Internet-Kontrolle: Druck auch in den USA

23. März 2026von 1,7 Minuten Lesezeit

Auch in den USA wird das Ende des bisherigen Internets vorangetrieben. Altersverifikation – de facto eine Klarnamenpflicht – soll auch dort kommen.

In Deutschland wird in einer aktuellen Medienkampagne mit C-Promis die Gesellschaft in eine bestimmte Richtung gedrängt. Ziel ist es, das Ende des Internets, wie wir es kennen, akzeptieren zu lassen. Langfristig wird es nur noch mit staatlicher digitaler ID zugänglich sein. Die USA sind (noch) nicht ganz so weit wie die EU, doch auch dort geht es in dieselbe Richtung.

Vergangene Woche hat das Weiße Haus ein „Nationales KI-Gesetzesrahmenwerk“ vorgestellt. Auch hier geht es um Kinderschutz. Mit „Altersverifikation“ sollen Kinder geschützt werden.

Kritiker wie die Plattform ReclaimTheNet warnen vor einer versteckten ID-Pflicht. Echte Altersverifikation erfordere Ausweise, Biometrie oder Drittanbieter-Dienste – mit massiven Datensammlungen. Beispiele wie der jüngste Discord-Leak (70.000 ID-Fotos) haben das bereits gezeigt. Zudem gebe es im US-Rahmenwerk auch den Plan einer „Schadensvermeidung“ – de facto eine Massenüberwachung von Chats. Die Anonymität im Netz drohe zu verschwinden.

In Europa ist man schon weiter. Im Vereinigten Königreich gilt seit Juli 2025 der Online Safety Act: Pornoseiten und Plattformen müssen „highly effective“ Alterschecks durchführen, inklusive ID-Upload oder Gesichtserkennung. Ofcom überwacht die Umsetzung; Tausende Seiten haben reagiert. Folge: Die VPN-Nutzung explodierte, Datenschützer kritisieren Überwachung und Zensurrisiken.

In der EU regelt der Digital Services Act (DSA) seit 2024 den Schutz Minderjähriger (Artikel 28). Plattformen müssen „angemessene Maßnahmen“ treffen. Die Kommission lieferte im Juli 2025 einen „Blueprint“ für eine EU-weite Altersverifikations-App: Nutzer beweisen per Token, dass sie über 18 sind. Pilotprojekte laufen in Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien. Frankreichs SREN-Gesetz verlangt bereits robuste Verifikation bei Pornografie.

Kritiker sehen darin nur den ersten Schritt: Nun wird die Infrastruktur geschaffen, um das frei zugängliche Internet abzudrehen. Ohne digitale ID wird es bald keinen Zugang mehr geben, so die Kritiker. Kinderschutz legitimiert dabei immer mehr Überwachungsinstrumente.


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Ein Kommentar

  1. VerarmterAdel 23. März 2026 um 17:08 Uhr - Antworten

    Die ganze Welt in der Hand von ferngesteuertem Politverbrechern, und die Leute schnallen es nicht und wählen dieses durchgeknallte Pack auch noch immer wieder.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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