Präsident Erdogan weist EU-Borrell zurecht wegen Aufforderung zur Beteiligung derTürkei an Sanktionen gegen Russland

17. Dezember 2022von 2,6 Minuten Lesezeit

Josep Borrell, seines Zeichen Außenbeauftragter der korruptionsgeplagten EU-Zentrale in Brüssel, hatte sich kürzlich „besorgt“ gezeigt über eine zu enge Partnerschaft mit Russland, und ebenfalls beunruhigend sei die fortgesetzte Politik der Türkei, „sich den restriktiven Maßnahmen der EU gegen Russland nicht anzuschließen“, wie Medien vor einigen Tagen berichtet.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nun sein Schweigen über die Haltung des EU-Außenpolitikers Josep Borrell gebrochen, wie türkische oder indische Medien berichten. Nach seiner Rückkehr aus Turkmenistan sagte Erdogan vor Reportern, der EU-Bürokrat überschreite Grenzen und es stehe ihm nicht zu, Entscheidungen darüber zu treffen, wie Ankara mit Moskau umgehen wolle.

Ich betrachte Borrell nicht als Vis-à-Vis. … Das ist eine hässliche Aussage. Borrell kann unsere Beziehungen zu Russland nicht definieren und formalisieren. Er hat weder die Qualifikation noch die Fähigkeit, solche Entscheidungen zu treffen. Wer ist er, dass er unsere Beziehungen zu Russland in Bezug auf Sanktionen beurteilen kann?“, sagte der türkische Präsident laut einem Bericht des Fernsehsenders TRT vom Donnerstag.

Außerdem rügte er Borrell dafür, dass er eine solche Erklärung zu einem Zeitpunkt abgibt, zu dem die führenden Politiker der Welt die Türkei für ihre Bemühungen um die Umsetzung der Istanbuler Vereinbarungen über Getreide loben.

Borrell habe sich undankbar gezeigt, trotz der Initiativen der Türkei zur Umsetzung des Getreideabkommens.

Woher kommen 44% des europäischen Getreides?

Entlang des Schwarzen Meeres.

Wer ist der Vermittler in dieser Angelegenheit?

Die Türkei.

Hat er sich dafür bedankt?

Nein.

Alle europäischen Staats- und Regierungschefs danken uns, und Sie stellen sich hin und geben eine solche Erklärung ab“, so Erdogan.

Die scharfe Missbilligung der Haltung Borrells durch den türkischen Präsidenten kommt, nachdem dieser einen Brief an das Europäische Parlament geschrieben hat, in dem es heißt, dass die Türkei „sich den restriktiven Maßnahmen der EU gegen Russland nicht anschließt, was zunehmend Anlass zur Sorge gibt.“

In der Zwischenzeit haben Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin Anfang dieser Woche Gespräche über verschiedene Aspekte der bilateralen Zusammenarbeit geführt, darunter das Wachstum des Handelsumsatzes, Energieprojekte und das Getreideabkommen. „Die Fragen des Ausbaus der bilateralen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wurden eingehend erörtert. Insbesondere wurde ein Rekordwachstum des Handelsumsatzes festgestellt. Die besondere Bedeutung gemeinsamer Energieprojekte, vor allem im Gassektor, wurde hervorgehoben“, heißt es in einer Presseerklärung des Kremls laut indischen Medien. Die Konzernmedien in der EU berichten zwar darüber was Borell von sich gibt, aber nicht wie die Reaktionen außerhalb der EU darauf ausfallen.

Der Katalane Borell scheint kein Fettnäpfchen auslassen zu wollen. Nach seinen rassistische Äußerungen über den angeblichen „Dschungel“ außerhalb Europas, hat er sich ohnehin außerhalb des „europäischen Gartens“ unmöglich gemacht und wird sich solche Zurechtweisungen wie von Erdogan wahrscheinlich noch öfter gefallen lassen müssen.

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9 Kommentare

  1. niklant 18. Dezember 2022 at 11:03Antworten

    Es gibt auch Lichtblicke in den Angrenzenden Staaten der EU! Der Zwang der EU zur Unterstützung gegen Russland würde auch andere Nationen ins Elend reissen, was wohl auch nicht jeder möchte! Frage mich, welche Sanktionen Erdogan jetzt zu erwarten hat? Bekommt er keine Milliarden mehr für seine Migrations-Blockade? Was wäre das nächste gewesen, das man von Erdogan gefordert hätte? Die Unterstützung eines Weltkrieges gegen Russland und China? Seine Geschäfte laufen zu gut, um sich in eine Wirtschaftsnotlage reissen zu lassen!

  2. Andreas I. 18. Dezember 2022 at 0:09Antworten

    Hallo,
    und es kommt noch dicker.
    Nachdem es für die Türkei nicht so ganz vom erhofften Erfolg gekrönt war, sich am USA-initiierten Umsturzversuch in Syrien zu beteiligen, strebt die Türkei nun eine Normalisierung ihrer Beziehungen zu Syrien an.
    Zwar dürfte das eher schwierig werden, so lange sich türkisches Militär auf syrischem Territorium befindet, aber die politische Tendenz ist interessant.

    Außerdem ist es wie seit Monaten:
    Jedes Mal, wenn in den westlichen Medien der Zusammenbruch Russlands bevorsteht, jetzt endlich, diesmal wirklich, die Sanktionen wirken, Russland ist militärisch am Ende … kommen sowohl Wirtschaftsdaten, die was anderes sagen, als auch militärische Nachrichten, die was anderes sagen.
    Warum auch immer die führenden Eurokraten sich auf die Seite der USA gestellt haben, nun haben sie ein Problem.

    • Mine 18. Dezember 2022 at 7:58Antworten

      Die machen das absichtlich. Die USA sind am zusammenbrechen. So wird EU-ropa geopfert. Gleich haben sie alle Russen verbannt, zur Russenhatz aufgerufen und alle russischen Medien gesperrt und zu Feindsendern erklärt. Eh klar, warum. Damit sie ihre Propaganda unwidersprochen verbreiten können. Das ist immer der Grund für die Zensur. In Österreich muss man gar 50.000 Euro Strafe bezahlen, wenn man was aus den Feindsendern verbreitet. Das spricht eh für sich.

      Faszinierend, dass keiner an der Aufklärung des Attentats auf Nordstream interessiert ist. Das wissen sie ja schon. Da ist es viel wichtiger, spleenige Rentner zu verfolgen, weil sie angeblich mit Rollator und Steinschleudern auf die Regierung losgehen wollten.

  3. Fritz Madersbacher 17. Dezember 2022 at 14:57Antworten

    „Die Konzernmedien in der EU berichten zwar darüber was Borell von sich gibt, aber nicht wie die Reaktionen außerhalb der EU darauf ausfallen“
    Halbe Wahrheiten sind schlimmer als ganze Lügen. Und so schlittern unkritische Medienkonsumenten immer tiefer in eine „kognitive Dissonanz“, in eine Mentalität, in eine Medien-Scheinrealität, in der die Realität und ihre völlig verzerrte mediale Vermittlung immer weiter auseinanderdriften. Wie bei der „Pandemie“-Inszenierung …

    • asisi1 17. Dezember 2022 at 15:22Antworten

      Hier in Europa wird es nie einen Garten „Eden“ geben. Bei dieser Politik erwartet die Menschen ein langes und schmerzhaftes dahin siechen! Die Zeichen sind schon gesetzt. Frieren, hungern, vergewaltigt oder gemessert werden. Raub, Diebstahl und Prostituzion durch ausländische Banden, von Politik und Justiz unbeheligt usw.

      • Dr. No 17. Dezember 2022 at 16:01

        Danke USA

      • Jakob 17. Dezember 2022 at 17:56

        asisi1
        17. Dezember 2022 at 15:22Antworten
        Dann kann man ihnen nur empfehlen, die Europa schnellsten zu verlassen.
        Je schneller die Nörgler abhauen, umso besser.

      • JeanLuc 17. Dezember 2022 at 19:07

        Bruder Jakob, Bruder Jakob,
        Schläfst du noch? Schläfst du noch?
        |: Hörst du nicht die Glocken? :|
        Ding dang dong, ding dang dong.

        Und schon wieder ein entbehrlicher Kommentar.

      • I.B. 17. Dezember 2022 at 21:25

        @ JeanLuc
        17. Dezember 2022 at 19:07

        Eine sehr treffende Antwort.
        Vielleicht allerdings macht er auch gar kein Auge zu aus Angst, dass das Lügengebäude bald zusammenbrechen und er als Mittäter entlarvt werden könnte.

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