Mehr als die Hälfte der Österreicher hat kein positives EU-Bild

4. Februar 2026von 2,1 Minuten Lesezeit

Die jüngste Eurobarometer-Umfrage wird vom EU-Propagandaapparat missbraucht: Angeblich will die große Mehrheit eine „stärkere EU“ (und somit eine weitere Entmachtung der Nationalstaaten). Allerdings haben weiterhin fast 60 Prozent der Österreicher kein positives Bild zur EU.

Die aktuelle Eurobarometer-Umfrage wird am Mittwoch euphorisch bejubelt. Sie soll ein Beleg dafür sein, dass die Europäer „mehr Europa“ verlangen würden. Die Presseabteilung der Kommission spricht es zwar nicht explizit aus, aber damit ist freilich die weitere Entmachtung der Nationalstaaten hin zum technokratischen (ungewählten) Apparat in Brüssel gemeint.

90 Prozent der Befragten würden sich von den EU-Mitgliedstaaten mehr „Einigkeit“ gegen „globale Bedrohungen“ wünschen, 86 Prozent wollen eine EU mit einer „stärkeren Stimme“ und 73 Prozent wollen mehr „Ressourcen“ für die EU um diese „Gefahren“ zu bekämpfen. Diese Ergebnisse werden von der Kommission hervorgehoben und von den Mainstream-Medien als willige Hofberichterstatter wiedergegeben.

Hinter dem Propagandatext verbirgt sich die klassische EU-Agenda zur Entmachtung der Nationalstaaten. Schon jetzt hat man „Einigkeit“ – Mitgliedstaaten, die EU-Verordnungen nicht befolgen, werden radikal sanktioniert, schon fast 2 Dutzend Sanktionspakete gegen Russland wurden erlassen, die Kommission spricht außenpolitisch für alle Staaten und führt effizient einen Stellvertreterkrieg gegen Russland – mit dem Geld der Mitgliedstaaten. Was genau die Befragten also mit mehr „Einigkeit“ und „stärkerer Stimme“ meinen, wäre durchaus interessant. Besonders die Menschen bis 30 Jahre wollen diese „stärkere EU“, ältere Personen sind skeptischer.

Auf Österreich dürften diese Zahlen ohnehin nicht zutreffen. Mehr als die Hälfte, nämlich 58 Prozent, haben kein positives Bild von der EU. Davon sind 25 Prozent mit einem negativen Bild, 43 Prozent sind der EU gegenüber gleichgültig und nur 42 Prozent haben ein positives Bild. EU-weit haben 49 Prozent ein positives Bild – umso interessanter. Aber offenbar will die andere Hälfte mehr Kontrolle in Brüssel.

Das Vertrauen in die EU ist in Österreich weiterhin niedrig. Nur 50 Prozent der Österreicher sehen die EU-Mitgliedschaft als „gute Sache“. In Deutschland sehen das 72 Prozent so. Nur 9 Prozent sehen die EU-Mitgliedschaft als negativ. Ein positives Bild zur EU in Deutschland haben aber dennoch nur 51 Prozent der Befragten.

Während der Mainstream die Zahlen bejubelt, sieht es bei genauerer Betrachtung durchaus anders aus. Mehr Menschen sorgen sich um Meinungsfreiheit, Frieden ist ihnen besonders wichtig – kein Zeugnis, das für eine Konfrontation mit Russland spricht.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.


Draghi fordert Ende der EU-Nationalstaaten

Spanien legalisiert Hunderttausende: Freie Fahrt durch Europa



 

2 Kommentare

  1. Jan 4. Februar 2026 um 16:08 Uhr - Antworten

    „58 Prozent haben kein positives Bild von der EU“

    Hilft leider nichts, denn „Wahlhelfer“ gehen in die Pensionistenheime und zeigen den Dementen, wo sie ihr Kreuz machen sollen.

  2. Jakob 4. Februar 2026 um 15:01 Uhr - Antworten

    Na dann warten wir bis das Bild in Österreich kippt.
    Mit ein bisschen Propaganda und unserer kompetentesten Außenministerin dürfte das schon gelingen.
    Die anderen Regierungsmitglieder sind ohnehin fürs Umfallen bekannt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge