AGES: Wo sind denn nun schon wieder die Daten?

24. Januar 2022von 3.6 Minuten Lesezeit

Solide Daten zu Covid sind in Österreich Mangelware. Findet man Daten, die eine gewisse Aussagekraft haben könnten, sind sie rasch wieder verschwunden. Als sich abzeichnete, dass bei Menschen über 60 Jahren die Impfungen schlechter wirken als eine nicht mehr gültige Immunität durch Infektion, verschwand die Grafik vom Server der AGES. Besonders skurril: Der Text verweist noch auf die entfernte Grafik.

Von Gastautorin Sonja Padsch

Für Menschen unter 65 ist es sehr unwahrscheinlich an einer Infektion zu versterben (siehe Screenshot 1 des „AGES Dashboard Covid19“). Mit höherem Alter steigt das Risiko jedoch deutlich an – ein Grund, sich mit der Altersgruppe über 65 genauer auseinander zu setzen. Die AGES bietet Informationen zu den Inzidenzen aller positiv Getesteten und der symptomatisch Erkrankten nach dem „vermuteten Immunschutz“. Die Information wird für drei Altersgruppen bereitgestellt 12-17, 17-59 und 60+. Besonderes Augenmerk fällt daher auf die große Gruppe der über 60-Jährigen, die die Gruppe mit dem höchsten Risiko beinhaltet.

Screenshot 1

Am 14.1. erfolgte offenbar die letzte grafische Darstellung (siehe Screenshot 2 der „Coronavirus“-Seite der AGES). Heute klafft dort, wo früher die Grafiken enthalten waren, eine Lücke. Besonders unterhaltsam ist dies bei der 7-Tage Inzidenz, bei der im Text noch auf eine grau markierte Zeitperiode Bezug genommen wird, die mangels Grafik natürlich ebenso fehlt. (Siehe Screenshot 3 der „Coronavirus“-Seite der AGES).

Screenshot 2

Screenshot 3

Dabei wäre es gerade jetzt spannend, die natürliche Immunität, sei sie nun als willkürlich unzureichend oder als ausreichend klassifiziert, mit der erimpften Immunität zu vergleichen: Omikron hat es in nur wenigen Wochen mit 90% der sequenzierten Fälle zur dominanten Variante in Österreich gebracht. Die Inzidenzen der Symptomatischen gehen in die Höhe, während die Krankenhausaufenthalte nach unten gehen.

Zwar sind auf der AGES-Seite keine Grafiken mehr vorhanden, aber es sind nach wie vor .csv-Dateien verfügbar, die selbst ausgewertet werden können. Service kann sein, muss aber nicht, scheint das Motto der AGES zu sein. Die eigene Auswertung in grafischer Form (sieht Screenshot 4) zeigt für die Inzidenzen nach „vermutetem Immunschutz“ bei den 60+ so aus: Die Inzidenz mit unzureichendem Immunschutz geht moderat nach oben, jene mit ausreichendem Immunschutz bleibt am niedrigsten. Der erst im Dezember umdefinierte ausreichende Immunschutz durch Impfung ordnet sich in der Inzidenz vorläufig zwischen der ausreichenden und der unzureichenden natürlichen Immunität ein. Die Inzidenz jener, die weder positiven PCR-Test noch Impfung hinter sich haben, geht stark nach oben und hat in etwa das Niveau der Inzidenz von Mitte November.

Screenshot 4

Auch in der Altersgruppe 18 bis 59 steigen die Inzidenzen der Symptomatischen stark an. (Siehe Screenshot 5). Während die ausreichende natürliche Immunität auch in dieser größten Altersgruppe ungeschlagen gering bleibt, steigt die Inzidenz bei der unzureichenden natürlichen Immunität (mit oder ohne Impfung) deutlich an.

Screenshot 5

Doch im Gegensatz zu den hohen und weiter steigenden Inzidenzen bleibt die Zahl der belegten Betten auf Normalstationen auf niedrigem Niveau gleich und jene auf den Intensivstationen geht sogar zurück (siehe Screenshots 6 und 7 des „AGES Dashboard Covid19“). Dementsprechend gehen auch die Todeszahlen zurück.

Screenshot 6

Screenshot 7

Skurril, dass gerade jetzt eine allgemeine Impfpflicht beschlossen wurde. Ach ja, es wäre wegen der Varianten die später im Jahr kommen könnten. Und außerdem haben wir 29 Millionen Dosen noch für heuer, die wir leicht loskriegen, wenn sich jeder Impfbare vier mal spritzen lässt.

Bild von Tayeb MEZAHDIA auf Pixabay

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17 Kommentare

  1. UdoSchlenz 25. Januar 2022 at 11:43Antworten

    Hat sie nun, oder hat sie nicht? Bitte um Antwort. Gleichschaltung bzw Abstimmung von AGES und RKI wäre Indiz für Absichtlichkeit in der Sache.

  2. UdoSchlenz 24. Januar 2022 at 16:17Antworten

    Hat die AGES irgendwann mal die Zahl der (echt) UNGEIMPFTEN COV2- Toten aus 2021 berichtet ?

    Bitte antworten, falls wer was weiss!

    das RKI hat nicht!

    — Dringender Verdacht: es wären unerwartet wenige , und der Rest der Cov2 Toten wären ergo verblüffend viele.

  3. rudi & Maria fluegl 24. Januar 2022 at 16:11Antworten

    Eine Graphik die AGES Verhalten mit Verdacht auf schweren Betrug vor und nach Franz Allaberger Zeit wiedergibt ist wünschenswert!
    Vorzugsweise nicht von der AGES und anderen Austria Statistikmachern!
    Oder vielleicht doch mit 1/X Funktion.

  4. Luc 24. Januar 2022 at 14:43Antworten

    Es wird gelogen ohne mit der Wiper zu zucken. Ich suche immer noch Politiker mit gesundem Menschenverstand. So viel geistiger Unsinn ist mir seit Corona nicht untergekommen. Über Hirngröße brauche ich nichts zu schreiben. Beschlüsse auf Basis der Intensivbettenlüge gefasst, und dabei noch Unsummen an Steuergeldern verschleudert!
    Die Pandemie und das System wird mit etlichen Milliarden am Leben erhalten – auch mit unserem Steuergeld!
    Wir bezahlen übrigens auch alle für Rüstung, Kriegseinsätze, Krankheiten durch Rauchen, Trinken, Übergewicht, Diabetes …. und auch Politiker, die sich von uns bezahlen lassen und nebenbei noch durch Maskendeals und ähnliches bereichern.

  5. andi pi 24. Januar 2022 at 13:19Antworten

    als die einzigen wirklich relevanten erscheinen mir die screenshots 1, 6 und 7.

    die inzidenzen waren schon bislang nicht grad der relevanteste faktor – und bei omikron dürften sie völlig irrelevant sein. man hat ja bisher immer gesagt, die inzidenzen würden sich um die 10-14 tage später in der intensivbelegung widerspiegeln. nun haben wir aber seit bereits drei wochen sehr hohe inzidenzen, aber die intensivfälle sind (siehe screenshot 7) nach wie vor am sinken. wir haben so niedrige ICU-zahlen wie seit anfang september nicht mehr. und dennoch gelten nach wie vior die maßnahmen (stufe 5), die auf eine ICU-belegung von über 600 ausgerichtet waren. stand heute haben wir eine belegung von 187.

    es soll bei den maßnahmen angeblich darum gehen, die intensivstationen nicht zu überlasten? nein, darum geht es ganz definitiv nicht. ansonsten wären ja die meisten maßnahmen angesichts der zahlen mittlerweile wieder aufgehoben.

  6. Eva-Maria 24. Januar 2022 at 13:14Antworten

    DATENSALAT? Wird ZUVIEL eingemeldet, wie man sagt? Wers glaubt.

    Wahr ist wahrscheinlich das Gegenteil
    OMIKRON EXPLODIERT NICHT!
    Siehe ORF:
    https://orf.at/corona/daten/oesterreich
    Verteilung neuer Fälle über die letzten Tage

    Die Omikron“explosion“ am Tag vor der Nationalratssitzung wurde wahrscheinlich durch Zurückhaltung von Meldungen der Tage zuvor kunsterzeugt und das wurde bisher nicht berichtigt. Man sieht, daß die Woche vorher die Infektionen mysteriös festgetackert waren bei 15.000 bis 16.000 pro Tag. Man hat “ die vergessenen“ wohl schlagartig nachgemeldet und kam so zur „Explosion“ auf fast 30.000 am Mittwoch, dem Tag vor der Nationalratssitzung.

    SEITHER säuft Omikron wieder ab. Nur 22.190, bereinigt, waren es vorgestern am Samstag.
    Gestern Sonntag und heute Montag gibt man uns erst gar nicht.

    WAS für ein PECH für unsere Politiker! Es geht ihnen jetzt die allerletzte aller Panikzahlen vor die Hunde und im Krankenhaus finden sie auch kaum noch wen.

    WAS für ein Pech, ausgerechnet jetzt versackt auch diese Experten Fake Katastrophe im Nichts.

    WAS TUN um das Geschäft zu retten? Die Aufregung muß groß sein. Sie brauchen ja noch ZWINGEND den 2. Gesetzesbeschluß für dieses Impfzwanggesetz!! Sonst kanns nicht in Kraft treten. Die Bundesratsabstimmung ist am 3.2.2021.

    DER BUNDESRAT ist jetzt der FINALE OFFENBARUNGSEID der ÖVP Bundesländer!!

    • Peter1 24. Januar 2022 at 19:46Antworten

      Aber wer schert sich noch um irgendwelche Daten. Nehammer, der Volkshammer, hat gesagt, Omikron kenne kein Limit..die Pandemie ist also keineswegs vorbei…

      Wollt ihr kleinen störrischen Untertanen nun endlich brav sein und Impfen gehen? Was fällt euch eigentlich ein, dauernd aufzumucken..?

  7. anamcara 24. Januar 2022 at 9:23Antworten

    Auch das British Medical Journal kritisiert das Zurückhalten von Daten scharf.

    In einem Artikel vom 19 Januar fordert das British Medical Journal die sofortige Freigabe sämtlicher Forschungsdaten und kritisiert die bisherige Vorgehensweise bei der Zulassung von COVID-19 Impfstofffen.

    Die Aufgabe von Zulassungsbehörden ist es nicht, nach der Pfeife reicher globaler Konzerne zu tanzen und diese noch reicher zu machen.

    „Covid-19 vaccines and treatments: we must have raw data, now“

    …”Pharmaceutical companies are reaping vast profits without adequate independent scrutiny of their scientific claims.

    The purpose of regulators is not to dance to the tune of rich global corporations and enrich them further; it is to protect the health of their populations.

    We need complete data transparency for all studies, we need it in the public interest, and we need it now…”

    https://www.bmj.com/content/376/bmj.o102

  8. magerbaer 24. Januar 2022 at 8:17Antworten

    Wo Zahlen verschwinden kann Betrugsabsicht vorliegen.

    • brigbrei 24. Januar 2022 at 10:53Antworten

      Wo Zahlen „verschwinden“, LIEGT Betrugsabsicht vor…

  9. Schwager 24. Januar 2022 at 7:44Antworten

    Als langjähriger „Seuchenbekämpfer“ kann ich nur bestätigen, dass die meisten global erfolgreichen Viren in ihrer Evolution (obwohl sie ja keine Lebewesen sind), sich in hochinfektiöse, dafür aber weniger krankmachende (niederpathogene) Varianten verwandelt haben. Nur so können sie unentdeckt von klinisch gesunden Infizierten weitergetragen werden. Ein hochpathogenes Virus wie Ebola kann schlecht „laufen“. Der Infizierte schafft es auf Grund schnell einsetzender – und schwerer- Symptome nicht weit. Das Virus bleibt stecken, entweder es mutiert oder rottet sich selbst aus. übrigens ist auch H1N1, das Influenzavirus der Spanischen Grippe, nie ausgerottet worden, Ende der Siebziger hat es für die Russische Grippe gesorgt, auch spätere Pandemien gingen auf sein Konto. Im Moment dürfte es in eben niederpathogener Form friedlich mit den Menschen zusammen leben. Es ist müßig, solche Schleimhautbesiedler „ausrotten“ zu wollen. Eine immunologisch geschulte (durchseuchte) Population mit gesunder unspezifischer Grundimmunität sollte das Ziel sein.

    • Jo Ne 24. Januar 2022 at 9:16Antworten

      Zustimmung! Als ehemaliger Wehrdienstleistender mit erweiterten ABC Lehrgang ertappe ich mich an die damalig gelehrte Situation zu denken: 1. Aussetzung eines Virus um das anzugreifende Land zu schaden. 2. Die eigene Bevölkerung zu schützen, auch mit einer „Impfung“ und Lockdown um die Verbreitung im eigenen Gebiet zu verhindern. 3. Das angegriffen Land nach dem Abflauen der Gefahr übernehmen, nur die wirtschaftlichen Güter, wenn es dann am Boden liegt. 4. Das Virus so bauen damit es mit der Zeit die Gefährlichkeit verliert da sonst die eigene Bevölkerung darunter leidet und sonst alles vorherige ohne Wert wäre. Damals wies man schon auf die Gefahr einer unkontrollierten Weltverseuchung hin. Die Beispiele waren damals die Pockenfamilien.
      Ich gebe nur das damalig gelernte wieder! jedem bleibt die eigene Fantasie …

    • rudi & Maria fluegl 24. Januar 2022 at 16:23Antworten

      Weniger krankmachend?
      Wir bitten um die Fälle wo das nicht passiert ist!
      Bei der spanischen Grippe mit extrem ausgesetzten hygienischen, ernährungsbedingten Zuständen und mehreren schlimmer werdenden Phasen werden doch auch unterschiedlichste Thesen zu Grunde gelegt!
      Konvergente Evolution. Doch verschiedene Viren. Gegenden mit falscher Behandlung!
      Wer kennt da seriöse Untersuchungen?

  10. Uschi_22 24. Januar 2022 at 7:29Antworten

    🄳🄰🅂 🅃🅁🄰🅄🅁🄸🄶🅂🅃🄴 🄰🄼 🄻🄴🄱🄴🄽 🄸🅂🅃, 🄳🄰🅂🅂 🄳🄸🄴 🅆🄸🅂🅂🄴🄽🅂🄲🄷🄰🄵🅃 🄳🄴🅁🅉🄴🄸🅃 🅂🄲🄷🄽🄴🄻🄻🄴🅁 🅆🄸🅂🅂🄴🄽 🅂🄰🄼🄼🄴🄻🅃 🄰🄻🅂 🄳🄸🄴 🄶🄴🅂🄴🄻🄻🅂🄲🄷🄰🄵🅃 🅆🄴🄸🅂🄷🄴🄸🅃.

    — 🄸🅂🄰🄰🄲 🄰🅂🄸🄼🄾🅅

    ᵁˢᶜʰⁱ ²⁴·⁰¹·²⁰²²

    • Hanna 24. Januar 2022 at 11:44Antworten

      Beeindruckend.

    • brigbrei 24. Januar 2022 at 13:02Antworten

      Hauptsache auffallen…

  11. Elisabeth 24. Januar 2022 at 7:06Antworten

    Omikron setzt sich in den oberen Atemwegen fest, um sich besser verbreiten zu können. Für das Virus ist das ein Vorteil, den es nicht mehr aufgeben wird. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass es auf natürliche Weise zu einem Killervirus (zurück)mutiert. Man muss eine Durchseuchung gestatten, denn Omikron ist de facto eine Lebendimpfung. Ich meine, Gott hat es uns geschickt.

    Aber wir wissen eh schon längst, dass es die Regierung mitsamt ihren seltsamen Experten nicht gut mit uns meint und auf alle Argumente und Logik pfeift. Die haben einen Auftrag. Sie dienen nicht uns, sondern fremden Herren, das ist gewiss. Was für ein Schwachsinn, jetzt mit einem nichterforschten unwirksamen Gen-Medikament (das viele Nebenwirkungen zeigt) unter dem Motto zu impfen, es könne sich ja wieder eine schlimmere Mutation entwickeln (wohl in der Hoffnung auf neue bösartigere Fluchtviren). Nein, das tun sie nicht. Es sei denn, es legt wieder ein Labor Hand an oder es wird wieder eins herbeigelogen!

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