Kälte und Chaos-Poltik – Gasspeicher von Deutschland und anderer EU-Ländern gefährlich leer

4. Februar 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Die Speicherstände in Deutschland sind berets gefährlich niedrig und werden in knapp über zwei Wochen nur mehr Notbetrieb ermöglichen. Nachbarländer wie Niederlande oder Belgien stehen nicht viel besser da. Die Prognosen sagen noch über Wochen eisige Kälte vorher – der Klimawandel entwickelt sich entgegen den Prognosen.

Der an AGSI gemeldete Stand vom 3.2. Abend ist um 0,73 % gegenüber dem Vortag auf 31,25 % gesunken. In etwa 16 bis 18 Tagen ist damit damit der Krisenstand von 20 % erreicht. Die Lage ist aber schlimmer als sie ohnehin schon aussieht. Mit Absinken der Füllstände in den natürlichen unterirdischen Speichern sinkt der Druck und damit die Möglichkeit Gas zu entnehmen. So ist etwa der Speicher UGS Wolfersberg mit 4,57 % Restgas schon seit längerer Zeit außer Betrieb.

Einer der größten Speicher, Rehden, ist mittlerweile auf 9,09 % gefallen und hat zuletzt nur mehr 0,32 % abgeben können, das Ende ist absehbar.

Poren-Speicher unter 10-15 % verhalten sich nicht wie aus Stahl gebaute Speicher – es ist noch Gas drin, aber der Druck ist zu gering um noch Gas entnehmen zu können, Rehden ist also technisch bereits leer.

Speicher wie Jemgum (EWE/SEFE) mit noch 32,56 %, Nüttermoor mit 27,86 %, Etzel (Kavernen) mit 43,57 % werden nun stärker für Entnahmen herangezogen, aber damit beginnt eine Überlastung der Gasleitungen für den Transport.

So ist etwa Rüdersdorf (Berlin) auf 21,61 % gefallen. Bei einer Entnahme -1,31 % ist spätestens in 16 Tagen Schluss. Um den 18.02. fällt dieser Puffer weg. Berlin hängt dann direkt an der Fernleitung, was bei Kälte zu Druckabfällen führen kann.

Hier die Wetteraussichten für den 18.2.:

Wir sehen eine Ausbreitung der arktischen Kältewelle bis weit nach Westen und Süden.

Hier die Situation von heute 5 Uhr – tiefblaue Kälte herrscht vor:

Im Süden Deutschlands sieht die Situation eher triste aus. Wolfersberg ist mit 4,57 % leer, Breitbrunn kann bei 16,35 % nur mehr 4 bis 6 Tage liefern. Damit verliert Bayern um das Wochenende den wichtigsten Puffer für München und die Gaskraftwerke.

Den Großteil des Stroms muss Deutschland nach Sprengung von Kohlekraftwerken und Abschaltung der AKWs nun mit Gaskraftwerken erzeugen. Da auch Heizungen aggressiv auf Wärmepumpen umgestellt wurden und E-Autos betankt werden müssen, stieg der Strombedarf.

Eine Energiepolitik, die die Diversität der Erzeugung und Verteilnetze kaputt macht und auf ein Strom-Monopol mit den unzuverlässigen Quellen wie Solar und Wind hinarbeitet, kann nur ins Desaster führen.

Hier der Überblick über die deutschen Speicher bei AGSI am 3.2.2026 am Abend:

Die Niederlande liefern noch immer 914 GWh Gas, ihre Speicher sind aber auf 23,99 % abgefallen. Sie bekommen dank eisfreier Häfen noch Gas geliefert, werden aber bald die Lieferungen an Deutschland zum Selbstschutz einstellen. Deutsche LNG-Terminals wie Mukran sind wegen der Eislage mittlerweile außer Betrieb.

Belgien liefert noch 690 GWh, die eigenen Speicher sind aber bereits 30,69 % abgefallen.

Die Speicher der Industrie (Frankenthal/BASF, Bernburg/Chemiepark) leeren sich dramatisch. Das wirft die Frage auf, nach der Abschalt-Reihenfolge auf. In einigen Tagen werden die nicht priorisierten Nutzer abgeschaltet werden müssen

Hier noch die Prognose von Wetter.de:

Die Langfristvorhersage bewertet den gesamten Februar im Norden unseres Kontinents bis in den Norden und den Osten Deutschlands deutlich zu kalt – genauer gesagt: So kalt wie das früher normal war und dank Erdabkühlung wieder zum neuen Normal wird.

Neben den arktischen Temperaturen hat es in Teilen von Nord- und Osteuropa bis nach Russland so heftig geschneit, wie schon lange nicht mehr. Die Schneehöhe beträgt gebietsweise über 50 Zentimeter. In Moskau fiel beispielsweise letzte Woche wie berichtet innerhalb von 24 Stunden mit knapp 60 Zentimetern so viel Schnee wie seit 203 Jahren nicht mehr. In Saransk – 650 km südöstlich von Moskau zur Wolganiederung hin gelegen – sind sogar knapp über 1 Meter Schnee zusammengekommen.

Bild: Audriusa (Audrius Meskauskas), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Gasmangellage in Deutschland – Wer wird zuerst abgeschaltet?

GASmangellage wird in Deutschland immer wahrscheinlicher

„Grüne“ Energiepolitik zerstört Europa: Belgischer Premierminister De Wever

Deutschlands Gasvorräte auf 35 % gesunken dank Abhängigkeit von US-LNG

Deutschlands katastrophale Energiepolitik nun im Verfassungsrang?

5 Kommentare

  1. Patient Null 4. Februar 2026 um 11:04 Uhr - Antworten

    Ich vermute mal es wird schon an Ausreden gearbeitet, während offiziell weiter Sonnenschein verbreitet wird – konnte ja keiner wissen, Putin ist Schuld, Wetterbericht ist Schuld, wir haben alles getan was menschenmöglich war, die Füllstandsvorgaben waren wissenschaftlich geprüft, … – nein alle habens euch rechtzeitig gesagt.
    Da bin ich echt mal gespannt was kommt.

    • 1150 4. Februar 2026 um 11:15 Uhr - Antworten

      @,
      angeblich wurden schon drohnen über den gasspeicheranlagen gesichtet,
      eine davon hat putin’s pass verloren.

  2. K Kaefer 4. Februar 2026 um 10:20 Uhr - Antworten

    Da auch Heizungen aggressiv auf Wärmepumpen umgestellt wurden und E-Autos betankt werden müssen, stieg der Strombedarf.

    Das sind wirklich höchst erstaunliche Erkenntnisse. Genauso wie dass Nachts und im Winter ab 16h die Sonne nicht mehr scheint.

    Was hat es aus Karma-Sicht zu bedeuten, dass es ausgerechnet im CSU-Staat die ersten Blackouts geben wird? Hoffentlich haben wenigstens die Krankenhäuser alle ihre Dieseltanks gefüllt (politisch nicht korrekt) und die Notstromagregate getestet.

    Zitat von https://gfrei.news/gasnotlage/ ; zuletzt vor einigen Wochen aktualisiert:

    „Es ist rein rechnerisch kein Szenario vorstellbar, bei dem Deutschland nicht in einen Notbetrieb gerät, in dem sowohl gasrelevante Industrien abgeschaltet werden als auch die Stromversorgung gefährdet ist. Selbst wenn es zu einem Wärmeeinbruch kommt, wir den mildesten Februar annehmen, die Gasentnahme auf 80 Mio. m³ pro Tag sinkt, die Zulieferung stabil bleibt und es sonst keine Probleme gibt, gehen wir spätestens am 6. Februar in den Notbetrieb über und Anfang März in den kritischen Notbetrieb.“

  3. OMS 4. Februar 2026 um 10:10 Uhr - Antworten

    Die Folgen der Hasspolitik gegen Russland, dem gesetzestreuen Lieferant von billiger Energie! Die EU-Politik kriecht lieber dem Kriegsverbrecher (seit 1945 bis jetzt mehr als eindeutig dokumentiert) in den A, als auf das Wohl seiner Bürger, seiner Industrie, seines Wohlstands zu sehen. Wer Ideologie über Hausverstand stellt, dem ist nicht zu helfen! Vermutlich ist es ja nur die Vorbereitung auf die Kriegstüchtigkeit Europas, wenn kein Strom, kein Gas, kein Öl mehr fließt und einem das Haus, die Wohnung, das Dach über dem Kopf weggeflogen ist. Hurraaaaah! Dumm ist nur, wer dummes tut!

  4. 1150 4. Februar 2026 um 9:35 Uhr - Antworten

    ist doch alles bestens, die sanktionen werden russland nun endlich in die knie zwingen …….
    in deutschland braucht es keine kinshal’s oder oreschnik’s, die machen sich selbst kaputt.
    erinnert mich an die szene in das leben des brian,
    als das fliegende suzidkommando der judäischen volksfront zur befreiung der gekreuzigten erschien und die römer in panischer angst flohen

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge