht der Faschismus ein.

    Die rassistische Aggressivität der „Bewegungen“, denn um nichts anderes handelt es sich bei den Parteien, führt seltsamer Weise zur Unterstützung derselben.
    Das kennt mal als Stockholm-Syndrom, das Opfer solidarisiert sich aus Angst mit seinen Entführern.

    Darüber, daß wie es NICHT mit Parteien zu tun haben, sondern mit BEWEGUNGEN, sollte man vielleicht einen Augenblick nachdenken. Rechte und Linke sind ausschließend und kamen immer als „Bewegungen“. Deshalb galten „Bewegungen“ in einer Demokratie immer als gefährlich.

    Wir müssen wieder lernen, unseren Instinkten und Gefühlen zu vertrauen und nicht auf andere zu hören. Unser Gefühl ist richtig!

    Undurchsichtige, komplexe, verschlungene Vorstellungen lassen sich sehr oft auf eine einfache Formel bringen.

  5. Gast 10. Januar 2022 at 18:43Antworten

    Am Rande:
    https://salzburg.orf.at/stories/3137976/ Impfpflicht: Umfassende Kritik von Verfassungsjuristen

    • Fritz Madersbacher 10. Januar 2022 at 22:29Antworten

      @Gast
      10. Januar 2022 um 18:43 Uhr
      Wer diesen Artikel liest und sich nicht auf den Kopf greift ob des nur mehr chaotisch/dilletantischen Fuhrwerkens der Sackgassenregierung, der hat wohl auf eigenes Denken schon verzichtet. Sogar dem ORF-Artikler graut vor der hier waltenden Dummheit von nicht mehr zurechnungsfähigen Amateuren, selbst die sich vordrängenden Rechtsprofessoren (nicht jene, über die der Artikel berichtet, das scheinen seriösere Leute zu sein, denen der Kragen geplatzt ist) sind ganz leise geworden.

  6. Fritz Madersbacher 10. Januar 2022 at 17:09Antworten

    Metamorphosis Austriacensis – von einer (angeblich) demokratischen Republik in einen autoritären Polizeistaat, beklatscht von der „demokratischen“ Journaille in nur mit Kürzel gezeichneten Artikeln, z.B.:
    „Eine „Aktion scharf“ hat Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag in Sachen Corona angekündigt – diese richte sich an all jene „Unbelehrbaren, die sich nicht an die notwendigen Maßnahmen halten“. Bekanntlich treten mit Dienstag einige Omikron-bedingte Änderungen in Kraft: So gilt fortan eine Maskenpflicht auch im Freien, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Hintergrund ist, dass die neue Virusvariante, die bereits den Großteil aller Infektionen ausmacht, wesentlich ansteckender ist als ihre Vorgänger.
    Auf die 2G-Regel im Handel – in Geschäfte und Lokale darf nur hinein, wer geimpft oder genesen ist – soll fortan verstärkt geachtet werden: Die 2G-Kontrollen sind ab Dienstag verpflichtend. Bisher wurden sie nur stichprobenartig durchgeführt. Sie sollen nun verstärkt werden, kündigte Karner bei einer Pressekonferenz an. Für den „verstärkten Kontrolldruck“ sollen Polizistinnen und Polizisten in Uniform und auch in Zivil sorgen“ (Der Standard, 10/01/2022)
    Eben noch gab es grosses Geschrei wegen des Dollfuß-Museums im Heimatort des neuen Polizeiministers, eben noch gab es Erfolgsgeschrei wegen der Entfernung des Dollfuß-Bildes im VP-Parlamentsclub … Ihr pseudodemokratischen Heuchler, eine Empfehlung: hängt das Bild bitte wieder auf, es passt so gut zu Eurer jetzt parteiübergreifenden, medial so warmherzig unterstützten Einigkeit bezüglich des neuen Austro-„IPandemie“-Faschismus!

  7. Kriegsgegner 10. Januar 2022 at 16:10Antworten

    Die Zukunft gehört den „Impf-Ariern“, heute vergleichbar mit den Geboosterten, die zuweilen schon verachtungsvoll und hochmütig auf die Nichtarier herabblicken. Wer keinen (Arier)-Impfpass hat, ist vom öffentlichen Leben ausgeschlossen.
    Immer schön brav die letzte vorgeschriebene Impfung nachweisen! Gerade aktuell: 2G+. Was ja bedeutet, das „zu wenig“ Geimpfte, sich zusätzlich testen lassen müssen, Geboosterte aber aktuell die Herrenrasse sind, denen so gut wie alles erlaubt ist.
    Bei dem Tempo, wie derzeit der Irrsinn weitergeht, lass ich mal die Phantasie in die zukünftigen, zum 01.01.2023 gültigen Corona-Regeln schweifen:

    7. Impfung: „Voll-Impf-Arier“: darf ohne Test ins Wirtshaus.
    6. Impfung: „Fortgeschrittener Arier“: Es gilt in vielen Bereichen die 6+Regel: zusätzlich Test erforderlich.
    5. Impfung: „Gerade noch Impf-Arier“: Erhält bei Bussgeldandrohung amtliche Aufforderung zur 6. Impfung.
    4. Impfung: „Asozialer Mitbürger“: Darf gerade noch Lebensmittel einkaufen und Arbeitsverbot.
    3. Impfung: „Gefährder“: Zahlt monatlich 2.000,00 € Bussgeld und darf die Gemeindegrenze nicht verlassen.
    2. Impfung: „Impfverweigerungsverbrecher“: Einmalige Beugehaft und Einschränkungen beim Lebensmittelkauf.
    1. Impfung: „Vogelfreier“: Sofortige Internierung in eigenen Lagern.
    Ungeimpfte: „Absoluter Abschaum“: Wo immer aufgegriffen, standrechtliche Erschiessung!

  8. suedtiroler 10. Januar 2022 at 15:17Antworten

    Alles nur Verschwörungstheorien!

    Niiiiiemand hat die Absicht……

  9. Michael R 10. Januar 2022 at 15:16Antworten

    „Datenschutzbeauftragter: Notwendigkeit der Luca-App prüfen“. Mehrere Politiker fordern, die LUCA App wegen ständiger, datenschutzrechtlicher Probleme zu löschen. Zuletzt hatte die Polizei Luca Daten unrechtmässig ausgewertet.

  10. NK 10. Januar 2022 at 14:18Antworten

    Freiwillig beenden die „Politiker“ die „Pandemie“ nie und nimmer.

    • Eva-Maria 10. Januar 2022 at 16:02Antworten

      Das sehe ich auch so, NK, man wird den derzeitigen Umfrageabsturz bis zur nächsten Nationalratswahl aussitzen wollen, Rücktritt der Regierung scheidet aus. Die letzte Umfrage vor ein paar Tagen auf heute at: FPÖ bei 35%, MFG bei 18%, ÖVP bei 15%, SPÖ bei 13%, Neos und Grüne bei je ca 2,5%, abgestimmt haben 95k, also 95 tausend Leute.
      Die erste KONKRETE Möglichkeit für das Wahlvolk, die Regierung friedlich und demokratisch auszutauschen, besteht in der Bundespräsidentenwahl im Herbst 2022. Ein neuer Bundespräsident kann die Regierung vorzeitig zum Rücktritt zwingen.
      Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang die Infos auf twitter Gerald Grosz, dem ich sehr gute Chancen einräume.
      Bis dahin werden im Laufe des Jahres 2022 hunderttausende Verwaltungsverfahren gegen die Impfpflicht zu führen sein, wichtig ist zB handschriftliche Eingaben zu machen, das stört copy/paste und man soll die nach Impf-Gesetzesbeschluß bald vorliegenden hunderte Seiten Muster-Texte der Rechtsanwälte inhaltlich variabel umgestalten und viele eigenen Beschwerdepunkte und individuelle Problematiken einbauen, mit denen sich die BH-Straf-Beamten ausführlich beschäftigen müssen. Gegen jede einzelne Mitteilung/Vorladung/ Entscheidung der Behörde wäre eine extra Eingabe zu machen oder eine Beschwerde einzubringen.
      Es ist alles eine Frage der Zeit. In einem Jahr sieht die Welt schon ganz anders aus.

  11. Donnie 10. Januar 2022 at 13:51Antworten

    Danke für diesen sehr wichtigen Beitrag.
    Womöglich dient die Androhung der Impfpflicht sogar vorrangig der Ablenkung genau von der im Artikel genannten Bedrohung unserer Freiheit. Denn auch wenn die Impfpflicht nicht kommen sollte, bleibt doch die mannigfaltige und dauerhafte Anforderung des Vorzeigens eines wie auch immer gearteten „Nachweises“. Nicht 1G oder 2G ist das Grundproblem, sondern 3G, mithin die Abschaffung des freien, unkontrollierten Zugangs. Das sehen leider immer noch viel zu wenige.

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