
Ursachen und Folgen von Orbáns Sturz
Die meisten Ungarn haben Orbáns Errungenschaften als selbstverständlich hingenommen und werden erst zu schätzen wissen, was sie hatten, wenn es nicht mehr da ist.
Die von der EU und der Ukraine unterstützte ungarische Opposition hat bei den jüngsten Parlamentswahlen eine Zweidrittelmehrheit errungen und damit Viktor Orbáns 16-jährige Regierungszeit beendet. Seine vernichtende Niederlage folgte auf die Entscheidung der EU, zuvor bereits 17 Milliarden Euro zugesagte Mittel unter dem Vorwand von Rechtsstaatsverstößen einzufrieren, auf Russiagate-Verschwörungstheorien, die aus abgehörten Telefonaten von Orbán und seinem Außenminister stammten, sowie auf ukrainische Energie-Erpressungen und Drohungen. Liberale Globalisten wie Ursula von der Leyen, Alex Soros und Donald Tusk feierten das Ergebnis erwartungsgemäß.
Zwar haben diese Faktoren durchaus zur Stimmungswende gegen Orbán beigetragen, doch andere Gründe waren vermutlich noch entscheidender. Er ist ein älterer Politiker und spricht die Jugend naturgemäß weniger an als sein deutlich jüngerer Rivale Péter Magyar. Außerdem war er 16 Jahre lang im Amt, sodass die Opposition geschickt mit Anti-Amtsinhaber-Stimmungen spielte und ihm die stagnierende Wirtschaft anlastete – obwohl er unter den gegebenen Umständen sein Bestes gegeben hatte. Hinzu kamen zahlreiche Korruptionsvorwürfe.
Das sozialpolitische System, das Orbán aufgebaut hat, wird nun demontiert, denn die Zweidrittelmehrheit der Opposition ermöglicht es ihr, die Verfassung zu ändern. Hexenjagden gegen konservative Nationalisten – beginnend bei Orbán und seinem Außenminister auf Grundlage der Russiagate-Vorwürfe – lassen sich nicht ausschließen. Seine Politik zur Stärkung traditioneller Werte könnte schon bald Geschichte sein. Obwohl Magyar sich als harter Linie in der Migrationsfrage präsentiert, könnte er unter dem Druck der EU einen Kurswechsel vollziehen und Ungarn damit einer verstärkten Zuwanderung aussetzen.
Wirtschaftlich drohen bei einer Abkopplung von der russischen Energie Preissprünge. Magyar dürfte jedoch schrittweise vorgehen, um die Unterstützung in der Bevölkerung nicht gleich zu verspielen. Ähnlich verhält es sich mit seinen Plänen, den Forint durch den Euro zu ersetzen. Es wird also Veränderungen geben – aber sie werden sich nicht von heute auf morgen vollziehen. Das Endergebnis bleibt dennoch die Schwächung der ungarischen Souveränität und möglicherweise sogar deren vollständiger Verlust – und damit die Umkehrung von Orbáns hart erkämpften Kurs
Ungarn wird auch seinen Ruf als konservativ-nationalistisches Bollwerk Europas verlieren. Dieser Titel dürfte künftig an Polen gehen, das bis zum „demokratischen“ Sturz seiner eigenen (zugegebenermaßen sehr unvollkommenen) konservativ-nationalistischen Regierung im Herbst 2023 mit Ungarn in freundlichem Wettbewerb um diesen Status stand. Im vergangenen Jahr hat Polen jedoch knapp einen konservativ-nationalistischen Präsidenten gewählt, und die mit ihm verbündete ehemalige Regierungspartei könnte bei den nächsten Parlamentswahlen im Herbst 2027 wieder an die Macht kommen.
Der polnische Konservatismus unterscheidet sich von der bekannteren ungarischen und deutschen Variante dadurch, dass er ausdrücklich russlandfeindlich ist. Er sieht Europa zudem in einer Juniorpartnerschaft mit den USA statt als wirklich souverän und bereit, den USA entgegenzutreten, wenn die Interessen auseinandergehen. Aus polnischer Sicht ist das der notwendige Preis für anhaltende US-Unterstützung gegen Russland und eine „pragmatische“ Anerkennung der Grenzen europäischer Führungsstärke – doch außerhalb Polens und der baltischen Staaten ist diese Haltung durchaus umstritten und unbeliebt.
Alles in allem werden die EU, die Ukraine und die liberalen Globalisten im Westen durch das dramatische Ende der „Schlacht um Ungarn“ ermutigt. Das wird den Übergang der EU zu einer faktischen Kriegsökonomie erleichtern. Orbán stand diesem Kurs im Weg – nun wurde er „demokratisch“ abgesetzt. Andere ähnlich denkende Länder wie Tschechien und die Slowakei könnten versuchen, Ungarns Rolle zu übernehmen, gelten jedoch als anfälliger für EU-Druck, einschließlich Farbrevolutionen. Der Marsch der EU in einen Krieg mit Russland könnte daher unausweichlich sein.
Bild Orbán Viktor miniszterelnök beszédet mond az 1848/49-es forradalom és szabadságharc évfordulója alkalmából tartott állami díszünnepségen az Országház előtti Kossuth Lajos téren 2026. március 15-én. Fotó: MTI
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Andrew Korybko ist ein in Moskau ansässiger amerikanischer politischer Analyst, der sich auf den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat. Er veröffentlicht auf Englisch auf seinem Substack-Blog. Auf Deutsch exklusiv bei TKP.
Die Ungarn haben de facto Sxrxsch gewählt. Magyar ist ein ungar. Sebastian K. Dieser hat seine Maske auch länger, im Grunde bis heute, nicht fallen gelassen, arbeitet aber absolut für die Globalisten und deren linkswoke Agenden wie Migrationspakt, Deindustrialisierung und Gendergaga.
Die Schwartzwähler ((V)Pler) sind mAn die dümmsten Wähler in Europa, denn ihnen ist nicht klar, was sie da eigentlich gewählt haben. Sie fallen immer wieder auf Blender und Lügner herein. Ich bin sehr sicher, dass bei der nächsten Wahl Kurz wieder knapp vorher auftauchen wird, die Ömpel kritisiert, das Programm der Freiheitlichen kopiert und damit die Wahl für die Leyen- und Mörds-Partei wieder gewinnt.
https://report24.news/ungarn-peter-magyar-das-trojanische-pferd-der-eu/
Andrew Korybko der Mister-Könnte.
„Der Marsch der EU in einen Krieg mit Russland könnte daher unausweichlich sein.“
Die Analysen von Korybko strotzen vor Konjunktiven.
Die EU und vor allem Kallas provozieren Russland schon lange. Ukrainische Drohnen, die die Region St. Petersburg angreifen, benutzen den baltischen Luftraum und auch den von Finnland. Diese Staaten tun also alles, um Ruslland zu einem Kriegseintritt zu zwingen. Die „Könnte-Voraussagung“ des „Analysten“ ist daher schon lange angebracht.
Ich habe – wie andere hier auch – nicht verstanden, wieso Orbán ausgerechnet Vance in Zeiten wie diesen zum Wahlhelfer erkoren hat. Seine Sympathien für Bibi ist mir ebenfalls unerklärlich. Außerdem ist er schon einmal bei einer Abstimmung in der EU , die Einstimmigkeit erforderte, auf einen Kaffee gegangen und konnte so nicht dagegen stimmen. Also sehr verlässlich war er auch nicht bei seinen Aussagen. Trotzdem fehlt nun ein Gegengewicht gegen die EU-Diktatur.
Die Ungarn hatten die Wahl zwischen Cholera und Pest, zwischen der von Netanyahu angeführten Epstein-Klasse und den totalitären Eurokraten. Wäre ich Ungar gewesen, hätte ich mir den Wahlgang erspart.
Das sehe ich ähnlich!
Diese Aspekte fehlen mir im Artikel – wobei ich sehr ungeduldig beim Lesen soo langer Würste bin.
Daß ich von Orban noch nie die geringste Kritik am Genozid und aller anderen Schweinereien der Zionisten und speziell Netanjahus vernommen hatte, wäre allein ein Grund gewesen, ihn nicht zu wählen.
Aber insgesamt hat ihm der Auftritt des desaströsen US-Teams mit JD Vance und die Zuschaltung Trumps am Telefon vielleicht noch mehr geschadet.
Warum der in anderen Belangen wirklich vernünftige Orban diesen Auftritt nicht verhindert hat, verstehe ich nicht.
Glaubt er denn, die Ungarn informieren sich nur durch die MSM ?
Hoffentlich lernen alle Betroffenen daraus und bleiben weiter altiv gegen die Kriegstreiber. Fides ist in Ungarn und auch für Europa weiterhin ganz wichtig.
Magyar wird es ganz sicher nicht leicht haben – die EU-Manipulierer jubeln nur ganz kurz – und stürzen weiter ab.
Die Patrioten für Europa müssen die schweren Fehler abstellen – also rasche Distanzierung von allen Zionisten – und sich aktiv für den Frieden einsetzen.
Natürlich ist die Reform der EU zum „subsidiären Europa der Vaterländer“ eines der wichtigsten / dringlichsten Projekte.
Vielleicht bekommt Magyar wie Meloni doch noch die Kurve. Wenn man selbst die Verantwortung hat, ändert sich manchmal auch das Denken.
Für mich ist es immer verdächtig, wenn eine Partei aus dem Nichts plötzlich Wahlsieger wird! Außerdem, wenn der Wahlsieger vorher ein Niemand war! So etwas geht nur mit Hilfe von außen (siehe Macron)! Dann ist es auch verdächtig, wenn der Wahlsieger von Brüssel mit Lob und Erleichterung gefeiert wird! Das kann nichts gutes bedeuten! Und es ist verdächtig, wenn die Mainstream Medien diesen Sieg feiern! Auf NTV heißt eine Schlagzeile „Putin verliert seine Marionette in Brüssel“. Diese Aussage sollten jeden Bürger Europas mit Verstand die Alarmglocken klingen lassen!
Braucht es noch mehr um zu sehen, dass dies ein weiterer Sargnagel für die europäische Bevölkerung sein wird? Wahrscheinlich denken die meisten, hier kommt frischer Wind, aber dieser Wind hat den faden Beigeschmack von einem forcierten Krieg gegen Russland und die forcierte Abschaffung der Bürgerrechte!
Kein Wort darüber, dass Orban Zionist ist, Bibi Mileikowsky liebt und Israels vorgehen in Gaza ganz toll findet?
Bei jeder UNO Abstimmung stand Ungarn mit Orban fest an der Seite der Israel Zionisten.
Dazu wurde Orban unterstützt durch eine „completely unhinged“ US Regierung.
Wären zwei trifftige Gründe für mich gewesen, Orban nicht zu wählen.
Gibt es tatsächlich Völker, die Korruption, wirtschaftliche Stagnation und Bildungsverschlechterung, Schaffung von Einheitsmedien etc. am Wahltag abstrafen? Würde in Österreich nie passieren ;-) denn diese Entwicklung ist uns hierzulande völlig fremd ;-))
Und: JD Vance war mit Sicherheit der beste Wahlhelfer Magyars. Wollte Orban, zumindest ein bisserl, das es kam wie es kommen musste?
Ein schwarzer Tag für Europa. Nun steht dem Projekt EUSSR nichts mehr im Wege. Queen Uschi geht gestärkt hervor und kann nun die Freiheit und Menschenrechte komplett demontieren. Folge: Totalüberwachung, Zensur, völlig Abschaffung der Menschenrechte. Dazu Aufnahme der Nazi-Ukraine in die EU und wie schon im Text erwähnt schlussendlich den letzten Krieg gegen Russland!
In der Tat muss man sich nun zwingend überlegen, die EU zuverlassen und sich weit weg einen neuen Wohnsitz suchen!
Soll EUSSR EuropaSturmStaffelRepublik heißen?
Da darf man wirklich gespannt sein – Prognosen sollte man keine abgeben. „Jung, fesch, dynamisch…“, man weiß ja, das zieht bei den meisten Wählern. Was es andererseits „nach sich zieht“ werden sie noch merken – sobald die Preise steigen, der Ton hysterisch wird und sie als EU-Soldaten eingecheckt werden…