Die Vergangenheit als Tatort?

30. Mai 2025von 3,9 Minuten Lesezeit

Vor dem weltweiten Covid-Betrug wurden Kritiker der Geschichtsnarrative sogar in Kreisen der selbst denkenden Minderheit als überspannt eingestuft. Könnte aber auch vieles von dem, was man uns in Schule und Studium beigebracht hat, nicht nur propagandistisch verfälscht, sondern frei erfunden sein?

Der Zweifel an weitreichenden Geschichtsfälschungen verflüchtigt sich, seit wir erleben, dass die Covid-Lügen nach fünf Jahren ohne jede Berichtigung in Lehrmaterial für die Oberstufe zu finden sind. Wer, getriggert durch Covid-19 sich dann auch noch 9/11, die bemannte Mondlandung oder die Ereignisse von Hiroshima und Nagasaki näher ansieht, muss hellhörig werden. Nachdem ich die gesamte europäische Seuchengeschichte in „Hauptsache Panik“ als erfundene oder aufgebauschte Ereignisse entlarvte, greife ich mit „Tatort Vergangenheit. Wie eine Fake Past unsere Zukunft diktiert“ (Engelsdorfer Verlag) weiter aus.

Vom antiken Griechenland und den Römern bleibt nicht viel übrig, wenn man belastbare Fakten einfordert. Aristoteles und die auffällige Häufung ausschließlich männlicher Akademiker in Griechenland passen nicht in Gesellschaften von Händlern und Landwirten mit Frauen in wichtigen Funktionen. Wie hätten die Römer vorzugsweise mit marschierenden Truppen ohne Pferde ihr Imperium beherrschen können? Nach jahrhundertelanger Abwesenheit tauchten griechische und römische Schriften in Mitteleuropa erst auf, als sie nach der Gründung der Universitäten gebraucht wurden. Eine Beherrschung Germaniens durch die Römer wird überhaupt erst seit 500 Jahren behauptet. Bis dahin hatte niemand deren Anwesenheit nördlich der Alpen weder erinnert, noch behauptet.

Das geht an das akademische Eingemachte! Aber die Verstörung weicht, wenn man sich die Quellenlage unbefangen ansieht und die Erzählungen auf Plausibilität prüft. Es fehlen Originale, und die Abschriften sind in der Regel undatiert und undatierbar. Es gibt tatsächlich keine einzige gesicherte Originalschrift aus der Antike, obwohl man uns dies Glauben gemacht hat.

Gerne gezeigte „Kodizes“, bei denen Pergament- oder Papayrusblätter zwischen zwei Holzbrettchen geklemmt wurden, sind erst nach dem Abgang der Römer verbürgt. Dennoch haben diejenigen, die antike Schriften gefunden haben wollen, immer solche Kodizes aufgestöbert und als Originale ausgewiesen. Es hätten aber Schriftrollen sein müssen. Heute werden einige wenige Fragmente mit eng beschriebenen Buchstabenreihen gezeigt, die meist nicht mehr als 8 auf 10cm messen.

Die Ereignisse, die wir zu Klausuren lernen mussten, sind oft nur in einer einzigen dubiosen Abschrift überliefert, über deren Autor man wenig oder gar nichts weiß. Die angeblichen Chronisten haben das meiste gar nicht selbst erlebt, sondern Jahrhunderte nach den behaupteten Ereignissen zu Papier gebracht. Wie hätten diese heidnischen Schriften jahrhundertelang in Klöstern verwahrt werden sollen, obwohl Christen ansonsten alles Heidnische zerstörten?

Die steinernen Fundstücke von angeblichen Grabplatten und Siegessteinen halten hierzulande keiner Überprüfung stand. Die Porträts von vermutlichen Eheleuten in Oberösterreich und dem Salzburger Land zeigen typische keltogermanische Elemente, die sogar von Experten eingestanden werden. Dennoch werden die Fundstücke halsstarrig als „römisch“ bezeichnet. Das Alter von Steinen ist ohnehin nicht objektiv bestimmbar und beruht auf der Einschätzung einiger weniger Römerforscher, die vorrangig „Römisches“ erkennen wollen. Ohnehin ist ein europaweiter Handel mit „antiken“ Artefakten aus dem Mittelmeerraum seit dem ausgehenden Mittelalter bekannt. Die „Antikensammlungen“ in vielen Museen und Schlössern müssen weit mehr Fälschungen enthalten als zugegeben wird.

Wer sich mit der Überlieferung unserer vielzitierten Antike vertraut macht, weiß, dass er zu viel geglaubt und zu wenig gefragt hat. Die Schlüsselereignisse unserer Vergangenheit können nicht so stattgefunden haben, wie sie uns berichtet wurden. Wie soll eine Schlacht im Teutoburger Wald geschlagen worden sein, wenn diese Bezeichnung für ein Waldgebiet erst im 17. Jahrhundert erfunden wurde? Wie können in der Antike Gedanken und Vorgänge niedergeschrieben worden sein, die erst im christlichen Europa eine Rolle spielten? Wie kann Pompeji auf späteren Landkarten, die auch der Unterkunftssuche dienten, verzeichnet sein, wenn es bereits im Jahre 79 von Vulkanasche verschüttet worden wäre? „Tatort Vergangenheit“ stellt Fragen, die man nicht von der Hand weisen sollte und zeigt Widersprüche und Unvereinbarkeiten auf.

Bild: PaestumPaestum, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat 8 Bücher veröffentlicht. Darunter „Hauptsache Panik. Eine neuer Blick auf Pandemien in Europa“, „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank?“ und „Tatort Vergangenheit


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Tatort Vergangenheit

Aussätzige, Hexen, Ungeimpfte . . .

Krankenkassen stellen Pharma-Finanzierung sicher – Vesicherte zahlen mehr und bekommen weniger

Volkskrankheit Demenz?

11 Kommentare

  1. bekir 12. August 2025 um 12:12 Uhr - Antworten

    „Wie hätten diese heidnischen Schriften jahrhundertelang in Klöstern verwahrt werden sollen, obwohl Christen ansonsten alles Heidnische zerstörten?“

    Heidnische antike Schriften verdanken wir in der Tat überwiegend nicht den christlichen Orden und ihren Kloster-Archiven, auch wenn Umberto Ecos „Der Name der Rose“ den Eindruck erwecken mag.

    Die Antike endete u.a. im Ansturm arabisch-islamischer Eroberer – sie bewahrten die altgriechisch geschriebenen Schätze aber kenntnisreich und ohne „Heidenfilter“, weil sie deren Wert zu schätzen wussten. Natürlich übersetzten sie vieles ins Arabische, wo dann (aufgrund der besseren Lesbar- und Verbreitbarkeit) mehr erhalten blieb als in der Originalsprache.

    Im kulturell blühenden arabischen Spanien lernten dann die ersten aufgeweckten Europäer die antiken Wissens-Schätze kennen, die ihre germanischen Vorfahren ab der Völkerwanderungszeit verbrannt oder weggeworfen hätten, weil es als Beute für sie keinen Wert hatte.
    Auch die rohen europäischen Kreuzfahrer waren weniger an den kulturellen Werten ihres „Heiligen Landes“ interessiert und mehr an materieller Beute, obwohl am Anfang ihrer Beutezüge fromme Aufrufe standen.

    Nicht nur die hellenische Antike wurden von den Arabern vorm Vergessenwerden gerettet – auch die indische Mathematik (Ziffer Null) lernten die Europäer erst über die Araber kennen.
    Die Worte Ziffer und Algorithmus sind arabischen Ursprungs („Ziffer“ hatten die Araber ihrerseits bei den Indern entlehnt.

    • bekir 12. August 2025 um 12:40 Uhr - Antworten

      Die wichtige Funktion der arabischer Überlieferung bei der Erhaltung antiker Schätze kann man auch nachlesen bei der Bundeszentrale für politische Bildung,
      https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/33398/der-islam-als-geburtshelfer-europas/

      Selbst „für die Papierherstellung blieben die Christen auf die muslimischen Experten angewiesen“.

      Als sich dann im mittelalterlichen Europa Universitäten bildeten, war man lange nicht so tolerant und multikulturell wie im arabisch-islamischen Spanien, dem man so vieles zu verdanken hatte:
      Und so „waren Muslime und Juden fast vollständig ausgeschlossen. Ebenso hatten spätere Pläne zur Einrichtung von Arabisch- oder Hebräischlehrstühlen an Universitäten keinen durchschlagenden Erfolg.“

      Im Osten wollte der islamische Eroberer von Konstantinopel (1453), Sultan Mehmed II. das Erbe der römischen Imperatoren beanspruchen – u.a. fühlte er sich als Rächer der Trojaner an den Griechen und betrachtete die ethnischen Türken (Teukrer) als Abkömmlinge der Trojaner.
      Ganz offensichtlich – Ironie der Geschichte und Bibel hin, Koran her – wollte er bzw. sein Volk zur europäischen Völkerfamilie dazugehören wie später Atatürk mit seinen radikalen Reformen und noch später Erdogan mit seinem von der EU sabotierten Beitrittsantrag.
      Doch schon der Humanist Enea Silvio Piccolomini, später als Papst Pius II. (1458 – 1464 ) bekannt geworden, hat viel Mühe auf den Nachweis verwandt, dass „Teukrer“ (Trojaner) und Türken nicht identisch seien.

      Moslems als Brüder oder gar gebildetere ältere Brüder zu betrachten, war für das aufsteigende stolze (und extrem intolerante, schon in der Reconquista sehr rassistische) Europa ein Tabu.
      Dafür hat man gerne die Ursprünge des eigenen Wissens verschleiert oder gefälscht.

  2. bekir 12. August 2025 um 11:46 Uhr - Antworten

    „Es hätten aber Schriftrollen sein müssen.“

    In Herculaneum (ital.: Ercolano) – unweit von Pompeji, das 79 n. Chr. das gleich Schicksal erlitt, hat der Schweizer Militäringenieur Karl Weber 1750 bei Ausgrabungen die luxuriöse Villa dei Papiri entdeckt.
    In einem kleinen Raum der 253 mal 32 Meter großen Villa fanden sich die „verkohlten Überreste von etwa 1.800 Papyrusrollen – die einzige vollständig erhaltene antike Bibliothek, die je gefunden wurde“.

    Die Villa, die dem Schwiegervater Julius Caesars gehört haben soll, war beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter einer bis zu 30 Meter dicken Schicht aus vulkanischem Material begraben worden. Die Bibliothek enthielt hauptsächlich Werke des epikureischen Philosophen Philodemus von Gadara sowie Schriften von Epikur und anderen griechischen Denkern.

    Die Schriftrollen sind vollständig verkohlt, ihre Lagen fest miteinander verklebt. Jeder Versuch des physischen Entrollens führt zur Zerstörung. Zudem basiert die verwendete Tinte auf Kohlenstoff – dem gleichen Grundstoff wie das Papyrus selbst. Dies macht die Tinte in herkömmlichen Röntgenaufnahmen nahezu unsichtbar.

    Doch jetzt naht Rettung:
    „Die moderne Entschlüsselung basiert auf der Röntgen-Phasenkontrast-Tomographie (XPCT), einer zerstörungsfreien Technik aus der biomedizinischen Bildgebung. Sie nutzt die unterschiedlichen Brechungsindizes verschiedener Materialien, um Phasenverschiebungen in Röntgenstrahlen zu erzeugen und so den Kontrast zu verstärken. (…)“
    Das virtuelle Entrollen erfolgt dann in mehreren komplexen Schritten und KI-gestützte Tintenerkennung revolutioniert die Entschlüsselung.

    https://www.telepolis.de/features/Herculaneums-Geheimnis-Steht-uns-eine-zweite-Renaissance-bevor-10515803.html

  3. lotus998dc2ac81f3 31. Mai 2025 um 3:01 Uhr - Antworten

    Reine Logik, wenn sich in der Gegenwart überprüfbare Lügen halten, wieso sollte man dann an historische Narrative glauben.
    NATÜRLICH ist das MEISTE davon verfälscht und lückenhaft ohnehin.
    Aber man kann das Kind mit dem Bade ausschütten.
    Klar war 9/11 ein Inside Job- das kann man beweisen- aber manche behaupten dann gleich mal es, hätte die Flugzeuge gar nicht gegeben, obschon es 1000de Augenzeugen gibt.
    Und es ist bewiesen, dass es die Mondlandung gab- auf x Weisen.
    Unter anderem kann ich selber, die von Apollo Astronauten aufgestellten Laseereflektoren anpeilen.
    Ans Gegenteil zu glauben, ist eben auch nur Glauben.

  4. Informationsbefreier 30. Mai 2025 um 21:46 Uhr - Antworten

    Es gab mal beim ZDF die sehr populäre Serie „Sketch History“. Grundidee der Serie ist, dass alle wichtigen historischen Ereignisse in Wahrheit banal oder blamabel waren, sodass sie von den Geschichtsschreibern aufgehübscht und heroisiert werden mussten. Die Serie hat sich der Aufklärung verschrieben, „wie es wirklich war“, nämlich einfach nur peinlich. Wahrscheinlich sind die Sketche näher an der Wahrheit als die offizielle Geschichtsschreibung, aber mit Humor lässt sich alles besser ertragen.

  5. Fritz Madersbacher 30. Mai 2025 um 21:01 Uhr - Antworten

    Gerd Reuther verunsichert auf amüsante Art mit seiner radikalen Skepsis gegenüber dem, was uns als geschichtliche Tatsachen verkauft wird. Für den Wiener Philosophen Paul Feyerabend ist die Wirklichkeit ein Konstrukt (objektive Wahrheit gibt es nicht), für den noch radikaleren irischen Bischof George Berkeley (erste Hälfte 18. Jh.) besteht die Wirklichkeit ausschließlich aus „minds and their ideas“. Diese Standpunkte sind nicht zu widerlegen (versuchen Sie es einmal!), ebenso wie jener von Dr. Reuther bezüglich der Historie. Aber irgendetwas muß gewesen und vorgefallen sein, und manche Beschreibungen sind vielleicht vertrauenswürdiger als andere. Manche schriftliche Überlieferungen lassen sich recht gut rückverfolgen, und es gibt auch materielle Zeugnisse für die Archäologie. Für Manches gilt vielleicht das Giordano Bruno zugeschriebene Wort „Wenn es nicht wahr ist, ist es doch gut erfunden“ (‚Se non è vero, è molto ben trovato‘) …

  6. Varus 30. Mai 2025 um 12:02 Uhr - Antworten

    Könnte aber auch vieles von dem, was man uns in Schule und Studium beigebracht hat, nicht nur propagandistisch verfälscht, sondern frei erfunden sein?

    Bekanntlich wurden große Teile des Mittelalters mit dem Karl dem Großen frei erfunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Erfundenes_Mittelalter Deswegen wurde nach dem erfundenen Karl der Karlspreis benannt, vergeben für Erfinden und Fußvolk-Täuschen – dieses Jahr an die Frau Von Der, vor zwei Jahren an den Klavierspieler.

  7. Gabriele 30. Mai 2025 um 10:32 Uhr - Antworten

    Der Kärntner „Herzogstuhl“, auf den sich angeblich Herzöge setzten, um ihr Herrschaftsrecht zu begründen….? Nur als Beispiel, weil ich darüber vor rund 40 Jahren meine Doktorarbeit geschrieben habe…
    Alles Erfindung, Schall und Rauch… Oder das „Privilegium Majus“?
    Dagegen scheint das Turiner Grabtuch so echt wie nur möglich zu sein… schon interessant, im Vergleich.

  8. Sabine Schoenfelder 30. Mai 2025 um 8:25 Uhr - Antworten

    Im Grunde stellt sich die menschliche Historie, IM NACHHINEIN, als eine Art Bibel dar. Der „Kanon“ wurde von den ´Gewinnernˋ festgelegt, und die Wissenschaft folgt den politischen Motiven…Einzelmeinungen werden unterdrückt. Wie viele Jahrhunderte mußte die Erde, völlig deplatziert, im Mittelpunkt des Universums verweilen, weil die Kirche darauf insistierte ? 10 ?
    ..und der frühkindliche genudgte Geist verbucht Indoktrination unter „absolut-(tistisch)er
    Wahrheit“. Der daraus resultierende Erwachsene weigert sich oft neue Erkenntnisse zu akzeptieren und nennt es „Allgemeinbildung“. 😂👍🏼
    Bildung ist ein PROZEß, der sich am besten mit SELBSTDENKEN bewältigen läßt….🤓🤌🥂

    • rudifluegl 30. Mai 2025 um 21:45 Uhr - Antworten

      wenigsten bei der Bibel, wohl auch von den Verlierern…

  9. Josef 30. Mai 2025 um 8:05 Uhr - Antworten

    Carnuntum?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge