Kommen nun die Energie Lockdowns?

12. März 2026von 2,4 Minuten Lesezeit

Regierungen auf der ganzen Welt greifen plötzlich wieder auf Maßnahmen zurück, die unheimlich vertraut wirken: Homeoffice-Pflicht, Reisebeschränkungen und Kraftstoffrationierung – ausgelöst durch eine sich rapide verschärfende globale Energiekrise.

Und dieses Mal ist es nicht COVID-19, das die Beschränkungen vorantreibt. Es ist Öl. Da der Krieg im Nahen Osten die Kraftstoffversorgung stört und die Preise in die Höhe treibt, bemühen sich Regierungen von Südostasien bis Europa um Energieeinsparungen. Thailand und Vietnam fordern bereits öffentliche Angestellte auf, von zu Hause aus zu arbeiten, und bitten die Bürger, auf Auslandsreisen zu verzichten und die Nutzung privater Fahrzeuge einzuschränken.

In Vietnams Hauptstadt Hanoi ermutigen die Behörden die Einwohner sogar dazu, ganz auf ihre Autos zu verzichten, und empfehlen öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder und Fahrgemeinschaften, da die Kraftstoffkosten steigen und die Tankstellen ihre Öffnungszeiten verkürzen.

Dieser Trend breitet sich jedoch weit über Südostasien hinaus aus.

Pakistan stellt einen Großteil seiner Belegschaft auf Telearbeit um, reduziert die Personalstärke in den Büros um etwa die Hälfte und führt in einigen Abteilungen die Vier-Tage-Woche ein. Schulen und Universitäten verlagern ihren Unterricht ins Internet, um Pendlerverkehr zu reduzieren und Kraftstoff zu sparen.

Die Philippinen führen ähnliche Maßnahmen ein, darunter die Vier-Tage-Woche in Führungspositionen und die Ausweitung der Telearbeit im öffentlichen und privaten Sektor, um den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Bangladesch hat bereits Universitäten geschlossen, um Strom und Kraftstoff für den Transport zu sparen, während Myanmar damit begonnen hat, Kraftstoff zu rationieren, indem es die Hälfte der privaten Fahrzeuge des Landes täglich anhand ihrer Kennzeichen vom Straßenverkehr ausschließt.

Unterdessen werden Autofahrer im UK aufgefordert, weniger zu fahren, während die Behörden in Indien Notfallbefugnisse geltend gemacht haben, um die Gas-Versorgung für Restaurants und Unternehmen zu rationieren.

Und in Australien hat die Krise bereits konkrete Auswirkungen. Landwirte berichten von leeren Dieseltanks, stillstehenden Maschinen und stornierten Lieferungen, während einige Tankstellen die Kunden auf nur 20 Dollar Kraftstoff beschränken, da sich Panikkäufe ausbreiten.

Wenn sich die Energieknappheit verschärft, könnten diese ersten Sparmaßnahmen schnell zu weitaus restriktiveren Maßnahmen ausarten.

Die Frage liegt nun auf der Hand: Beobachten wir gerade die erste Phase globaler Energie-Lockdowns?

Auch bei der Ölkrise in 1973 wurden mehr oder weniger sinnvolle Maßnahmen gesetzt um Energie zu sparen, Stichwort Energieferien. Autos dürften nur an 6 Tagen benutzt werden, der autofrei Tag musste mit einem Kleber an der Windschutzscheibe bekannt gemacht werden.

Bild von Manuel Alvarez auf Pixabay

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