Nun also wirklich erste Sanktionen der USA gegen die Ukraine: Das dem US-Militär nahestehende Musk-Unternehmen SpaceX hat Starlink beschränkt. Das Netz ist zentral für den Drohnenkrieg.
In der Nacht auf Mittwoch hat Starlink Geschwindigkeitsbeschränkungen für militärische Starlink-Terminals (Starshield-Paket) in der Ukraine eingeführt. Das wurde auch auf Telegram von einem Berater Selenskyjs bestätigt. Anders als Medien und Politik berichten, geschah dies nicht „ohne Vorwarnung“, sondern hatte sich in den letzten Tagen bereits angekündigt.
So bricht die Verbindung bei über 100 Meilen pro Stunde (rund 160 km/h) ab. Aktivist und ehemaliger Berater Serhij Sternenko meldete später Ausfälle bereits bei 60–70 km/h. Das betrifft hauptsächlich Drohnen, auf denen das Starlink-Terminal montiert ist.
Ukrainische Quellen berichten von unmittelbaren Auswirkungen auf die Front. Überprüfbar sind diese Meldungen nicht. Das 7. Schnelleingreifkorps der Luftlandetruppen bestätigte laut Ukrinform und anderen Medien Probleme im Südosten: Bei Flügen brach die Verbindung teilweise schon bei 110–120 km/h für 10–20 Sekunden ab, was die Steuerung von Drohnen erschwerte und mehrere Missionen zum Abbruch zwang. Dabei geht es nicht nur um Angriffs- und Verteidigungsdrohnen, sondern auch um die Logistik. Eine Quellenangabe aus dem Verteidigungsministerium gegenüber der BBC betonte, die Einschränkungen erschwerten die Operationen erheblich. Auch hier ist allerdings offen, ob es sich um Kriegspropaganda oder um die Wahrheit handelt.
Auszuschließen ist, dass Musk im Alleingang diesen Schritt unternommen hat. Das de-facto-Unternehmen der USA hat auf Anordnung von Washington gehandelt, sofern die Angaben alle zutreffen. Es gab schon früher solche Meldungen, nun dürften sie aber weitaus plausibler sein. Verschiedene Quellen bestätigen den Ausfall.
Die Ukraine meldet außerdem, dass zum zweiten Mal in Folge Frühwarnungen der USA vor russischen ballistischen Raketenangriffen ausgefallen seien. In der Nacht flog Russland großflächige Angriffe, auch auf die Stromversorgung. Die Operation wurde vom russischen Militär bestätigt. Laut Selenskyj blieben mindestens 600.000 Menschen ohne Strom, drei Menschen starben in Kiew. Russland erklärte, militärisch relevante Ziele getroffen zu haben.
Russische Medien zitieren die ukrainischen Angaben und berichten von gestörten Operationen der Streitkräfte (WSU) an der Front. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow meldet jedoch, dem Kreml sei außer Medienberichten nichts bekannt: „Es wäre besser, wenn solche brillanten Technologien wie Starlink überhaupt nicht für militärische Zwecke genutzt würden.“ Man nehme die Meldungen zur Kenntnis, ziehe aber noch keine systemischen Schlüsse.
Starlink ist seit 2022 zentral für die ukrainische Kommunikation und Drohnensteuerung an der Front. Anfang 2026 hatte eine Whitelist den unautorisierten russischen Zugang weitgehend gekappt. Die Ukraine fordert seit Langem eine Erweiterung für Schläge auf russisches Territorium – das wurde bisher untersagt. Die aktuellen Limits treffen vor allem taktische und Abfangdrohnen über ukrainischem Gebiet. SpaceX hat sich bislang ebenso wenig geäußert wie Washington. Sollten die Angaben aus Kiew zutreffen, wäre das für die Kriegsführung der Ukraine ein harter Schlag.
Gegen Mittag meldete der Kanal Clash Reports eine weitere Bestätigung.
SpaceX’s Starlink-Geschwindigkeitsobergrenze ist nun bei 60-70 km/h auf ukrainischen Terminals bestätigt, was die Verbindung für alle Mittelstrecken-Kamikaze-Drohnen effektiv unterbricht: FP-2, Darts, Hornet, RAM-2 und andere.
Die Ukraine setzt diese Drohnen ein, um russische Luftabwehr, Logistik und Infrastruktur in der Krim und Grenzregionen anzugreifen.
Die Einschränkung wirkt sich auch auf die ukrainischen Drohnen-Abfangjäger aus, die auf Starlink angewiesen sind, um russische Schaid-Typ-Jets abzuschießen, was bedeutet, dass sie sowohl offensive als auch defensive Fähigkeiten schwächt.
Falls die Unterbrechung keine kurzfristige Drucktaktik ist – wie die Aussetzung der nachrichtendienstlichen Informationsaustauschs im Frühling 2025 – wird die Ukraine dringend Alternativen zu Starlink finden müssen, möglicherweise indem sie Russlands Einsatz von Relaisstationen und Mesh-Modems kopiert, was erhebliche Zeit und Geld kosten würde.“
Der proukrainische Rüstungslobbyist und ehemaliger Bild-Reporter Julian Röpcke kommentierte etwa: „Starlink reduziert die Höchstgeschwindigkeit seiner Terminals in der Ukraine weiter, teils bis auf 70 km/h, und macht das System damit für den Einsatz ukrainischer Armee-Drohnen unbrauchbar. Das ist exakt die Geschwindigkeit, die für unregistrierte, zivile (und faktisch russische) Empfänger im Land gilt. Damit zerstören Musk und Trump den entscheidenden Vorteil der ukrainischen Streitkräfte im drohnengetriebenen Abwehrkampf gegen Russlands Invasionsarmee.“
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Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 
Starlink über Russland: Musk verweigert Ukraine die Freigabe
Irans (erfolgreicher) Krieg gegen Starlink und das Internet
16 Kommentare
StarLink ist kein nur amerikanisches Projekt, würde ich mal annehmen, weil sonst der weltweite Überflug in Low Orbit von so vielen Minisatelliten wohl kaum geduldet würde… solche Genehmigungen müssen immer vorab eingeholt werden…
Starlink ist privat, es ist ein ziviles Netzwerk – Musk kann es ohne Zustimmung des Präsidenten abschalten bzw. drosseln. Starshield gehört der US Regierung wird vom US Militär kontrolliert.
Möglich ist, dass Musk und Trump keine Zustimmung vom Deep State haben.
Halte ich für ein Märchen, um die „Empathie“ der EU-Kriegstreiber zu aktivieren, noch mehr zu „helfen“….
Weder USA noch EU werden diesen Krieg beenden (oder die Ukr. behindern), weil man den größeren Plan dahinter dann ebenfalls abschreiben müsste – und das können sie nicht. Sie sagen selbst, sie wollen zunächst Russland schwächen, damit es China nicht mehr helfen kann, aber haben das Gegenteil bewirkt und sind dazu verdammt, es weiter zu versuchen.
Funfact: kürzlich „erklärte“ ein Nato-Mann auf einem dieser tollen Events, wie man auf einen direkten Konflikt mit Russland reagieren würde. Er merkte dabei nicht, dass er dabei dieselben Szenarien skizzierte, wie sie noch in Sowjet-Zeiten gedacht wurden. Ein Punkt war die „schnelle Erlangung der Lufthoheit“, obwohl man laut eigenen Nato-Berichten nur über 5% der nötigen Luftabwehr verfügt, während das eine der größten Stärken Russlands ist. Er schwärmte auch von Blitzkrieg-artigen Panzerkolonnen, die in irgendeine russische „Flanke“ fallen, als ob der moderne Kriegsverlauf das noch nie verunmöglicht hätte. Er betonte auch die zahlenmäßige Überlegenheit an Kampfjets, aber hielt sich nicht mit der Frage auf, ob Russland die Flughäfen erreichen kann (wie der Iran zB, bzw. stehen auch die F-16 der Ukraine bereits still)…..
Das wird ein Gemetzel sondergleichen. Aber das Positive daran: gegen so eine Nato wird Russland keine A-Waffen brauchen.
„Diese NATO“ hat den Krieg in der Ukraine bereits verloren. Es war eine beispielslose Materialschlacht mit maximalem CO2 Ausstoss auf dem Rücken der EU-Steuerzahler. Richtig ist: der Plan des Westens Russland zu zerstören ist damit nicht vom Tisch.
Natürlich hat die Nato bereits verloren, aber das hält sie nicht davon ab, weiterzumachen.
Neueste „Entwicklung“: Rutte hat heute oder gestern auf einer PK abgewunken und sinngemäß gemeint „wenn die Russen einen Angriff auf die EU planen würden, dann würden wir das am militärischen Aufmarsch bemerken und reagieren, aber das ist überhaupt nicht zu sehen, Russland hat keinerlei Absicht….“…..
Also entweder hat er das Memo nicht erhalten, oder die Nato hat begriffen, dass es höchste Zeit ist, Druck aus dem Kessel zu lassen, wenn man nicht sofort eingestampft werden will (sondern lieber mittels Proxy weiter“stichelt“).
Das Problem, das ich sehe, ist, dass diese Leute davon überzeugt scheinen, dass sie nur selbst überleben werden, wenn sie Russland und China vernichten. Inwieweit das stimmt (oder möglich ist) ist hinfällig, weil sie so oder so danach handeln – und eine Selffulfilling Prophecy auslösen. Auf unserem Rücken & auf unsere Kosten.
Der Plan gelingt mittlerweile, allerdings nicht gerade in Russland: Frankreich steht in Flammen und Europa wird folgen! (auf Substack) – „… Der französische Staat wird fallen, und wenn dies geschieht, wird der Westen in einem anderen Paradigma sein. Praktisch gesehen hat der französische Staat bereits aufgehört zu funktionieren …“
Was diesen Rutte anbetrifft: Wenn der Mann tatsächlich glauben würde, dass Russland für eine Attacke auf die NATO Bodentruppen aufmarschieren lassen würde, dann wäre eine Gummijacke fällig.
Je älter die Kriegstreiber werden, desto verbohrter werden sie. Demnächst wird wohl wieder von einer Wunderwaffe fabuliert werden, dann weiss man dass der Zusammenbruch bevorsteht.
Die Stärke Russlands schreibt man nicht in 500, 1000, 1500 kg TNT-Äquivalent mit Flugbomben oder Artillerie, die Stärke liegt in 5kt bis > 100Mt TNT-Äquivalent in A-Waffen, die per Artillerie, Bomben, Torpedos oder (Hyperschall Multi-Sprengkopf) Raketen eingesetzt werden können…
Die Drohung anfangs der SMO, England zu überfluten war wohl durchaus ernst gemeint. Das wäre mit entsprechend großen Waffen auch von außerhalb der 200 Seemeilen per Tsunami möglich.
Die USA hat erkannt, dass die Ukraine verloren ist. Europa hat Wohlstand und Pensionen durch Ukrainehilfen und Migration verpulvert.
die USA sind der Auslößer – und nachdem die Großen eh bereits alles von Wert aufgekauft haben und zusätzlich mit weiterer Aufrüstung und „Sicherung“ ebenso wie mit Wiederaufbau und defakto Versklavung noch mehr Geld machen lässt + zusätzlichen Deals mit Russland wälzen sie eben alles auf ihre Vasallen ab – also Schuld und Kosten des Krieges dazu…
Muss er auch, denn wie soll Putin Diesel an die USA liefern, wenn die Banderas russische ständig Raffinerien angreifen.
Aber es gibt Hoffnung. Unsere Pensionen sind bald allesamt in der Ukraine verpulvert worden. Und dann ist endlich Schluss.
Vor dem Ende werden dann noch die Pensionsfonds in Norwegen u.a. Ländern von der Nato verbrannt. Oder warum sonst sollte Stoltenberg wohl so einen Posten bekommen?
Russland hat, im Gegensatz zu der Meinung von Herrn Röpke keine Invasionsarmee in der Ukraine im Einsatz. Russland sah sich nach 2014 veranlasst in den ukrainischen Bürgerkrieg auf der Seite der Separatisten im Donbass einzugreifen. Später wurden Regierungsbezirke im Osten der Ukraine von Russland annektiert und bilden gemäss der russischen Verfassung nun einen Teil des russischen Staatsgebietes, welches die russische Armee aus russischer Perspektive gesehen nun freikämpft. So hat jeder seine Sicht. Herr Röpke hat die seine und Moskau eben eine andere.
Kleine Korrektur: Überall waren vorher Volksabstimmungen. Wann Rußland diese anerkannt hat, weiß ich nicht mehr, aber seither findet der Donbasskrieg in Rußland statt.
#putin #trump #selensky #ukraine #satire
YT
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