Gates verspricht 50 Millionen Dollar für KI für Gesundheitswesen in Afrika

23. Januar 2026von 3,9 Minuten Lesezeit

Die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) und OpenAI haben gerade ihren Plan bekannt gegeben, 50 Millionen Dollar bereitzustellen, um afrikanischen Ländern dabei zu helfen, KI zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung einzusetzen. Seine „Hilfe“ hat eine umstrittene Erfolgsbilanz.

Die Gates Foundation und OpenAI gründen eine 50-Millionen-Dollar-Partnerschaft, um mehreren afrikanischen Ländern dabei zu „helfen“, künstliche Intelligenz zur Verbesserung ihrer Gesundheitssysteme und zur Abmilderung der Auswirkungen von Kürzungen der internationalen Hilfe einzusetzen, sagte Bill Gates am Mittwoch. Die Partnerschaft mit dem Namen Horizon1000 plant, gemeinsam mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs zu ermitteln, wie die Technologie am besten eingesetzt werden kann, beginnend mit Ruanda.

Das klingt vielversprechend – aber man sollte auch nicht vergessen, warum viele Gemeinden, Forscher und Aktivisten in der Vergangenheit von Gates finanzierte Interventionen kritisiert haben.

Hier ist ein kurzer Überblick über einige der wichtigsten Kontroversen.

  • AGRA / „Grüne Revolution” in der afrikanischen Landwirtschaft

Kritiker sagen, dass die von Gates finanzierten Programme die Landwirte dazu gedrängt haben, patentiertes Saatgut, Düngemittel auf Basis fossiler Brennstoffe und industrielle Betriebsmittel zu verwenden, wodurch chemieintensive Monokulturen und die Kontrolle durch Konzerne gefördert wurden – ohne dass sich die Ernährungssicherheit wie versprochen verbessert hätte.

Kritiker beschreiben auch neokoloniale Dynamiken in diesem Modell und argumentieren, dass von Gates finanzierte Landwirtschaftsprogramme Lösungen fördern, die von westlichen Gebern und Unternehmen entwickelt wurden, während afrikanische Landwirte und Gemeinden wenig Kontrolle darüber haben, wie ihre Ernährungssysteme umgestaltet werden.

Afrikanische Wissenschaftler und zivilgesellschaftliche Gruppen argumentieren, dass dieser Ansatz die Ungleichheit und die ökologischen Schäden verschlimmert habe.

  • Einfluss auf die Prioritäten der WHO

Eine Analyse der BMGF-Zuschüsse an die WHO (2000–2024) kommt zu dem Schluss, dass die Abhängigkeit von zweckgebundenen freiwilligen Mitteln die Prioritäten verzerrt: Die Gates-Finanzierung begünstigte vor allem Infektionskrankheiten – insbesondere Polio und Impfstoffe –, während Gesundheitssysteme, nicht übertragbare Krankheiten und allgemeinere Gesundheitsfaktoren unterfinanziert waren.

  • „Technokratische Lösungen” vs. reale Bedürfnisse

Kritiker argumentieren, dass von Gates finanzierte Initiativen oft eng gefasste, technologieorientierte Lösungen priorisieren, die auf schnelle, messbare Ergebnisse abzielen. Diese Ansätze sind zwar technisch effektiv, übersehen jedoch möglicherweise tiefere strukturelle Probleme wie schwache Gesundheitssysteme, Armut, Infrastrukturdefizite und Governance-Probleme, wodurch ihre tatsächliche Wirkung eingeschränkt wird.

Die Sorge ist, dass durch Geber vorgegebene Prioritäten eher die Symptome als die Ursachen bekämpfen und gleichzeitig die Entscheidungsgewalt von den am stärksten betroffenen Gemeinschaften weg verlagern.

  • Große Philanthropie = große politische Macht

Kritiker argumentieren, dass Gates‘ Philanthropie wie ein Machtbroker wirkt, der die Politik und den öffentlichen Diskurs prägt, wobei Bedenken hinsichtlich Transparenz, „Unterzuschüssen”, Zwischenhändlern und Vertraulichkeitspraktiken bestehen, die die Verfolgung der Finanzierungsströme erschweren können.

  • Impfstoffpatente und globaler Zugang

Während der COVID-Pandemie warfen Kritiker Gates vor, Modelle zum Schutz geistigen Eigentums zu verteidigen, die die Produktion begrenzen und den Zugang ungleich gestalten – während die Welt über Patentverzicht und Technologietransfer debattierte.

  • Fossile Brennstoffe vs. Klimabotschaften

Berichte zitierten Beteiligungen des Gates Foundation Trust an Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie, selbst nach Divestment-Forderungen – was die Kritik schürte, dass das Investitionsverhalten im Widerspruch zur öffentlichen Klimapositionierung steht.

  • Gentechnik in Afrika: Ziel Malaria

Mehrere Berichte weisen auf wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Bedenken hinsichtlich gentechnisch veränderter Mücken hin, darunter Mängel bei der Risikobewertung sowie mangelnde Zustimmung und Transparenz.

Burkina Faso beendete das Projekt schließlich unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich der biologischen Sicherheit, der begrenzten Wirksamkeit in der Anfangsphase und der Souveränität.

Dabei wäre die Bekämpfung von Malaria sehr einfach und billig machbar mit methylenblau. Um 25 Euro kann man 500 Kranke heilen, oder bei Tausenden vorbeugen. Ich verwende es selbst bei Reisen in Afrika.

MB ist altbekannt als hochwirksames Malariamittel. Es vernichtet die Plasmodien (Erreger der Malaria) garantiert, schützt vor Krankheit und heilt sie, selbst wenn sie chronisch ist. Es ist mittlerweile wirksamer als seine Abbauprodukte Chloroquin und Hydroxychlorquin, da viele Arten der Plasmodien dagegen Immunität entwickelt haben. Würde die WHO MB forcieren, statt nicht existierende Pandemien wie Mpox auszurufen, wodurch einzig der Pharma-Medizin-Komplex verdient, könnten in Afrika Zehntausende Leben gerettet werden. Studien dazu finden sich zum Beispiel hier, hier und hier (MB seit 1891 als Malariamittel bekannt).

Bild: Screenshot Davos Video

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4 Kommentare

  1. OMS 23. Januar 2026 um 11:35 Uhr - Antworten

    Wo BG, oder andere selbst ernannte Philanthrop, die Finger im Spiel haben, kommt bestimmt nichts Gutes heraus. Reich wird man nur auf Kosten von anderen. Diese Superreichen haben nur $ im Kopf, sind aber sicher keine Mutter Teresa!

  2. Gabriele 23. Januar 2026 um 11:28 Uhr - Antworten

    Oh ja, wird er sich denken….was für wundervolle „Möglichkeiten“, da unten auch nachhaltig für „Ordnung und Gesundheit“ zu sorgen.
    Gib einem wie ihm Geld und Macht und er zeigt dir sein Gesicht. Oder wie man so schön sagt „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen…“, dann weiß man, welchen Baum man vor sich hat.

  3. Leontinger 23. Januar 2026 um 10:10 Uhr - Antworten

    In älteren Videos gibt Gates während eines Gesprächs zu, dass Behandlungen wir die Corona-Impfung, zur Reduzierung der Weltbevölkerung dienen. Er ist und bleibt ein Eugeniker und er ist und war nie Philanthrop!

  4. Jakob 23. Januar 2026 um 9:11 Uhr - Antworten

    Schon wenn ich die ersten Wörter „Gates verspricht …. “ lese stellen sich meine (fast nicht mehr vorhandenen 🤫) Haare auf.
    Der Typ hat doch nur seine eigenen Interessen im Kopf und geht dafür über, die zumindest sprichwörtlichen, Leichen.

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