Von Tür zu Tür: UK impft künftig direkt zu Hause

5. Januar 2026von 1,8 Minuten Lesezeit

England wird künftig Kinder direkt bei ihnen zu Hause impfen. Spezielle „Kinderimpfer“ – keine Ärzte – sollen von Haus zu Haus gehen, um die Impfraten zu steigern.

Ein 2 Millionen Pfund teures Pilotprojekt startet im Januar in Großbritannien. In 12 ausgewählten Gebieten in fünf Regionen – London, Midlands, Nordosten und Yorkshire, Nordwesten sowie Südwesten – bekommen impfskeptische Eltern bald Besuch. Sogenannte „Gesundheitsbesucher“, spezialisierte Krankenpfleger und Hebammen, werden Hausbesuche durchführen, mit impfskeptischen Eltern sprechen und sollen dann gleich Impfungen durchführen.

Das Projekt ist offensichtlich Teil einer neuen Impfkampagne: Eines von fünf Kindern beginnt die Schule ohne eine Impfung gegen Krankheiten wie Masern, Mumps, Röteln, Polio oder Keuchhusten. Das UK ist bei den sogenannten „Hauptimpfungen“ unter der WHO-Richtlinie der 95-Prozent-Schwelle für „Herdenimmunität“ gefallen. Die MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln) lag bei 91,9 Prozent für die erste Dosis und 83,7 Prozent für die zweite bei Fünfjährigen – die niedrigsten Werte seit über einem Jahrzehnt.

Offiziell zielt das Programm auf Familien ab, die durch Reisekosten, Kinderbetreuung, Sprachbarrieren oder fehlende Anmeldung bei einem Hausarzt benachteiligt sind. Allerdings dürften ungeimpfte Kinder im Visier stehen – unabhängig von Sprachbarrieren oder Ähnlichem. Kinder werden über NHS-Akten, Gesundheitsbesucher-Notizen und lokale Datenbanken identifiziert. Man sieht wieder einmal, wie der Staat durch die Digitalisierung seine Kontrolle ausweiten kann. Man kann sich denken, was Österreichs verpflichtender digitaler Impfpass für Potenzial hier bietet.

Gesundheitsminister Wes Streeting: „Jedes Elternteil verdient die Chance, sein Kind vor vermeidbaren Krankheiten zu schützen. Gesundheitsbesucher sind bereits vertraute Gesichter in den Gemeinden. Indem wir sie Impfungen anbieten lassen, nutzen wir bestehende Beziehungen, um Familien zu erreichen, die am meisten Unterstützung brauchen.“

Ein NHS-Account jubelt: „Ein Impfboost für Kinder – Hausbesuche machen es einfacher und schützen vor Krankheiten.“

Trotz der offiziellen Begründung stößt das Programm auf scharfe Kritik. Eltern und Bürger sprechen von einem Übergriff auf die Privatsphäre und auf elterliche Rechte. Inwieweit ist eine informierte Einwilligung möglich, wenn über staatlich beorderte Hausbesuche Druck auf die Eltern gemacht werden soll?


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11 Kommentare

  1. local.man 5. Januar 2026 um 22:56 Uhr - Antworten

    Dahinter steckt ein psychischer Trick. Diese Leute wissen ja, dass die meisten Menschen stark authoritär erzogen sind durchs Bildungssystem und ein direktes Gespräch setzt die Hemmschwelle herab nein zu sagen. Da ist man dann plötzlich viel mehr Kriecher und man muss sich erstmal Mut ansammeln das NEIN deutlich zu sagen. Erst wenn diese Hürde einmal genommen ist, wird der Widerstand leichter und man trainert sich wieder auf Selbstbestimmtheit.. Ist aber idR. ein langsamer und langwieriger Prozess, die Untertanenmentalität umzuprogrammieren.
    Man will ja schliesslich gut dastehen und scheut jegliche Konfrontation, vor allem wenn das Gegenüber irgendeine Art Authorität darzustellen versucht. In Wahrheit sind es alles nur deine Mitmenschen und es gibt keinen Unterschied. Ob nun Uniform, Anzug, oder zerfetze Klamotten eines Obachlosen übergestreift.
    Raus aus dieser Denkfalle.. Aber dennoch nicht seine Miteinander verlieren, wo es gebraucht wird.

    Und natürlich an die Briten.. Lasst euch nicht beeindrucken. Wenn ihr das nicht wollt, macht gar nicht erst auf und wenn, dann verbal, entschiedenes NEIN DANKE, einen schönen Tag noch… Oder man kann auch ein wenig üben und sagen, haut ab! Und bumbs Tür zu…

  2. ibido 5. Januar 2026 um 19:16 Uhr - Antworten

    Die sollten lieber schauen, dass die Kinder was zu essen haben!
    Die große Katastrophe der Schulschließungen in UK während der angebl. C-Pandemie war, dass viele Kinder kein Mittagessen mehr bekamen und Eltern es sich nicht leisten konnten!

  3. Daisy 5. Januar 2026 um 17:42 Uhr - Antworten

    Sehr unverschämt. Rendi Wagner hat übrigens auch sowas angedacht. Sie wollte gar ein Team zu den Ungeimpften schicken, die sie aufklären und anschließend impfen sollten – eine Schwester, ein „Experte“ und zwei Soldaten im Tarnanzug zum Festhalten. Ich überlegte schon, was ich dann mache. Davonlaufen und mich im Wald verstecken oder kämpfen?

    Aber bei Kindern geht es immer leichter. Die können sich nicht wehren und den Eltern droht man. Sehr fies. Lassen sich die Leute das gefallen?

    • Dorothea 5. Januar 2026 um 21:16 Uhr - Antworten

      Daisy@ Für das Festhalten hatte der ehemalige Ärztekammerpräsident einen besseren Vorschlag: fesseln, wurde angedacht. Unglaublich, im Nachhinein trifft einem das psychisch fast noch schlimmer als damals.
      Aber wahrscheinlich sollte man das nicht so eng sehen. Schließlich erklärte damals ein Personalvertreter: „Wir lassen uns ja aus politischen Gründen impfen!“ Sagenhaft, was manche Menschen alles ihrer Ideologie unterordnen.

  4. Sabine Schoenfelder 5. Januar 2026 um 16:25 Uhr - Antworten

    Möchte nicht in der Haut dieser ImpfENDEN….😁👍🏼 stecken…..wenn sich der Engländer nur annähernd so „schlagfertig“ erweist, wie man ihn von den internationalen Fußball-Events kennt, braucht Gates Hilfspersonal, very soon, selber jede Menge ärztliche Versorgung…..😎

    • 1150 5. Januar 2026 um 20:24 Uhr - Antworten

      ja, die britten wussten schon anfang der 2000er jahre, warum man den privaten waffenbesitz unterbunden hat, manche dinge gehen schon etliche jahre voraus ………

  5. fdik 5. Januar 2026 um 16:12 Uhr - Antworten

    Das wird interessant, sobald die ersten Eltern ihr Nichteinverständnis non-verbal ausdrücken.

  6. Jan 5. Januar 2026 um 15:02 Uhr - Antworten

    Wenn die Impfrate aufgrund von Skepsis gefallen ist, werden Krankenschwestern die Raten kaum erhöhen.

    Das Resultat wird sein, dass die Eltern die Kinder nicht mehr in die Schule schicken.

    Der Staat delegitimiert sich selbst!

  7. VerarmterAdel 5. Januar 2026 um 14:56 Uhr - Antworten

    Politiker, der größte Gefahr für alles Leben auf der Erde.

    • local.man 5. Januar 2026 um 22:50 Uhr - Antworten

      Ja die streiten sich mit Ärtzen um die vordersten Plätze. Ich hoffe ich habe sonst jetzt keinen vergessen in der ersten Liga. Wenn ja fühlt euch eingebunden…

  8. Gabriele 5. Januar 2026 um 13:57 Uhr - Antworten

    Einfach nur unverschämt und übergriffig. Schon am Gartentor bzw. am Türspion sollte man denen einen Pfeil in die Gegenrichtung zeigen. Mit aller Deutlichkeit und notfalls lautstark samt aller juristischen Mittel.
    Wie gehorsam wollen die noblen Briten eigentlich noch sein?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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