Thermische Sanierung von Altbauten: Wunschdenken und Datenlosigkeit

20. Januar 2026von 11,3 Minuten Lesezeit

Wenn Geistesschwäche auf scheinheilige Tugendhaftigkeit trifft, dann ist man … in Norwegen angekommen. Letzte Woche haben wir an dieser Stelle über die wohl unlauteren Machenschaften betreffend die Energieeffizienz-Kennzeichnung durch die norwegischen Behörden gesprochen; diese Woche wenden wir uns einer anderen Gretchenfrage der „Energiewende“ zu: was ist besser, eine thermische Sanierung oder ein Neubau? Dies ist der zweite Teil einer Serie darüber, wie „gute Absichten“ das Leben, den Geldbeutel und die Psyche ganz normaler Menschen zerstören, da Wunschdenken und Realität in Zeiten der „Energiewende“ schwer, wenn überhaupt vereinbar sind.

Der folgende Beitrag gliedert sich in zwei Teile: zunächst eine Beitrag aus dem norwegischen Rundfunk, auf den eine auszugsweise Diskussion einschlägiger, relevanter Forschungsergebnisse folgt. Den Abschluss bilden einige ausdeutende Kommentare meinerseits.

Alle nichtdeutschen Passagen habe ich für die geneigte Leserschaft aus dem Norwegischen übersetzt, die Hervorhebungen und [Zusatzkommentare] stammen ebenso von mir.

*** Beginn der Übersetzung ***

Geldverschwendung – Die Regierung wirbt für neue Fenster: Was bringt es Hausbesitzern?

Von Håvard Nyhus, NRK, 3. Januar 2025 [Quelle; archivierter Link]

Die Antwort ist immer dieselbe: „Man muss etwas kaufen, denn dann ist es gut fürs Klima“, sagt Jens Frøne und fügt hinzu:

„Es ist egal, was es ist. Hauptsache, man kauft irgendwo ein, hat etwas beigetragen.“ [Dieser Gedanke gilt auch – und gerade deshalb – für Elektroautos.]

Frøne ist Zimmermann und Baumeister und hat Trends kommen und gehen sehen:

Neue Fassadenverkleidungen (die Holzfassaden nordischer Häuser), neue Fenster, neue Steuerungssysteme und neue Lüftungssysteme.

„Wenn ich etwas garantieren kann, dann, dass die meisten Investitionen in die eine oder andere Richtung fehlgeleitet sind“, bemerkt er und fügt hinzu:

Abgesehen von Dachbodendämmung und neuen Dichtungsstreifen ist es am besten, gar nichts zu tun, wenn man den Planeten retten will.

2024 wurden 700.000 Fenster an norwegische Hausbesitzer verkauft.

Das ist viel Geld, aber laut den Behörden sind Energiesparfenster eine Art „Überraschungsei“ mit drei Vorteilen:

  • Neue Fenster senken die Energiekosten und sparen norwegischen Verbrauchern somit Geld.
  • Der geringere Bedarf setzt Energie für „bessere“ Zwecke im Rahmen der Energiewende frei.
  • Die neue energiearme Gesellschaft ist entscheidend für die nationale Klimaresilienz und eine Voraussetzung dafür, dass Norwegen seinen Teil des Pariser Abkommens erfüllt.
[Vergessen Sie nicht, dass der Energieverbrauch pro Kopf und der Wohlstand eng miteinander verbunden sind.] Anders ausgedrückt: Es gibt keine reiche, energiearme Gesellschaft.

Norwegische Verbraucher werden getäuscht.

„Das ist der große Fensterbetrug“, sagt Ole Thorstensen.

Er ist Schreiner und hat mehrere Bücher über die systematische Abwertung der praktischen und handwerklichen Fähigkeiten norwegischer Handwerker geschrieben.

Er glaubt, dass die in Norwegen grassierende Fensterwechselwelle zwei Ursachen hat:

  • Eine Industrie, die gutes Geld damit verdient, norwegischen Hausbesitzern neue Fenster aufzuschwatzen.
  • Ein politisch gesteuerter Vertriebsverband, der sich einen Namen machen will.

„Norwegische Verbraucher sind verunsichert, ob sie das aus Klimaschutzgründen oder aus Kostengründen tun“, sagt er.

Daher hat er mehr Verständnis für diejenigen, die ihre Fenster austauschen, um den Wohnkomfort zu erhöhen oder den Wert ihres Hauses zu steigern, obwohl Studien zeigen, dass Hauskäufer beim Kauf eines neuen Hauses unterschiedlich stark auf Fensterstandards achten.

Laut einer Berechnung auf der Website von Enova spart ein Einfamilienhaus mit 27 Quadratmetern Fensterfläche durch den Austausch der alten Fenster jährlich 3.240 NOK [Umrechnung 12 NOK = 1 Euro; das ist übrigens dieselbe Staatsfirma, die seit 2017 massiv mit den Strom-Verbrauchsdaten manipuliert].

Bei angenommenen Kosten von 100.000 NOK für die neuen Fenster inklusive Einbau amortisiert sich die Investition nach gut 30 Jahren.

In der Berechnung wird ein Energiepreis von 1 NOK/kWh angenommen. Im Jahr 2024 lag der Durchschnittspreis in der teuersten Region des Landes (NO2) bei 58 øre/kWh [was ist schon eine Abweichung von 42% von der Realität unter Klimaexpertenden; Anm.: in einer früheren Version ist mir an dieser Stelle ein Tippfehler unterlaufen – denn statt 58 NOK waren, wie auch im verlinkten Original ausgewiesen, øre gemeint (1 NOK = 100 øre)].

Die Berechnung geht außerdem davon aus, dass 40% des Wärmeverlusts eines Gebäudes auf die Fenster zurückzuführen sind.

Denkmalamt: Schätzungen zu hoch

Im Artikel „Warum Sie die alten Fenster behalten sollten“ (Originaltitel: Kvifor du bør behalde dei gamle vindauga) argumentiert Marte Boro vom Nationalen Denkmalamt (Originaltitel: Riksantikvaren), dass ältere Fenster einen höheren ästhetischen und kulturellen Wert besitzen [m.E. ein berechtigter Einwand].

Sie weisen jedoch auch darauf hin, dass der [eigentlich: jeder potenzielle] Energiegewinn [dessen Existenz fraglich ist] den ökologischen Fußabdruck der Herstellung neuer Fenster, die zudem eine kürzere Lebensdauer haben, nicht ausgleicht.

Die Regierung kennt die Zusammenhänge nicht

Der Austausch alter Fenster ist eine schlechte Klimaschutzmaßnahme“, sagt Ola Fjeldheim von der norwegischen Denkmalschutzorganisation Fortidsminneforeningen.

Er sagt, die mit Transport und Produktion neuer Fenstergardinen verbundenen Klimaemissionen seien „in den meisten Fällen so hoch, dass sie sich innerhalb ihrer Lebensdauer nicht amortisieren“ [Ups, hat Ihnen etwa irgendein Politiker – insbesondere der „grünen“ Sorte – das verschwiegen?]

Er fügt hinzu:

Aus ökologischer Sicht ist die Rechnung noch deutlicher: Neue Fenster benötigen viele Ressourcen und erzeugen viel Bauschutt.

[Hier folgt ein Infokasten darüber, der an dieser Stelle ausgelassen wird.]

Dies geschah zu der Zeit, als der TEK-Standard [die norwegische Bauordnung] geändert wurde, um die Reduzierung des Energieverbrauchs in norwegischen Gebäuden zu berücksichtigen.

Der erste Schritt erfolgte 2010 unter Ministerpräsident Jens Stoltenberg, und seitdem hat sich TEK10 zu TEK17 weiterentwickelt.

Wenn Sie sich aber fragen, wie viel die Anhebung des Standards – in Form von Abriss, Neubauten und anderen Modernisierungen – gekostet hat, lautet die Antwort: Die Behörden wissen es nicht.

Die Regierung hat schlichtweg keine Daten dazu

Wir verfügen derzeit über kein Modellsystem zur Abschätzung der Gesamtkosten und des Nutzens der norwegischen Klimapolitik.

So schrieb das Finanzministerium noch im Jahr 2020.

Ein Bericht von Asplan Viak (2018) liefert dennoch einige Anhaltspunkte:

Bei einem Neubau dauert es mehr als 50 Jahre, bis die anfänglichen Emissionen aus der Bauphase durch die Vorteile des geringeren Energieverbrauchs im Betrieb kompensiert werden [weitere Passagen aus diesem Bericht folgen weiter unten].

Eine ähnliche Studie aus dem Jahr 2021 zeigte, dass die Sanierung eines alten Holzhauses größere Klimavorteile brachte als der Bau eines neuen Passivhauses.

Profitabel für den Geldbeutel und das Klima

Frank Ivar Andersen leitete von 2007 bis 2021 den Norwegischen Meisterverband der Bauhandwerker und ist derzeit politischer Berater bei Bygghåndverk Noreg [dem norwegischen Zimmererverband]:

Wir sind der Ansicht, dass ein Fensteraustausch sowohl für Ihren Geldbeutel als auch für das Klima vorteilhaft ist, wenn Wartungsarbeiten anstehen.

Er räumt ein, dass Energie- und Klimainteressen nicht immer vereinbar sind.

Als die Anforderungen verschärft wurden, lag der Fokus vor allem auf der Energieeffizienz. Die Klimabelastung durch Produktion, Transport und Abfall der ausgetauschten Produkte wurde dabei weniger beachtet.

In diesem Sinne hat Ole Thorstensen Recht.

Seine größte Sorge ist jedoch, dass norwegische Hausbesitzer beim Fensteraustausch dazu neigen, die günstigste Option zu wählen:

Leider sind nur 40 % der neu eingebauten Fenster von bester Qualität.

Das ist bedauerlich, da der Preisunterschied zwischen den besten und den zweitbesten Fenstern gering ist und die eingebauten Fenster viele Jahre lang mit schlechterer Energieeffizienz in der Fassade verbleiben.

Hilde W. Wibe ist Geschäftsführerin des Branchenverbands der Forstwirtschaft Norske trevarer, der die norwegischen Fensterhersteller vertritt.

Sie wünscht sich eine Situation wie in Dänemark, wo die Behörden den Verkauf von ausschließlich energieeffizienten Fenstern vorschreiben [was ist schon ein bisschen Planwirtschaft so under nordischen Freunden, was hierzulande übrigens „Marktwirtschaft“ heißt, wo alle Entscheidungen für einen getroffen werden]:

Unsere größte Sorge ist, dass die Menschen bei ihrer großen Investition Fenster wählen, die nicht die größte Energieeinsparung bieten [lassen sich diese Einsparungen überhaupt messen? Eine berechtigte Frage, hat die Regierung ja zugegeben, dass sie keine Daten hierzu hat].

Sie erklärt, dass die Fensterindustrie bestrebt ist, so viel Holz aus der Region wie möglich zu verwenden und dass sie maßgeblich zur Einführung eines Rücknahmesystems für alte Fenster beigetragen hat.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass der Austausch von Fenstern sowohl eine Maßnahme zum Energie- als auch zum Klimaschutz ist“, sagt Hilde W. Wibe und fügt hinzu: „Die Menschen sparen dadurch auch Geld bei den Stromkosten“ [was nicht zwingend aufrichtig bemessen wird].

*** Ende der Übersetzung ***

Die „Experten™“ haben eine Studie durchgeführt

Hier ein Auszug aus der Studie mit dem Titel „Lebenszyklusanalyse und historische Gebäude: Energieeffiziente Sanierung versus Neubau in Norwegen“(Originaltitel: Life cycle assessment and historic buildings: energy-efficiency refurbishment versus new construction in Norway) von Berg & Fuglseth, erschienen im Journal of Architectural Conservation, Band 24 (2018). Darin präsentieren die Autoren

Ergebnisse einer norwegischen Lebenszyklusanalyse (LCA), in der die Netto-Klimavorteile der Sanierung eines historischen Wohngebäudes aus den 1930er-Jahren mit dem Neubau nach modernen Bauvorschriften verglichen werden.

Die Ergebnisse sind durchaus bemerkenswert. Eine ihrer Fallstudien – ein Einfamilienhaus aus den 1930er-Jahren – wird wie folgt beschrieben:

Zu den Sanierungsmaßnahmen gehörte der Einbau eines großen Holzofens, der den Großteil des Heizbedarfs deckt und durch eine Wärmepumpe ergänzt wird. Die Bewohner der Villa Dammen nutzen während der Heizperiode eine Temperaturzonenregelung und senken die eingestellte Temperatur im Gebäude, wenn sie nicht zu Hause sind. Solche Maßnahmen gelten in Energieverbrauchssimulationen nicht als Standard [Ach, wie interessant, dass diese Variable in den schicken Modellen fehlt]. Folglich ist der tatsächlich gemessene Energieverbrauch in der Villa Dammen in den zwei Jahren nach der Sanierung deutlich niedriger als der geschätzte Energieverbrauch aus den Simien-Simulationen, die als Grundlage für die Ökobilanz dienten [Ach, die Modelle verwenden also ganz andere Werte – wie weit liegen die denn daneben? Leider schweigt die Studie dazu (aber Sie können das teilweise hier nachlesen)]. Daher wurden in der Studie auch Szenarien untersucht, in denen der tatsächliche gemessene Energieverbrauch berücksichtigt wurde.

Hier ist ein Bild der sog. „Villa Dammen“ in der Nähe von Moss, wie es in dem erwähnten Zeitschriftenartikel eingepflegt ist:

Die Ergebnisse werden Sie schockieren:

Über einen Zeitraum von 60 Jahren sind die Netto-Lebenszyklusemissionen des Neubaus nur etwa 8 % niedriger als die der sanierten Villa Dammen.

Entsprechend beträgt die Zeitspanne, bis sich die Emissionsersparnis durch den geringeren jährlichen Energieverbrauch des Neubaus im Vergleich zur modernisierten Villa Dammen amortisiert hat, rund 52 Jahre.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Es dauert 52 Jahre, bis sich die Emissionen eines neuen, hochmodernen „grünen“ Gebäudes im Vergleich zur Sanierung bestehender Gebäude amortisiert haben.

Und dann ist da noch diese Erkenntnis:

Der tatsächliche gemessene Energieverbrauch im sanierten Gebäude ist, wie bereits erwähnt, deutlich niedriger als der mit Simien geschätzte – fast 50 % niedriger als der geschätzte Energieverbrauch im Szenario ohne Sanierung. Dies ist auf das systematische Energiesparverhalten der Bewohner zurückzuführen. Vergleicht man die sanierte Villa Dammen mit dem Neubau anhand des tatsächlich gemessenen Energieverbrauchs anstatt anhand standardisierter Schätzungen, so sind die Netto-Lebenszyklusemissionen des Neubaus über den 60-jährigen Analysezeitraum um 10 % höher.

Ihr Verhalten spielt also eine weit größere Rolle als alles, was moderne Technologie leisten kann.

Im Idealfall treffen wir bewusste Entscheidungen für unser Leben, ziehen die Konsequenzen daraus und diese Realität findet Eingang in die politische Debatte. Genau das fehlt jedoch bei so vielen, wenn nicht sogar allen Klimapolitiken.

Unsere Studie bestätigt somit auch frühere Untersuchungen: Die Sanierung historischer Gebäude kann deren Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Neubauten gleichwertig oder sogar besser reduzieren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, den Erhalt historischer Gebäude in Bauvorschriften und Umweltrichtlinien stärker zu fördern und die Denkmalpflege als Forschungsfeld zu etablieren, um Klimapolitik in strategische Handlungsoptionen für Entscheidungsträger zu übersetzen.

Oh, ihr Politikenden, verabschiedet euch von den großzügigen Geschenken der Bauindustrie.

Unterm Strich: Keine Daten, aber viel Gratismut (plus Planwirtschaft)

Schmerzhaft, nicht wahr? Die Erkenntnis, dass Politiker und Experten einem das eine versprochen und einen dafür gelobt haben, dass man ihren Rat befolgt hat – nur um dann festzustellen, dass alles nur ein Betrug war.

Verbraucher treffen rationale Entscheidungen (Preise), und diejenigen, die (buchstäblich) neue Regeln erfinden, tun dies auf der Grund … nun, wovon eigentlich?

Hier erneut das Eingeständnis des norwegischen Finanzministeriums:

Wir verfügen derzeit über kein Modellsystem zur Abschätzung der Gesamtkosten und des Nutzens der norwegischen Klimapolitik.

Aber wir verstärken unsere Bemühungen, nur für alle Fälle.

Die Leidtragenden sind wir alle, nicht die Politiker und Experten.

Es gibt unzählige Profiteure, von Politikern über Medienschaffende und Wissenschaftler bis hin zu allen Zulieferern der Industrie sowie all den „grünen“ Beratern u.v.m.

Die Gewinne aus den höheren Preisen landen direkt in ihren Taschen.

Letztendlich sollten diese Gauner alle rausgeschmissen werden, weil sie die Öffentlichkeit jahrzehntelang mit (beinahe) Gewissheiten manipuliert haben, obwohl es in Wirklichkeit nur eine Reihe von „Szenarien“ gibt.

Diese Erkenntnis wird ein böses Erwachen bedeuten.

Falls Sie der Meinung sind, dass dies ein (zu) hartes Verdikt meinerseits ist, geben Sie mir bis Ende der Woche, dann erzähle ich Ihnen wie viel Subventionen die Osloer Regierungen für deren sprichwörtliches Vorzeigeprojekt der „Elektromobilität“ aus dem Fenster geworfen hat.

Das ist nämlich auch ohne Datenbasis und ohne jegliche Datensammlung über deren Kosten/Nutzen gelaufen.

Bild: Screenshot von https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13556207.2018.1493664?scroll=top&needAccess=true#d1e274

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3 Kommentare

  1. Andrius 23. Januar 2026 um 9:39 Uhr - Antworten

    Ein wichtiges Thema und ein guter Artikel, danke. Was ich nicht verstehe: „In der Berechnung wird ein Energiepreis von 1 NOK/kWh angenommen. Im Jahr 2024 lag der Durchschnittspreis in der teuersten Region des Landes (NO2) bei 58 NOK/kWh [was ist schon eine Abweichung von 42% von der Realität unter Klimaexpertenden].“ Die Zahlen passen einfach nicht zusammen, weder mit den offiziellen Strompreisen noch mit dem Link, der ins Nirgendwo führt….. Bin gerade am Übersetzen ins Litauische ;)

  2. Jan 21. Januar 2026 um 8:58 Uhr - Antworten

    Seit etwa 2005 fällt überall die Industrieproduktion. Das hängt mit der verringten Verfügbarkeit billiger Energie zusammen.

    Wenn dadurch Überkapazitäten abgebaut werden, gibt es einen Punkt, wo die letzte Glasfabrik die Pforten schließen muss. Dann gibt es kein Flachglas mehr oder es muss aus China importiert werden. Eine der zwei großen europäischen Glasfabriken wäre in den Coronajahren beinahe draufgegangen.

    Glasherstellung ist schwierig. Das macht man nicht einmal eben in der Garage. Beim Floatglasverfahren schwimmt die heiße Glasmasse auf geschmolzenem Zinn in einem meterlangen Ofen und kühlt bis zur Erstarrung herunter. Diese Öfen kann man nicht ausschalten, dann erstarrt das Zinn und die Öfen sind kaputt. Andere Verfahren führen zu Glas mit anderen Eifenschaften, das man nicht so nutzen kann, wie wir das heute tun wollen. Außerdem gibt es diese Anlagen kaum noch.

    Wenn man also den Ofen erhalten will, muss man eine Nachfrage schaffen, die den Ofen auslastet. Der Preis muss so hoch bleiben, dass sich der Betrieb lohnt.

    Natürlich könnte man auch einfach die Rahmen austauschen, wenn das Glas noch gut ist. Es ist anzunehmen, dass das Glas länger hält als die Rahmen.

    Lastet man die Anlage nun künstlich aus und baut man mit dem Glas zB lauter Gewächshäuser und man muss aus irgendeinem Grund doch auf die Anlage verzichten, dann kann man die gewohnten Pflanzen nicht mehr anbauen, eventuell muss man vermehrt auf Tiere setzen und die Bevölkerung und evtl die Medizin müssen ihre Gewohnheiten umstellen.

    Wenn man sagt, wir brauchen keinen Ofen, weil es gibt ja nich einen in China, dann muss man eventuell Krieg führen, um die Transporte zu sichern und man macht sich erpressbar. So hängt alles mit allem zusammen.

    Das ist das Problem mit Degrowth: Komplexe Systeme, solches sind Zivilisationen, fallen wie beim Mikado-Spiel über Kipppunkte zusammen. Kapitalismus verträgt kein Minuswachstum. Peter Turchin hat an historischen Beispielen gezeigt, dass man Kipppunkte moderieren und verschieben kann. Beispielsweise hat das Bevölkerungswachstum in UK zu Ernährungsproblemen geführt, die dann zu Instabilität und Zerfall führen hätten sollen. Durch die Einführung der Vierfelderwirtschaft war es jedoch möglich, die Ernährungslage zu verbessern. Das ist ein Beispiel kluger und bedachter Führung!

    Der Schluss des Artikels ist völlig richtig. Es gibt jedoch noch weitere Regelkreise, die berücksichtigt werden müssen.

  3. VerarmterAdel 20. Januar 2026 um 15:40 Uhr - Antworten

    Natürlich geht es um das „Great Taking“ and „You will own nothing and be happy“ (to die).

    „Norwegen rät seinen Bürgern, sich auf mögliche Beschlagnahmungen von Eigentum im Kriegsfall vorzubereiten, teilt das Militär mit.

    Tausende Norweger erhielten am Montag Briefe vom Militär, in denen sie darüber informiert wurden, dass ihre Häuser, Fahrzeuge, Boote und Maschinen im Kriegsfall beschlagnahmt werden könnten.

    „Die Anfragen sollen sicherstellen, dass die Streitkräfte im Kriegsfall Zugang zu den für die Verteidigung des Landes notwendigen Ressourcen haben“, erklärte das Militär in einer Stellungnahme.

    Norwegen und zahlreiche andere Länder in Europa drängen auf einen Krieg mit Russland.“

    — Norway Informs Citizens of Property Requisitions During Wartime – https://stateofthenation.info/?p=48227

    Ist das im kriegsgeilen Klimagottesstaat Saublödistan anders? Nein, natürlich nicht, aber natürlich sind die besten Regierungen im besten Deutsch, das es je gab, gründlicher.

    „Die deutsche Regierung will also im sogenannten Bedrohungsfall – also nicht erst im Kriegsfall, sondern es reicht schon, dass sie eine angebliche Bedrohung bekannt zu geben brauchen – alle Firmen übernehmen, die gesamte Infrastruktur der Firma, alles Equipment, Maschinen und Werkzeug, alle Autos, Lastwagen, alle Computer genauso wie alle Gebäude und Räume der Firmen.

    Sie wollen auch das gesamte Private, also Räume, Autos und Privatbesitz übernehmen.

    Die Firmen müssen das produzieren, was der Staat ihnen sagt.

    Sie wollen alle Arbeitsprozesse bestimmen, wer, wann, wo, wie viel arbeitet, und wer kündigt, wird verhaftet und an die Front geschickt.

    Das ist die Übernahme einer jeden Firma samt Personal, einer jeden Webseite und aller Nachrichtensender.

    Insoweit sie sie nicht eh schon alle haben.

    Zusätzlich wollen sie alle Männer und Frauen von 18 bis 60 entweder einberufen oder heranziehen zu Dienst und Hilfe beim Militär.“

    — Die schockierende Wahrheit über Trumps Nahost-Mission und ihre immense Bedeutung für Europa und den Westen ingesamt – https://coronistan.blogspot.com/2025/05/die-schockierende-wahrheit-uber-trumps.html

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