
Photovoltaikanlagen im Freiland – Teil 3 Der Umverteilungsprozess an Photovoltaikanlagen
Durch die Errichtung einer Photovoltaikanlage über einer Grünfläche kommt es zu einem massiven Umverteilungsvorgang im solaren Energiefluss. Und da Energie eben nicht „erneuerbar“ ist, hat das Folgen für Vegetation, Klima und Umwelt.
Um einen optimalen Gewinn zu erzielen, wird die Photovoltaikanlage schräg über der Bodenfläche angebracht. Das direkte Sonnenlicht wird bei optimaler Neigung konzentriert am Solarpaneel abgefangen. Der resultierende Schatten am Boden ist wesentlich länger als die PV-Fläche. Besonders bei niedrig stehender Sonne kommt es so zu einem starken Umverteilungsvorgang zugunsten der PV-Fläche. Die Energiebilanz des Bodens verzeichnet dabei einen solaren Verlust, die schräge PV-Fläche einen solaren Gewinn.

Das am Boden fehlende Sonnenlicht wird bereits an der PV abgefangen. Mit anderen Worten dem Boden wird Lichtenergie vorenthalten und stattdessen an der Paneelfläche in elektrische Energie und in Abwärme umgewandelt. Es hat sich damit eine deutliche Veränderung ergeben. Ein großer Teil des Sonnenlichts wird bereits oberhalb des Bodens absorbiert. Die „Verarbeitung“ dieses Sonnenlichts erfolgt nun innerhalb der Atmosphäre und nicht mehr am Boden. Die PV-Absorptionsfläche ist ja allseitig von Luft umgeben.
Dieser Umverteilungsprozess ist im Winter bei Schneedecke schön erkennbar. Insbesondere wenn die Neigung der PV-Fläche optimiert werden kann. Er ist aber auch im Sommer bzw. ganzjährig gegeben. Bei großflächigen Photovoltaikanlagen ist eine konstante Neigung üblich. Diese Neigung der Paneele erfolgt entsprechend der lokal gegebenen Situation.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Die Schattenlänge verändert sich, je nach Tages- bzw. Jahreszeit. Das Bestreben bei der Errichtung solcher Anlagen ist den Gewinn in Form elektrischer Energie zu optimieren. Das bedeutet, man will möglichst viel Sonnenlicht in elektrische Energie (und damit gleichzeitig auch Abwärme) umwandeln. Dem Bodenbereich wird dabei Sonnenlicht vorenthalten. Dass eine technische bzw. finanzielle Optimierung damit auch immer den Zwang beinhaltet, möglichst viel Sonnenenergie der Bodenfläche vorzuenthalten ist klar. Natürlich versuchen die Betreiber solcher Anlagen durch unterschiedliche Maßnahmen eine Art Normalität bzw. Naturschutz vorzutäuschen. Dazu werden beispielsweise gerne einige Schafe oder Hühner am Anlagengelände gehalten.

Schafe zwischen den PV-Reihen halten hier die Wiese kurz. Womit naturgemäß die Verdunstung ebenfalls reduziert wird. Man beachte dazu auch die unterschiedliche Situation vor und hinter dem Sicherheitszaun der Photovoltaikanlage
Am natürlichen, bewachsenen Boden finden ganz andere solare Prozesse statt, als an den PV-Paneelen. Denn am Boden wird das Sonnenlicht zur Lebensenergie. Dafür verantwortlich sind völlig andere und komplexere Prozesse als die primitive Umwandlung von Licht in Abwärme und ein wenig elektrische Energie. Da die natürliche Bodenfläche durch Überdeckung und Beschattung beeinträchtigt ist, steht der Photosynthese deutlich weniger Sonnenenergie zur Verfügung.
Möge sich jeder selbst dazu seine Gedanken machen. Schon durch relativ einfache Beobachtungen und Messungen kann man allerdings erkennen, dass Photovoltaikanlagen über Freiflächen keinesfalls dem Klimaschutz dienen. Sie führen selbst dazu, zumindest das lokale Klima, aber vermutlich langfristig auch das überregionale Klima, zu verändern.
Der meist völlig gutgläubige Bürger und Steuerzahler ist aktuell mit enorm erhöhten Strompreisen konfrontiert. Ihm ist gar nicht bewusst, um welche riesigen Energiemengen es sich handelt, die wir durch Solarenergie erzeugen wollen. Der Normalbürger hat dafür keine Vorstellung – wie sollte er auch?
Photovoltaikanlagen sind weder gut noch böse. Nach Ansicht des Autors wären sie ein ideales Mittel für die autarke Energieversorgung dezentralisierter Gesellschaften. Das wahre Problem sind nicht die verfügbaren Energieträger, sondern der enorme politische Drang zur Zentralisierung! Darüber sollten wir alle nachdenken sowie mit den uns gegebenen Ressourcen sorgsam und verantwortungsvoll umgehen!
Teil 1 dieser Serie: Photovoltaikanlagen im Freiland – Die Warnpflicht trifft den Fachmann
Teil 2 dieser Serie:
In diesem TKP-Buch findet sich alles Wissenswerte über die Schäden durch Windparks:
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder.
Dipl.-Ing. Jürgen A. Weigl ist seit 1989 in der Energieberatung tätig, hat an zwei Universitäten gelehrt und wurde mehrfach von österreichischen Umweltministern ausgezeichnet. Er lebt in der Steiermark und betreibt hier sein eigenes privates Forschungsinstitut.
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Experiment zeigt: Photovoltaik führt zu Erwärmung wie bei starkem Treibhausgas
Windpark-Ausbau führt zu abnehmenden Ertrag – durch Einfluss auf Klima und Luftströmung
Es tut mir in der Seele weh, Felder verbaut mit Fotovoltaik zu sehen.
In Deutschland schon seit sehr vielen Jahren usus
Die Sonne ist das Wunder unseres Lebens, nicht nur als Klima, sondern als Grundlage fast aller Lebensprozesse. Dazu gehört auch der Aufbau von Biomasse und Humus.
Offenbar ist das effizienteste System „Gräser und Rinder“, diese Kombination erzeugt am meisten Biomasse. Also Rinder, die naturnah auf der Weide gehalten werden, nicht welche, die in Anbindehaltung mit Soja gefüttert werden. Danach kommen weitere Widerkäuer wie Schafe und Ziegen. Dieses System funktioniert auch, bei Veränderungen der Sonnenaktivität, weil sich die Gräser-Sortenmischungen schnell an veränderte Umweltbedingungen anpassen können, wenn Weizen, Soja, Kartoffeln, Kohl oder Zuckerrübe längst ausgefallen sind. Diese Systeme funktionieren außerdem ohne Einschuss von Dünger und Glyphosat, die beide auf Kohlenwasserstoffen basieren und eine industrielle Verarbeitung und Logistik erfordern, also nicht in der Garage gefrickelt werden können.
Man sieht bereits hier, dass es verschiedene Stellschrauben und Überlegungen gibt, den Nutzen von „Sonnenenergie“ zu maximieren.
Die Abhängigkeit von Kohlenwasserstoffen entsteht durch unsere eigenen Systeme: Städte mit Vorstädten benötigen Pendler und Logistik von Wasser, Nahrung, Baumaterial und Abfall. Es ist nicht mehr möglich, auf naturnahe Ressourcen zurück zu greifen. Auch zeitlich ist es nicht mehr möglich, im Nebenerwerb oder bei Arbeitslosigkeit sich schnell noch um Tiere oder um Gärten zu kümmern – was beim Zusammenbruch der UdSSR wohl sehr vielen Menschen das Leben gerettet hat.
Unsere Art des Wirtschaftens erfordert also „Energie“, die energetisch günstigste Methode in der Vergangenheit war der Wanderfeldbau, wo man nicht das Baumaterial zum Haus getragen hat, sondern das Haus dort errichtet hat, wo Baumaterial stand; wo man nicht Dünger auf die Felder geschleppt hat, sondern Dünger dort erzeugt hat, durch Niederbrennen, wo das Grundmaterial verfügbar war.
Das macht aber auch klar, dass ohne Verdichtung und Kohlenwasserstoffe die Tragfähigkeit des biologischen Systems sinkt, also die Populationsgröße. Das war ja der Grund, warum wir überhaupt die Industrialisierung begonnen haben.
Natürlich kann man sich überlegen, ob es „effizientere“ oder weniger effiziente Systeme gibt. So ist beispielsweise die britische Vierfelderwirtschaft sehr effektiv zur Erzeugung großer Mengen von Bio-Lebensmittel auf Basis von Mist und Kompost, mit effizienten Kreisläufen, also das Schwein verwertet die Molke und die Hendln picken die herausgefallenden Körndln von Feld. Andere Systeme, wo eine gewisse Verdichtung möglich ist, finden sich in Indien, China und Japan, aber auch am Amazonas, wo die Menschen mit Tera Preta ein System gefunden haben. Ohne Kohlenwasserstoffe scheint die maximale Verdichtung jedoch bei 50.000 Bewohnern zu liegen. Das ermöglicht bereits Hochkultur, macht aber auch deutlich, dass wir Städte mit 16 Mio Einwohnern nicht per Ochsenkarren versorgen können.
Man bekommt einen Eindruck, welche Mengen an Energie unser Leben benötigt, indem man sich im Alltag fragt, ob wohl „Öl“ beteiligt war: am Glas, Putz, Boden, Holzregal, Erdbeere, U-Bahn, Türgriff, Tomate – und man kommt darauf, dass es teilweise möglich wäre ein Einzelstück ohne herzustellen, aber nicht in dieser Menge und ohne Lieferung.
Das bedeutet, wir müssen hinnehmen, dass man, um einen Systemcrash zu vermeiden, wie beim Mikado, eventuell Unsinn in Kauf nehmen müssen. Mit Solar kann man diese Energiemengen nicht erzeugen, man kann sich das selbst an einem verregneten Sonntagnachmittag durchrechnen. Aber es erzeugt Hoffnung, dass es weitergeht, wir leben in Fiat-Systemen. Die Menschen können ihre Hysterie, ihr SCHREIEN, ihre Gewalttätigkeit, ihr Bedürfnis anderen zu schaden noch eine zeitlang weiterführen, Politiker können Hoffnung erzeugen, während alles den Bach heruntergeht.
Wir sollten eine Parallelstruktur aufbauen, ähnlich wie die Amish, als Bio-Kooperativen, Nebenerwerb, Kleingärten, die von Steuern und vielen Regelungen ausgenommen ist, weil sie eine resiliente, naturnahe Wirtschaftsweise entwickelt. Das wollen aber die Menschen aus religiösen Gründen nicht. Sie fühlen, dass sie ein Recht darauf haben, zu konsumieren, zu töten, zB im Ukraine-Krieg, und dass sie nichts Konstruktives beitragen müssen.
Zur Ölproblematik lässt sich viel sagen. Für die Konzerne ist die Förderung nicht mehr so interessant, der erzielbare Preis ist zu niedrig für die wachsenden Kosten, bspw. von Förderung unter dem arktischen Eis. Der Preis lässt sich nicht anheben, auch wenn Theorien das erwarten lassen. Das ist natürlich übertragbar auf Investitionen in Tiefenbohrungen, Solar im Weltall, AKWs usw.
Dazu kommt, dass die Leute eine solche Angst vor Veränderung haben, dass sie nicht in der Lage sind, darüber auch nur nachzudenken, und sich an einfachen Dogmen festhalten.
Und damit passiert erst recht, wovor sie sich fürchten.