
Zunahme des Insolvenzrisikos bei Windparks – Behörden müssen handeln
Negative Strompreise explodieren, EEG-Förderungen werden gekürzt, Netzbetreiber dürfen neue Anlagen ablehnen – und die Rückbausicherheit bleibt oft nur eine jährliche Rücklage. Für viele Windkraftprojekte wird die wirtschaftliche Tragfähigkeit zum Glücksspiel.
Das Insolvenzrisiko bei Windkraftanlagen steigt. Es geht um Wirtschaftlichkeits- und Rückbausicherheit. Genau hier müssen Genehmigungsbehörden endlich handeln: Sie dürfen nicht mehr blind genehmigen, wenn absehbar ist, dass Betreiber später insolvent gehen und Rückbau, Altlasten und Haftungslücken auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
Massives wirtschaftliches Risiko durch negative Strompreise
Aktuelle Prognosen zeigen ein dramatisches Bild: Die Stunden mit negativen Spotstrompreisen steigen massiv. Laut London Stock Exchange Group (LSEG) erwartet die EU für 2026 in Deutschland einen Anstieg um 46 % auf 810 Stunden, in Frankreich um 78 % auf 1.240 Stunden, in den Niederlanden um 63 % auf 894 Stunden und in Großbritannien um 90 % auf 234 Stunden. In diesen Zeiten erhalten neue Wind- und Solarparks keinerlei staatliche Vergütung mehr. Feste Kosten laufen weiter, während Einnahmen wegbrechen. Viele Betreiber stehen deshalb direkt vor der Pleite. Wind- und Solaranlagen müssen bei Überangebot gleichzeitig abgeschaltet werden – die finanzielle Planungssicherheit für Investoren schwindet rapide.
Weitere Verschärfungen durch die EEG-Reform
Die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verschärft die Lage zusätzlich:
- Staatliche Fördergelder und Subventionen werden um rund 25 Prozent gekürzt.
- Netzbetreiber erhalten künftig das Recht, den Anschluss neuer Anlagen zu verweigern, wenn das lokale Netz bereits ausgelastet ist.
- Entschädigungszahlungen bei netzbedingter Abschaltung fallen weg.
- Die bisher garantierte Einspeisevergütung entfällt weitgehend; Anlagen verdienen nur noch, wenn ihr Strom tatsächlich einen Nutzen für das System hat.
- Das wirtschaftliche Risiko bei Überproduktion wird von den Steuerzahlern direkt auf die Betreiber übertragen.
- Betreiber müssen zunehmend selbst in teure Speicherlösungen investieren, um netzdienlich zu sein.
Durch den Entzug dieser finanziellen Absicherungen und die sinkende Planungssicherheit steigt das Insolvenzrisiko für viele Projekte signifikant an.
Rechtliche Verpflichtung der Genehmigungsbehörden
Behörden dürfen nicht mehr blind genehmigen. Sie müssen vom Antragsteller zusätzliche Nachweise verlangen, um vorschnelle Insolvenzen und die damit verbundenen Umweltschäden (ungesicherter Rückbau, Altlasten, Haftungslücken) zu vermeiden.
Die Genehmigungsbehörde hat die Möglichkeit – und nach aktueller Rechtslage auch die Pflicht –, folgende Unterlagen einzufordern:
- Ein aktuelles, unabhängiges Wirtschaftlichkeitsgutachten (erstellt von einem Wirtschaftsprüfer oder unabhängigen Energieberatungsunternehmen), das die Rentabilität unter Berücksichtigung der prognostizierten negativen Strompreise (LSEG-Daten) darlegt.
- Ein aktualisiertes Rückbau- und Entsorgungskonzept mit einer sofortigen, ausreichenden Sicherheitsleistung (Bankbürgschaft oder gleichwertige Absicherung) und nicht nur jährlicher Rücklagenbildung.
- Eine Risikoanalyse zu möglichen Insolvenzszenarien und den daraus resultierenden Umweltschäden.
Werden diese Unterlagen nicht fristgerecht vorgelegt, ist die Genehmigung wegen Abwägungsmangels rechtswidrig (§ 48 VwGO) und muss aufgehoben werden.
Fazit
Die Zeiten, in denen Windkraftprojekte mit rosigen Förderprognosen genehmigt wurden, sind vorbei. Negative Strompreise, gekürzte Subventionen und fehlende Netzanschlussgarantien machen viele Vorhaben wirtschaftlich hoch riskant. Genehmigungsbehörden haben jetzt die rechtliche Handhabe – und die Verantwortung –, zusätzliche Gutachten und Sicherheiten einzufordern. Nur so können sie verhindern, dass am Ende die Allgemeinheit für ungesicherte Rückbauten und Umweltschäden aufkommt. Selbst wenn unter dem Druck der Windkraftlobby (und SPD) Frau Reiche die geplanten EEG Änderungen aufweicht, müssen Genehmigungsbehörden dazu übergehen, die obigen Risiken bei der Genehmigung umfassend und vollständig zu berücksichtigen um vermeidbaren Schaden für alle beteiligten zu vermeiden
Outdoor Chiemgau hat die Änderungen in einem Video zusammengefasst. Hier die Kernaussagen des Videos hinsichtlich des steigenden wirtschaftlichen Risikos für Windkraftbetreiber in sieben Sätzen:
- Die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sieht vor, die staatlichen Fördergelder und Subventionen massiv um rund 25 Prozent zu kürzen [03:43].
- Netzbetreiber sollen künftig das Recht erhalten, den Anschluss neuer Anlagen zu verweigern, wenn das lokale Stromnetz bereits ausgelastet ist [05:28].
- Ein entscheidender finanzieller Einschnitt ist der geplante Wegfall von Entschädigungszahlungen, falls Anlagen aufgrund von Netzinstabilität abgeschaltet werden müssen [06:52].
- Bisher garantierte Einspeisevergütungen fallen weg, wodurch Anlagen nur noch dann Geld verdienen, wenn ihr Strom tatsächlich einen Nutzen für das System hat [04:00].
- Das wirtschaftliche Risiko bei Überproduktion wird somit von den Steuerzahlern direkt auf die Betreiber der Wind- und Solarparks übertragen [04:53].
- Die Betreiber werden zunehmend in die Pflicht genommen, selbst in teure Speicherlösungen zu investieren, um ihre Anlagen netzdienlich zu machen [07:09].
- Durch den Entzug dieser finanziellen Absicherungen und die sinkende Planungssicherheit steigt der wirtschaftliche Druck und damit das Insolvenzrisiko für viele Projekte signifikant an [07:31].
Anmerkung: Rechtliche Informationen wurden von einem Rechtsanwalt zur Verfügung gestellt.
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Ist doch logisch. Wir leben im Kapitalismus und der funktioniert nur mit Profit. Es muss also investiert werden. Deshalb hat man die funktionierende Energieversorgung geschreddert und schreddert jetzt die s.g. „alternativen Energien“ damit man wieder in Atomstrom und klassische Kraftwerke investieren kann. Die einzige Konstante im Kapitalismus ist, dass es immer um das Geld der arbeitenden Menschen geht, dass in die Taschen weniger (Super)Reicher wandern soll.
Das Video hatte ich auch gestern gesehen. Der YT Kanal „Energie & Outdoor Chiemgau“ ist generell zu empfehlen. Er berichtet täglich über den Stand der Energiesituation in Deutschland und die ist dramatisch, sogar noch ohne den Iran Krieg.
In den Verträgen scheinen sich die Veranstalter sogar Zugriff auf das Vermögen, bis zur Privatinsolvenz, von den Investoren zugesichert haben. Der „beliebte“ graue Anlagenmarkt. Windkraft boomt, was kann da schon schiefgehen. Sonne und Wind schicken in Deutschland ja keine Rechnung. Seinen Berechnungen zufolge entwickeln sich selbst die aktuellen Verträge zur Katastrophe in den nächsten Jahren.
Zu empfehlen ist diesbzgl auch das Video von Kettner-Edelmetalle mit Prof. Dr. Fritz Vahrenholt vor 4 Tagen.
Windkraft funktioniert nicht. Sie trägt sich finanziell nicht selbst, erzeugt massive Schäden und ist nur ein Bruchteil der benötigten Energie. In der öffentlichen Darstellung findet Betrug statt, indem auf Anteile an der Stromversorgung verwiesen wird und nicht auf Anteile am Total Energy Supply.
Es ist weder möglich, die Ölversorgung durch Windkraft zu ersetzen (auch nicht durch Kernkraft), geschweige denn Öl, Gas, Kohle, noch auch nur den Mehrbedarf durch KI – jeder Taschenrechner reicht dafür aus!
Ja gut, aber im Klimagottesstaat Saublödistan kommt der Strom bekanntlich aus der Steckdose. Kein Problem also. Und wenn’s pressiert, ja dann gibt’s halt keine Energie, keinen Strom, kein nix. Hauptsache die Agenda 21/2030/2050 ist nicht gefährdet in einer Welt von ferngesteuerten Schwarzköpfen und Berufsschwerstverbrechern der aller übelsten Sorte überall in der Politik und den Schaltstellen der Macht.