Offener Brief von 217 österreichischen Hebammen gegen Impfpflicht, Spaltung und Diskriminierung

In einem offenen Brief wenden sich 217 österreichische Hebammen an das Österreichische Hebammengremium (ÖHG), den Bundespräsidenten und alle Mitglieder der Österreichischen Bundesregierung, Landeshauptleute, die Klubs aller im Nationalrat vertretenen Parteien, sowie an Politiker:innen, die für Frauen- und Menschenrechte einstehen, diverse Medien und Journalist:innen.

Und hier ist der Text des offenen Briefes:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Erschüttert beobachten wir die momentanen gesellschaftlichen, politischen und vor allem gesundheitspolitischen Entwicklungen in unserem Land. Gesellschaftliche Spaltung, Diskriminierung und die geplante Einführung einer Impfpflicht widersprechen den Werten, Grund- und Freiheitsrechten, die bis vor knapp zwei Jahren das stabile Fundament unseres Zusammenlebens in Österreich waren.

In unserem Arbeitsalltag als Hebammen erleben und erfahren wir Missstände, die wir nicht länger hinnehmen und mittragen können.

Wir betreuen die uns anvertrauten Frauen mit größter Sorgfalt und Umsicht, wissend, dass diese während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit besonderen Schutz brauchen und verdienen. (Werdende) Mütter wenden sich mit ihren Fragen und Unsicherheiten vertrauensvoll an uns Hebammen, wir versorgen sie mit fachlichen Informationen, damit sie eine informierte Entscheidung treffen können.

Im Newsletter des ÖHG vom 02.12.2021 mit dem Betreff „Covid-19 Impfempfehlung für Schwangere“ werden österreichische Hebammen dazu aufgefordert, „Schwangere zur Impfung zu beraten“. Als Begründung werden vor allem Empfehlungen internationaler Fachgesellschaften formuliert (ÖGGG-Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, CDC-Centers for Disease Control and Prevention, ACOG- American College of Obstetricians and Gynecologists, RCOG- American College of Obstetricians and Gynecologists, STIKO- Ständige Impfkommission).

Covid-19 Impfstoffe sind bedingt von der Europäischen Kommission zugelassen, aussagekräftige, großangelegte Studien laufen noch, somit ist deren Wirksamkeit und Sicherheit noch nicht endgültig festgestellt und belegt.

Für Schwangere und Stillende wird der Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) empfohlen – dazu schreibt die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) auf ihrer Homepage Folgendes:

Can pregnant or breast-feeding women be vaccinated with Comirnaty?

Animal studies do not show any harmful effects in pregnancy, however data on the use of Comirnaty during pregnancy are limited. Although there are no studies on breast-feeding, no risk for breastfeeding is expected. The decision on whether to use the vaccine in pregnant women should be made in close consultation with a healthcare professional after considering the benefits and risks.“

Da die Datenlage zur Verwendung von Comirnaty in der Schwangerschaft begrenzt ist und es keine Studien mit Stillenden gibt, finden wir es höchst befremdlich, dass der Impfstoff dieser vulnerablen Personengruppe quasi uneingeschränkt im 2. und 3. Trimenon sowie in der Stillzeit empfohlen werden soll, obwohl er „off-label“ (=nicht bestimmungsgemäß) verwendet wird.

Informed Consent“ und „Informed Choice“ sind von uns Hebammen hochgehaltene und unabdingbare Voraussetzungen für jegliche medizinische Intervention. Abgesehen davon, dass notwendige Daten für eine fundierte Beratung zur Impfung fehlen, findet eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung und umfassende Aufklärung, wie sie auch von der ÖGGG empfohlen wird, in der Praxis kaum Umsetzung.

Betroffen beobachten wir, dass es im geburtshilflichen Setting immer wieder zu Diskriminierung von ungeimpften Frauen und deren Angehörigen kommt. Sie fühlen sich massiv unter Druck gesetzt durch Aussagen wie:

Jemanden wie Sie sollte ich gar nicht behandeln.“

In unserem Krankenhaus betreuen wir nur noch geimpfte Schwangere.“

Nur geimpfte Männer dürfen ihre Frauen zur Geburt begleiten.“

Diese Vorgangsweisen sind menschenunwürdig, (grund)rechtswidrig und auch unethisch!

Sowohl der Contergan- als auch der Duogynon-Skandal, sollten uns gelehrt haben, wie wichtig die sichere Anwendung von Arzneimitteln in der Schwangerschaft ist.

Wir können daher in keiner Weise nachvollziehen, warum Covid-19 geimpfte Schwangere und Stillende nicht lückenlos erfasst werden. Wir fordern eine systematische Beobachtung des Gesundheitszustandes von Mutter und Kind über die nächsten Jahre, um auszuschließen, dass dieser durch den neuartigen mRNA-Impfstoff nicht nachhaltig beeinträchtigt oder geschädigt wird!

Große Sorgen bereiten uns auch berufliche Beobachtungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung von Schwangeren, denen häufig nicht nachgegangen wird:

Fehlgeburten, vorzeitige Wehentätigkeit, früher vorzeitiger Blasensprung, vaginale Blutungen, Frühgeburten, Wachstumsretardierung, Eklampsie, Myokarditis, etc.

Wir fordern einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Verdachtsfällen von Impfnebenwirkungen. Es sollte von höchstem wissenschaftlichen und medizinischen Interesse sein, diese lückenlos und proaktiv zu erheben und die erforderlichen Schlüsse daraus zu ziehen.

Immer wieder betreuen wir Frauen, die in der Schwangerschaft eine Covid-19 Infektion durchgemacht haben, bis auf wenige Ausnahmen mit milden bis moderaten Verläufen, überwiegend jedoch mit mangelnder medizinischer Begleitung.

Hier drängen sich wesentliche Fragen auf: Haben Schwangere, die auf Grund der Schwere der Erkrankungen intensivmedizinischer Versorgung bedürfen, Vorerkrankungen (wie zB Adipositas, Diabetes Mellitus, kardiovaskuläre Erkrankungen) oder schwangerschafts-induzierte Erkrankungen (wie zB Gestationsdiabetes, hypertensive Schwangerschaftserkrankungen)? Wie, wo, von wem und wann werden diese Daten in Österreich systematisch erhoben und veröffentlicht?

Als Hebammen haben wir gemäß §6 HebGdas Wohl und die Gesundheit der Schwangeren, Gebärenden, Wöchnerinnen und Mütter sowie der Neugeborenen und Säuglinge unter Einhaltung der hiefür geltenden Vorschriften und nach Maßgabe der fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen zu wahren.“

Der Ethik-Kodex des Österr. Hebammengremiums „basiert auf der Anerkennung der Würde eines jeden Menschen und strebt das Einhalten von Menschenrechten, Selbstbestimmung und Gleichheit im Gesundheitswesen an.“

Selbstbestimmung ist ein Grundrecht, das viele Generationen von Frauen für uns erkämpft haben. Wir wollen es gewahrt und geschützt wissen!

Wir betrachten jegliches Drängen und jegliche Pflicht zu einem medizinischen Eingriff als unethisch und weder moralisch noch medizinisch vertretbar!

Auch wir – hinter diesem Brief stehenden – Hebammen bestehen auf unsere Grund- und Freiheitsrechte, sowie das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Wir stehen für eine freie Impfentscheidung! Die Covid-19 Vaccine gewährleisten keine sterile Immunität – sie schützen weder zuverlässig vor Infektion noch vor Übertragung des Virus.

Sollte unsere Berufsausübung in Zukunft aber an Covid-19-Impfungen gebunden werden, behalten wir uns jegliche (arbeits)rechtliche Schritte vor.

Von unserer Standesvertretung, dem ÖHG, erwarten wir, dass es sich gemäß §39 Abs.1 HebG für die angeführten Bedenken und Anliegen einsetzt.

Hinter diesem Schreiben stehen über 210 österreichische Hebammen, die eine freie und selbstbestimmte Impfentscheidung fordern, sowie die sofortige Beendigung jeglicher Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Impfstatus.

Wir solidarisieren uns mit Kolleg:innen aus allen Gesundheitsberufen und anderen Berufsgruppen, die einen offenen, sachlichen Diskurs fordern. Ebenso mit Personen, die aktuell auf Grund Ihrer öffentlichen, kritischen Stellungnahme oder ihres Covid-19 Impfstatus Ausgrenzung, Diskreditierung, bis hin zur Suspendierung erleben. Wir distanzieren uns aber von jeglichen politischen Gruppierungen.

Da wir uns keinen weiteren Repressalien aussetzen möchten und um uns und unsere Familien zu schützen, nennen wir unsere Namen vorerst nicht.

Hochachtungsvoll

217 österreichische Hebammen

Kontakt: hebammen.werden.laut@protonmail.com


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25 Kommentare zu „Offener Brief von 217 österreichischen Hebammen gegen Impfpflicht, Spaltung und Diskriminierung

  1. Mein Herz ist auch bei den 217 Hebammen, die auch Republik Österreich sind, mit „Warum machen wir uns das LEBEN noch schwerer, als es durch die Sonne schon ist?“ – Ein Baby wird geboren, um ein Leben lang irren zu dürfen. Es wäre nach Sigmund Freud gut so …

    1. Pfizer/Biontech haben in den USA eine Präsentation für Ivestoren veröffentlicht. Darin wird erklärt, dass es keine ausreichende Datengrundlage gibt um die Wirkung von des Impfstoffs auf Schwangere zu beurteilen. Der Wirtschaftsjournalist Norber Häring (norberthaering.de) hat am 02.01. über diese Präsentation berichtet. Da heisst es (übersetzt): „Verfügbare Daten zur Gabe des Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoffs an schwangere Frauen reichen nicht aus, um die impfstoffbezogenen Risiken während der Schwangerschaft zu beurteilen.“ (insufficient to inform vaccine-associated risks in pregnancy)
      Die Präsentation kann man herunterladen von https://investors.biontech.de/static-files/47b4131a-0545-4a0b-a353-49b3a1d01789

      Die relevante Erklärung steht auf Seite 3 unter „Safety Information“ unter Punkt 13.

    2. Das Pingback findet seine Rechtfertigung, da ich schwer bei meinem uneingeschränkten Humanismus zu verstehen sei.

      Reumütigster Dr. Robert Malone ist längst bei den Hebammen und ihren Babys.

      Mendels Vererbungslehre zolle ich Hochachtung.

      Ja, „wissenschaftliches“ mRNA UND natürliches Virus machten uns das Leben schwerer, und der Mensch darf irren. – Er darf aber nicht boshaft werden, weil er stur bleiben will!

    3. Uschi_22
      7. Januar 2022 um 10:56 Uhr
      „Er darf aber nicht boshaft werden, weil er stur bleiben will!“
      Das sehe ich auch so ähnlich. Es sind schon zu viele Menschen zu Schaden gekommen …

    1. @europablume
      7. Januar 2022 um 10:15 Uhr
      Ich sehe es auch so. Wenn sich so viele verantwortungsbewusste Hebammen gezwungen sehen, sich an die Öffentlichkeit zu wenden, müsste eine intakte Gesellschaft mit riesigen geöffneten Ohren auf deren Worte hören. Das müsste einem schon der Instinkt eingeben, von der Vernunft ganz zu schweigen. Der Aufschrei der Hebammen MUSS gehört werden!

  2. Ich bedanke mich sehr herzlich bei Doktor Mayer für die E-Mailadresse:

    hebammen.werden.laut@protonmail.com

    Ich schrieb bereits den wahrhaftig sehr reizenden Damen und drückte Ihnen meine unumstößliche, authentische Solidarität aus.

    Wer wird uns in der Zukunft das Brot backen und das Trinkwasser in die Leitung bringen SOLLEN? – Die gegenwärtigen narzisstischen „Entscheiderinnen“ und „Entscheider“ sein dann schon tot. – So ihr EGOISTISCHER Glaube an ihre Sinne.

    Die Mehrheit meint NOCH: „Der Markt mit entwertetem Euro.“

    Ich behalte auch meinen Humor beim sehr Ernsten.

  3. vielen dank für diesen brief, respekt! immerhin handelt es sich hierbei um rund 10% aller österreichischer hebammen. das ist z.b. auf alle wahlberechtigten umgelegt so, wie wenn über 600.000 leute ein volksbegehren unterschreiben würden.

    1. Danke für die wahren Worte der Hebammen. Bitte weitermachender für unsere Kinder und Familien!

  4. Liebe Hebammen!
    Danke aus tiefstem Herzen für diese starken, mutigen und vor allem wahren Aussagen!
    Doris Koschier

  5. Liebe Hebammen, danke, danke, danke für Ihre Stimme der Vernunft! Ich hoffe sehr, dass sie von den zuständigen Entscheidungsträgern gehört wird! Und ich hoffe für die Verantwortlichen, besonders jedoch für den Herrn Bundespräsidenten, der so gerne und stolz die österreichische Verfassung lobt, dass über sie alle nicht einmal in den Geschichtsbüchern geschrieben wird: Sie hätten es wissen müssen! Sie hätten handeln müssen! Sie hätten es verhindern können!

  6. Liebe Hebammen.
    ganz großen Respekt und herzlichen Dank!
    Ganz wichtige Stimmen gegen diese Monstrosität.

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