
Spritpreisbetrug: Warum Österreich teurer ist als Slowenien
Der Spritpreis in Österreich geht durch die Decke – es gibt aber keinerlei Mangel, das sagte selbst der Finanzminister am Mittwoch. Besonders brisant wird ein Vergleich mit Slowenien, das deutlich billiger tankt, aber Benzin und Diesel vorher aus Österreich importiert.
Gleich hinter der Grenze in Spielberg tanken Autofahrer aktuell bei Diesel um bis zu 50 Cent billiger als in Österreich. Gegen den Tanktourismus geht Slowenien bereits vor, während man uns in Österreich auf Spritpreise von 3 Euro vorbereitet, die Regierung eine Scheinmaßnahme setzt und es zugleich aber keinerlei Mangel an Treibstoff gibt.
Die massive Teuerung an den Tankstellen liegt an „Marktmechanismen“ und Spekulation, nicht an realem Angebotsmangel. Selbst der ÖVP-Wirtschaftsminister erklärte am Mittwoch: „Wir haben keinerlei Versorgungsengpässe, weder bei Öl und Gas noch bei raffinierten Produkten.“ Ein Satz zum Merken.
Wie sehr die Österreicher ausgenommen werden, zeigt das Beispiel Slowenien. Das Land besitzt keine eigenen Raffinerien. Man importiert ganz wesentlich aus dem OMV-Werk in Graz – sowie aus Kroatien (INA). Das lässt sich problemlos im Internet nachprüfen und wird von offiziellen Handelsdaten bestätigt. Die OMV liefert also denselben Treibstoff, den österreichische Autofahrer an heimischen Tankstellen kaufen, nach Slowenien.
Soweit so gut. Aber slowenische Tankstellen bieten Benzin aktuell zu 1,47 Euro und Diesel zu 1,53 Euro pro Liter. Und das, obwohl zusätzliche gewinnorientierte Zwischenhändler (die slowenischen Tankstellenbetreiber) dazwischengeschaltet sind. Die Stationen verdienen trotzdem Geld.
In Österreich zahlen Verbraucher für exakt denselben Treibstoff 50 bis 60 Cent pro Liter mehr.
Slowenien muss importieren und trotzdem ist der Preis deutlich günstiger als an der österreichischen Tankstelle – obwohl auch in Slowenien weitere Handelsstufen und Gewinnmargen hinzukommen. Welche Wirtschaftstheorie erklärt das? Der Verdacht, dass auf Kosten der österreichischen Verbraucher ein lukratives Exportgeschäft betrieben wird, während zu Hause die Preise künstlich hochgehalten werden, darf zumindest aufkommen. Oder sind es einfach nur die Steuern?
Ein Spritpreis-Unterschied von über 50 Cent bei identischem Produkt und direkter Lieferkette ist jedenfalls bemerkenswert. Am 1. April kommt nun die „Maßnahme“ der Regierung. Sie soll den Sprit um etwa 10 Cent günstiger machen. Allein die Klimasteuer macht 16–18 Cent aus, und sie bleibt bestehen. Zudem ist der Preis seit Anfang März um weit mehr als 10 Cent gestiegen.
Slowenien hat die CO₂-Steuer bereits ausgesetzt, die Mineralölsteuer wurde auf das EU-Minimum gesenkt und setzt einen Preisdeckel. Der große Unterschied ist kein Betrug der OMV, sondern andere nationale Steuerpolitik. Ob hier also der Staat betrügt?
auffallend ist auch die abstinenz der fachkräfte im strassenbild und die raschen terminzusagen für
röntgen / mrt / facharzt / operationen ….
ein eigenartiges land mitten in europa
Lazarsfeld 17.3.: ÖVP 20%, SPÖ 18%, Neos 7% abzüglich Nichtwähler (Wahlbeteiligung 2024 knapp 75%): ÖVP vertritt 15%, SPÖ 13,5%, Neos 5,25%.
Gesamt: Die Koalitionsregierung vertritt heute knapp 34% der Bevölkerung. 34% sind die demokratische Mehrheit, der kleine Rest muss sich fügen.
Und die Neos haben nur „mit Bauchschmerzen“ zugestimmt. Bleibt die überwältigende demokratische Mehrheit von 28,5% für den aktuellen Spritpreis!