
Bio-Landwirtschaft übertrifft konventionelle in Sachen Gesundheit, Ertrag und Nachhaltigkeit – Studie
Der ökologische Landbau produziert Obst und Gemüse mit einem höheren Gehalt an Antioxidantien, geringeren Pestizidrückständen und einer geringeren Schwermetallbelastung als die konventionelle Landwirtschaft und stärkt gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems.
Eine umfassende Studie, die von Forschern der Prairie View A&M University in der Fachzeitschrift „Sustainability“ veröffentlicht wurde, hat die Argumente für den biologischen Landbau untermauert und dessen Überlegenheit gegenüber der konventionellen Landwirtschaft in Bezug auf Ernteerträge, Umweltvorteile und Ergebnisse für die öffentliche Gesundheit aufgezeigt.
Die Studie von Sixto A. Marquez et al mit dem Titel „Organic Production of Fruits and Vegetables in the US: Importance, Trends, and Challenges“ (Ökologischer Anbau von Obst und Gemüse in den USA: Bedeutung, Trends und Herausforderungen) analysierte Daten aus sechs Jahrzehnten (1960–2021) und kam zu dem Ergebnis, dass Bio-Obst und -Gemüse im Vergleich zu chemisch angebauten Produkten einen höheren Gehalt an Antioxidantien, geringere Pestizidrückstände und eine geringere Schwermetallbelastung aufweisen. Trotz dieser Vorteile hebt der Bericht systemische Hindernisse hervor, wie unzureichende staatliche Unterstützung und regionale Ungleichheiten, die Landwirte daran hindern, auf ökologische Methoden umzustellen.
Die Studie fasst jahrzehntelange Forschungsergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Bio-Landwirtschaft sowohl die menschliche Gesundheit als auch die Widerstandsfähigkeit der Umwelt verbessert.
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehören:
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Bio-Produkte enthalten deutlich mehr Antioxidantien und Phosphor, während sie weniger Cadmium und Pestizidrückstände aufweisen.
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Eine Ernährung, die reich an Bio-Lebensmitteln ist, steht in Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten.
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Politische Maßnahmen auf Bundesstaatsebene, wie die Anreize für die Bio-Zertifizierung in Kalifornien, haben sich bei der Unterstützung kleiner Landwirte als wirksamer erwiesen als Programme auf Bundesebene.
„Der Verzehr von Bio-Obst und -Gemüse als Teil einer ausgewogenen Ernährung kann Fettleibigkeit reduzieren, die Immunantwort verbessern und den Cholesterinspiegel senken“, schrieben die Autoren unter Berufung auf mehrere Studien.
Die wirtschaftlichen Argumente für die biologische Landwirtschaft sind ebenso überzeugend. Von 2007 bis 2021 stieg die Anbaufläche für biologisch angebautes Obst und Gemüse in den USA um über 100 %, wobei der Marktwert von 685 Millionen Dollar auf 1,9 Milliarden Dollar in die Höhe schoss. In Bundesstaaten wie Iowa boomten die Direktvermarktungsmärkte, während Maryland und Vermont einen Anstieg der Anbaufläche für Deckfrüchte um 115 % verzeichneten – eine wichtige ökologische Praxis, die die Bodengesundheit verbessert.
„Die Aussichten für Bio-Obst und -Gemüse sind vielversprechend“, schlussfolgerten die Autoren, „aber es müssen systemische Hindernisse beseitigt werden, um das volle Potenzial auszuschöpfen.“ Für Landwirte, politische Entscheidungsträger und Verbraucher gleichermaßen ist die Wahl klar: Bio ist nicht nur eine Alternative – es ist der Weg in die Zukunft.
Bild von Андрей auf Pixabay
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Windparks reduzieren Biomasseproduktion und verursachen Erwärmung – Studie
Neue EU-Saatgutregelung schränkt Biodiversität willkürlich ein
Ich habe vor, puh, sicherlich 12-13 Jahren schon eine Live-Studie direkt im Felde über ein Jahr beobachten können. Da wurden zwei separate Felder bearbeitet, eines mit gen-Pflanzen also konventionell und eines mit normalen echten Saatgut.
Das Ergebnis war verheerend gegen konventionellen Anbau. Ohne die Chemie der Industrie, wuchs das zeugs nicht und die Pflänzen waren absolut anfällig für Krankheiten. Sie waren wie Drogenabhängige und brachten sogut wie keinen Ertrag.
Im Gegensatz zu den normalen Pflanzen, die dazu noch widerstandsfähig waren und reichlich abwarfen und keine Chemie drüber gekippt wurde..
Es steckt also auch hier das übliche Geschäftsmodell dahinter und alle kassieren ab und am Ende ist es doch schnittfestes Wasser. Noch schlimmer sind die Zuchten auf Nährlösungen…
Man muss auch bedenken, dass Lebensmittel, die sehr nährstoffreich sind, viel schneller satt machen und somit weniger gegessen werden muss, solange die Energiedichte hoch genug ist, so dass man den nötigen Kraftstoff in Form von Energie liefert, was ja nach körperlicher und geistiger Betätigung mal mehr, mal weniger hoch ist.
Jeder kennt den Unterschied, wenn er darauf achtet, ober er die wässrigen Sorten Obst/Gemüse aus dem Markt isst und nie so recht satt scheint, bis er total voll ist, oder ob er frische vollreife Dinge aus der Natur/Garten isst. IdR. schmecken die ja auch schon besser und nahrhafter..
Beim Bio Anbau werden oft zwei Dinge bemängelt, Platzbedarf und Beiwuchs Probleme.
Ersters ist lösbarer, zweiteres hat das Problem der Ernten. Da man hier mehr investieren muss, um dies zu trennen, oder vorab mehr und öfter raus muss, um die zu beseitigen, was mehr Arbeit/Kosten verursacht.
Es gibt also durchaus auch Problemstellen, das bestreitet ja aber auch niemand..
Die Frage stellt sich, will man gesunde Menschen und will jeder das es ihm gut geht, leistungsfähig und gesund, oder stellen wir Profite drüber. Wobei man sich sicherlich auch moderne technologische Lösungen einfallen lassen könnte. Da bin ich mir sicher, ist aber spekulativ…