Deutschland – ein ethischer, politischer und wissenschaftlicher Offenbarungseid

Nach den Ereignissen der letzten 1,5 Jahre stellt sich die Frage, ob eine Rückkehr zu einem Zustand wie November 2019 in Deutschland möglich ist. Es spricht einiges dagegen und inzwischen stellt sich die auch die Frage, ob man das überhaupt noch anstreben sollte.

Ein Gastbeitrag von Johannes Kreis

Still und heimlich schreibt der Deutsche Bundestag die unterstellte epidemische Lage von nationaler Tragweite in Deutschland weiter fort. Das scheint inzwischen eine Art Ritus zu sein, vgl.

Der Bundestag hat am Freitag, 11. Juni 2021, das Fortbestehen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite für weitere drei Monate festgestellt. Einen entsprechenden Antrag von CDU/CSU und SPD (19/30398) nahm er in namentlicher Abstimmung mit 375 Stimmen bei 218 Gegenstimmen und sechs Enthaltungen an. Der Bundestag hatte zuletzt am 4. März 2021 das Fortbestehen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite festgestellt.“

Die weiterhin anhaltende Ignoranz der deutschen Eliten zu den inzwischen verfügbaren Daten und die Einseitigkeit mit der in den Medien darüber berichtet wird, wirft die Frage auf, in welchem Zustand sich Deutschland vor der Erklärung der nationalen Notlage befunden hat. Es lohnt sich, anhand der aktuellen Äußerungen der deutschen Eliten nach 1,5 Jahren Krise zu schauen, was inzwischen sichtbar geworden ist.

Da sind zunächst die Verlautbarungen des Deutschen Ethikrates und seiner Mitglieder, die nach der Auffassung einiger zukünftig nur noch mit einer Gesundheitswarnung veröffentlicht werden sollten.

Vgl. dazu ein Interview mit Prof. Dr. theo. Andreas Lob-Hüdepohl, Mitglied des Deutschen Ethikrats, Professor für Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB), Geschäftsführer des Berliner Instituts für christliche Ethik und Politik und gewähltes Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

In der damaligen Situation wäre es eine Spaltung der Gesellschaft gewesen, wenn nur Geimpfte in den Genuss einer Kulturveranstaltung gekommen wären. Jetzt ist diese Situation nicht mehr gegeben. Da sehe ich keine Spaltung. Denn Spaltung insinuiert ja, dass es jemanden gibt, der bewusst in zwei Lager trennt. Das sehe ich nicht. Die Menschen fügen sich selbst einem Lager zu, indem sie sich nicht impfen lassen und sie können sich ja impfen lassen.“.

Aber wenn man die Allgemeinheit schützt, indem beispielsweise nur Geimpfte an Sportveranstaltungen teilnehmen dürfen, dann ist das keine Spaltung der Gesellschaft. Sie nehmen sich ja selbst aus dieser Teilhabemöglichkeit heraus. Das müssen sie auch selber verantworten. Das ist keine Spaltung der Gesellschaft.“

Bei so viel geballter Ethikkompetenz müssen manche Menschen kotzen. Das Prinzip „tu was ich sage, dann gibt es keinen Konflikt“ kann treffend nur noch mit dem Wort „asozial“ beschrieben werden. Welche anderen zwangsverordneten, medizinischen Eingriffe wären denn mit dieser Argumentation ebenfalls vertretbar? Und warum bei der Medizin halt machen? Warum nicht gleich dieses Prinzip für weitere Lebensbereiche übernehmen. Wer in der DDR nicht die SED gewählt hat, hat dies aus freien Stücken getan und musste somit auch selber für die Konsequenzen gerade stehen. Man hatte ja die Wahl, die SED zu wählen oder nicht.

Da ist kein Platz mehr für eine inhaltliche, wissenschaftliche Diskussion zu Nutzen und Risiken von Impfungen, soweit die deutschen Medien eine solche Diskussion überhaupt zulassen würden. Auch Geimpfte werden krank und können SARS-CoV2 übertragen. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, vgl. stellvertretend,

The CDC said 469 cases were found among Massachusetts residents from July 3 to 26 related to the Cape Code outbreak. Of those, 74% were among fully vaccinated people.”

Benutzt wird dieser Umstand dort, wo die Autorität ihn braucht, nämlich, dass auch Geimpfte (mit/ohne Auffrischung?) weiterhin eine Maske tragen sollen.

Vollkommen außen vor bleiben bei den Betrachtungen der Profi-Ethiker die mitunter tödlichen Nebenwirkungen der Impfungen, vgl.

“Mehr als 40 Menschen habe man bereits obduziert, die binnen zwei Wochen nach einer Impfung gestorben sind. Schirmacher geht davon aus, dass 30 bis 40 Prozent davon an der Impfung gestorben sind. Die Häufigkeit tödlicher Impffolgen wird aus seiner Sicht unterschätzt – eine politisch brisante Aussage in Zeiten, in denen die Impfkampagne an Fahrt verliert, die Delta-Variante sich rasant ausbreitet und Einschränkungen von Nichtgeimpften diskutiert werden.“

Wie ist es um die geistige Gesundheit der Mitglieder des Deutschen Ethikrates bestellt?

Die Äußerungen der gesinnungsfesten Patent-Ethiker vom Deutschen Ethikrat spiegeln das Vorgehen der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder und der Bundeskanzlerin bei den Impfungen von Kindern ab 12 Jahren wieder. Diese wurden politisch, ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), durchgesetzt.

Vielen scheint die darin liegende Irrationalität nicht aufzufallen. Inzwischen sprechen einige offen davon, dass es richtig sei, die „Herrschaft der Technokraten“ (=STIKO) zu durchbrechen, vgl.

Diejenigen, die jetzt kritisieren, dass man angeblich die Stiko übergangen habe, wollen möglichst keinen Ermessensspielraum der Politik, sondern plädieren für eine technokratische Herrschaft von nicht gewählten Expertengremien, die angeblich nur die reine Wissenschaft exekutieren. Daher ist die Entscheidung des Bundesgesundheitsministers als Schritt gegen diese Herrschaft der Technokraten zu begrüßen.

Was denn nun? „Follow the science“, ja, aber bitte nur solange politisch opportun? Ist es nicht vielmehr so, dass die Länderregierungen gegen den Widerstand diverser Lehrerverbände und ohne Schülerimpfungen nicht mehr aus der Schulschließungsnummer herauskommen? In Frankreich und Spanien waren die Schulen nie geschlossen, genauso wenig in Schweden. Aber darüber wird nicht geredet.

Doch Europa ist bei diesem Thema geteilter Meinung. Vor allem im Süden – in Frankreich, Griechenland und Spanien, aber auch in der Schweiz – bleiben die Schulen offen, obwohl sich der Rest des Landes im Lockdown befindet.“

Portugal und die Schweiz haben in der vergangenen Woche einen neuen Lockdown verhängt – die Schulen aber offengehalten.“

Offensichtlich hat es sinnvolle Alternativen zu Schulschließungen gegeben, aber in der Welt der deutschen Eliten gibt es keinen Platz für die Einsicht in eigene Fehleinschätzungen. Wo sind denn die Infektionswellen nach der Europameisterschaft von denen SPD-„GesundheitsexperteKarl Lauterbach gefaselt hat? Es gibt sie nicht. Genauso wenig haben sich die frei erfundenen Panikszenarien nach anderen Großveranstaltungen wie die „Black Lives Matter“ Demos oder Demos gegen den Mietdeckel bewahrheitet.

Aber, queer denkend (CSD) darf demonstrieren, quer denkend nicht. Wenn einem OVG eine solche Ungleichbehandlung nicht auffällt, ist nicht von einer Besserung in der nahen Zukunft auszugehen.

Nichts anderes ergebe sich daraus, dass die Polizei bei anderen Versammlungen – etwa zum Christopher Street Day – nicht gegen die Missachtung der Pflicht zum Maskentragen und zur Einhaltung des Mindestabstandes eingeschritten sei. Die vorliegenden Versammlungen seien nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts anders zu beurteilen. Sie stünden im Zusammenhang mit einer Vielzahl von für dieses Wochenende angemeldeten Versammlungen, die den Corona-Maßnahmen-Kritikern und „Querdenkern“ zuzurechnen seien.“

Nach der Argumentation des OVG Berlin-Brandenburg müssen die Beschwerdeführer, weil gerichtsbekannt, wohl auch zukünftig auf ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit verzichten. Denn es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer auch in Zukunft den Corona-Maßnahmen Kritikern „zuzurechnen“ sein werden.

Den deutschen Eliten geht es nur um den eigenen Dominanzanspruch, der rücksichtslos durchgesetzt wird. Am Ende führt es zu tumber Gewalt, wie letztes Wochenende einige ältere Damen in Berlin erfahren mussten, die von Polizisten in Kampfmontur zu Boden gestoßen wurden („Oma-Prügeln“). Was hat die Berliner Polizei denn geglaubt, gegen wen sie in den Krieg zieht?

Da hat ein Bundespräsident die Polizei angestachelt und die geht nun rabiat, im Namen der Demokratie, gegen mutmaßliche Reichs-Omas vor. Sicher, jedes Leben zählt, aber interessiert ist man nur an denen mit der richtigen Meinung. Oder wie es ein Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages und oberster Parlamentarier, sagen würde, die an die „richtige Wissenschaft“ glauben.

«Wenn weltweit praktisch alle Fachleute sagen, Corona ist gefährlich und Impfen hilft, wer hat dann eigentlich das Recht zu sagen: Ich bin aber klüger? Das ist für mich ein nahezu unerträgliches Maß an Überheblichkeit», sagte Schäuble der «Neuen Osnabrücker Zeitung».“

Auf die „richtigen“ Fachleute kommt es eben an. Die STIKO lässt grüßen. Herr Schäuble trägt ungeniert eine brettharte Lüge vor. Es gibt satt und genug Ärzte, die eine sorgfältige Nutzen-Risiko Analyse der COVID-19 Impfungen fordern. Aber damit sind es eben keine Fachleute mehr, so Herr Schäuble.

Was derzeit in Deutschland zu beobachten ist, ist ein ethischer, politischer und wissenschaftlicher Offenbarungseid. Nicht ein Corona-Virus, sondern eine medial befeuerte Viruspanik hat dazu geführt, dass gesunde Menschen aufgrund eines PCR Signals als krank definiert werden (wie bei der HIV „Diagnose“) und sich die eingeschüchterte Bevölkerung einer unter Umständen tödlichen Zwangstherapie unterwerfen soll.

Mit dem Panik-Dauermodus der deutschen Politik, der sich weiterhin aus qualitativ schlechter Statistik, politisch suggerierter Alternativlosigkeit von massiven Grundrechtseinschränkungen, servilen Ethikräten, einfältiger medialer Einseitigkeit und Ergebenheitsurteilen der Justiz speist, hat man das freiheitlich-demokratische Fundament der BRD nachhaltig beschädigt.

Eine Rückkehr in einen Zustand wie im November 2019 wird nicht möglich sein. Angesichts dessen, was inzwischen sichtbar geworden ist, muss man sogar fragen, ob dies überhaupt anzustreben wäre.



Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um ein vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.



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17 Kommentare zu „Deutschland – ein ethischer, politischer und wissenschaftlicher Offenbarungseid

  1. Ein Offenbarungseid am 11.06.2021 waren auch die 3-4 Stunden ARD am Abend zum EM-Start.

    Themengewichtung der Tagesschau:
    – Feststellung der Pandemie nationaler Tragweite durch den Bundestag, wurde in einem Satz ganz objektiv erwähnt. Das Auslaufen der Bundesnotbremse wurde hingegen betont, obwohl die aufgrund niedriger und sinkender Inzidenzen ohnehin schon obsolet war. Ein Beitrag zum Klima war zudem auch auch dabei.
    – Wetterbericht: Ein größerer Themenblock vorne weg, wo Durchschnittszahlen der letzten Jahre diskutert wurden und der Klimawandel dramatisiert wurde.

    Die teuersten Werbeblöcke des Jahres waren fast ausschließlich gefüllt mit:
    – Medikamentenwerbungen (das neue Brot)
    – Techwerbungen fürs Volk Tiktok, Teams, etc.
    – Techwerbungen für Unternehmer mit Fokus auf Datenbank und Data Analytics Tools
    – Werbung für E-Autos aller Hersteller mit zum Teil krassen Klimabotschaften. Besonders schlimm fand ich den BMW-Spot.

    Moderationen rund um die EM
    – Lebensfreude untermalt mit stupiden Songs mit belanglosen Texten
    – Hurra Hurra, das kann nur der Fussball (das Spiel und unsere „Mannschaft“ im Kampf der Giganten)

  2. Danke und so ist es; Angehörige der sogenannten deutschen Eliten tendieren mal wieder zum Totalitarismus und seinen verschiedenen Institutionen wie Diffamierung, Segregation, Zwang etc.

    Bzgl Telepolis-Nowak – die Konsequenz von Nowaks „Denken“ bzw „Argumentation“ ist der Föhrer, weil es ja selbst unter den Politikern zu unterschiedlichen Meinungen bzw Standpunkten kommen könnte. Aber so sind sie nun mal bei TP.

    Das führt mal wieder zur Hufeisen-Theorie, einfacher – Sozialisten sind halt immer Sozialisten, unabhängig vom jeweiligen Adjektiv bzw Präfix. Und beider Fokus ist die Volksgesundheit bzw Volksgemeinschaft und der unbeirrbare Glaube an die eigenen Grundannahmen.

    Für die ganz Einfachen – Eugenetik war mal eine absolute ‚hipste‘ Wissenschaft, state of the Art. Daher, follow the science; und ihrer jeweiligen Doxa (Bourdieu).

    Und Danke für den Blog. Der gehört mit zum Besten.

  3. Man kann den Zustand in Deutschland nicht treffender beschreiben. Der Weg aus dieser Misere wird ein sehr beschwerlicher werden. Die Geschichte hat es schon gezeigt: Adolf Hitler war ein Österreicher, aber groß werden konnte er nur bei den Deutschen. Die Herrenmenschenmentalität liegt halt vielen deutschen Entscheidungsträgern aus Politik, Wissenschaft und Medien und vor allem den deutschen „Linken“ im Blut. Auch die NSDAP hat sich seinerseits als linke Partei gesehen. Die deutschen Eliten haben es wieder einmal geschafft, nicht nur sich selbst, sondern auch Europa zu schädigen. Der Weg für uns Österreicher kann nur sein: raus aus der Europäischen Union (war ja ohnehin eine Idee der USA, um leichter über Europa Macht ausüben und eines Tages eine Weltregierung errichten zu können), um die politische und wirtschaftliche Macht Deutschlands zu brechen. Denn ohne Euro, Niedriglohnpolitik und die Staatsverschuldung vor allem Südeuropas wäre ein „Exportweltmeister“ Deutschland auf Kosten der anderen Mitgliedstaaten nicht möglich gewesen.

  4. “„Diejenigen, die jetzt kritisieren, dass man angeblich die Stiko übergangen habe, wollen möglichst keinen Ermessensspielraum der Politik, sondern plädieren für eine technokratische Herrschaft von nicht gewählten Expertengremien, die angeblich nur die reine Wissenschaft exekutieren. Daher ist die Entscheidung des Bundesgesundheitsministers als Schritt gegen diese Herrschaft der Technokraten zu begrüßen.““

    Dieses Zitat ist hochgradig selbstentlarvend. Wenn z. B. ein medizinfremder Unternehmer 9 Minuten Sendezeit im deutschen Fernsehen bekommt, um darüber zu sinieren, dass die Weltbevölkerung geimpft werden muss und selbiger Unternehmer in der Politik und den Medien den roten Teppich ausgerollt bekommt, dann ist das kein Schritt gegen den Einfluss von Technokraten, sondern ein Hofieren selbiger. Und das ist nur ein Beispiel von sich rasch vermehrenden. Wie viele sogenannte Experten und Entscheidungsträger sind in keinster Form, im Sinne einer Demokratie, von all jenen gewählt worden, die die Entscheidungen schließlich über sich ergehen lassen müssen?

  5. Gilt das Argument, die Ausgrenzung sei ja freiwillig, man müsse sich ja nur impfen lassen auch für die Religionszugehörigkeit? Darf ich zB. Moslems verbieten ins Kino oder Restaurant zu gehen? Da hätte der Betreiber ja Hausrecht und die grenzen sich ja freiwillig aus, die könnten auch konvertieren, dann bekämen sie ja wieder ihre Grundrechte und Freiheiten zurück. Oder wie war das nochmal mit den Grundrechten, für wen gelten die doch gleich?

    1. Wenn das doch alles sowieso eine Frage des „Hausrechts“ ist kann ich ja auch darauf bestehen keine geömpfelte Spike-Schleuder in meinem wie auch immer gearteten Etablissement haben zu wollen, KPC-Mitglieder und der KPC nahestehende Subjekte (also so ziemlich die Mehrzahl der Politiker Europas sowie die komplette Big-Tech und Big-Pharma, zusätzlich Büttelschaft aka. Pozilei) müssen ebenfalls draußen bleiben. Oder wie Ted Nugent es kürzlich so treffend ausdrückte: „You Pearl Harbour me, I Nagasaki You“ Der gemeine KommuSoziMaoFaschist versteht halt nur durchschlagende Argumente.

  6. Die Deutschen haben nach ’45 gedacht, sie könnten nie wieder in den Totalitarimus rutschen. weil sie das Grundgesetz davor schützt. Auch die „Quedenker“ haben das Motto „Wir für des Grundgesetz“.

    Das ist vermutlich einer der grundsätzlichen Irrtümer. Eckhard Kochte hat in seinen beiden Telepolis-Artikeln zum 60-jährigen Bestehen des GG festgestellt, dass es sich nicht um das Grundgesetz eines demokratischen Gemeinwesen handelt (1: „60 Jahre Grundgesetz: Gibt es überhaupt etwas zu feiern?“, 30. Mai 2009; 2: “ Aus Deutschland könnte eine Bürgerrepublik nach Schweizer Vorbild werden“,
    02. Juni 2009).

    „Wer es immer noch nicht begriffen hat: Deutschland steht vor einer politischen und wirtschaftlichen Katastrophe, die zur allgemeinen Verarmung und Entrechtung der Mehrheit der Bevölkerung führen wird. Nach dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon wird Deutschland seinen Rest an Souveränität verlieren und zu einer bloßen Verwaltungsprovinz der Europäischen Union herabsinken. Die deutsche Wirtschaft wird dann noch mehr zum Spielball des globalen Kapitals, die Entindustrialisierung und die damit verbundene Arbeitslosigkeit werden zunehmen. Gleichzeitig wird der Sozialstaat abgebaut. Die darauf folgenden Unruhen geben den Machthabern genügend Handhabe, ihre Innenpolitik in Richtung auf einen Polizeistaat fortzusetzen.

    Eine Änderung der Politik des Demokratieabbaus ist innerhalb der bestehenden Verfassungsordnung nicht möglich. Das Grundgesetz muss aus formalen wie praktischen Gründen durch eine Volksverfassung ersetzt werden, denn die politische Klasse benutzt das Grundgesetz, um ihren Machenschaften den Anschein der Rechtmäßigkeit zu geben. Daran kann nur eine Verfassung etwas ändern, die sich nicht durch die jeweiligen Machthaber missbrauchen lassen kann, weil ihre Bestimmungen unter der Kontrolle des Volkes stehen.“ (aus 2)

    Das konnte man also schon damals absehen.

    Die ernüchternde Erkenntnis aus der Coronazeit ist, dass es allerdings in Deutschland nur weige Bürger gibt (10–20%), die so souverän sind, dass sie ihr Gmeinwesen nach den Regeln einer Demokratie neu ordnen wollen. Man will lieber den Nanny-Staat, der für einen das Leben organisiert – und merkt nicht, dass dieser Staat daher gegenüber den Gestaltungsinteressen globaler Player offen ist. Nicht nur Deutschland allerdings. Dazu: Kessler/Keppler ed., „Null-Risiko-Gesellschaft: Zwischen Sicherheitswahn und Kurzsichtigkeit“, Edition Liberales Institut, Zürich 2021 (u.a. mit Beiträgen von Gunnar Kaiser und Michael Esfeld).

  7. Und wenn gefordert wird, dass Ungeimpfte künftig selbst für die Tests zahlen, weil man der Allgemeinheit die hohen Kosten bisher kostenloser Tests nicht zumuten kann, dann sei auf folgende Kostenrechnung hingewiesen:

    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8678/

    “The People’s Vaccine Alliance kommt zu dem Schluss, die Einnahmen, die BioNTech und Pfizer aus dem Verkauf ihres Vakzins gezogen hätten, lägen um rund 24 Milliarden US-Dollar über dem Herstellungspreis.“

    Und wie teuer kamen allein der deutschen Allgemeinheit all die bisherigen Corona-Maßnahmen – Lockdowns, Firmenrettung z.B. Lufthansa, “Impfstoff“-Besorgung, IT-Aufrüstung, “Experten“meinungen, …?

    1. Ganz zu schweigen von all den hanebüchenen Unternehmungen, die für unendliche Milliarden CO2 aus der deutschen Atmosphäre heraushalten sollen, um der Erde, samt Sonnensystem und Kosmos, vorzuschreiben, dass in naher Zukunft der Mensch die Wohlfühltemperatur auf diesem Planeten dauerhaft(!) festlegt. Aber das nur am Rande.


    2. und es wird noch viel teurer, wenn die Allgemeinheit für die Kosten der Impfschäden aufkommen muss.

  8. Nein.Moslems dürfen nicht konvertiere(darauf steht die Todesstrafe)würde man anführen…Schliesslich wird die Scharia ja auch vor GERICHT z.b. bei Scheidungen von deutschen Gericht angewandt.

  9. Und das RKI spielt weiter ganz öffentlich mit gezinkten Karten und die Medien schauen zu …

    Allein heute zählt das RKI wieder Fälle als „Neu-Infektionenen“, die deutlich älter als 7 Tage sind.
    Fälle aus dem Jahr 2020: April, September, November, Dezember werden als „Neu-Infektionenen“ gezählt.
    Oder auch aus den früheren Monaten dieses Jahres 2021. Außer den Fällen der letzten Juli-Woche gelten sie laut RKI als bereits GENESEN — und doch werden sie als „Neu-Infektionenen“ des heutigen Tages gezählt.

    Aber solange die Öffentlichkeit diesen Betrug stillschweigend gewährt …

  10. Eine Aufarbeitung dieser Zeit wird kommen. Es sollte dann dringend die Frage sein, warum es eigentlich einen Ethikrat gibt, wenn er unethisch handelt und zudem Fake-News verbreitet (so Frau Buyx bei Lanz in Bezug auf weniger Verbreitung durch Geimpfte. Zumindest zu dem Zeitpunkt gab es noch keine Studie dazu) und damit bewusst Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufhetzt (Geimpft vs. Nicht-Geimpft).
    Deutschland hat ein Problem mit Obrigkeiten…immer noch. Es ist schade, dass die Regierung in Österreich sich immer irgendwie als „kleiner Bruder“ sieht, obwohl es dafür gar keinen Grund gibt. Nur die Regierung, die Österreicher zum Glück nicht, weshalb der Schwachsinn der in D. erdacht und umgesetzt wird (betrifft nicht nur Corona) meiste deutlich abgeschwächt in Ö. ankommt. Leider aber immer noch zu viel. Ein Oexit wäre vielleicht gar nicht so schlecht.

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