
Der Libanon im Schatten des Angriffskriegs gegen den Iran
Im Libanon wehrt sich eine von UN-Resolutionen zum bewaffneten Widerstand legitimierte Widerstandsbewegung, welche jedoch in Kolonialländern als Terrororganisation eingstuft wird. Sie entstand nach Invasionen des Libanons durch Israel und wird durch den Iran unterstützt. Das geschieht im Schatten des Kriegs gegen den Iran und ist Teil des geopolitischen „Schachspiels“. Hier Details und kurze geschichtliche Rückblenden.
Al Mayadeen meldet am Nachmittag des 14. März, dass im Iran inzwischen 43.000 nichtmilitärische Ziele durch die angreifende Koalition bombardiert bzw. mit Raketen angegriffen wurde. Darunter seien 120 Schulen. Betroffen ist auch der Azadi Tower, ein Denkmal, das schon VOR der Revolution von 1979 errichtet worden war. Unter den Todesopfern seien 206 Schüler, und 36.500 Menschen währen obdachlos geworden, 6.000 Geschäfte zerstört. Aber der Krieg gegen den Iran hat längst auf die Nachbarländer übergegriffen. Neben dem Irak und den Golfdiktaturen bzw. den dort vorhandenen „Interessen“ und Militärbasen der USA ist es insbesondere der Libanon.
Die Libanon-Invasion Israels
Am 14. März 1978 hatte Israel bereits einmal versucht, den südlichen Libanon bis zum Fluss Litani zu besetzen. Ein Plan, der schon seit der Gründung Israels unter den Generälen diskutiert worden war. Deshalb ist der derzeitige erneute Versuch nicht der erste, und vermutlich nicht der letzte, bis der Expansion von der Welt Einhalt geboten wird.
„Diese Invasion fand nicht im luftleeren Raum statt. Sie verschärfte ein Muster der Unterdrückung, das sich bereits über Jahre hinweg abgezeichnet hatte. Während der gesamten 1970er Jahre war der Südlibanon wiederholten israelischen Angriffen ausgesetzt. Dörfer wurden bombardiert, Ackerland zerstört und Zivilisten immer wieder vertrieben. Ende der 1970er Jahre lebten große Teile des Südens bereits unter der ständigen Bedrohung durch Bombardierungen, und Zehntausende libanesische Schiiten waren aus ihren angestammten Häusern geflohen, vor allem weil der libanesische Staat die Region angesichts der israelischen Bedrohung faktisch im Stich gelassen hatte.
In der Nacht des 14. März marschierte Israel mit Zehntausenden Soldaten, unterstützt von Panzern, Artillerie, Flugzeugen und Seestreitkräften, ein. Die israelischen Truppen rückten rasch durch den Südlibanon vor und besetzten Gebiete bis zum Litani-Fluss. Die Folgen waren katastrophal. Mehr als 2.000 Libanesen und Palästinenser wurden getötet. Über 250.000 Menschen wurden gewaltsam vertrieben. Mehrere Massaker wurden dokumentiert. Am Ende der Invasion waren große Teile des Südlibanon entvölkert, und Dörfer in der gesamten Region lagen in Trümmern.
Israel zog später einen Teil seiner Truppen ab, doch der Süden wurde nicht vollständig unter libanesische Souveränität gestellt. Stattdessen behielt Israel die Kontrolle durch eine zionistische Stellvertretermiliz, die sogenannte Südlibanesische Armee, und schuf so die sogenannte „Sicherheitszone“. Für die Bevölkerung des Südlibanon endete die Invasion von 1978 nicht mit dem Jahr 1978. Sie markierte den Beginn einer langen, qualvollen Zeit der Besatzung, Bombardierungen, Verhaftungen und Vertreibungen, die Jahrzehnte andauern sollte. Es ist wichtig zu erwähnen, dass diese Invasion vier Jahre vor dem Aufkommen des libanesischen Widerstands stattfand, der als direkte Reaktion auf diese wiederholten Invasionen und die Besetzung des Südens entstand, aus dem sich später die Hisbollah gründete.
Heute, 48 Jahre später, sind die Parallelen unübersehbar. Israel hat fast eine Million Südlibanesen gewaltsam vertrieben, Hunderte ermordet und Tausende verletzt. Doch sie werden mit dem, was sie immer wieder versucht und vergeblich versucht haben, keinen Erfolg haben. Unser Volk wird sein Land verteidigen, und der Süden wird unser Eigentum bleiben.“
Historische Einordnung
Palästina, Libanon, Syrien, Irak, Iran kann man nicht gesondert sehen. Alle Angriffskriege gegen diese Länder durch Israel und die USA mit inzwischen Millionen Opfern, unter den unterschiedlichsten Rechtfertigungen dienten nur einem Zweck: Der Stärkung Israels auf dem Weg zur Realisierung des Traums der Generäle seit 1948: Eretz Israel, Groß-Israel. Dafür mussten Menschen sterben, vertrieben werden, Völkermord begangen werden, und die Welt an den Rand eines großen Weltkrieges gebracht werden.
Das Ganze begann mit der Nakba 1948, die aber durch Jahrzehnte von Terroranschlägen militanter zionistischer Einwanderer vorbereitet worden war. Hundertausende von Palästinensern wurden aus ihren Dörfern vertrieben, Die Mauern geschliffen und Bäume darauf gepflanzt, auf das die Namen in Vergessenheit gerieten, oder Siedlungen auf den Trümmern für zionistische Siedler gebaut. Dann folgte der erste große Eroberungskrieg von 1967, der so wie der Krieg im Jahr 2026 gegen den Iran natürlich ein präventiver Verteidigungskrieg war. Einer, der über viele Jahre vorbereitet worden war, und den man sehnsüchtig herbeigesehnt hatte.
Es folgten danach zahlreiche Versuche, das Staatsgebiet Israels über die Grenzen des besetzten Palästinas hinaus zu erweitern, welche aber fast immer am lokalen Widerstand von bewaffneten Gruppen scheiterte. Gruppen wie die Hisbollah hatten sich dann angesichts der Aggression gebildet und waren immer stärker geworden. Die Hisbollah wurde auch zu einer der stärksten politischen Parteien innerhalb des Libanons. Allerdings hat die durch koloniale Vermittlung entstandene Verfassung (aus Sicht liberal demokratischer Kräfte im Libanon) es unmöglich gemacht, Regierungen nach Mehrheiten zu bilden. Außerdem steht das Land wirtschaftlich unter Kontrolle von Saudi-Arabien und den USA. Letztere finanzieren die Armee, jedoch nur insoweit, dass sie als interne Ordnungsmacht gegen mögliche Aufstände eingesetzt werden können, nicht die Souveränität des Landes verteidigen. Der jahrelang durch die USA bezahlte Armeechef wurde auf Druck der USA kürzlich sogar zum neuen Präsidenten gewählt. Aber zurück in die Geschichte.
Nach dem Sieg der von der NATO ausgebildeten, bewaffneten und unterstützten Terrorgruppen gegen die legitime Regierung Syriens, glaubte Israel den Nachschub für die Hisbollah unterbrochen zu haben, und durch die kriegsverbrecherischen Anschläge durch Pager und Funkgeräte sowie Ermordung der Führung, den Widerstand so geschwächt zu haben, dass endlich die ersehnte Besatzung des südlichen Libanons möglich wird. Aber auf Grund des immer noch bestehenden Widerstandes scheint man nun den Südlibanon wie Gaza behandeln zu wollen. D.h. vollständige Zerstörung, Vertreibung aller dort Lebenden.
Dazu gehört auch das massive Versprühen von Pflanzengift, um Felder unbestellbar zu machen.
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Analyse: Israels Pager-Angriff gegen die Hisbollah
Israel bombardiert weiterhin den Süden und Osten des Libanon
Vor allem die Aussagen des US-Botschafters in Israel müßten der gesamten Weltgemeinschaft bewiesen haben, was hinter dieser großzionisten Idee steckt.
Und wer glaubt, daß die Bemühungen wesentlicher Kreise um die radikale Reduzierung der Weltbevölkerung damit nicht zusammenhängen, muß extrem kurzsichtig sein.
Dabei wäre es gar nicht soo schwierig, global ca. 10 mrd. Menschen friedlich zusammenleben zu lassen.
Helfen wir doch den Afrikanern ein wenig selbstloser und selbstbestimmter zur guten Entwicklung – dann gehen die Geburtenraten automatisch zurück.
Und Wasser haben wir weltweit genug, um alle Trockengebiete fruchtbar zu machen.
Leiten wir doch die wasserreichen Flüsse entsprechend um oder entsalzen wir Wasser aus den ansteigenden Meeren.
Projekte und Beispiele dafür gibt es genug.
Die Umwelt- und Meeresverschmutzung muß natürlich viel mehr als bisher wesentlich reduziert werden.
In den Epstein Akten, welche zum kleinen Teil unter Druck zugänglich gemacht worden sind, steht eindeutig, dass die Mittelschicht und arme Menschen
keinen Platz auf dieser Erde für Epstein (vertritt die Rothschilds) haben.
Die NATO hat gegen die Taliban (Kinderschänder) verloren
und ISIS wurde von den „USA“ ausgebildet, ausgestattet und finanziert.
Die Epstein-Akten sind jetzt unbedingt – auch wegen Trumps Verwicklungen – offen zu legen, womit man die grauen Eminenzen zur Verantwortung ziehen könnte.
Auch die vernünftigeren Amerikaner müßten sich dafür einsetzen!
Ob das soo rechtzeitig geschieht, daß ein Großteil der NATO aus dem aktuellen Konflikt draußen bleibt, ist leider ungewiß.
Genau das „neutrale Verhalten der NATO“ – meinetwegen auch die Auflösung – wäre nötig.
Trump und Netanjahu sollen an der Wand gebremst werden – anders verstehen sie‘s nicht.