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Wissenschaft

Winning the 6G Race – auf Kosten der Gesundheit?

7 Kommentare 8. Oktober 2026 4 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Weltweit wird der Ausbau von 5G und 6G vorangetrieben. Gleichzeitig werden Gesundheits- und Umweltprüfungen systematisch zurückgedrängt.

In einem aktuellen Beitrag beschreiben Dr. Gary Null und Richard Gale die Gefahren von 5G und 6G und eine Politik, die Frequenzspektren freigibt, Genehmigungen strafft und lokale Mitspracherechte einschränkt, während die geltenden Grenzwerte für Hochfrequenzstrahlung seit Jahrzehnten unverändert bleiben.

Null und Gale halten fest, dass die aktuellen Grenzwerte der FCC (Federal Communications Commission) „aus der Mitte der 1990er-Jahre“ stammen und „auf Forschung aus den 1980er-Jahren“ beruhen. Sie konzentrierten sich „fast ausschließlich auf kurzfristige thermische Effekte“ und berücksichtigten die seither veröffentlichten Studien zu nicht-thermischen Wirkungen nicht. Ähnliche Grenzwerte gelten in der EU. Ein Berufungsgericht habe 2021 entschieden, die Behörde habe „keine vernünftige Begründung“ geliefert, die Grenzwerte angesichts der Belege zu Langzeitexposition, Kindern und Umwelt nicht zu aktualisieren.

Die Autoren fokussieren sich zwar auf die USA, doch dies trifft nach ihrer Darstellung auch auf Europa zu. In den USA hat der Ausbau unter Trump noch einmal Tempo aufgenommen. Besonders folgenreich sei das Präsidialmemorandum „Winning the 6G Race“. Es erkläre die amerikanische Führungsrolle bei 6G zur nationalen Priorität und fordere, das Band von 7,125 bis 7,4 GHz für die kommerzielle Lizenzierung freizugeben sowie weitere Mittelbänder umzuwidmen.

Dabei sei der gesetzliche Rahmen geschaffen worden, damit Anbieter die Kapazität ausbauen und frühe 6G-Dienste an Tausenden Standorten einführen können. Bundesstaaten und Kommunen seien entmachtet worden und könnten nur zusehen. Anwohner verlieren die Möglichkeit, „Einfluss auf die Platzierung von 5G-Masten in der Nähe von Wohnungen, Schulen, Geschäften und Wohngebieten zu nehmen“.

Obwohl höhere Frequenzen Energie eher oberflächlich abgeben, erfordere eine flächendeckende Versorgung „eine starke Zunahme der Dichte von Masten und Small Cells“. Dadurch steige die Zahl der Menschen, die näher an Sendern leben. Null und Gale warnen, die Kombination aus veralteten, rein thermischen Grenzwerten und schwächeren Vorschriften werde „ungesunde Bedingungen“ schaffen. Besonders gefährdet seien „Kinder, Schwangere sowie Menschen mit bestehenden EMF-Empfindlichkeiten und Autoimmunerkrankungen“. Insekten absorbierten bei diesen Frequenzen wegen der Körpergrößenresonanz mehr Energie; Vögel in der Nähe von Masten zeigten häufiger Desorientierung.

Die Autoren werfen der FDA vor, die von ihr selbst in Auftrag gegebene NTP-Studie ignoriert zu haben. Diese habe „klare Belege“ für karzinogene Aktivität geliefert. Sie führen weitere Kritiker an.

Dr. Ronald Melnick nannte die Entscheidung „schockierend“ und einen „gefährlichen Präzedenzfall“. Dr. Anthony Miller erklärte, Hochfrequenzstrahlung sei „ein erwiesenes Karzinogen“, und hob erhöhte Risiken für Glioblastome hervor. Dr. Devra Davis kritisierte, der FDA-Bericht ignoriere Studien, die EMF-Exposition mit Schilddrüsenkrebs verbinden, und übergehe die besondere Verletzlichkeit von Kindern und Schwangeren. Prof. Tom Butler sprach von „einem erstaunlichen Versagen“: Die Behörde scheine den Kenntnisstand zu nicht-thermischen Effekten „nicht bewusst“ zu sein oder ignoriere ihn.

Null und Gale führen in ihrem Aufsatz weitere konkrete Befunde aus der Forschung an. Eine Arbeit von Kharchenko et al. (2022) habe Zellstress, oxidativen Stress und DNA-Schäden gezeigt; nicht-thermische Störungen zellulärer Signalwege könnten „mit der Zeit zu Krebs führen“. Schäden an der zellulären DNA „bergen gravierende Risiken, insbesondere in städtischen Gebieten, in denen die Exposition kontinuierlich ist“. Hassan und Khalil (2024) dokumentierten Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen bei Anwohnern von Mobilfunkmasten und warnten vor einer „irreversiblen gesundheitlichen Verschlechterung“. Bei Kindern lasse der dünnere Schädel eine stärkere Absorption zu, mit möglichen Folgen für Lernen und Gedächtnis. Jagetia habe DNA-Strangbrüche und Mutagenese in Lymphozyten beschrieben; das Fortpflanzungssystem sei besonders anfällig.

Martin Pall, emeritierter Professor an der Washington State University, listet unter anderem geringere Fruchtbarkeit, neurologische Effekte, DNA-Schäden, Apoptose, oxidativen Stress und endokrine Störungen. Es gebe „35 separate wissenschaftliche Übersichten“, die Belege dafür lieferten, dass EMF die Karzinogenese erhöhen. Pall spricht von „digitalen Demenzen“ und sieht einen möglichen Zusammenhang von spätpränataler und frühpostnataler Exposition mit ADHS und Autismus.

Null und Gale schließen, jeder werde von der Strahlung betroffen sein. In Teilen der Forschung wachse die Sorge, der Ausbau könne „eine Epidemie von Erkrankungen einleiten, wie sie die Menschheitsgeschichte noch nicht gesehen hat“.


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7 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Leider greifen die Mikrowellen vor allem die Nervenzellen an. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass Kinder, die mit Handys und Tablets spielen dürfen bevor sie ausgewachsen sind, geistig zurück bleiben und den Körper nicht richtig nutzen lernen.
    Die Schweden haben ja mit Erschrecken festgestellt, dass mehrere ganze Generationen nicht im System zu gebrauchen sind und die Digitalmedien in Kitas und Schulen ganz verboten…

    1. Jurgen
      Antworten

      … es erklärt auch, warum die SmartPhone Süchtigen nicht einsichtig sind, sein können, weil die Erkenntnisfähigkeit mit der Abnahme der Gehirnzellen genauso leidet. Das Aha kommt dann über „Krankheit als Weg“ oder plötzlich und unerwartet, je geimpfter umso wahrscheinlicher.

  2. local.man
    Antworten

    Das was daran zu schlimm ist, man sieht nur Auswirkungen, kann aber die Brücke nicht schlagen, vor allem ohne Wissen darum.

    Diese Strahlung riecht man nicht, schmeckt man nicht, sieht man nicht mit normalen Augen, man hört sie nicht, man fühlt sich maximal schwach, oder schläft nicht usw.
    Dies kann aber auch andere Ursachen haben und am Ende ist man Opfer, ohne den Grund zu kennen.
    So eine Sendemast kann irgendwo auf einem Dach verbaut stehen. WLAN um einen, Handynetze, Schnurlostelefon zu hause strahlt ebenso massiv, selbst die Solardächer besitzen Strahlung.

    Wir brauchen davon nur einen geringen Teil in der Welt. Das Meiste davon dient am Ende einer gewollten Systemstruktur.
    Kabelgebunden würde es in den meisten Fällen sogar besser tun. Aber nicht wen Roboter, Drohnen, fahrerlose Busse, Taxis rumfahren/fliegen/laufen sollen, der Kühlschrank den Inhalt an die Supermarktkasse übermittel, das SMARTMETER funken soll und Geofencing dich analog einsperrt usw..

    Also warum diese Drang alles per Funk zu machen?
    Der Drang kommt nicht von der breiten Masse der Leute, vor allem nicht, wenn sie wissen, wie schädlich das sich auswirkt permanenter Strahlung ausgesetzt zu sein.
    Ich sehe die Leute immer häufer ihr Handy nicht mehr am Ohr haltend, da man um die Schädlichkeit weiß.
    Dennoch sind wir alle 24/7 dieser Strahlung überall ausgesetzt. Man kann sich dem kaum entziehen, außer man geht in den Wald und das ohne Gerät das wieder funkt und empfängt.
    6G wird es nur um so schlimmer machen.

    1. Jurgen
      Antworten

      Tip: abgeschirmtes Schlafzimmer bzw. mindestens abgeschirmtes Bett.
      In der Käfighaltung für Menschen kann man leider die WLANs und anderen Mikrowellen Quellen der Nachbarn nicht kontrollieren. Direkt durch die Betonwand gehen noch 60% der WLAN-Leistungspegel (Wifi 5 oder 6 Standard) vom Nachbarn…

      1. Axel

        Tja, die komplette Abschirmung hat leider einen Nachteil: Dadurch wird auch die natürliche, nützliche Erdstrahlung (Stichwort Schumann-Frequenz) abgeschirmt. Und ja, die Strahlung durch Nachbarn und Funkmasten ist teilweise problematisch, wie ich mit einem EMF-Messgerät feststellen musste. Dies gilt aber auch für Heiminstallationen wie Mehrfachsteckdosen und Verkabelungen zu Lampen etc., einschließlich den oft im Dauerbetrieb laufenden Stromwandlern für Geräte, die meist an ihren USB-Anschlüssen erkennbar sind.

  3. Gabriele
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    Nimm den Leute ihren Berg an – unnötigem – digitalen Spielzeug weg und sie jaulen auf. Für all den Kram ist 5 und 6 G am wichtigsten. Zum Telefonieren bestimmt nicht. Der Rest ist nur noch ein Menschenversuch für die technologische Kriegsforschung. Aber wir müssen „solidarisch“ sein und mitmachen, sonst kommt „der“ Russe und macht uns tot… es ist wieder „alternativlos“.
    Diese Irren stoppt keiner mehr – nur noch ein solche Massensterben, dass ihnen Hören und Sehen vergeht… was dann ohnehin nicht mehr nötig sein wird. Tierwelt brauchen wir auch keine (Vögel und Insekten schon gar nicht) – alles ausrotten…ist sowieso nur lästig und „ansteckend“. Lauter „Virenverbreiter“. Stundenlang billig labern, Gaming und Streaming muss funktionieren, der Rest ist …. österreichisch gesagt – den meisten Leuten sowas von „Blunzn“. Und die Industrie kommt nicht mehr aus, also….. alternativlos.

  4. VerarmterAdel
    Antworten

    „Winning the 6G Race – auf Kosten der Gesundheit?“

    Gesundheit? Gesundheit interessiert die nicht, und außerdem sie die längst weiter und zwar in einem erschreckenden Ausmaß:

    What is Biomolecular engineering? | CRISPR Cas9 neuromodulation of humans, every day, everywhere. (IoBNT) – https://juxtaposition1.substack.com/p/what-is-biomolecular-engineering

    „The energy system sources are varied and renewable to excite the MESH:

    - Humans clustered into high density apartments (SMART CITY DESIGN)
    - Photonic Light (Optogenetics), Ultrasonic Sound, EMF Magnetic Resonance
    - Natural sunlight blinding glare and ambient temperature
    - LED lights, SMART METERS, Ringer Cameras, Drones & Aircraft
    - 5G Towers, 6G Terahertz and 7G SMART DUST sensors & biosensors
    - Bluetooth, mobile phones, Fitbit, Smart Glasses, Insulin Pumps, HR straps
    - SMART Television, laptop computer, Smart Appliances, your vehicles."

    —

    Expected Linkage Between Synthetic Biology (CDB) and “Vaccines” – https://carnicominstitute.substack.com/p/expected-interactions-between-synthetic

    —

    Prion self replication—heres a protein that has no dna or rna and yet when it connects to another protein augments a change in that protein to replicate and duplicate its template—misfolded proteins – that seem to be a program function to corrupt healthy protein and to damage the the immune system and yet they have no idea…- https://tonp.substack.com/p/prion-self-replicationheres-a-protein

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