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Politik

Erste Klinik für Impfopfer nimmt Arbeit auf

2 Kommentare 9. Oktober 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Das US-Gesundheitsministerium hat am Montag eine Klinik eröffnet, die Menschen mit Impfschäden untersuchen, behandeln und erforschen soll.

Unterstützer von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. sehen darin einen Meilenstein. Menschen mit Impfschäden kämpfen darum, Ärzte zu finden, die ihre Symptome ernst nehmen und die Impfung als mögliche Ursache in Betracht ziehen. Nun gibt es am National Institutes of Health (NIH) in Bethesda, Maryland, erstmals eine Klinik für Impfgeschädigte.

NIH-Direktor Jay Bhattacharya, einer der führenden wissenschaftlichen Corona-Kritiker, beschrieb die Einrichtung als Ort, der die Wissenschaft zur Verhinderung von Impfschäden vorantreiben, Impfstoffe sicherer machen und vor allem die Stimmen Betroffener hören soll. Kennedy erklärte in einer Stellungnahme: „Wir müssen Patienten und Familien zuhören, die Impfschäden melden – sie nicht abweisen, ignorieren oder gaslighten.“

Er baue an einem Gesundheitssystem, das sie ernst nehme, der Evidenz folge und daraus lerne, Impfstoffe sicherer zu machen. Das sei der Weg, Vertrauen in öffentliche Institutionen zurückzugewinnen. Freilich steht auch Kennedy in der Kritik. Viele seiner Unterstützer werfen ihm vor, zu wenig gemacht zu haben, weiterhin (experimentelle) Impfungen zu fördern und die Corona-Impfung nicht vom Markt genommen zu haben.

Doch die Klinik ist nur ein Teil eines größeren Pakets des Ministers. Ein Plan sieht etwa vor, Ärzte für die Meldung vermuteter Impfnebenwirkungen an das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) zu vergüten. Die CDC soll VAERS modernisieren und die Meldung erleichtern. Elektronische Patientenakten sollen künftig impfbezogene Ereignisse erfassen.

Das aktuelle Impfentschädigungsprogramm der USA existiert seit 1988. Bisher wurden etwa 15.000 Personen entschädigt, etwa 30.000 hatten einen Antrag gestellt. Für den Zeitraum 2006 bis 2024 lag die Kompensationsrate bei etwa einer Person pro Million Dosen. Und selbst hier wurde selten eine Kausalität festgestellt, sondern die Zahlung über einen Vergleich geschlossen. Die neue Klinik könnte Melde- und Forschungslücken schließen, wird aber wohl auch Kontroversen verschärfen. Kennedy steht bekanntlich massiv in der Kritik. Man wirft ihm vor, verantwortlich für geringere Impfraten zu sein.

Die Einrichtung soll Versorgung und Forschung verbinden. Ärzte und Wissenschaftler sollen Patienten untersuchen, ihre Verläufe dokumentieren, mögliche Ursachen prüfen und bessere Behandlungsansätze entwickeln. Kennedy nannte Impfschäden bei der Eröffnung eine „unsichtbare Krankheit“ und sagte, es fehlten Studien dazu, wer besonders anfällig sei. Das Ministerium spricht offiziell von Gesundheitsschäden nach Impfungen, nicht von bereits bewiesenen Kausalitäten. Ob die Klinik später auf weitere Standorte ausgeweitet wird, ist noch offen.


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2 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Und da wird man wohl kostenlos behandelt? Oder nur nachgeimpft mit einer neuen Anti-Coronaimpfung?

  2. 1150
    Antworten

    die pharmaindustrie hat endlich das lang gesuchte finanzielle perpetuum mobile gefunden.
    einmal angestossen bringt es ewigen gewinn, gratuliere

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