Was erwärmt die Erde: CO2 oder die Sonne?

12. Dezember 2025von 4,1 Minuten Lesezeit

Ein grüner Gemeinderat in Graz rettet das Klima, indem er für Veranstaltungen vorschreibt Fleischspeisen drastisch zu reduzieren. Abgesehen an der Freude andere bevormunden zu können, argumentiert er mit „Klimaschutz“. Aber was ist wirklich für Wärme und Klima auf der Erde verantwortlich?

Der Astrophysiker Dr. Willie Soon präsentierte kürzlich in einem lesenswerten Interview mit der Die Weltwoche eine völlig andere Sichtweise auf die Klimafaktoren. Basierend auf jahrzehntelanger Forschung im Bereich der Sonnen- und Astrophysik erklärt Soon, dass die Sonne 99,99 % der Energie liefert, die das Wetter und Klima der Erde antreibt. Er berichtet, dass die Temperaturmuster der letzten 150 Jahre eher mit Schwankungen der Sonnenaktivität als mit steigenden CO2-Werten korrelieren, die als primärer Klimafaktor keinen nachweisbaren Einfluss haben. Als Beweis für diesen Zusammenhang zwischen Sonne und Klima verweist Soon auf historische Perioden wie das Maunder-Minimum – eine Zeit geringer Sonnenaktivität, die mit der Kleinen Eiszeit zusammenfiel. Seine Schlussfolgerung wird im Titel des Artikels zitiert: „Man kann keine Gesetze gegen die Sonne erlassen.“

Soon führt die überwältigende politische und wissenschaftliche Fokussierung auf CO2 auf das zurück, was er als „Iron Triangle Effect“ (Eisernes Dreieck-Effekt) bezeichnet. In dieser Dynamik, so argumentiert er, finanzieren politische Agenden die Forschung, gefügige Wissenschaftler liefern unterstützende Ergebnisse, und die Medien verstärken einen alarmistischen Konsens, wodurch abweichende Stimmen an den Rand gedrängt werden. Er warnt davor, dass in diesem Umfeld objektive Forschung durch ideologische und wirtschaftliche Ziele ersetzt wird.

Während Kritiker Soons Finanzierungsquellen in Frage gestellt haben, behauptet er, dass seine Arbeit durch freiwillige Spenden unterstützt wird, und betont, dass die Qualität der Wissenschaft und nicht ihre Finanzierung im Vordergrund stehen sollte. Er nennt die Verlagerung des Fokus einiger Persönlichkeiten auf die Anpassung an den Klimawandel als positive, pragmatische Entwicklung.

Neubewertung der Kohlenstoffsenke der Natur

Parallel zu dieser naturwissensschaftlichen Debatte hatte eine groß angelegte Studie unter der Leitung der Cornell University und mit Unterstützung des Oak Ridge National Laboratory des Energieministeriums konkrete Ergebnisse geliefert, die das Verständnis des Kohlenstoffkreislaufs neu definieren. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie von Jiameng Lai et al mit dem TitelTerrestrial photosynthesis inferred from plant carbonyl sulfide uptake“ (Aus der Karbonylsulfidaufnahme von Pflanzen abgeleitete terrestrische Photosynthese) kommt zu dem Schluss, dass Landpflanzen durch Photosynthese etwa 31 % mehr Kohlendioxid absorbieren als bisher angenommen. Die revidierte Berechnung erhöht die jährliche globale Rate, bekannt als Bruttoprimärproduktion (GPP), von 120 auf 157 Petagramm Kohlenstoff. Ein Petagramm entspricht einer Milliarde Tonnen.

Das Team gelangte zu dieser neuen Schätzung, indem es Carbonylsulfid (OCS) als Proxy zur Verfolgung der CO2-Aufnahme verwendete. Im Gegensatz zur direkten CO2-Messung folgt OCS einem ähnlichen Weg in die Pflanzenzellen, ist jedoch leichter nachzuverfolgen und liefert ein genaueres Gesamtbild der Photosyntheseaktivität. Diese Arbeit hob insbesondere tropische Regenwälder als weitaus bedeutendere Kohlenstoffsenken hervor, als satellitengestützte Modelle angedeutet hatten, eine Erkenntnis, die durch Bodenmessungen bestätigt wurde.

Frühere Messungen von Chemikern seit 1820 haben wie berichtet übrigens bestätigt, dass der CO2 Gehalt der Atmosphäre schon damals die gleichen Werte hatte wie heute, nämlich um 430 ppm, aber als Folge der Abkühlung seit 1800 auf 315 ppm bis 1870 abgesunken sind.

Das liegt daran, dass die globale Durchschnittstemperatur und das was als „globale Erwärmung“ bezeichnet wird, überwiegend (93 %) vom Anstieg des Wärmegehalts der Ozeane (OHC) bestimmt wird. Nur 1 % wird durch einen Anstieg der Oberflächenlufttemperaturen verursacht. Der Anstieg des OHC ist der Parameter der modernen Erwärmung.

Eine neue Studie von Ad Huijser mit dem TitelGlobal Warming and the “impossible” Radiation Imbalance“ (Die globale Erwärmung und das „unmögliche“ Strahlungsungleichgewicht) macht auf die abrupten Erwärmungs- und Abkühlungstrends des OHC seit 1955 aufmerksam, die nicht auf linear steigende CO2-Emissionen zurückgeführt werden können.

Die OHC-Veränderungen zeigen kurzfristige „Perioden mit einem sehr starken Strahlungsungleichgewicht von +0,8 W/m² (1970–1980) sowie einem sehr starken negativen Strahlungsungleichgewicht von -0,7 W/m² (1963–1970). Aber auch eine Periode mit einem nahezu perfekten Strahlungsgleichgewicht (1980–1990).”

Im Gegensatz dazu steht der Anstieg der Antriebskraft durch den allmählichen Anstieg des CO2-Gehalts in völligem Widerspruch zu diesen dramatischen Schwankungen im Jahrzehntmaßstab.

Andere Studien hatten nachgewiesen, dass die langwellige Wärmestrahlung durch den „Treibhauseffekt“ nur 0,1 Millimeter in Wasser eindringen kann, also praktisch nur die Hautschicht geringfügig beeinflussen kann. Das kurzwellige und damit energiereiche Sonnenlicht dringt dagegen Zig Meter in das Meerwasser ein und erwärmt es. Und dieses Meerwasser bedeckt immerhin 71% der Erdoberfläche.


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2 Kommentare

  1. Jan 12. Dezember 2025 um 11:54 Uhr - Antworten

    Vegane Ernährung basiert zu einem Großteil auf Weizen, Soja und Zuckerrübe. Diese können nur unter Einsatz von Petrochemie industriell angebaut werden. Sie benötigen dazu beste Erden.

    Schafe, Ziegen, Rinder und Hühner können die Sonnenenergie in kargen, steinigen und kalten Regionen für die Ernährung nutzbar machen. Außerdem ermöglicht Kleintierhaltung Nebenerwerb und Subsistenz und macht von Krisen und Krieg unabhängig.

    Sämtliche Klimabilanzberechnungen basieren darauf auf der Annahme, dass Zucker, Soja und Weizen verfüttert werden, um tierische Erzeugnisse zu produzieren, dass also das Tier zu Nahrubgsmittelkonkurrent wird. Das ist jedoch keine Frage des Verzehrs, sondern der Tierhaltung – und damit maßgeblich auch eine der Regulierung.

    In einer umweltschonden Organisarion fressen die Tiere jenen „Abfall“, der für den menschlichen Verzehr nicht geeignet und für den Kompost zu schade ist, angefangen von Molke über Kartoffelschalen über schlechte Qualität bei der Ernte bis hin zu Lagerschäden. Außerdem wird regional erzeugt, um Transportwege zu vermeiden.

    Eine solche Form der Tierhaltung ist jedoch personalaufwändig und damit in unserem System teuer. Ein Ausweg wäre private Tierhaltung in Gemeinschaften, in denen die Versorgung vor und nach der Arbeit oder bei Arbeitslosigkeit und in der Pension übernommen werden kann. Das muss man politisch und strukturell ermöglichen. Prinzipiell ginge das über Vereine, aber viele Auflagen sind hoch und erfordern Investitionen, die sich nur Große leisten können. Hygiene und Tierwohl sind wichtig, hier müssen Methoden gefunden werden, die das auch investitionsarm ermöglichen, beispielsweise Milchküchen in kleinen Anhängern o.ä.

    • Andreas N. 12. Dezember 2025 um 19:53 Uhr - Antworten

      Wo man auch hinsieht bei der Massentierhaltung – eine Gesellschaft die so mit Lebewesen umgeht von der Aufzucht, Mästung/Fütterung, Schlachtung, Verarbeitung … und zuletzt verdirbt noch ein sehr großer Teil davon weil nicht benötigt oder nicht gut genug. Die nette kleine Zucht, ja es gibt sie noch, aber wer bringt die Zeit auf direkt vom Bauern einzukaufen und schränkt sich auf 1, 2-maligen Fleischkonsum (so wars früher halt) ein? Bleiben wir mal beim CO2 als Maß für den Energieaufwand: Die Massentierhaltung erfordert logischerweise zuerst eine Aufwand an Dünger und Transport für das Futter und danach wird erst das Tier gefüttert, erneut transportiert und verarbeitet. Die Mengen und Distanzen sind enorm und die UNO (von 2006) stellte fest, das ca. 18% der „Treibhausgase“ aus der Nutztierhaltung stammen. Das ist also schon ein Energie- und Resourcenaufwand, der bei pflanzlicher Ernährung wesentlich geringer ausfallen würde. Das ist ein Faktum.
      Selbstverständlich wäre ein zurück zur Maßhaltigkeit, wo Rinder vom Menschen nicht essbare Weiden abgrasen, Schafherden Wildkräuter und Büsche in Zaum halten und so weiter, wünschenswert. Vieles was in einer Kreislaufwirtschaft noch Wert hat ist in einer kapitalismusgestörten, patentgeilen und gewinnsüchtigen Gesellschaft aber bald nur mehr im Untergrund nutzbar: Füttern mit Küchenresten zB. Es ist im System aber schlicht unerwünscht. Gangbare Wege der Ernährung zu suchen ist daher Aufgabe jedes Einzelnen, Gemüse ist bei uns daheim der absolute Schwerpunkt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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