
Studie: Kiwi essen sorgt für schöne Haut durch erhöhte Vitamin-C-Spiegel
Vitamin C hat erhebliche gesundheitliche Auswirkungen, Es wird benötigt für Kollagenbildung, wirkt antioxidativ und es ist ein höchst potenter Viren- und Krebs-Killer
Zunächst sollte man wissen, dass Vitamin C für die Bildung von Kollagen unabdingbar ist. Es handelt sich dabei um Strukturproteine hauptsächlich des Bindegewebes. Fehlt Vitamin C, so funktioniert die Bildung von zum Beispiel Zahnfleisch nicht. Hat man entdeckt als man mit Segelschiffen Ozeane querte. Um Skorbut zu bekämpfen, nahm man Zitrusfrüchte mit. Deshalb war der wissenschaftliche Name von Vitamin C ursprünglich Anti-Skorbut-inische Säure, heute abgekürzt zu Ascorbinsäure. Die Gabe von Vitamin C nach Operationen beschleunigt die Wundheilung deutlich.
Vitamin C ist bekanntlich ein starkes Antioxidans. In höheren Konzentrationen im Blut von zum Beispiel 13 mmol/l, mit Infusionen leicht erreichbar, wird es jedoch zum Pro-Oxidans. Kommt es mit dem Bindegewebe in Kontakt gibt es Wasserstoffperoxid (WP) ab, das in gesunden Zellen von Enzymen sofort unschädlich gemacht wird, Tumorzellen jedoch oxidiert. Die sind dann kaputt, tot und werden recycelt.
Wasserstoffperoxid (H2O2) ist aber der perfekte Virenkiller. In Studien wurde das zum Beispiel schon 1977 gezeigt und bewiesen. Und seit den Arbeiten von Nobelpreisträger Linus Pauling wissen wir auch, dass hochdosiertes Vitamin C Krebs killt. Gesunde zellen haben Enzyme, die vor der oxidativen Wirkung von H2O2 perfekt schützen, Krebszellen jedoch nicht.
Detaillierter habe ich das in diesem Artikel am 9. November 2021 dargestellt, sowohl was die Wirksamkeit gegen Krebs als auch gegen Viren betrifft:
Wasserstoffperoxid H2O2 und Vitamin C wirksam gegen Corona-Viren
Vitamin C, Kiwi und die Haut
Die meisten Diskussionen konzentrieren sich auf topisches Vitamin C, vor allem weil oft angenommen wird, dass die Aufnahme von Nährstoffen „in die Haut” über den Blutkreislauf begrenzt oder unregelmäßig ist.
Eine neue Studie befasst sich direkt mit dieser Frage. Die Autoren kartierten zunächst den Vitamin-C-Gehalt in den verschiedenen Hautschichten des Menschen und führten dann eine einfache Pilotintervention durch: Teilnehmer mit einem niedrigeren Vitamin-C-Status aßen acht Wochen lang täglich zwei SunGold-Kiwis (etwa 250 mg Vitamin C pro Tag), und die Forscher maßen die Veränderungen des Vitamin-C-Gehalts und der Hautfunktion.
Die Studie von Juliet M. Pullar mit dem Titel „Improved Human Skin Vitamin C Levels and Skin Function after Dietary Intake of Kiwifruit: A High-Vitamin-C Food“ (Verbesserter Vitamin-C-Spiegel und verbesserte Hautfunktion nach Verzehr von Kiwis: Ein Lebensmittel mit hohem Vitamin-C-Gehalt) erschien im Oktober 2025 im Journal of Investigative Dermatology.
Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Aufnahme von Vitamin C über die Nahrung erhöhte den Vitamin-C-Gehalt der Haut und war mit messbaren Verbesserungen der Hautdichte und der Entstehung der Epidermiszellen verbunden.
Der Verzehr von Kiwis erhöhte den Vitamin-C-Spiegel im Blut und in der Haut
An der Interventionsstelle, an der sowohl Blut- als auch Hautproben entnommen wurden (gesamte Kohorte, n = 12), zeigten die Ergebnisse nach 8 Wochen mit zwei Kiwis pro Tag einen deutlichen Anstieg:
Das Vitamin C im Plasma stieg von 62 auf 80 μM – ein Anstieg von etwa 29 %.
Dieser systemische Anstieg führte zu messbaren Veränderungen in der Hautumgebung:
- Das Vitamin C in der Blasenflüssigkeit (interstitielle Hautflüssigkeit) stieg von 56 auf 79 μM – ein Anstieg von etwa 41 %.
- Das Vitamin C in der Epidermis (Blasendachgewebe) stieg von 63 auf 79 nmol/g – ein Anstieg von etwa 25 %.
Kurz gesagt: Es handelte sich nicht nur um eine „Veränderung der Blutwerte”. Die Forscher konnten nachweisen, dass der Vitamin-C-Spiegel im Hautgewebe und in den mit der Haut verbundenen Flüssigkeitskompartimenten nach einer Ernährungsintervention mit echten Lebensmitteln anstieg.
Verbesserung der Hautstruktur und der Regenerationsmarker
Nach der 8-wöchigen Intervention stiegen zwei funktionelle Hautendpunkte in der gesamten Kohorte signifikant an:
- Die Hautdichte stieg von 0,154 auf 0,228 Einheiten – ein Anstieg von etwa 48 %. Die Autoren beschreiben die Ultraschall-„Dichte“ als Ausdruck der strukturellen Proteinkonzentration in der Dermis.
- Die Regeneration/Proliferation der Epidermiszellen nahm zu, gemessen anhand der Ki-67-Färbungsintensität (21,06 → 27,42) – ein Anstieg von etwa 30 %.
Diese beiden Veränderungen – eine strukturelle und eine zelluläre – gehen in eine Richtung, die mit der bekannten Rolle von Vitamin C in der Fibroblasten- und Epidermisbiologie übereinstimmt.
Fazit
Nach nur 8 Wochen, in denen täglich zwei SunGold-Kiwis verzehrt wurden, stellten die Teilnehmer Folgendes fest:
- ~29 % höherer Vitamin-C-Spiegel im Plasma
- ~41 % höherer Vitamin-C-Spiegel im Hautgewebe
- ~25 % höherer Vitamin-C-Spiegel in der Epidermis
- ~48 % höhere Hautdichte, gemessen mittels Ultraschall
- ~30 % höheres Signal für die Proliferation der Epidermis (Ki-67)
Diese Studie liefert überzeugende Argumente dafür, dass der Vitamin-C-Status nicht nur ein Thema in der Hautpflege ist. Vitamin C aus der Nahrung gelangt nachweislich in die menschliche Haut, und dieser Anstieg geht mit Veränderungen der Hautstruktur und der Erneuerungsmarker innerhalb kurzer Zeit einher.
Was offen bleibt ist der Unterschied zu einer Vitamin C Gabe in Form von hochreiner Ascorbinsäure. Aus der TCM wissen wir, dass die Verwendung der ganzen Frucht wirksamere ist als die Gabe von aufgereinigten Teilen davon. Pflanzen enthalten weitere Inhaltsstoffe, die die Wirksamkeit des eigentlichen Wirkstoffes deutlich erhöhen können. Wahrscheinlich ist das auch bei der Kiwi der Fall.
Quelle: Focal Points
Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
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Statt einen Haufen Geld für exotische Früchte auszugeben, deren Vitamin-C-Gehalt heutzutage nicht unbedingt hoch ist, bietet sich m.E. folgende Alternative an:
Reine Ascorbinsäure (ich nehme tgl. ca. 3 g; chemisch identisch mit dem Naturstoff) in Verbindung mit Zitronensaft (ich halte die Kombination analog Curcumin/Kurkuma für effektiver als nur den reinen Extrakt).
Allerdings sollte man auch wissen, dass Vitamin C alle freien Radikale (also auch die für den Körper sinnvollen) angreift. Eine Alternative ist Wasserstoff-Wasser (aus dem Druckbehälter wegen höherer Anteile), hier werden m.W. nur die 2 gefährlichsten, schädlichen Radikale neutralisiert. Vorläufer dazu war schon vor vielen Jahren das Brown’s Gas, einfach mal googeln.
Kiwi hilft auch beim Schlafen – aber bitte nicht ständig nur in Messwerten und Studien denken…
In Asien meint man etwa, dass man Kiwi mit der Schale (!) essen sollte, damit sie gut vertragen wird. Und für alte Menschen belastet sie zu sehr den Darm. Alles hat in Massen auch Nachteile. Bitte auch keine unreifen sauren Früchte, die können zu enormen Magenproblemen führen. Süße große Sungold-Kiwis sind tatsächlich die besten – wie weit die wirklich Bio sind, bleibt oft ungeklärt. Dazu kommen die langen Transportwege. Man kann Kiwis aber auch bei uns anbauen – brauchen viel Platz und Wärme…
Übrigens braucht man – besonders im Alter – für schöne Haut noch einiges mehr, z. B. genug Vitamin K2-MK7 und Biotin, Omega 3 und am besten auch Astaxanthin. Dazu ausreichend gesundes Wasser, 8 Stunden guten Schlaf, Bewegung, frische Luft und keine Mobilfunkstrahlung (!) am Körper. Ohne das hilft auch ein Lastwagen voller Kiwis nicht.
Genau, Kiwis, Äpfel und Birnen helfen (auch), unser Gehirn zu entwirren … ;-)
Top Infos: justpaste.it/bewusst-gesund
Werde ich jetzt ausprobieren. Und die Nahrungsergänzung einen Monat sparen. Hoffe ich finde Kivis, die nicht zu sauer sind, weil sie nicht nachreifen.
Interessant!
Endlich mal eine erfreuliche Nachricht.