Diese Ukraine-Rechnung plant die EU-Kommission

9. Dezember 2025von 3 Minuten Lesezeit

Um den Staatsbankrott der Ukraine abzuwenden, plant man einen 210-Milliarden-Euro-Kredit der EU für die Ukraine. Deutschland bekommt die größte Rechnung, Österreich muss 5,5 Milliarden Euro liefern.

Die Ukraine braucht immer dringender 210 Milliarden Euro – nicht nur, um den Krieg weiterführen zu können, sondern überhaupt, um die Staatspleite abzuwenden. Die Mitgliedstaaten werden einzeln für diese Milliarden aufkommen müssen. Als Sicherheit sollen die eingefrorenen russischen Vermögenswerte dienen. Ein finanzpolitischer Amoklauf aus Brüssel – die Rechnung zahlen die Mitgliedstaaten.

Das Pro-NATO-Magazin Politico berichtet ebenfalls bereits ziemlich dramatisch:

Die Europäische Kommission legte den Diplomaten letzte Woche die atemberaubenden Gesamtbeträge vor, nachdem sie ein Reparationsdarlehen in Höhe von 165 Milliarden Euro an die Ukraine angekündigt hatte, das aus dem Barwert eingefrorener russischer Vermögenswerte finanziert werden soll.

Die Sicherheitsnetze, die proportional auf die Länder der Union aufgeteilt würden, sind notwendig, um die Zustimmung von Premierminister Bart De Wever zu dem Darlehen zu erhalten. Der belgische Regierungschef hat sich gegen die Verwendung russischer Staatsvermögen ausgesprochen, da er befürchtet, dass sein Land allein letztendlich für die Rückzahlung der Gelder an Moskau aufkommen muss. Rund 185 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Vermögenswerten werden von der in Brüssel ansässigen Finanzverwahrstelle Euroclear verwaltet, während weitere 25 Milliarden Euro auf private Bankkonten in der gesamten Union verteilt sind.

Fast ein Viertel des Volumens, nämlich 51,3 Milliarden Euro, soll dabei von Deutschland finanziert werden. Frankreich muss 34 Milliarden, Italien 25,1 und Spanien 18,9 Milliarden Euro beitragen. Doch auch kleinere EU-Staaten müssen tief in die Tasche greifen – brisant ist das vor allem, weil einige Staaten, unter anderem auch Österreich, einem Defizitverfahren der EU unterworfen sind. Österreich muss über 5 Milliarden Euro an die Ukraine liefern, wird aber gleichzeitig gezwungen, im Staatsbudget massiv zu kürzen.

Und selbst Politico rechnet damit, dass die Beträge noch weiter steigen werden, „wenn kremlfreundliche Länder wie Ungarn sich weigern, sich der Initiative anzuschließen“. Man hofft zugleich, dass auch Nicht-EU-NATO-Staaten (z. B. Norwegen) mithelfen – was aber derzeit nicht danach aussieht. Ungarn hat bereits ein Veto gegen den Plan eingelegt, Slowakei und Tschechien könnten wohl folgen.

Die Ukraine steht für 2026 vor einem Haushaltsdefizit von 71,7 Milliarden Euro. Ab April müsste man mit Kürzungen der öffentlichen Ausgaben beginnen, sofern keine neuen Gelder eintreffen. De facto ein zumindest verschleppter Staatsbankrott – über diese Finanzkrise in Kiew hat TKP schon vor längerer Zeit berichtet. Politico: „Der vorgeschlagene Reparationskredit sieht 115 Milliarden Euro zur Finanzierung der ukrainischen Verteidigungsindustrie über einen Zeitraum von fünf Jahren vor, während 50 Milliarden Euro den Haushaltsbedarf Kiews decken sollen. Die restlichen 45 Milliarden Euro aus dem Gesamtpaket würden zur Rückzahlung eines im letzten Jahr gewährten G7-Kredits an die Ukraine verwendet werden.“

Es brennt der sprichwörtliche Hut. Die Ukraine braucht ganz dringend Geld. Belgien gerät immer mehr in den Fokus, weil sich die Regierung gegen die Verwendung der russischen Gelder ausspricht. Der Druck auf die Regierung wächst. Friedrich Merz ist die kräftigste Stimme in der EU, die die russischen Gelder enteignen will.

Die Finanzierung der Ukraine ist gegenwärtig ohne Frage das Hauptthema der EU. Nur mit einer erfolgreichen Einigung kann der politische Kurs – die Ukraine muss gewinnen – gehalten werden. Für die EU-Staaten wird das richtig teuer.

Bild © European Union, 2025, Ursula von der Leyen in the Brussels European Council – June 2024 (10)CC BY 4.0

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5 Kommentare

  1. Sabine Schoenfelder 9. Dezember 2025 um 19:06 Uhr - Antworten

    Wenn Milchmädchen rechnen……da g e h t doch noch mehr, Leute.
    Was soll denn Flottomir mit diesen lächerlichen paar Milliarden….😂. Damit kann er gerade mal die alten Rechnungen begleichen….🤣…und Ihr glaubt der WAHLBETRUG kommt aus Rußland…🤣😂
    Warum schütten wir das Geld nicht in den RHEIN…..da müssen wenigstens keine Menschen mehr sterben und pleite sind wir genau SO….😎👍🏼

  2. Hausmann_Alexander 9. Dezember 2025 um 12:24 Uhr - Antworten

    Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang:

    5.Nov 25
    Julia Klöckner:
    Deutschland ist der „Puff Europas.“

    • Jan 9. Dezember 2025 um 16:38 Uhr - Antworten

      🤣🤣🤣

  3. Jan 9. Dezember 2025 um 12:06 Uhr - Antworten

    Geht das so ohne Zustimmung des Nationalrats? Es gibt ja schließlich Gesetze. Wo steht, dass man Milliarden für einen Krieg ausgeben darf, der einen nur sehr über Umwege gedacht betrifft?

    Verfassung gibts keine mehr? Die Verwendung der Mittel darf nicht kontrolliert werden, da Selenskys Privatkonto?

  4. Der Zivilist 9. Dezember 2025 um 11:49 Uhr - Antworten

    Das alte Spiel: Liebe deinen Nächsten und Hetze deine Übernächsten gegeneinander auf, so daß sie sich heftig verschulden und bis zum St Nimmerleinstag Schuldendienst leisten. Gerade die Deutschen: Versailles schon vergessen ? OK, damals trieb man es etwas zu toll, so daß der nächste Weltkrieg unvermeidbar war, aber auch das kann man ja wiederholen (?)

    Es ist doch offensichtlich, daß die westeuropäischen Eliten (auch) gegen die Westeuropäer agieren, sind sie denn wirklich nicht zu stoppen? Weltkriege haben die Westeuropäer der Welt gegeben, irgendwas ist bei ihnen grundsätzlich faul.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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