Kritik an EU-Sanktionen mehren sich: Griechenland und Ungarn

13. September 2022von 2,6 Minuten Lesezeit

Die Sanktionen gegen Russland treffen die Bürger der Länder der EU in mittlerweile katastrophaler Weise. Diese Erkenntnis wird von Ungarn schon seit längerer Zeit klar kommuniziert. Aber auch der griechische Ministerpräsident will sein Land offenbar nicht länger schädigen.

Griechenland hat der Europäischen Union vorgeworfen, im Zuge des Ukraine-Kriegs beispiellose Sanktionen gegen Russland verhängt zu haben, und eingeräumt, dass dieser Schritt wirtschaftlich nach hinten losgegangen ist.

Auf einer Pressekonferenz in Thessaloniki räumte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Sonntag ein, dass Europa die Sanktionen gegen Russland verhängt hat, obwohl es die Folgen kannte.

In dem Moment, als wir diese extrem weitreichenden Sanktionen gegen Russland verhängten, die schwerwiegendsten Sanktionen, die es je gab, wussten wir, dass wir unsere Gesellschaft einem sehr schwierigen Prozess aussetzten“, sagte Mitsotakis vor Reportern.

Aber wir haben davor gewarnt, dass dies der Preis ist, den wir für diese Entscheidung zahlen müssen.“

Er warf auch die Frage auf, inwieweit die EU bereit sei, im Energiekonflikt mit Russland Opfer zu bringen, und sagte, die EU versuche, ihre Abhängigkeit von russischen Energieimporten zu beenden.

Mitsotakis fügte hinzu, dass seine Regierung Maßnahmen ergriffen habe, um eine ausreichende Energieversorgung vor dem Winter sicherzustellen, falls die russischen Gaslieferungen an das Land vollständig unterbrochen werden sollten.

Wir sind auf das schlimmstmögliche Szenario vorbereitet, nämlich dass Russland die Erdgaslieferungen einstellt“, wurde er auf der Pressekonferenz zitiert.

Anhaltende Kritik aus Ungarn

Die EU sei bereits zum Verlierer des Konflikts geworden und habe durch ihren Umgang mit der Situation in der Ukraine schweren politischen und wirtschaftlichen Schaden erlitten. meint László Kövér, Präsident der ungarischen Nationalversammlung.

Kövér, der Mitglied der regierenden Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán ist, warf zudem Brüssel vor, den Konflikt nicht mit politischen Mitteln verhindert zu haben, sodass es „nicht in der Lage ist, den Frieden auf diplomatischem Wege wiederherzustellen„. Der ungarische Parlamentspräsident führte an:

„Unter dem Druck von außen handelt die EU gegen ihre grundlegenden wirtschaftlichen Interessen und sollte bereits als Verlierer betrachtet werden, unabhängig davon, welche der direkt an den Kämpfen beteiligten Parteien sich zum Sieger erklären wird.“

Kritische Stimmen aus der Türkei

Zuvor hatte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in der vergangenen Woche ähnlich geäußert und gesagt, die „provokative“ Politik des Westens gegenüber Russland sei „nicht richtig“.

Es ist nicht nötig, die Namen aufzuzählen, aber ich kann klar sagen, dass ich die Haltung des Westens nicht für richtig halte. Weil es einen Westen gibt, der eine Politik der Provokation betreibt, wird es nicht möglich sein, dort ein Ergebnis zu erzielen„, sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem serbischen Amtskollegen in Belgrad.

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

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8 Kommentare

  1. Mia 13. September 2022 at 20:34Antworten

    Dr. med. Veronika Rampold
    13. September 2022 at 20:02

    „Um ehrlich zu sein, ich freu mich wie verrückt darauf, DASS welche hamstern kommen. Die so lang erahnte und geprobte Szene, endlich gespielt…“
    Sie freuen sich auf einen Zusammenbruch?
    Dümmer geht es wirklich nicht mehr.

  2. Hans im Glück 13. September 2022 at 18:49Antworten

    Ein hübscher Clip auf YT von der „Bild“

    „Gaspreise nicht mehr bezahlbar: Demonstrationen in ganz Deutschland“

    Ein Rentner zeigt seine Abschlagszahlungen. Von bisher 165 Euro geht es jetzt nach oben.
    Auf 2268 Euro
    Und wie sagt der Robert so schön in dem Clip: „Am Ende ist es nur Geld“
    Da möchte man zuschlagen, ehrlich.

  3. Th. Kühler 13. September 2022 at 11:49Antworten

    Acht Mäuse
    13. September 2022

    Neuer Name nach dem Beitrag am 11. September 2022 von Dr. Peter F. Mayer

    Überschrift: Neuer Weltrekord bei Impfstoff-Einführung – Meryl Nass zu den bivalenten Booster-Präparaten.

    Absatz….“Getestet wurde an 8 Mäusen“, …..

    Und schon ist ein neuer altbekannter User in fremden Federn geschlüpft.
    Schade dass manche LeserInnen damit hier die Seite respektlos behandeln. Das sollte nicht geduldet werden.
    Von mir folgt keine Rückmeldung und ich Lese auch nicht andere Kommentare die folgen.

  4. Hans Im Glück 13. September 2022 at 11:31Antworten

    Selbst alte politische Flüsterwitze werden wieder erschreckend aktuell.

    „Goebbels eröffnet das jährliche Winterhilfswerk: Keiner soll hungern, ohne zu frieren.“

    Das eigentlich Gruselige ist der Umstand, dass auch bei uns immer mehr Wahrheiten nur noch als „Flüsterwitz“ erzählt werden können.

  5. Acht Mäuse 13. September 2022 at 9:26Antworten

    dass Europa die Sanktionen gegen Russland verhängt hat
    Das sollte EU heißen, nicht Europa. Beispielsweise sind Belarus und Russland Teile von Europa, die sich nicht an den „Sanktionen“ beteiligen.

    Die „Sanktionen“ könnten nun als „Fehler“ kleingeredet werden, um von der Absicht abzulenken. Es gibt durchaus Belege für die Vermutung, dass die von den USA proklamierten „Sanktionen“ sich gegen die Wirtschaft der EU-Mitgliedsstaaten richtet. Durch die „Sanktionen“ könnte das derzeitige Währungssystem vor allem in der EU unwiderruflich zerstört werden. Man könnte durchaus annehmen, dass alle „Regierungen“ in der EU da mitmachen, weil die alle per WEF unterwandert wurden. Ein Zusammenbruch der Wirtschaft in der EU könnte weltweit eine Kettenreaktion auslösen. Als Ersatz steht dann die digitale Zentralbankwährung parat, samt Zertifikaten, die Betreiber der „Pandemie“ haben wollen (ID2020). Im nächsten Schritt werden alle verbleibenden und unabhängigen Unternehmen zu Teilen von Konzernen, soweit es sie nach dem Zusammenbruch noch gibt. Wer nicht mitmacht, lernt sehr schnell, was die Vision „ohne Eigentum“ des WEF im Zeitalter der digitalen Zentralbankwährung bedeutet.

    • Toni 13. September 2022 at 10:45Antworten

      Absolut korrekt.

      Deshalb sollte auch jeder schnellstens ins „tun“ kommen:

      Mit Bargeld bezahlen
      Den Wandel wählen, z.B. in Tirol, BP, NÖ
      Ruhig Blut bewahren und sich nicht von der Endzeitsekte infizieren lassen

      Glück auf, Toni

      • Dr. med. Veronika Rampold 13. September 2022 at 20:02

        ich bin schon lang im Tun.
        wenn die-da-oben es geschafft haben, Not und Elend über die Stadtbewohner zu bringen (aufm Land wirds leichter sein, klarzukommen, das haben bis jetzt aber viel zu wenige begriffen) und Hungrige zum Hamstern auf die Dörfer kommen, kann ich Dörrobst austeilen, das von meinen Bäumen stammt. Und Eingemachtes. Immerhin besser als nix.
        Mein Obst laß ich nie umkommen, ich mach es ein oder trockne es, auch wenn ich allein so viel nicht essen kann… aus Respekt, man wirft kein Essen weg basta, und für den FAll der Fälle.
        Meine Oma und Großtante haben den Krieg nie vergessen und viel vom Hamstern erzählt, als ich klein war.
        Um ehrlich zu sein, ich freu mich wie verrückt darauf, DASS welche hamstern kommen. Die so lang erahnte und geprobte Szene, endlich gespielt…

    • Harald Eitzinger 13. September 2022 at 19:07Antworten

      Tatsache ist, wenn Deutschland fällt und das ist dank der intensiven Hilfe der Ampel gar nicht mehr so unwahrscheinlich, dann fällt auch EUropa. Wer soll denn dann die ganzen Pleitestaaten und dazu kann man auch Frankreich zählen, am Leben erhalten, sind doch die Meisten Nettoempfänger! Deshalb schwant mit nichts Gutes, denn das ist von den Amis anscheinend auch noch so gewollt.

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