Propaganda für Energie-Lockdown in Österreich

23. März 2026von 2,6 Minuten Lesezeit

Es geht los. Die Medien bereiten den Diskurs für die Politik vor, um Bürgerrechte im Rahmen der angeblichen „Energiekrise“ einzuschränken. Zunächst stehen autofreie Tage und Tempolimits im Raum – als „Spritverbrauchsbremse“ wird das verkauft.

Die Politik hat es weiterhin (absichtlich?) nicht geschafft, den Spritpreis zu senken. Und zugleich normalisieren Medien, was kommen wird: staatliche Eingriffe, die die Bürger einschränken, beim Verkehr, in der Mobilität. Vorerst einmal, wohin der kommende „Energie-Lockdown“ noch führt, wird sich erst zeigen.

Im ORF-Radio Ö1 darf am Montag der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) schon zu „Maßnahmen“ rufen. Es erinnert frappant an das Drehbuch aus 2020. Die Politik hält sich raus, beruhigt, während die (vom Staat abhängige) „Zivilgesellschaft“ den Diskurs verschiebt. Der Club fordert neben einer „Spritpreisbremse“ auch eine „Spritverbrauchsbremse“.

Konkret stehen autofreie Tage und eine Senkung der Tempolimits auf Autobahnen im Mittelpunkt – Maßnahmen, die der VCÖ als notwendig erachtet, weil der österreichische Verkehr zu rund 90 Prozent von fossilen Energieträgern abhängt. Steigende Spritpreise und geopolitische Spannungen dienen als Begründung. Autofreie Tage sind dabei nichts anderes als eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Tempolimits dazu versteckte Rationierungen. Die „Vorschläge“ klingen wie jene von der IEA – TKP hat bereits am Samstag berichtet.

Die Medien sind auf Normalisierung und Verharmlosung aus. All das sei nicht so schlimm: Während der Ölkrise 1973 führte Österreich autofreie Sonntage ein. Damals mussten Autofahrer mit Aufklebern gekennzeichnet werden und durften nur an bestimmten Tagen fahren. Nichts Neues also, kein Grund zur Aufregung. Dazu wird Homeoffice und der „Umstieg auf Öffis“ gefordert.

Das Wort einer „Pflicht“ kommt noch nirgends vor. Das obliegt dann der Politik. Im Vergleich zu Covid befinden wir uns im Jänner 2020: Niemand spricht von radikalen staatlichen Restriktionen, man appelliert an die Freiwilligkeit. Was damals das Händewaschen war, ist heute das Fahrradfahren. Was damals das „Infektionsrisiko“ gesenkt hat, bremst heute die „Abhängigkeit von Ölimporten“.

Die mediale Berichterstattung schafft den Boden für politische Entscheidungen, die weit über freiwillige Appelle hinausgehen. Autofreie Tage bedeuten, dass der Staat Bürgern vorschreibt, wann sie ihr Auto nutzen dürfen – ein massiver Eingriff in die persönliche Mobilitätsfreiheit. Wie schwer es ist, dem Staat solche Instrumente wieder aus der Hand zu nehmen, damit hat die Gesellschaft ebenfalls erst bei der Covid-Politik Erfahrung gemacht.

Und natürlich wird die „Energiekrise“ auch gleich wieder für Klimapropaganda benutzt. Der VCÖ fordert zusätzlich den Abbau „klimaschädlicher“ Subventionen und einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Echt brisante Fragen werden dabei nicht gestellt. Allem voran: Gibt es wirklich einen Mangel an Öl und Gas? Ist die „Energiekrise“ real oder nur ein Gespenst an den Märkten, mit denen Spekulanten und Oligarchen verdienen?

Der Einstieg wird autofreie Tage und Tempolimits sein, verkauft als vorübergehende Krisenmaßnahme. Die Agenda dahinter soll dies als „Neue Normalität“ verkaufen. Diesmal nicht mit einem „neuartigen“ Virus (vielleicht kommt ein solcher aber noch obendrauf – man ist immer nur einen PCR-Test davon entfernt) sondern mit einem (angeblichen) Ölmangel.


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6 Kommentare

  1. weirdo 24. März 2026 um 9:10 Uhr - Antworten

    Bei diesem Krieg geht es – so wie immer – um Rohstoffe und der Kampf der USA für ihren India-Middle East-Europe Corridor (IMEC) gegen die Belt and Road Initiative von China/Russland. Beide werden seit Jahren vorbereitet/gebaut. Und beide machen sich gegenseitig wieder die Sandburg kaputt. Hervorragender Artikel auf https://uncutnews.ch/patrick-wood-bei-trumps-krieg-gegen-den-iran-geht-es-um-den-welthandel-punkt/. Ich hoffe, ich darf das hier posten. Aber das erklärt wieder mal alles. Und was das Einsparen von Energie/Rohöl betrifft… vielleicht sollte man mal an Dingen ansetzen wie Kik & Co, die nichts anderen tun als Billigfetzen für einen Monat zu produzieren, damit die wohlstandsverwahrloste Jugend immer was Neues im Kasten hat. Ich komme aus einer Generation, wo Mode für Junge auch wichtig war. Aber wenn man etwas gekauft hat, dann hatte das echt gute Qualität und hat tatsächlich nach 10 Jahren immer noch gut ausgesehen. Was man heute kauft, ist nach 5x Waschen kaputt und unansehnlich. Aber hey, was solls, kauf ich halt den nächsten Fetzen. Oder produzieren wir mal wieder normal Autos ohne Bordcomputer, pausenloses Bimmeln durch Computerassistenten und anderen Kontrollmechanismen, die sicher nie dafür vorgesehen waren, dein Leben leichter und den Verkehr sicherer zu machen, sondern aus deinem Auto ein einziges Spionagewerkzeug zu machen. Die Rohstolle, die für diese Drecksschüsseln mittlerweile gebraucht werden, sind atemberaubend. Ich liebe meine 15 Jahre alte Karre. Sie erfüllt vollkommen ihren Zweck und tut das, was sie tun soll, nämlich einfach nur fahren. Solche Themen werden von Politik und Medien nicht angerührt. Klar, es geht ja nicht und ging nie um Einsparungen. Es geht um die immer gleiche Kontrolle. Wie kann ich die Menschen noch mehr gängeln und unter der Fuchtel halten. Und es klappt einfach genial. Sie schaufeln sich alle gerade selbst ihr digitales Grab. Analog geht fast nix mehr und wenn nur mit Anstrengung. An jeder Ecke hängt mittlerweile eine hochauflösende KI Kamera, die dein Kennzeichen und ganz zufällig auch deine biometrischen Daten erfasst. Fertig ist das digitale Bewegungsprofil. Aber du fühlst dich damit sooo sicher vor den gar nicht absichtlich eingeschleusten bösen Migranten. Und dein Bargeld ist pfui, weil es ist voller Viren und es kann dir gestohlen werden. Die feinen Leute an der Spitze der Triade transportieren ihre Bestechungsgelder schon irgendwie in ihren Privatjets zu ihren Privatinseln. Da drücken wir mal ein Auge zu. Ich kann nur den Rat geben: Back to the roots und fangen wir mal alle wieder an, artgerechter zu leben und unser Hirn zu benutzen. Es ist besser, als man denkt, wenn es nicht mit Tik Tok, Facebook & Co verblödet und abgelenkt wird.

  2. audiatur et altera pars 23. März 2026 um 18:03 Uhr - Antworten

    Der Autor scheint nicht zu merken, dass er diametral gegen die Blattlinie funkt. Ich bin kein Freund von einseitiger Kriegsberichterstattung, aber der Realitätssinn der älteren beiden Redakteure scheint mir doch etwas ausgeprägter zu sein. Nicht, dass ich mir auch inständig wünschen würde, dass das alles nur ein böser und eh bald vorübergehender Traum ist. Ergo – hoch Oysmüller, zeig’s den finsteren Dieselfiltern! Und vielleicht gehen ja noch die Blubberblasen bei Bornholm als Rettungsanker rechtzeitig auf. Who knows?! Vielleicht mal beim Hirsch in Washington erkundigen…

    • audiatur et altera pars 23. März 2026 um 18:17 Uhr - Antworten

      Da fehlt ein inständiges Nicht vorm Auch – im Eifer des Online-Gefechts…

  3. therMOnukular 23. März 2026 um 16:11 Uhr - Antworten

    Ich halte eine Knappheit auch für real, auch wenn bislang noch Reserven greifen usw. Aber früher oder später wird Hormuz auch hier aufschlagen.

    Wäre aber alles halb so wild, hätte man sich nicht den zuverlässigsten aller Energie-Lieferanten weltweit – Russland – zum Feind gemacht.

    Und was der Autor noch vergessen hat: auch in den 70ern wurde nie evaluiert, ob der „Autofreie Sonntag“ überhaupt zu weniger Nettoverkehr/Woche geführt hat. 10:1 die Menschen haben dann einfach alles in die verbliebenen 6 Tage verlegt, aber sicher nicht auf etwas verzichtet.

  4. Jan 23. März 2026 um 15:38 Uhr - Antworten

    Der Spritmangel dürfte real sein, die Ursache ist natürlich durch Leyens Sanktionen und Trumps Krieg selbst gemacht. Allerdings befinden sich die Bürger in einer kindlichen Abhängigkeit, die sie für Demokratie halten. Noch dürften allerdings die freigegebenen Vorräte auf den Markt kommen.

    Zu den Mengen: etwa 20% der in die EU importierten Rohöle und Ölprodukte kommen aus Nahost. Das entspricht der Menge, die durch die Corona-Lockdowns eingespart worden ist.

    Da Öl etwa 30% der Primärenergie ausmacht, beträgt der fehlende Anteil nur 6% der Primärenergie, also etwa das, was wir durch Solar und Wind erzeugen, das sollte man locker einsparen können!

    Der Energieverbrauch besteht jedoch nicht nur aus Öl, Gas und Kohle, sondern auch aus importieren Waren. Diese benötigen Energie in der Herstellung und in ihrer Logistik. Diese Energie nennt man „embedded energy“. Dazu zählen Textilien, Synthetik wird aus Rohöl gemacht, Baumwolle benötigt Diesel, aber auch Prozessenergie, zB bei Alu, Stahl und Zement. Wie hier die Anteile sind, kann niemand berechnen. Wenn Länder wie Vietnam, die sehr abhängig vom Öl aus Nahost sind, in den Lockdown gehen, dann könnte das Folgen für den Textilimport haben, der 20% überschreitet. Ähnliches gilt für die Halbleiter-, Kupfer- oder Kohleproduktion. Das kann sich zum Brechen ganzer Lieferketten aufschaukeln.

    Eines der Themen dürften Diesel und Schweröl werden, zB für die Schifffahrt, da hier aufgrund der Beschaffenheit des Nahostöls die Abhängigkeiten größer sind. Diesel wird natürlich in der Landwirtschaft gebraucht.

    Dass Öl in großen Tiefen abiotisch gebildet wird, dürfte richtig sein! Dass jeder ohne größeren Aufwand mal schnell 15km tief im Marchfeld bohren und dann Öl in Fässer abfüllen könnte, eher nicht. Allerdings hat auch nie jemand den Stocker aufgefordert, das zu probieren! Die tiefste Bohrung jemals ist das Kola Superdeep Borehole bis auf 12km, da ist kein abiotisches Öl herausgesprudelt.

    Neben „Verschwörungen“ wie der Abhängigkeit von Banken, ist die Ölförderung auch abhängig von Infrastruktur, in die jemand investieren muss. Trotz Trumps „Drill, Baby, drill!“ ist das weder in den USA noch in Venezuela der Fall. Auch durch die steigenden Preise nicht.

  5. Ron 23. März 2026 um 14:36 Uhr - Antworten

    Nach Klimareligion und Corona Plandemie der nächste gesellschaftsweite Intelligenztest.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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