Iran: Ron Paul zum US-Debakel

30. März 2026von 3,9 Minuten Lesezeit

Ron Paul, der wichtigste Libertäre der USA und bekannter Kritiker der herrschenden Politik, nimmt Trump auseinander. Der Angriff auf den Iran wird zum größten Debakel seit Vietnam.

In den USA gibt es eine sehr untypische Allianz gegen den Krieg gegen den Iran. Nicht nur große Teile der Bevölkerung sind dagegen, sondern auch das Großkapital, die Demokraten und ihre linksliberalen Mainstreammedien. Wenig Widerstand gibt es in der Spitze der republikanischen Partei. Ron Paul, Kopf der Libertären und den Republikanern nahe stehend, geht hart mit Trump ins Gericht.

Schon vor einigen Wochen veröffentlichte Paul einen Artikel, der den US-Rückzug fordert. Bisher ist nicht dazu gekommen. Hier der Text übersetzt:

Raus jetzt! Sofort!

Wie aus den eigenen Aussagen von Präsident Trump und denen seines Stabs sowie aus Presseberichten immer deutlicher wird, hat die USA einen großen Krieg begonnen, ohne die Experten hinzuzuziehen, die wir dafür bezahlen, den Präsidenten in solchen Angelegenheiten zu beraten. Das Außenministerium, das Pentagon, das Personal des Nationalen Sicherheitsrats, die Defense Intelligence Agency und die NSA wurden einfach übergangen, weil – wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte – Präsident Trump „ein Gefühl“ hatte, dass der Iran angreifen würde.

Der Immobilienentwickler und Schwiegersohn des Präsidenten sowie dessen Freund haben dieses „Gefühl“ noch verstärkt, als sie von der zweiten Runde der Gespräche mit dem iranischen Außenminister und seinem Team zurückkehrten. Wie das Nachrichtenportal Responsible Statecraft (RS) jedoch am Wochenende berichtete, haben sowohl Schwiegersohn Jared Kushner als auch Freund Steve Witkoff diese Gespräche in einer Weise falsch dargestellt, die Präsident Trump in Richtung Krieg gedrängt hat. Es waren keine Beamten des Außenministeriums anwesend, um sicherzustellen, dass die Berichterstattung korrekt war.

Zudem glauben Rüstungskontrollexperten im Inland laut dem RS-Bericht, dass „das Duo grundlegende technische und historische Sachverhalte in fataler Weise missverstanden zu haben scheint“ in Bezug auf das iranische Atomprogramm. Dadurch wurden dem Präsidenten ungenaue Informationen übermittelt.

Der Kongress war völlig außen vor – offenbar uninteressiert daran, seine verfassungsmäßige Pflicht zu erfüllen – und dem amerikanischen Volk wurde kein Grund genannt, warum es erneut Opfer bringen und sterben müsse für einen Krieg im Nahen Osten.

Die wiederholten Versprechen Trumps, keine neuen Kriege zu beginnen, insbesondere im Nahen Osten, haben sich als leer erwiesen, und die Republikaner stehen vor einer vernichtenden Niederlage bei den anstehenden Zwischenwahlen.

Der Iran hatte seit Monaten gewarnt – seit dem letzten US-israelischen Überraschungsangriff im Juni –, dass er bei einem erneuten Angriff nicht zurückhalten würde bei US-Stützpunkten in der Region und dass er die Straße von Hormus schließen würde. Trump und Netanjahu haben trotzdem angegriffen, und der Iran hat genau das getan, was er angekündigt hatte.

Nun ist die Straße von Hormus geschlossen, die Ölpreise geraten außer Kontrolle, und die globale Wirtschaft – zusammen mit dem US-Dollar – scheint kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen.

Am 6. März lehnte Präsident Trump ein Hilfeangebot aus Großbritannien ab und sagte, wir bräuchten keine Hilfe, da wir den Krieg bereits gewonnen hätten. Fünf Tage später wiederholte Präsident Trump bei einer Kundgebung in Kentucky: „Wir haben den Iran-Krieg gewonnen!“

Es war sein „Mission Accomplished“-Moment, denn an diesem Wochenende, nur wenige Tage nach der Ausrufung des Sieges über ein „zerstörtes“ Iran, begann Trump, andere Länder anzubetteln, Schiffe zu schicken, um der USA zu helfen, die Straße von Hormus zu öffnen.

Bisher haben alle Länder abgelehnt, da sie verstehen, dass eine solche Mission kaum Erfolgschancen hat.

Tragischerweise hat der Krieg bisher mindestens 14 Angehörige der Streitkräfte das Leben gekostet. Es ist wahrscheinlich, dass die Verluste weit höher sind, als sie uns mitteilen. Jede US-Militäreinrichtung in der Region ist entweder beschädigt oder zerstört. Milliarden Dollar an Radar- und anderer Ausrüstung sind zerstört. Unsere Verbündeten in der Region haben ebenfalls massive Vergeltungsschäden erlitten, weil sie ihr Territorium für den Angriff auf den Iran zur Verfügung gestellt haben.

Dies ist sicherlich eine der schlimmsten militärischen Katastrophen in der US-Geschichte. Es gibt keine militärischen Optionen mehr außer dem Undenkbaren: dem Einsatz von Atomwaffen.

Die einzige noch verbleibende machbare Option ist eine, die oft im Vietnamkrieg gefordert wurde: Einfach raus. Jetzt! Keine Rückkehr zu US-Stützpunkten, keine Sicherheitsgarantien für die Golfstaaten. Beendet das US-Imperium im Nahen Osten und anderswo. Wenn nicht, wird es nur noch schlimmer werden.


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25 Kommentare

  1. Satya 31. März 2026 um 7:11 Uhr - Antworten

    Die Verbandelung mit dem Judenstaat ist ein Vertrag mit der Lüge. Ideologisch / religiös bestimmtes Denken und der Wahn, ein auserwähltes Volk zu sein das die ganze Welt unterwerfen oder in den Abgrund ziehen will ist das Unglück der Menschen in dieser Welt. Wer sich, wie Trump da dran hängt ist entweder dumm oder wird erpresst. Wahrscheinlich aber ist das sich genz Amerika mit samt seinen Verbündeten denen unterworfen hat, – nicht zusetzt auf Grund finanzieller und machtpolitischer Vorteile. Auf unserem Planeten muss gehörig aufgeräumt werden!

  2. LMohikan 30. März 2026 um 18:21 Uhr - Antworten

    Hochmut kommt vor dem Fall.
    (Gierige) Geistesblitze, wie ein Trump, sind des Menschheit Leid.

    Welcher Gott soll das gutheissen?
    Der den diese Individuen anbeten kann nur ein Teufel sein…

    Wir können nur hoffen dass diese Monster (Leute oder Menschen kann man sie nicht nennen) bald von ihren Positionen „entfernt“ werden!

  3. Jan 30. März 2026 um 16:14 Uhr - Antworten

    Den Abzug aus Nahost könnten die USA mit einer Konferenz mit Russland, China, Iran und den Saudis verbinden.

    Iran möchte auf die Weltmärkte, inklusive Europa, Russland und USA. Über Aserbajdschan und das Kaspische Meer entstünde auch eine verkürzte Route für die Seidenstraße. Voraussetzung wäre, dass Leyen und Selensky abtreten, aber das machen die Deutschen, wenn Trump befiehlt.

    China möchte einen sicheren Handel und eine sichere, günstige Ölversorgung. Die Saudis sammeln aktuell das Geld aus Asien ein und investieren in den USA. Vermutlich möchte man dies nach Asien zurück fließen lassen. Das müssen die USA schlucken, dafür könnte Europa prosperieren – falls das die Europäer überhaupt noch wollen – und die Ausfälle kompensieren.

    Die USA haben genug Öl und entwickeln in Venezuela und Guyana, wenn Leyen weg ist, ginge es auch im benachbarten EU-Gebiet Französisch-Guyana.

    Der Iran kann die Ölproduktion mittelfristig sicher auf 7 Mio bpd hochfahren und damit China und Südostasien versorgen. Wenn Leyen weg ist, die Selensky 1.500 Milliarden für die Zerstörung aller Pipelines zahlt, bleibt auch noch für Europa Wachstum übrig.

    Das Problem ist Israel. Der Sicherheitsrat könnte für die Durchsetzung der Zweistaatenlösung garantieren. Und für die Öffnung der Straße von Hormus. Das muss der Iran hinnehmen. Dafür ziehen die USA alle Stützpunkte ab und die Blauhelme bekommen welche auf Hormus und in Gaza.

    • joseph53 30. März 2026 um 17:30 Uhr - Antworten

      Ich stimme vielfach zu, aber Trump wird diesen Krieg zumindest politisch nicht lange überleben – und das ist gut.
      Außerdem hat er die USA weltweit stark geschwächt – Venezuela ist mMn noch nicht für die USA gesichert.
      Je nach Dauer des Krieges und weiterer Aktivitäten Trumps wird die Schwächung der USA fortschreiten – und auch das ist gut.

      Die USA sind extrem zionistisch geprägt – auch Ron Paul, einer der vernünftigsten Politiker der USA denkt nur an sich, seine Landsleute und vielleicht ein paar seiner Freunde.
      Niemand braucht die USA außer Israel.

      Europa wird seit mehr als 100 Jahren von den USA nur geschädigt.
      Wenn wir die richtigen patriotischen und ehrlichen Volksvertreter aus allen politischen Gruppierungen in unseren Regierungen hätten, müßten wir uns unverzüglich vollkommen unabhängig von den USA machen.
      Das hätten wir vor 25 Jahren schon beginnen können.

      Natürlich müssen wir von der Leyen selber aus ihrer Machtposition entfernen, die EU radikal reformieren zu deGaulles
      „Subsidiärem Europa der Vaterländer“.
      Dieses braucht weder Kommission noch Parlament – beides nur teuer, überfüllt mit Lobbyisten und kaum demokratisch.
      Eine schlanke effektive Regierung aus den Kandidaten der Parteienfamilien, die in den Vaterländern gewählt und nominiert werden.
      Diese Regierung entscheidet (nach dem Vorbild des Schweizer Bundesrates mit deutlicher Mehrheit 2/3 oder 3/4) und wird von den Regierungschefs der Vaterländer kontrolliert.
      So ähnlich könnte ein wirklich effektives starkes demokratisches Europa – das natürlich das beste Einvernehmen mit Russland anstrebt – aussehen.
      Das wäre ein wesentlicher Schritt für ein friedliches Zusammenleben auf der multipolar organisierten Erde.

      Israel wäre in einem Bundesstaat der USA ohne Landesgrenzen zu den Nachbarländern am besten und global sichersten aufgehoben.
      In „God’s own country“ sollte „das auserwählte Volk“ gemeinsam mit seinen Gastgebern den gemeinsamen Wunsch nach der Weltherrschaft möglichst bald zu Ende träumen.

      • ibido 30. März 2026 um 19:29 Uhr

        Immer wieder kommt von Ihnen der Vorschlag Israel in die US auszusiedeln. Das ist vollkommen unrealistisch. Wie kommen Sie drauf über die Köpfe hinweg zu entscheiden, wo die leben sollen? Das wäre schon logistisch ein Wahnsinn. In Richtung heutiges Israel war es auch nur durch den Holocaust möglich, dass derartig große Umzüge von einem Land in ein anderes stattfanden. Das wünschen auch hoffentlich Sie sich nicht.
        Und außerdem stammen viele aus Russland und ehemaliger UDSSR (UK). Die gehen sicher lieber zurück nach Russland als in die US.
        Außerdem habe ich gehört, weiß aber nicht, ob das stimmt, dass in Argentinien viel Land gekauft wurde. Als Fluchtoption sozusagen.

      • Andreas_Sch. 31. März 2026 um 0:20 Uhr

        Warum kein „subsidäres Europa“ der Regionen und Gemeinschaften? 🤔
        Letztlich war doch in Europa die Bildung der „Nationen“ der Anfang allen Übels … Es fing mit Krieg an, ging in Massenschlachterei über und erdrückt uns nun mit Machtansprüchen von Leuten, die mit dieser Macht selbst nicht klarkommen. „Alles, was Du hast, hat irgendwann Dich!“ (Tyler Durdon) – Das gilt auch und vor allem für die Macht!

      • joseph53 31. März 2026 um 0:41 Uhr

        @ibido 19:29,
        wär‘s Ihnen lieber darauf einzustimmen, den Israelis die Existenz vollkommen zu versagen?
        Ich erinnere daran, daß H. Kissinger schon 2012 sinngemäß vorhergesagt hatte „wenn Israel so weitermacht, wird es in 10 Jahren nicht mehr bestehen“!
        Die Herren Paul und Wilkerson äußern sich in den Beiträgen von heute in ähnlicher Weise.

        Natürlich steht es trotzdem jedem Menschen frei, ob, wo und wie er zu leben versucht.
        Meine lebenslange Erfahrung zeigt mir allerdings, daß die zionistischen Gräueltaten der letzten Jahrzehnte für direkt Betroffene kaum leicht verzeihbar sind.
        Ich kenne außerdem die Großzion-Ideologie sehr gut und beurteile sie als höchst rassistisch, gefährlich, menschenverachtend etc. etc.

        Nachdem diese Ideologie auch in den USA bei Christen und Juden stark verbreitet ist, halte ich es für besser, sie dort zu isolieren und im besten Falle einzudämmen!

        Übrigens finde ich Diskussions-Foren wie hier, sehr nützlich für den sinnvollen Meinungsaustausch, die Meinungsbildung und die Präsentation von Ideen.

      • joseph53 31. März 2026 um 1:13 Uhr

        @Andreas 00:20,
        die Vaterländer haben nach dem
        2. WK schon halbwegs funktioniert und mittlerweile haben wir nach der Jugoslawien-Krise doch relative auch interne Ordnung.
        Kleine friedliche Veränderungen kann es trotzdem geben.
        Das erneut zu ändern würde viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen und u.U. sogar Chaos erzeugen.

        Der Spruch von der Macht trifft in funktionierenden Demokratien nicht zu – die Politiker müßten nämlich unsere (Volks)Vertreter sein, weil wir die bezahlen.
        Das müßten wir ihnen nur öfter deutlich klarmachen!

      • Andreas_Sch. 31. März 2026 um 12:33 Uhr

        @joseph53
        31. März 2026 um 1:13 Uhr

        Halbwegs funktioniert? Da gab es einen Wirtschaftsplan aus USA und so …
        Die BRD hat nie funktioniert – nicht einmal halbwegs! Das sollte sie auch nie so wirklich…
        Welche Jugoslawien Krise? Sie meinen die Kriege!, die geführt wurden, um die jugoslawische Föderation zu beenden – abzuwickeln? Ich fürchte, da sind noch Rechnungen offen – vor allem auch für die BRD.
        Chaos wird es sowieso geben, das steht fest, wie das große Fressen nach der Beerdigung. Zeigen Sie mir eine funktionierende Demokratie und ich zeige Ihnen entweder auf, dass sie nicht funktioniert oder keine Demokratie (I.e.S.) ist.
        Ich schrieb von Macht – Wie kommen Sie also auf Politiker? Ich kenne keinen Politiker der Macht hat … Denen können Sie gerne klarmachen was Sie wollen – dafür sind die Watschnhansels ja schließlich da und DAFÜR werden sie bezahlt. Wenn Ihnen langweilig ist, bitte …

      • joseph53 31. März 2026 um 13:31 Uhr

        @Andreas 12:33,
        es scheint, sie können noch nicht gut mit Widerspruch umgehen – Sie werden‘s lernen 👍.
        Ich bin 73 und beschäftige mich seit ca. 35 Jahren mit (Welt)Politik, lese laufend auch fremdsprachige Zeitungen – bin mMn gut informiert.
        Was die Menschen Europas nach dem 2. WK geleistet hatten, ist aller Achtung wert.
        Natürlich war bei weitem nicht alles perfekt – wird es nie sein – aber das Beste zu wollen, lohnt sich immer.
        Die Demokratie muß natürlich besser werden – tkp trägt dazu bei, weil es „echte Information“ bringt. Ohne die 4. Macht im Staat -gute Medien – funktioniert Demokratie nicht.
        Die Desinformation der zionistisch dominierten Medien wird gerade bloßgestellt und muß weiter bekämpft werden.
        Alle Politiker, die diese zynisch-zerstörende Großzion-Ideologie mit dem dauernden intriganten „teile und herrsche-Prinzip“ weltweit unterstützen sind bloßzustellen und abzuwählen.
        In einer guten Demokratie muß es keine überbordende Macht geben – wir ALLE die sich einmischen und konstruktiv agieren, können sie begrenzen.
        Direktdemokratische Maßnahmen können dabei behilflich sein.

        Brandmauern, Cancelculture, andere Blödheiten etc. bringen uns nicht weiter.

      • Andreas_Sch. 31. März 2026 um 14:58 Uhr

        @joseph53
        31. März 2026 um 13:31 Uhr
        Och, ich kann eigentlich Recht gut mit Widerspruch umgehen … Ohne Widerspruch ist doch jede Kommunikation unnötig – wenn ich nur meine Meinung lesen will, dann schreibe ich Tagebuch. 😂
        Das Problem mit der Demokratie ist wie das Problem mit dem Sozialismus: Wenn es einmal wieder in die Buchse gegangen ist, dann war es eben kein(e) richtige(r) [Zutreffendes bitte hier einsetzen]. Es gibt eben Dinge die funktionieren, weil sie auch der Conditio Humana entsprechen, dabei sehr lange Zeit für Stabilität gesorgt haben und es gibt eben Dinge, die einer ganzen Konjunktivparade unterliegen … Meine Faustregel dabei ist: Wird vom Einzelnen etwas verlangt, wofür er aus sich selbst heraus nicht die Motivation hätte? Demokratie setzte den sog. „informierten Bürger“ voraus … Beim Sozialismus ist es sogar gleich „Der Neue Mensch©“ … Benötigt etwas solche Hilfskonstrukte, deren Verwirklichung in der Zukunft durch „Die Menschen ©“ sichergestellt werden sollen, dann weiß man, dass sich immer einzelne Individuen unter den Menschen finden werden, die auf der Platte ihr eigenes Süppchen kochen …
        „Divide et impera!“ ist als Herrschaftsprinzip so alt wie die Macht höchstselbst – das hat mit Zion nichts zu tun. Wie ich schon sagte: Politiker sind weit entfernt von Macht. Die können Sie gerne „abwählen“ bis Sie vom Kreuzchen malen einen Tennisarm haben – sowas zuckt den Mächtigen nicht weiter … Wenn ich Ihre Einschränkung dann schon wieder lese, ich zitiere einmal: „wir ALLE die sich einmischen und konstruktiv agieren“. Was ist mit dem – weit überwiegenden – Teil von „Wir ALLE“, der sich eben nicht einmischt und konstruktiv agiert? Nur noch Eines möchte ich zu bedenken geben: Ein Haufen brauner Masse auf dem Bürgersteig ändert nicht seine Eigenschaften nur weil die Fliegen darauf öfter wechseln.

      • joseph53 31. März 2026 um 15:47 Uhr

        @Andreas 14:58,
        nur noch diese Stellungnahme – ich habe nicht genug Zeit um Radikal-Pessimisten zu bekehren.

        Damit sich vielleicht doch mehr Menschen einmischen, müssen wir die guten informativen Medien stärken und finanzieren!
        Die Desinformation / Propaganda der MSM lesen wir begrenzt zur Kontrolle aber bezahlen sie nicht – der ORF-Zwangsbeitrag ist grob verfassungswidrig und gehört weg.
        Die 4. Macht im Staat ist nötig!

        Denken Sie doch selber nach, was man alles BESSER machen könnte und – schreiben Sie es hin 😉👍!

        NS: ich habe über 6 Jahre in der Schweiz gearbeitet und gelebt – dort läuft manches viel besser – es war eine lehrreiche Zeit.

      • Andreas_Sch. 31. März 2026 um 15:59 Uhr

        @joseph53
        31. März 2026 um 15:47 Uhr
        Ich bin kein Pessimist – schon gar kein Radikalpessimist! Ich habe mit Radikalen grundsätzlich nichts zu tun …
        Ich schreibe doch, was man besser machen könnte. Wenn man es denn auch lesen will, dann ist es ganz einfach. Nur Mut! 🖖

      • joseph53 31. März 2026 um 19:27 Uhr

        @Andreas 15:59,
        glauben Sie, daß hier niemand lesen kann?
        Ihren einzigen Vorschlag vom neuen Europa der Regionen hatte ich widerlegt – wegen Chaos-Gefahr, das brauchen wir nicht!

      • Andreas_Sch. 1. April 2026 um 0:56 Uhr

        @joseph53
        31. März 2026 um 19:27 Uhr
        Wenn Sie meinen mit einer beiläufigen Bemerkung irgendetwas widerlegt zu haben und das, was Sie meinen widerlegt zu haben das einzige ist, was Sie gelesen haben, dann gilt: quod erat demonstrandum.

  4. Hello 30. März 2026 um 14:21 Uhr - Antworten

    Der arme Donald wurde falsch informiert. Es hätte ihm zumindest voriges Jahr auffallen müssen, dass der Iran zuschlagen kann und zuschlagen wird. Merkt er nicht, wenn er selbst lügt? „Der Iran ist geschlagen, wir haben alles zerstört – und wenn nicht, dann werden wir es noch zerstören (so ungefähr).“ Er wusste doch bereits, dass die USA kaum etwas erreicht haben, sonst wäre der Nachsatz nicht notwendig gewesen. Er hatte ein Gefühl, dass der Iran angreifen werde. Aber dass der Iran nicht begeistert sein kann, wenn er während für die USA gut verlaufenden Verhandlungen angegriffen wird, dieses Gefühl hat er nicht?

  5. 1150 30. März 2026 um 14:19 Uhr - Antworten

    die strasse of hormus ist nicht geschlossen.
    wer die iranischen geschäftsbedingungen aktzeptiert, kann passieren
    (um später eventuell von us-marinepiraten überfallen zu werden)

    • Hello 30. März 2026 um 14:41 Uhr - Antworten

      Darüber bin ich auch gestolpert. Aber Ron Paul spricht für die USA und zwar ausschließlich für die USA, sonst könnte er nicht sagen, der Krieg habe bisher mindestens 14 Angehörige der Streitkräfte das Leben gekostet. Die vielen Toten durch die USA-Streitkräfte interessieren ihn wohl nicht. Für die USA ist die Straße von Hormus geschlossen.

      • 1150 30. März 2026 um 14:47 Uhr

        @,
        die usa, israel und ihre wirbellosen freunde sind von den geschäftsbedingungen
        ja explizit ausgeschlossen, daher ist für sie der sack zu.
        dies wird dazu benutzt, die herde mit angst und panik vor hunger, not und pein zu schröpfen

      • peru3232 30. März 2026 um 15:29 Uhr

        Ja richtig – dieser Ron Paul ist keinen Deut besser – für den wäre es in Ordnung, wenn dieser Militärschlag besser funktionieren würde. Wieviel Zivilisten sterben und was alles an Umweltschäden oder sonstigem ensteht – ist völlig egal. Komplett. Nur die Rechnung muss stimmen und aus. Diese psychopatische faschistische Epstein-Mörderbande stellt vermutlich mittlerweile sämtliche „Vorbilder“ in den Schatten. Zumindest neugeschichtliche…

      • Fritz Madersbacher 30. März 2026 um 15:38 Uhr

        @Hello
        30. März 2026 um 14:41 Uhr
        Wie im Vorspann vermerkt, ist der Artikel schon früher erschienen (am 16/03/2026) und spiegelt den damaligen Wissensstand zur Schließung der Straße von Hormuz wieder.
        Im Übrigen tritt Ron Paul seit vielen Jahren gegen die US-imperialistischen Umtriebe auf und für deren Opfer ein, und zwar aus patriotischen Gründen.
        Er ist ein US-amerikanischer Arzt und Mitglied der Libertarian Party. Bei der US-Präsidentschaftswahl 1988 war er Kandidat der Libertarian Party. Viele seiner Artikel auf „Ron Paul Institute for Peace and Prosperity“ sind in deutscher Übersetzung auf „Antikrieg.com“ erschienen …

      • Hello 30. März 2026 um 15:46 Uhr

        @Fritz Madersbacher
        30. März 2026 um 15:38 Uhr

        Danke

    • Jan 30. März 2026 um 16:54 Uhr - Antworten

      Die Straße ist offiziell geschlossen. Es gibt einen „selektiven Transit nur für nicht feindliche Schiffe aus zugelassenen Nationen (China, Russland, Indien, Irak, Pakistan, Malaysia, Thailand)“ und es gibt „begrenzte Transite über die Mautstelle Teheran in iranischen Hoheitsgewässern.“

      Die westlichen Rückversicherer decken das Kriegsrisiko nicht. Es lassen sich auch auf diversen Tracker-Maps keine Tankerbewegungen erkennen.

      Offenbar kommen Öl- und Gaslieferungen dennoch durch, Katar, teilweise Irak, die VAE und die Saudis scheinen ihre Verträge zu erfüllen, Kuweit hat ein Problem. Offenbar nutzt man aber auch alle (teuren) Pipelines zum Umrouten aus. Nach meiner Rechnung kommen 65% des Öls doch noch auf die Märkte, darunter muss etliches über die Street kommen, weil die Pipelines nicht soviel Kapazität haben. Tanklastzüge gehen auch nicht, 1 Mio bpd entsprechen 4000 LKW täglich, wer hat das?

      Ich weiß nicht, wie sie das machen, vielleicht deklarieren sie als „Fracht“. Vielleicht zahlen sie den Iran dafür? Vielleicht fahren sie mit Peilsender? Es sind offenbar die Schiffe der Golfmonarchien selbst, die durchkommen.

      Wenn die arabischen Staaten zahlen, sind die strategischen Möglichkeiten der USA begrenzt. Dann nutzen natürlich keine Sanktionen.

      Genauso wie sich Europa gerade auf Leyens Befehl umsonst tothungert. Wenn der Ölpreis steigt, kann man Putin nicht mehr Profite verwehren, indem man auf Öl verzichtet.

      Die Kürzungen wegen Leyen/Selensky liegen bei 3 Mio bpd, die aus Nahost bei 0,65x 4 Mio bpd = 2,6 Mio bpd, die von Europa bezahlten Zerstörungen sind also wichtiger als die Verluste aus Nahost, dazu kommen noch 45% vom Gas, das die USA nicht ersetzen wollen oder können. Energielockdowns in Europa gehen daher aufs Willkür-Konto der Leyen. Bei Diesel könnte es berechtigt sein.

      • Jan 30. März 2026 um 17:15 Uhr

        Die Golfmonarchien betreiben etwa 140 VLCC, die privaten Reeder, wie Maersk, Frontline, Teebay, zusammen nur 90. Das entspricht ziemlich gut den 65%, die offenbar noch durchkommen.

      • ibido 30. März 2026 um 19:48 Uhr

        Ich kenn mich ja nicht wirklich aus, aber
        ad „westlichen Rückversicherer“: Tanker mit russischem Öl sind ja auch auf andere Versicherer umgestiegen. Wäre ja in Irans Interesse würde auch das Geschäft der westl. Versicherer schlechter laufen.

        und wieso sollte Iran die Schiffe nicht durchlassen. Sie bekriegen ja nicht die Nachbarstaaten, sondern die US-Stützpunkte. Gegen Gebühr natürlich. Sie haben ihre Forderungen ja bekanntgegeben.

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