Vitamin D das essenzielle Vitamin – bekämpft und missverstanden

11. März 2026von 10,4 Minuten Lesezeit

Vitamin D ist der Feind der Pharmaindustrie, ein potentes Mittel gegen Krankheit und zur Förderung von Gesundheit. Bekämpft mit Schrottstudien während der Corona „Pandemie“ und nicht selten unverstanden von Ärzten.

Regelrecht skurril sind manche Auslassungen unter der Devise der Bekämpfung von Falschinformationen, um dann selbst eine falsche Aussage nach der anderen zu produzieren. Unwissenheit ist kein Problem, wenn man sich ihrer bewusst ist, sie wird gefährlich, wenn jemand glaubt alles zu wissen. So ein Artikel, der glaubt „Gefährliche Falschinformation über ‚Vitamin D‘ -…“ aufdecken zu müssen. Da kommen gleich zu Beginn solche Blüten wie „Seine Einnahme über die körpereigene Produktion des Calciums hinaus bedeute stets eine Überdosierung“. Körpereigene Produktion von Calcium (Ca)? Einem chemischen Element, das im Kalkstein als CaCO3 vorkommt?

Zunächst wird behauptet, das sogenannte „Vitamin D“ sei in Wirklichkeit kein Vitamin: „Vitamin D ist jedoch kein Vitamin…“ Diese Behauptung ist auf mehreren Ebenen irreführend und unrichtig falsch. Zunächst gibt es mehrere Arten des Vitamins, nämlich D2 und D3.

Dazu werfen wir einen Blick in das Lehrbuch „Biochemie des Menschen – Das Lehrbuch für das Medizinstudium“ Florian Horn, Seite 489 ff.

„Unterscheiden muss man Calciferol (Vitamin D), das entweder tierischen Ursprungs sein kann und dann als Cholecalciferol (D3) bezeichnet wird, oder pflanzlichen Ursprungs und Ergocalciferol (D2) genannt wird. …. Ergocalciferol können wir im Körper natürlich nicht herstellen – ansonsten aber genauso einsetzen (Ergebnis ist auch hier Calcitriol [die biologisch wirksame Form als Hormon]).“

Auch das wird kritisiert, denn „Der neue abstraktere chemische Name für Vitamin D, „Cholecalciferol“, verdeckt vollständig das Wesentliche: Dass es sich hier um ein Hormon handelt, …“ Es ist aber kein Hormon, denn es kann an keinen Rezeptor in Zellen andocken und muss erst durch Hydroxlierung in zwei Stufen zum Hormon gemacht werden.

Die Entwicklungsgeschichte von Vitamin D bestätigt auch, dass es ein Vitamin ist. Wieder aus dem Lehrbuch: „Einzeller. Im letzten Schritt der Cholesterin-Biosynthese entsteht 7-Dehydroxycholesterin. Unter Einfluss von UV-Strahlung entsteht daraus das ‚Vitamin D‘. Seine Ausgabe bestand vermutlich darin Einzeller vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen, indem 7-Dehydroxycholesterin die Energie der Strahlung aufnahm und sich in Vitamin D umwandeln ließ.“

Die damals noch fehlende Ozonschicht führte zu einer größeren Strahlenbelastung. Es passiert dann Jahrmillionen nichts. Aber weiter: „Und unklar ist auch, ob es bereits einen Zusammenhang mit Calcium gab. Allerdings findet dieser Schritt auch beim Menschen noch immer an der Oberfläche des Organismus statt – nämlich in der Haut, weil nur hier ausreichende Mengen an UV-Licht ankommen.“

In der weiteren Entwicklung half dann Vitamin D bei der Einlagerung von Calcium und Phosphat in die Knochen der Fische. Kein Problem im Meer wegen der hohen Verfügbarkeit der beiden Elemente, aber sehr wohl bei den Süßwasser Fischen. „Sie sahen sich einem Mangel an Calcium gegenüber und mussten aktive Mechanismen entwickeln, Calcium und Phosphat in ausreichenden Mengen in den Körper zu bekommen.“

Wir sehen, dass vom Vitamin, das nur mit UV-Licht produziert werden kann, eine Entwicklung „zu einem richtigen endokrinen Vitamin-D-System“ erfolgte:

  • Ohne Rezeptor kein Hormon. Allerdings entwickelte sich aus bereits vorhandenen nukleären Rezeptoren … auch ein spezifischer Vitamin-D-Rezeptor (VDR).

  • Vitamin-D metabolisiernde Enzyme aus dem CYP450-System entwickelten sich und arbeiten unter der weiterer calciumreguliernder Hormone.

  • Ein Transportprotein im Plasma musste erfunden werden.“

Wir sehen also, dass der Begriff Vitamin nur eingeschränkt gültig ist, da grundsätzlich das Vitamin selbst produziert werden. Allerdings nur dann, wenn genügend UV-Licht vorhanden ist, was in den Wintermonaten, ind er Wohnung und im Büro nicht der Fall ist und es von nutritiv zugeführt werden muss.

Die Biosynthese von Vitamin D

Leider gibt es auch über die Biosynthese zum Hormon offenbar Unklarheiten. So steht in dem Artikel: „Unser Organismus produziert nicht das D-Hormon selbst, sondern das Prohormon D. Dies geschieht in der Leber im Zusammenspiel mit der Niere. Das Prohormon D gelangt auf die Haut, wo es vom Licht beschienen wird. Dies ist das Entscheidende, wodurch das Prohormon D in das aktive D-Hormon umgewandelt wird.“

Wieder das Lehrbuch:

Zunächst was ist die bioaktive Form, das Hormon? „Das Calcitiol ist der aktive Metabolit des Vitamin D …“

„Die Bildung des Calcitriol läuft in verschiedenen Organen ab: in der Haut, der Leber und der Niere. … Ausgangspunkt für die endogene Produktion des ‚Vitamin D‘ ist das Provitamin 7-Dehydroxycholesterin, das entweder in der Leber oder in der Haut im Rahmen der Cholesterin-Biosynthese entstehen kann.“

Es entsteht also das Cholecalciferol. Der nächste Schritt in der Biosynthese findet durch Hydroxylierung in der Leber statt. Der wissenschaftliche Name für diese Form ist nun das 25-Hydroxy-Cholecalciferol. Es ist das Pro-Hormon und die Speicherform.

Der letzte Schritt findet in der Niere statt und ist abhängig vom Parathormon. Aus dem 25-Hydroxy-Cholecalciferol wird das aktive 1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol gebildet. Es hat jetzt drei Hydroxylgruppen und wird deshalb auch als Calcitriol bezeichnet – die Endung -ol steht für die Hydroxyl-Gruppe (OH).

Vitamin D Supplementierung

Vitamine werden nicht dauerhaft gespeichert, sondern werden verbraucht, abgebaut, abgeführt und werden ohne Neuzufuhr weniger. Hier die Halbwertszeiten von Vitamin D:

  • Vitamin D3 Cholecalciferol 12-24 Std

  • 25-Hydroxy-Cholecalciferol (das ist die Speicherform) ca. 3 Wochen

  • 1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol (Calcitriol die aktive Form) 2-5Stunden

Die Umwandlung von Cholecalciferol in  25-Hydroxy-Cholecalciferol ist raltiv langsam. Gibt man also Vitamin D (Cholecalciferol) in einer einzelnen großen Dosis, wird die Auswirkung auf den Calcitriol Spiegel gering sein, gibt man dagegen 25-Hydroxy-Cholecalciferol, so erzielt man eine sehr gute klinische Wirkung, dank raschem Ansteigen des bioaktiven Calcitriol-Spiegels.

Um Vitamin D zu bekämpfen werden in Studien Bolusdosen von 200.000 IE als Cholecalciferol gegeben und dann geringe Wirksamkeit diagnostiziert

Bei einer Studie in Brasilien zu Covid wurden 200.000 IE Vitamin D3 bei Aufnahme ins Spital gegeben und mit einer Placebo Gruppe verglichen. Es wurde kein Unterschied festgestellt in der Schwere der Verläufe und Zahl der Todesfälle. Kein Wunder, weil die Studie so angelegt war, dass sie nicht wirken konnte, denn die Umwandlung in die aktive Form in der Leber geht reccht langsam. Der Abbau war rascher als die Umwandlung. Hätte man statt der einmaligen Bolus-Dosis täglich 20.000 IE gegeben, wäre ein Vorteil erkennbar gewesen.

In zwei spanischen Studien war dagegen gleich das 25-Hydroxyvitamin D verabreicht worden und da die Umwandlung in die aktive Form in Stundenfrist passiert, war die Wirkung sehr stark und rasch, die Schwere der Erkrankungen wurde erheblich reduziert und ebenso der Anteil der Todesfälle. Mehr dazu habe ich hier beschrieben.

Bolusdosen von Vitamin D werden im Coimbra Protokoll gegeben zur Bekämpfung von Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1 – entstanden meist durch Vitamin D Mangel im ersten Lebensjahr –, Lupus, Multiple Sklerose oder ähnliches. Es hat eine Erfolgsrate von 70-90% bis zum Stillstand und es sind auch teilweise Rückbildung von Symptomen möglich. Es funktioniert über Gaben von hochdosiertem Vitamin D begleitet von wichtigen Cofaktoren wie Magnesium und verschiedenen B-Vitamine, insbesondere Vitamin B2, sowie weiteren zur Optimierung des Zellstoffwechsels.

Empfehlenswert bei Supplementation ist auch die Gabe von Vitamin K2, das das Calcium aus den Blutgefäßen in die Knochen befördert und sie damit elastisch hält. Aber Achtung es muss K2 sein, und nicht K1 oder Präparat auf dem nur K steht, also eine Mischung von K1 und K2 enthält.

Gewünschte Werte

Wieder der Artikel über „Falschinformation“:

„Labore arbeiten mit einem Normwert von über 30 ng/ml. Vergleicht man aber die Werte vieler Menschen, wird deutlich, dass kaum jemand diesen Wert erreicht. Schon im Sommer ist der Wert von 30 ng/ml schwer zu erreichen. Während der Wintermonate ist er aufgrund des geringeren Sonnenlichtes umso niedriger, oft um 5-10 ng/ml, was dann eher als normaler Wert gelten kann.
Wenn aber der angeblich normale Wert von über 30 ng/ml von kaum jemandem erreicht wird, kann es kein „normaler“ Wert sein.“

Tatsächlich ist der Wert 30 ng/ml bereits normal krank. Wieder aus dem Lehrbuch: „Die Menschheitsgeschichte begann wahrscheinlich in Afrika in Regionen mit hoher UV-Strahlung.“

Hier die „Lucy“, ein Schädelfund des angeblich ältesten Menschen in Tansania zwischen Ngorogoro Krater und Beginn des Serengeti Nationalparks:

In dieser Gegend ist der bei den Menschen der Region gemessene Normalwert zwischen 100 und 150 ng/ml. Bei mir wurden zwei Tage nach der Rückkehr von dort, ohne mich gezielt in der Sonne aufzuhalten, aber ohne jegliche Verwendung von Sonnenschutzmitteln ein Wert von 109 ng/ml gemessen, was als normal gesund zu betrachten ist.

Sinnvollerweise sollte übrigens die Speicherform 25-Hydroxy-Cholecalciferol gemessen werden, da sie die längst Halbwertszeit hat und sehr rasch den aktiven Metaboliten bildet.

Die Aufnahme und Speicherung von Calcium und Phosphat ist ein sehr frühe Funktion von Vitamin D, aber keineswegs die einzige und wichtigste. Der Falschinformationsartikel erwähnt nicht einmal die fundamentale Wichtigkeit von Vitamin D für das Immunsystem, das Wort kommt nicht vor. Alle Zellen des Immunsystems, wie die meisten Körperzellen auch, haben den VDR, den Vitamin D Rezeptor und funktionieren nur, wenn ein ausreichender Vitamin D Spiegel vorhanden ist.

Wie das funktioniert beschrieb eine Forschergruppe unter der Leitung von Professor Carsten Geisler, Leiter der Abteilung für Internationale Gesundheit, Immunologie und Mikrobiologie an der Universität Kopenhagen, in dieser Studie die im Jahr 2010 in Nature Immunology erschienen ist. In einem Artikel in ScienceDaily erklärt Geisler wie die Reaktion des Immunsystems auf ein neues Pathogen abläuft:

Wenn eine T-Zelle einem fremden Erreger ausgesetzt wird, streckt sie einen als Vitamin-D-Rezeptor bekannten Signalgeber eine ‚Antenne‘ aus, mit dem sie nach Vitamin D sucht“, sagte Geisler. Wenn ein unzureichender Vitamin-D-Spiegel vorliegt, „werden sie nicht einmal anfangen, sich zu mobilisieren“. Und er stellte fest, dass „T-Zellen zu einer explosionsartigen Vermehrung fähig sind“

Ohne T- und B-Zellen gibt es auch keine Antikörper und keine Erinnerungsvermögen an Keime, mit denen man schon in Berührung war.

Über 33.000 wissenschaftliche Studien haben Vitamin D schon ziemlich genau erforscht und in jüngster Zeit wurden auch die positiven Wirkungen im Zusammenhang mit Covid-19 und anderen Infektionskrankheiten untersucht und bewiesen. Vielfach wird aber noch immer angenommen, Vitamin D wäre nur für gesunde Knochen wichtig. Deshalb zur Erinnerung eine Liste von weiteren Vitamin D assoziierten Phänomenen:

  • senkt den Blutdruck

  • fördert das angeborene und erworbene Immunsystem

  • produziert körpereigene Antibiotika (AMP)

  • schützt die Nervenzellen (z.B. vor Multipler Sklerose)

  • bremst die Krebsentwicklung

  • verhindert eine Metastasenbildung

  • verbessert die Überlebensrate von KHK-Patienten

  • reduziert das Risiko für Diabetes Typ I und Typ II

  • schützt vor peripherer arterieller Verschlusserkrankung

  • kräftigt die Muskulatur und verzögert die Pflegebedürftigkeit im Alter

Welche Rolle spielt Vitamin D im Immunsystem und überhaupt im Körper? Prof. Jörg Spitz erläutert in dem zweiten Video unten etwa ab Minute 50 was Vitamin D im Immunsystem bewirkt und zeigt dazu diese Folien:

Hier zu sehen, wie Vitamin D in Zusammenarbeit mit den verschiedenen T-Zellen direkt wirkt, oder über Signaliserungsstoffe. Es passiert beides, sowohl die Hochschaltung der Immunabwehr, die Ausschüttung von Zytokinen, als auch die Herunterregulierung durch die Treg-Zellen. Ist der Th17-Rezeptor durch Vitamin D Mangel in der frühkindlichen Phase unterentwickelt, so kommt es zu den Autoimmunerkrankungen. Man muss ihn dann regelrecht mit Vitamin D fluten um ihn zum Funktionieren zu bringen. Eine über 30 Jahre laufende Studie an Kindern in Finnland hat übrigens nachgewiesen, dass Vitamin D Mangel die Ursache für das spätere Entstehen von Diabetes Typ I ist. Deshalb ist in Finnland gesetzlich vorgeschrieben, dass fetthaltige Lebensmittel wie Milch mit Vitamin D versetzt werden müssen.

Wer in der Sonne Sunblocker verwendet oder ganztags im Büro sitzt, also praktisch den Winter simuliert, sollte jedenfalls auch im Sommer supplementieren.

Ein recht gutes Buch gibt es von Professor Jörg Spitz: Vitamin D: Immer wenn es um Leben oder Tod geht

In den Videos ist auch gut erklärt, wie die Biochemie von Vitamin D funktioniert:


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4 Kommentare

  1. Axel 12. März 2026 um 7:49 Uhr - Antworten

    Seit Jahren ergänze ich täglich mittags und abends zum Essen Omega-3-Algenöl (je 1TL; mein Omega-3-Index hervorragende 11) und Vitamin D3/K2 (je 4000 iE; für Zielwert 90ng/ml). Für Vitamin A gibts täglich eine Karotte (beta-carotin), für Vitamin K eine Handvoll Nüsse (speziell Walnuss). Ebenfalls täglich Vitamin C als Ascorbinsäure + Zitronensaft (1-3g). Seitdem keine Erkältung mehr, davor 3-4 mal im Jahr verschnupft. Ach ja, und für alle Männer seeehr wichtig: Eine Handvoll Kürbiskerne für die Prostata :-)

  2. Oekologe 12. März 2026 um 7:24 Uhr - Antworten

    Danke, guter Artikel! Ich kann mich zu 99% anschliessen. Auch das Prinzip Nehmen UND MESSEN ist sehr wichtig. Kleine Geschichte aus der Praxis: Eine Patientin nahm schon seit Monaten/Jahren Vit. D. Sie beklagte Depressionen und wenig Energie. Da sie Vit.D sowieso einnahm (das waren 2000 IE oder 4000 IE täglich?) und sie viel in der Sonne spazieren ging, dachte ich, dass der Spiegel (im Blut) ok sei. Einige Monate später kam sie vom Endokrinologen, der Vit. routinemässig misst. Und siehe da: UNTER 10 ng/ml!! Warum? Entweder ihr Rezeptor war im Eimer oder sie hat einfach zu viel verbraucht. Von daher: NICHT BLIND EINNEHMEN SONDERN MESSEN (Blut-Laborwert).

    Jedoch spiele ich (als Vitamin D-Fan!) gerne den Advocatus Diaboli. Mal einige Gegenargumente:

    Ist es physiologisch normal, dass der Spiegel im Winter sinkt?
    Ja.
    Das ist biologisch vorgesehen.
    Der menschliche Körper hat:

    Sommermodus → Vitamin‑D‑Produktion
    Wintermodus → niedriger Spiegel, geringerer Bedarf

    Das ist ein evolutionäres Muster, das seit hunderttausenden Jahren existiert.
    ➡ Ein Winterabfall ist kein Krankheitszeichen, sondern ein natürlicher Rhythmus.

    👉 Afrikanische Bevölkerungen haben trotz intensiver Sonne oft KEINE extrem hohen Vitamin‑D‑Spiegel.

    Warum?
    🔹 Dunklere Haut bildet Vitamin D langsamer
    Melanin blockiert UV‑B.
    Das heißt:
    → Menschen mit dunkler Haut brauchen viel mehr Sonne, um denselben Spiegel zu erreichen.

    🔹 Viele Afrikaner meiden direkte Sonne
    Kleidung, Schatten, Kultur, Hitze.

    🔹 Messungen zeigen:
    Typische Werte in vielen afrikanischen Regionen liegen oft nur bei:

    20–35 ng/ml

    Von daher halte ich es damit:
    Grundsatz: Vit D. ist ein (Pro)HORMON. Hormongaben sind immer riskant, das wissen wir aus der
    Naturheilkunde bzw. Medizin.
    UND:
    Hohe Spiegel sind nicht automatisch besser
    Einige Studien zeigen sogar ein U‑förmiges Risiko:
    → zu wenig schlecht
    → zu viel auch schlecht

    Klinisch relevante Toxizität (Hypervitaminose D, Hyperkalzämie etc.) tritt typischerweise erst bei >150 ng/ml auf. Fachgesellschaften setzen deshalb eine Sicherheitsobergrenze oft bei 100 ng/ml. Dem kann ich mich anschliessen. Wenn jemand mit einem Wert von 50 bis 90 ng/ml herum läuft, dann kann man doch froh sein.

  3. Christoph M. 11. März 2026 um 20:34 Uhr - Antworten

    Danke für die Ausführungen, die ich mit diesem D3 Blutwertetest bestätigen kann:

    Gemesen habe ich die Werte mit einem D3 Selbsttest, den ich schon seit mehr als 10 Jahren verwende. (Meine Werte liegt immer zwischen 70 – 90 ng/ml)
    Ein Kollegen und ich selber haben den Test gemeinsam durchgeführt. Der Kollege, wollte wissen wo er steht, er ist mediteranfarbig und nimmt kein D3. Ich sagte ihm, das er bei diesen Voraussetzungen, der Test war im Januar, einen D3 Spiegel zwischen 10 -15 ng/ml haben wird, tendentiell am unteren Ende.

    Das Ergebinis war: Mein Wert 73 ng/ml, der Wert des Kollegen war 11,4 ng/ml. Mit diesem Wert kann der Kollege die nächste Grippe schon mal buchen.

    Ich selber nehme ca. 7000 – 10000 IE pro Tag, bei 85 Kg Körpergewicht. Grippekrankheiten habe ich seitdem mein D3 Wert über 50ng/ml liegt nicht mehr, das sind jetzt ca. 10 Jahre.

    Unsere Tochter erhält D3 natürlich auch und wurde im letzten Jahr mit 58 ng/ml gemesen. (Labor)
    Die Bestätigung für 9 Jahre Schule ohne Fehlstunden.

    Ich kann allen nur empfehlen, nehmen und Messen.

  4. anamcara 11. März 2026 um 14:51 Uhr - Antworten

    Danke sehr aufschlussreich.

    -Ja, die Kombination aus Vitamin D3, K2 und Magnesium ist hocheffektiv.

    Zusätzlich hat sich gezeigt, dass man bei der Einnahme von Vitamin D3 eventuell auch an Vitamin A denken sollte.

    Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin A lässt den Vitamin-D3-Spiegel viel höher steigen als durch die alleinige Vitamin-D3-Einnahme; sie wirken synergistisch, und ein Mangel an dem einen Vitamin verringert die Wirksamkeit des anderen, so eine randomisierte, kontrollierte und einfach verblindete Studie “Combination of vitamin A and D supplementation for ischemic stroke: effects on interleukin-1ß and clinical outcome“ vom August 2020.

    Darin untersuchte man die vorbeugende Wirkung von Vitamin A und Vitamin D3 bei Patienten, die einen Schlaganfall erlitten hatten. (Verbesserung der klinischen Prognose von Schlaganfallpatienten).
    Dabei wurde gezeigt, dass die Kombination der beiden Vitamine Entzündungen nach einem Schlaganfall signifikant reduziert.

    Da IL-1β als Marker für den Schweregrad der Arteriosklerose gilt und dieser Wert in der Studie gesunken ist, schreiben die Forscher:
    „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die gleichzeitige Verabreichung von Vitamin D3 und Vitamin A die Arteriosklerose synergetisch reduziert und die Gefäßwände schützt, indem sie oxidativen Stress und Entzündungen hemmt.
    Die kombinierte Verabreichung der beiden Vitamine ist daher ein vielversprechender Ansatz bei der Behandlung und Vorbeugung von Arteriosklerose.“

    Eine ausführliche Analyse dieser Studie findet man bei:
    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/vitamine/vitamin-d-uebersicht/vitamin-d-vitamin-a

    -Weitere Studien welche die synergistische Wirkung von Vitamin D3 und Retinsäure zu belegen scheinen, findet man hier:
    https://vitaverse-co-uk.translate.goog/news-notes/127/vitamins-a-and-d-complement-each-other?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

    -Auch in der Krebsbehandlung scheint die synergistische Wirkung der beiden Vitamine die Lebensfähigkeit von Krebszellen zu verringern und deren Absterben zu fördern.

    In der Studie „Vitamins A and D and Their Combinations for Breast and Colorectal Cancers: Analysis of the Clinical, Epidemiological, Preclinical and Transcriptomic Data“ schlussfolgern die Wissenschaflter: „Die Vitamine A und D3 verringern die Inzidenz, das Risiko und die Mortalität von Brust- und Darmkrebs durch mehrere Wirkmechanismen und bieten ein erhebliches Potenzial als Therapeutika und Chemopräventiva.

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