Studie über Altersverteilung von Covid Risiken – Vergleich mit Impfrisiko

Seit langem ist bekannt, dass das Risiko einer Corona Infektion und Erkrankung bei jungen Menschen sehr gering ist, aber mit dem Alter doch stark ansteigt. Wobei die Ursache überwiegend die Vorerkrankungen sind und nicht durch das Alter als solches. Sonst hätte nicht Japan mit seiner weltweit ältesten Bevölkerung (29% über 65) nur zwischen einem Zehntel bis einem Dreißigstel der Todesfälle europäischer Länder.

Die als Preprint erschienene Studie ermittelt altersspezifischen Raten, mit denen mit SARS-CoV-2 infizierte Personen eine schwere, kritische oder tödliche Krankheit entwickeln. In dieser Studie werden Schätzungen dieser Raten vorgestellt, die auf serologischen Studien aus mehreren Ländern beruhen sowie öffentlichen Daten über Krankenhauseinweisungen und Sterblichkeit. Die Ergebnisse zeigen, dass das Risiko einer schweren und kritischen Erkrankungen stark mit dem Alter ansteigt, jedoch weit weniger stark als das Risiko einer tödlichen Erkrankung.

In der Tabelle ist die geschätzte altersspezifische Häufigkeit von schweren Erkrankungen (ISR), kritischen Erkrankungen (ICR) und tödlichen Erkrankungen (IFR) bei infizierten Personen aufgetragen. Die Schätzungen ergeben sich aus der Auswertung von Antikörper-Studien in insgesamt 13 Staaten von Großbritannien, über die Schweiz, Schweden, Spanien, USA bis nach Neuseeland und Südkorea.

Nochmals die Daten für die Infektionssterblichkeit IFR separat angegeben:

Nun wissen wir, dass Todesfälle Covid zugeordnet werden, so sie innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Test oder einer Diagnose passierten. Also auch dann, wenn man zur Krebsbehandlung ins Spital kommt, dort infiziert und anschließend positiv getestet wird und am Krebs stirbt; oder ein tödlicher Autounfall innerhalb der 28-Tage-Frist.

Vergleich mit der Wahrscheinlichkeit von Impf-Nebenwirkungen

Von Interesse wäre jetzt ein Vergleich mit der Sterblichkeitsrate nach den Gentechnik-Impfungen. In der Einleitung zur Studie wird behauptet: „Wichtig ist, dass die geschätzte Rate schwerer Krankheitsfolgen bei Jugendlichen um eine Größenordnung höher ist als die gemeldete Rate von Impfstoff Nebenwirkungen.“

Auf welcher Datenbasis beruht die Behauptung. Offenbar auf keiner, sonst wäre sie angeführt. Die Meldung von Nebenwirkungen erfolgt je nach Land völlig unterschiedlich. Die Nachbarländer Niederlande, Deutschland und Österreich meldeten bis 28. Mai in der europäischen Datenbank für je 100.000 Impfungen folgende Zahl von Nebenwirkungen: 701, 38 und 331. Wenig wahrscheinlich, dass dies korrekt ist, insbesondere ist nicht einzusehen, warum Deutschland nur 38 Nebenwirkungen hat, Österreich 10 mal und Holland 20 mal so viele.

Mit vergleichbarer Methodik wie die Covid-Todesfälle gezählt werden, hat Public Health Schottland wie berichtet in der Zeit vom 8. Dezember 2020 bis 11. Juni 2021 insgesamt 5522 Todesfälle gezählt, die innerhalb von 28 Tagen nach der 1. oder 2. Dosis aufgetreten sind. Geimpft wurden in diesem Zeitraum insgesamt 3,48 Millionen Menschen. Damit ergibt sich eine Impf-Sterblichkeitsrate von 0,16%.

Hier ist noch zu beachten, dass das Risiko bei der Impfung tatsächlich vorhanden ist, eine Infektion dagegen nicht sicher vorhersagbar ist, und eine Infektion sowie Erkrankung auch nach der Impfung so ziemlich die gleiche Wahrscheinlichkeit hat wie ohne.

Damit beginnen Nutzen und Risiko durchschnittlich erst im Alter von ab 50 Jahren gleich zu werden oder zu überwiegen. Dabei ist noch zu bedenken, dass Nebenwirkungen bei Impfungen umso häufiger auftreten, je jünger die Impflinge sind. Dass zeigt die unvollständige Statistik der österreichischen Erfassung von Nebenwirkungen, die laut Pharmazeutischer Gesellschaft Pharmig, aber nur 6% des tatsächlichen Aufkommens erfassen (Daten bis 23.7.20221):

Dänemark hat angekündigt, dass alle Maßnahmen aufgehoben werden, sobald alle Menschen über 50 die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen. Wie Respekt.plus berichtet fallen ab 1. September die Restriktionen fürs Nachtleben: Alkohol darf nachts wieder verkauft werden, Discos können öffnen. Beim Besuch von Restaurants, Festivals oder körpernahen Dienstleistern sind dann keine Impfnachweise und Tests mehr nötig. Am 1. Oktober soll der „Corona-Pass“ genannte Nachweis dann ganz auslaufen. Auch gibt es etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Kapazitätsgrenzen mehr.

Bild von Arek Socha auf Pixabay

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22 Kommentare zu „Studie über Altersverteilung von Covid Risiken – Vergleich mit Impfrisiko

  1. Was sagt uns die Tabelle:

    a) Lungenentzündung ist der Freund der Alten. Nichts Neues.

    b) Aber 82,3% ALLER MENSCHEN ÜBER 80 STERBEN NICHT AN covid19.

    Über diese Todesursachen könnten wir auch mal reden.

    Warum bin ich so unempfänglich – wie hiess das kürzlich? Ach ja: nicht suszeptibel! – für Panikmache?

    c) Alle Menschen sterben.

    Frage: Wieviele davon LEBEN vor ihrem Tod wirklich?

    1. “Frage: Wieviele davon LEBEN vor ihrem Tod wirklich?“

      Berechtigte Frage, zumal moderne Medizin überwiegend nicht die Lebenserwartung erhöht, sondern vielmehr Todesvermeidung betreibt und, je älter man demgemäß werden kann, man umso mehr zum Produkt verkommt. HEILUNG NEBENSACHE von Dr. med. Gerd Reuther – diesbezüglich lesenswert.

  2. @ Arturo:
    „Frage: Wieviele davon LEBEN vor ihrem Tod wirklich?“
    Eine absolut wichtige Frage.
    Der Punkt ist in meinen Augen, dass diejenigen, die in dieser Welt momentan das Sagen haben, eher ein für sie lukratives Dahinvegetieren der Menschen zu präferieren scheinen als ernsthaft einen Lebenstil zu unterstützen, der das Leben wirklich lebenswert machen würde.
    Genau darum geht es ja im Kern beim Fearmongering.
    Wenn Sie mich daher fragen, dann antworte ich: Dieses System muss weg. Und dafür setze ich mich momentan ein.
    Denn ich würde es toll finden, wenn es klappen würde, anstelle des geplanten KI-Systems das sog. NI-System aufzubauen.
    Das Nl-System basiert auf einer sinnvollen Einbettung unserer Errungenschaften in die Natur sowie auf dem Grundsatz, dass wir diese und uns in Ehren halten. Es handelt sich im Grundsatz um ein kooperatives System.
    Es ist der Gegenentwurf zum KI-System.
    Denn anstatt zu trennen, verbindet es.

    1. „(…) dass diejenigen, die in dieser Welt momentan das Sagen haben, (…)“

      Und sind das nicht Sie und ich?
      Denn wenn nicht, dann leben wir gerade nicht.

      „Wer sind Sie/sie, mir zu sagen, wie ich zu leben habe?“ Wenn wir diese Frage als Filter benutzen, holen wir uns das „Sagen-haben“ unmittelbar zurück.

  3. @Arturo: Also, immerhin habe ich schon einmal einen möglichen Gegenentwurf angerissen, der mir besser gefallen würde…
    Momentan weiss ich natürlich nicht, ob er mehrheitsfähig wäre. Aber da die KI-Typen anscheinend so viele Tricks und Kniffe anwenden müssen, um mit ihrem doch sehr unattraktiven Plan eventuell durchzukommen, könnte der NI-Plan vielleicht doch mehrheitsfähig sein oder zumindest werden. Wenn wir uns den KI-Typen ergeben, bekommen wir jedenfalls das KI-System. Ich für meinen Teil lehne dieses System jedoch als menschenunwürdig ab. Daher setze ich mich für den Gegenentwurf ein. Mehr kann ich nicht tun.

  4. MERKEN WIR NICHT,

    das das, was WIR HIER TUN, ein in die selbe Kerbe hauen ist mit CHINA?

    CHINA müllt uns nicht nur mit Konsumgütern zu, sondern auch mit unzähligen (bad) News.

    SPIELEN WIR NICHT,

    ein: „Wer wird zuerst aus den „Latschen“ kippen.“?

    Ich grüße Sie, vor allem ihre Gehirne, die nicht so groß sein können wie die Welt.

  5. Super Artikel! Warum Japan weniger Todesfälle bei der älteren Bevölkerung hat kann auch mit der Omega 3-Versorgung zusammenhängen, denn in Japan wird viel mehr Fisch konsumiert. Bei uns gerät das Omega 3 zu 6 Verhältnis leider über die Jahre aus dem Ruder. Das liefert die Basis für viele Erkrankungen im Alter. Dieser Prozess verläuft schleichend über die Jahre und die Wenigsten wissen etwas davon! Für Vegetarier gibt es auch pflanzliches Omega 3 (z.B. von Norsan).
    Also die Ernährung darf man nicht unterschätzen. Die Japaner könnten auch eine bessere Vit. D Versorgung haben und ein generell besseres Immunsystem.

  6. Ab 50 soll sich sich Risiko -Nutzen Verhältnis ausgleichen.. glaub ich nicht.. ich lass mir das mit knapp 51 sicher nicht reinjagen.. ich bin gesund.. aus Punkt ..Ende. ich hab keine Lust auf russ. Roulette.. krieg ich Nebenwirkungen oder nicht.. ich lasse mich auf dieses Experiment nicht ein.

    1. Sehr vernünftig. Eine Freundin (58), die genesen ist, hat sich impfen lassen. 14 Tage später konnte sie den rechten Arm nicht mehr bewegen und erhielt eine Herzkathederuntersuchung. Diagnose: Verengung der Herzkranzgefäße, aber NOCH keine Stents notwendig. Medikamentöse Verordnung lebenslang: Lipid- und Cholestrinsenker, Blutverdünner. Vorher war die Frau kerngesund, aber ein Zusammenhwng zur Impfung besteht natürlich NICHT.

  7. Die letzte Tabelle betrachte ich sehr kritisch. Warum sind die Nebenwirkungen bei Jungen so viel mehr? Werden die Nebenwirkungen bei Senioren nicht erfasst? Gilt über 65 eine Thrombose als „natürlich“ und steht nicht im Zusammenhang mit einer Impfung? Wie kommt man auf so doch sehr unterschiedlich lange Balken in den Altersklassen?

  8. Die IFR Daten sind für mich nicht nachvollziehbar. Ich bin in der Altersgruppe 50-59 wo ein IFR von 0,37% angegeben wird. Das ist meines Erachtens viel zu hoch und deckt sich nicht mit anderen Datenblättern die ich habe. EIn anderes weißt hierfür 0,00665% aus. Jetzt gibt es da auch noch den Online Risk Calculator der Oxford University, welcher für mich eine IFR von 0,0094% berechnet. Meines Erachtens ist die IFR Tabelle falsch, was bedeutet, dass das Alter wo Risikogleichheit herrscht deutlich höher liegt. Vermutlich bei 70+

    1. In der Gruppe selbst gibt es noch die Untergruppen mit „Vorerkrankungen“. Die 0,37 ist ein Durchschnittswert für alle inklusiv der Risikogruppen. 😉 Als Gesunder dürfte der Wert viel geringer sein.

  9. Die berechneten IFR aus dem Paper sind zu hoch, weil man sich vermutlich auf die Kranken und Toten konzentriert hat. Man kann die IFR aus der Übersterblichkeit direkt berechnen, und hat somit ein ganzes Land als sample.

    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.07.06.21260105v1
    https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3785836

    Man sieht dass die IFR um ca Faktor 10 pro 20 Jahre Alter abfällt (Tabelle 1). Demnach ist die IFR ca 0.0004% für AG 0-20, und das für die alte Corona Variante.

    Außerdem ist die Argumentation aus dem Paper Quatsch, wonach IFR eine Größenordnung größer ist als die Impfsterblichkeit. Erstens ist sie für die Jüngeren nicht größer, und zweitens, um an Corona zu sterben, muss man sich erstmal mit Corona infizieren (p ca. 0.1 ?), aber die Impfung soll ja jeder bekommen.

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