Wieder Saharastaub in der Luft – Zusammenhang mit Windparks in Europa?

6. März 2026von 2,9 Minuten Lesezeit

Derzeit hat Europa sonniges Wetter mit wenig Feuchtigkeit in der Luft. Folge sind sehr kalte Nächte und warme Tage. Aber die Luft ist diesig, denn aus der Sahara verfrachtet der Wind wieder viel Sand.

Dies zeigen die Messergebnisse von Satelliten ganz eindeutig wie am Bild oben bzw weiter unten zu sehen.Die  Südströmung befördert den Sand aus der Sahara zu uns wie an den Windpfeilen zu sehen. Und je nach Windrichtung sind unterschiedliche Teile Europas betroffen. Kürzlich war auch zu sehen, wie Westwind über den britischen Inseln und Frankreich die Sandfahne nach Osten drückte.

Vor zwei Jahren konnte ich im Juni eine ziemlich extreme Sandverfrachtung im Süden Kretas beobachten. Der Sand war sogar als feiner Film auf der Meeresoberfläche zu sehen, da es unterhalb von etwa 1000 bis 1500 Meter völlig windstill war und die Meeresoberfläche daher völlig glatt.

Diese Verfrachtung des Sahara Sandes beginnt offenbar sehr frühzeitig schon gegen Ende Februar und zieht sich bis zum Sommerbeginn. Das ist wesentliche länger und bringt mehr Sand als das noch vor 20 und selbst noch vor 10 Jahren der Fall war.

Dir Rolle der Windparks

Wir wissen mittlerweile aus vielen Studien, dass Windparks Klama und Vegetation verändern. Eine in Nature veröffentlichte Studie aus Texas ergab eine Erwärmung von 0,72 Grad pro Dekade durch vier der weltweit größten Windfarmen. Eine Untersuchung der Folgen der Errichtung der Windparks im Burgenland ergab das gleiche Resultat mit einer Erwärmung von 0,72 Grad pro Dekade seit Errichtung der Windparks. Die Temperaturen waren davor konstant seit Beginn der Messreihen im Jahr 1961.Viele weiere Studien haben belegt, dass es bei Windparks zu Erwärmung der niederen Atmosphäre in unterschiedlichem Ausmaß kommt. Auch die Vegetation und das Pflanzenwachstum werden stark negativ beeinflusst.

Eine Studie der Erwärmung in Großbritannien ergab ebenfalls einen klaren statistischen Zusammenhang mit der Errichtung der Offshore Windfarmen in der Nordsee. Gleichzeitig trat auch die Verfrachtung von Saharastaub vermehrt auf.

Der Autor machte Zeitreihenanalyse zur möglichen Unterscheidung verschiedener Ursachen. Durch Detrending, die Verwendung erster Differenzen und die Berechnung der Kreuzkorrelationsfunktion (CCF) zeigte sich, „dass nur die Offshore-Windkraftkapazität eine signifikante Kreuzkorrelation in der CCF aufweist.“

Dieser Zusammenhang wird auch von weiteren unabhängigen Verfahren und Methoden bestätigt. „Wenn also der steigende Trend signifikant ist, kann die Hypothese, dass er mit der Offshore-Windkraftkapazität zusammenhängt, nicht verworfen werden“, schlussfolgert der Forscher.

Der Schweizer Mathematiker und Physiker Daniel bernoulli hat wesentliche Beiträge zur Strömungslehre verfasst. In unserem Zusammenhang wichtig ist das Bernoulli Prinzip, praktisch eine weiter Formulierung des Energieerhaltungssatzes der Physik. Damit kommt der Forscher zu folgendem Schluss:

Aus der Betrachtung der Nachlaufdynamik von Windkraftanlagen unter Anwendung des Bernouilli-Prinzips folgt, dass die Entnahme großer Energiemengen zu einem niedrigen Druck im Windschatten der Anlagen führen muss.

Seither werden die Windpars sowohl an Land als auch in den Meeren stetig weiter ausgebaut. Ein Zusammenhang mit dem vermehrten Auftreten von Saharastaub daher nicht unwahrscheinlich.

In diesem TKP-Buch findet sich alles Wissenswerte über die Schäden durch Windparks:


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3 Kommentare

  1. Wolliku 8. März 2026 um 22:43 Uhr - Antworten

    Meine Beobachtungen und Zeitrafferaufnahmen an Wolkenentwicklungen vor und hinter großen Windparks in Norddeutschland führen zu ähnlichen Annahmen. Es kommt hinter den Windparks zu absteigenden Luftmassen, Wolkenauflösung und Erwärmungen. Gut untersucht wird das nicht, denn wer hat schon ein Interesse das wissen zu wollen? Ob großräumige Druckunterschiede entstehen, ist spekulativ. Allerdings hat sich in Mitteleuropa auch die Luftqualität in den letzten Jahrzehnten und zwei Jahrhunderten stark verändert, sogar verbessert. Ich denke z.B. an (früher) die norddeutsche Moor- und Heidebrandkultur, die Köhlerei, Holzverbrennung etc. mit gravierenden Änderungen bei den Aerosolen, Kondensationskernen und der Wolkenbildung. Das waren nämlich keineswegs Umwelteffekte von trivialem Ausmaß. Zunahmen von Südwest-Wetterlagen werden (neben UHI) u.a. von Autoren bei EIKE e.V. als maßgeblich für Erwärmungen seit 1987 in Mitteleuropa verantwortlich gemacht. Die Saharastaubfahnen passen perfekt dazu.

  2. Gabriele 7. März 2026 um 9:23 Uhr - Antworten

    Der Sand im Getriebe, der vielen Politgehirnen jetzt schon Probleme macht, ist fast gefährlicher. Aber dieser Sand passt noch dazu.

    • Vortex 8. März 2026 um 15:50 Uhr - Antworten

      Da könnte mehr als nur «Sahara-Staub» ins Getriebe gelangen, falls diese VT-Geschichte (tinyurl.com/peuce6dv) stimmig ist …

      Parallel dazu gibt es weitere neurologische Auswirkungen (tinyurl.com/275murn9) auf (nicht nur) Kindergehirne!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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