Versuch des Passierens von Hormus durch US-Kriegsschiffe hätte fast zu ihrer Zerstörung geführt – Quellen

12. April 2026von 3,4 Minuten Lesezeit

Es gab gestern Samstag und  heute 12.4. eine Unzahl höchst widersprüchlicher Gerüchte über eine Druchfahrt von US-Schiffen durch die Straße von Hormus. Je nach Quelle fuhren sie raus oder rein sowie mit oder ohne Genehmigung. Sie räumten Minen oder fuhren heim. PressTV hat nun eine offizelle iranische Version.

Der Versuch des US-Militärs am Samstag zwei Zerstörer durch die Straße von Hormus zu schicken, endete als gescheiterter Propagandastunt, der zeitlich auf die Gespräche in Islamabad abgestimmt war, so eine Untersuchung von Press TV und ein entsprechender Artikel dazu, dessen aktuellste Version mit 12. April 12:33 PM datiert ist . Die Untersuchung, die auf Informationen hochrangiger Quellen aus dem Militär- und Sicherheitsbereich basiert, enthüllt, dass die Zerstörer der US-Marine nur wenige Minuten von der völligen Zerstörung entfernt waren, nachdem sie eine hochriskante Durchfahrt durch die Straße von Hormus versucht hatten. Es sei der Versuch einer gescheiterten Propagandaaktion gewesen, die darauf abzielte, die Gespräche zwischen dem Iran und den USA in der pakistanischen Hauptstadt zu beeinflussen,

Die USS Michael Murphy (DDG 112) (Bild oben) und die USS Frank E. Peterson (DDG 121), beides Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, hätten versucht, die strategisch wichtige Wasserstraße zu durchqueren, wurden jedoch von iranischen Seestreitkräften abgefangen und zum Rückzug gezwungen. Der Untersuchung zufolge gelang es den amerikanischen Zerstörern und den sie begleitenden Fregatten nicht, die strategische Wasserstraße zu passieren, die für US-Schiffe weiterhin gesperrt ist.

Der amerikanische Versuch sei ein extrem riskanter Schachzug gewesen, der leicht zu einer Katastrophe für die Vereinigten Staaten und ihr Militär hätte führen können. Die Zerstörer seien nur wenige Minuten von der völligen Zerstörung entfernt gewesen, nachdem iranische Marschflugkörper das Schiff anvisiert und Angriffsdrohnen eingesetzt worden waren.

Als die beiden Zerstörer den Anfang des Persischen Golfs erreichten, erfassten sie die iranischen Marschflugkörper, und den Zerstörern wurden nur 30 Minuten Zeit gegeben, um umzukehren. Die Schiffe zogen sich sofort zurück.

Sie hatten versucht, Taktiken der elektronischen Kriegsführung anzuwenden, darunter das Abschalten ihres Positionsmeldesystems, um die Seestreitkräfte des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) zu täuschen. Durch die Vortäuschung ihrer Identität versuchten sie, sich als Handelsschiffe aus Oman auszugeben, die angeblich im südlichen Teil des Arabischen Meeres auf Küstenfahrt waren, wie die Untersuchung ergab.

Die Zerstörer wählten zudem eine Route sehr nahe an der Küste und durch seichte Gewässer. Die Seestreitkräfte des IRGC hatten jedoch während ihrer Patrouille um Fujairah die Täuschung bereits erkannt und rasch Maßnahmen ergriffen.

Die USS Frank Peterson versuchte zunächst, ihren Kurs fortzusetzen, erkannte jedoch sofort, dass Radarsysteme von Marschflugkörpern sie erfasst hatten. Gleichzeitig flogen Drohnen der IRGC über die beiden Zerstörer hinweg. Die USS Peterson erhielt daraufhin über den internationalen Kanal 16 die Aufforderung, innerhalb von dreißig Minuten umzukehren und das Gebiet zu verlassen, andernfalls würde sie zum Ziel der iranischen Streitkräfte werden. Da der Zerstörer darauf bestand, weiterzufahren, wurde eine letzte Warnung an ihn ausgesprochen, sodass der Zerstörer nur noch wenige Minuten von seiner Zerstörung entfernt war

Der Untersuchung zufolge deutet das Gespräch zwischen dem Operator der IRGC-Seestreitkräfte und den amerikanischen Zerstörern auf deren vollständige Befolgung der Warnung der IRGC hin.

In  den US-Fachmedien sind dazu noch keine Berichte aufgetaucht. Sobald das passiert wird diese Bericht entsprechend ergänzt.

Bild: MC2 Jon Dasbach, Public domain, via Wikimedia Commons

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9 Kommentare

  1. lotus998dc2ac81f3 13. April 2026 um 4:50 Uhr - Antworten

    Beide Staaten haben es als internationale Gewässer anerkannt, also kann der Iran seinen Kriegsgegner dort natürlich angreifen. Die Strasse sperren darf er nicht, aber die Alternative wäre, Israels und GlC ’s Wasserversorgung zu vernichten, da ist vermutlich allen diese duckecSprosse unterhalb auf der Eskalationsleiter lieber, wobei auch hier der Iran ja formal die Regeln einhält:,Er sperrt sie ja nicht für alle, sondern nur seinen Feinden, wozu auch fast die gesamte EU gehört.
    und natürlich können Iran und Oman die Abkommen für die Zukunft kündigen .
    fragt such, ob es taktisch besser gewesen wäre, die Schiffe einfach zu versenken.

  2. Jan 12. April 2026 um 18:15 Uhr - Antworten

    Die Route auf der Seite von Fujairah gehört zu Oman und ist mit bis zu 25m tiefer als die flacheren Gewässer auf iranischer Seite. Auf Oman-Seite können auch große Tanker fahren, wie VLCC und ULCC.

    Die engste Stelle der Straße ist 39km breit. Die nördliche Hälfte sind Hoheitsgewässer des Iran, die südliche Hoheitsgewässer von Oman.

    Beide Länder haben das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) unterzeichnet und ratifiziert, der Iran 1969 / 1982, Oman im Jahr 2000.

    Damit werden die Hoheitsgewässer als Internationale Gewässer klassifiziert mit freiem Durchgang für alle Schiffe, einschließlich Kriegsschiffen.

    Natürlich ist das von den USA angesichts der Spannungen eine Provokation. Auf der anderen Seite hat Iran die Hoheitsgewässer von Oman nicht zu sperren.

    Militärische Maßnahmen in den Hoheitsgewässern von Oman können als Kriegsakt des Iran gegen Oman gewertet werden. Oman kommt damit ein Selbstverteidigungsrecht zu.

    Oman beherbergt zwar einen gemeinsamen Luftwaffenstützpunkt mit den USA, die Air Base Thumrait, aber keine großen Basen wie Katar und Bahrain. Oman gilt eher als neutraler Vermittler und wird vom Iran nicht als Kollaborateur der USA gesehen.

    Der Iran beruft sich auf sein Selbstverteidigungsrecht nach Artikel 51 der UN-Charta. Eine militärische Aggression in Hoheitsgewässern eines anderen Staates wie Oman ist aber kaum durch Selbstverteidigung gedeckt. Eine iranische Mauterhebung in Hoheitsgewässern des Oman wäre eine Verletzung von dessen Souveränität. Offenbar lenkt der Iran daher Schiffe in seine Hoheitsgewässer um. Der Oman reagiert darauf zur Zeit sehr diplomatisch.

    „Oman hat die Idee abgelehnt. Verkehrsminister Said Al-Maawali sagte am Mittwoch, dass die Omanis zuvor ‚alle internationalen Seeverkehrsabkommen unterzeichnet haben‘, die die Erhebung von Gebühren verbieten.“ t.ly/RLwgX

    • Jakob 12. April 2026 um 18:54 Uhr - Antworten

      Ach, und beim Iran schauen wir jetzt peinlichst ob alle Regeln befolgt werden, ob alle Vorschriften eingehalten werden, ob alles ganz korrekt und genau abläuft.
      Natürlich, ist ja auch ein Mullah-Regime welches sich zum neuen Hegemon aufschwingen will und die ganze Welt in Geiselhaft nehmen will.
      Das geht aber überhaupt nicht.

      Peinlich, Ihre billigen Versuche die beiden eindeutig schuldigen Verbrecherstaaten gut aussehen zu lassen.

    • 1150 12. April 2026 um 19:46 Uhr - Antworten

      @moralist
      wie nennt man die kaperung von schiffen in internationalen gewässern und die blockade von z.b. kuba?

  3. 1150 12. April 2026 um 16:13 Uhr - Antworten

    bedauernswerter weise nur drüber geflogen, anstatt sie in einen neuen lebensraum für riffbewohner zu verwandeln. vermutlich hätte die neuen riffe später die schifffahrt behindert.

    • 1150 12. April 2026 um 16:29 Uhr - Antworten

      ich weiss ja nicht, womit der orangene gedopt wird,
      aber jetzt kündigt er noch die blockade von hormuz an, ich dachte er wolle einen freien durchgang?
      also ich kenn mich nicht mehr aus. damals, im sandkasten des kindergartens war das leben einfacher …..

  4. Glass Steagall Act 12. April 2026 um 15:21 Uhr - Antworten

    Wenn das tatsächlich so abgelaufen ist zeigt das wieder, dass die USA (wie erwartet) mit gespaltener Zunge agieren! Vordergründig verhandeln und hinten herum etwas anderes machen. Noch nie in der Geschichte der USA, haben sie sich einen derartig schlechten Ruf geschaffen, wie in den letzten drei Monaten! Wer allerdings genauer hingesehen hat, der dürfte das schon seit einigen Jahrzehnten beobachten!

    • joseph53 12. April 2026 um 15:42 Uhr - Antworten

      Es ist ziemlich sicher, daß es so abgelaufen ist – die Amis hatten ja selber bestätigt, daß sie angeblich Minen räumen wollten.
      Obwohl in der Fahrrinne gar nicht vermint sein kann!? Wie sollten dann einige Tanker fahren können und andere nicht?

      Wenn die d….n Deutschen sich zum „Minenräumen“ einspannen lassen – mit falseflag sind die Zionisten Sonderklasse – sind sie und die NATO auch im Krieg.

      Hoffentlich halten die Iraner das durch – sie sind jetzt schon meine Helden 👍!

      • mattes 12. April 2026 um 16:51 Uhr

        Meine auch..

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