Studie: Pflanzlicher Fleischersatz erhöht Risiko von Herzinfarkt

16. Dezember 2025von 4,2 Minuten Lesezeit

Pflanzliche Nahrung ist gesund so sie möglichst wenig bearbeitet wurde. Pflanzlicher Fleischersatz, Fertiggerichte und alles was stark verarbeitet wurde, erhöht jedoch das Risiko von Krankheiten wie Herzinfarkte.

Fleisch schadet angeblich dem Klima und sei ungesund. Designerfood, Vegane Burger werden mit Slogans angepriesen wie „Für unseren Planeten. Für deinen Genuss.“ Oder mit „Unsere Mission:Essen für eine bessere Zukunft. Eat What you Love™! Mit unserem pflanzlichen Fleisch kannst Du alle Gerichte genießen, die Du gerne magst und dabei einen positiven Betrag für die Umwelt und das Tierwohl leisten.

Und dabei deiner Gesundheit schaden.

Forscher, die über 63.000 Erwachsene untersuchten, fanden heraus, dass hochwertige, minimal verarbeitete pflanzliche Lebensmittel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Sind diese pflanzlichen Lebensmittel jedoch stark verarbeitet, verschwindet dieser Vorteil – und kann sogar nach hinten losgehen. Einige stark verarbeitete pflanzliche Ernährungsweisen erhöhten das Risiko um 40 %. Die Studie fordert eine Umstellung auf vollwertige, natürlich nährstoffreiche pflanzliche Lebensmittel.

Die Studie von Clémentine Prioux et al mit dem TitelCardiovascular disease risk and the balance between animal-based and plant-based foods, nutritional quality, and food processing level in the French NutriNet-Santé cohort: a longitudinal observational study“ (Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Gleichgewicht zwischen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, Nährstoffqualität und Verarbeitungsgrad der Lebensmittel in der französischen NutriNet-Santé-Kohorte: eine longitudinale Beobachtungsstudie) wurde im Dezember 2025 in The Lancet Regional Health Europe veröffentlicht.

Wie die Studie Ernährungsweisen und Lebensmittelauswahl bewertete

Das Team wertete Daten von 63.835 Erwachsenen aus, die an der französischen NutriNet-Santé-Kohorte teilnahmen. Die Teilnehmer wurden durchschnittlich 9,1 Jahre lang beobachtet, einige sogar bis zu 15 Jahre lang. Informationen darüber, was sie aßen und tranken (gesammelt über mindestens drei Tage), wurden mithilfe von Online-Fragebögen erhoben. Dieser detaillierte Ansatz ermöglichte es den Forschern, die Ernährung anhand des Anteils pflanzlicher und tierischer Lebensmittel zu klassifizieren und dabei sowohl die Nährstoffqualität als auch den Verarbeitungsgrad zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse zeigten, dass Erwachsene, die mehr pflanzliche Lebensmittel mit höherer Nährstoffqualität (weniger Fett, Zucker und Salz) und minimaler industrieller Verarbeitung konsumierten, ein um etwa 40 Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten als diejenigen, die weniger nährstoffreiche pflanzliche Lebensmittel und mehr tierische Produkte aßen[3].

Personen, die größere Mengen pflanzlicher Lebensmittel mit höherer Nährstoffqualität, aber stark verarbeitetem Charakter verzehrten, darunter industriell hergestelltes Vollkornbrot, Fertigsuppen, Fertigpastagerichte oder handelsübliche Salate mit Dressing, wiesen jedoch kein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf als Personen, die weniger dieser Produkte und mehr tierische Lebensmittel konsumierten.

Stark verarbeitete pflanzliche Lebensmittel und erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen

Ein deutlich höheres Risiko zeigte sich bei Erwachsenen, deren Ernährung überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln bestand, die sowohl einen geringeren Nährwert hatten als auch stark verarbeitet waren. Dazu gehörten Chips, gesüßte Fruchtgetränke oder Limonaden aus Pflanzenextrakten, Süßigkeiten oder Konfekt auf Schokoladenbasis, zuckerhaltige Frühstückscerealien und herzhafte Kekse. Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen war etwa 40 Prozent höher als das von Menschen, die mehr pflanzliche Lebensmittel von guter Nährstoffqualität mit geringer oder keiner industriellen Verarbeitung konsumierten.

Ernährung und Physik

Hoch verarbeitete Nahrung ist aber schon auf einer viel grundlegenderen Ebene nicht geeignet um Gesundheit und langes Leben zu fördern.

Die Argumentation stammt vom Nobelpreisträger für Physik 2020 Roger Penrose. Der zweite Hauptsatz der Wärmelehre wird auch Entropiesatz genannt und es ist eines der grundlegendsten Gesetze der Physik. Entropie bedeutet eine Maßzahl für Unordnung. Der zweite Hauptsatz besagt, dass man Energie benötigt um Ordnung aufrecht zu erhalten., in unserem Fall den guten körperlichen und geistigen Zustand.

Das gelingt am besten mit Energie der höchsten Ordnung und die kommt nun mal von der Sonne, aus deren kosmischen Fusionsmeiler. Auf der Erde wird sie zum Beispiel in der Haut in Vitamin D umgesetzt oder in Blättern durch die Aufnahme von CO2 an der Blattunterseite in Zucker bzw Kohlehydrate. Jeder weitere Schritt, egal ob ein Tier Grünzeug frisst und Fleisch daraus macht oder ob erhitzt und gekocht, reduziert die Entropie, die Ordnung. Physiker sprechen vom „Volumen im Phasenraum“ ein Maß für die Zahl der möglichen Zustände – je größer desto mehr mögliche Zustände gibt es, desto höher die Entropie, die Unordnung.

Auf die Spitze getrieben wird die Unordnung in der industriellen Produktion von Fleisch, Fleischersatz oder Fertiggerichten. Je weiter entfernt von der Natur, je mehr Verarbeitungsschritte nötig sind und je mehr Wärme hoher Entropie zugeführt wurde, umso wertloser und ungesünder wird das Endprodukt.

Bild von congerdesign auf Pixabay

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2 Kommentare

  1. local.man 16. Dezember 2025 um 14:10 Uhr - Antworten

    Ich habe vor ca. 5 Jahren fast 2 Monate Ersatzprodukte probiert. Käse, Schnitzel usw. vegan..
    Ich habe es nach den guten 2 Monaten sofort abgebrochen, weil es mir nicht nur schlechter ging und bergab, sondern ich plötzlich einen dunklen Fleck im Sichtbereich meines rechten Auges bekommen habe, den ich bis heute nur ein klein wenig wegbekommen habe, er ist also noch da.

    Diese Kunstpampe, ist völlig unnatürlich und setzt die Gefäße zu, was auch logisch ist, denn es kombiniert ständig in großer Masse, Öle mit Stärke, Eiweißen aus Pflanzen, also einen wunderbaren Kleister, der die Lymphe überfordert ua., die auf der einen Seite die Fette transportiert und andererseits Giftstoffe ableitet. Unser 2. „Blut“kreislauf sozusagen.
    Zudem diese Dinge alle abgetötet Extrate sind, die man dann wieder kombiniert.. Aus toten isolierten Zeugs, baut der Körper nur Krankheit, Entzündung und schleichenden Tod..
    Und dann benötigen diese Kunstprodukte immer massiv viel Aromen, Gewürze und andere Zusätze, weil man es sonst nicht runterbekommen würde.. Der Körper warnt da einen schon, wenn man ihn nicht mit Gewürzen/Aromen austrickst…

    Und diese Aroma-Stoffe erzeugen sehr schnell viele Entzüngungen im Körper und Darmprobleme.
    Nein.. esst bitte zu eurer eigenen Erhaltung, so gut es geht so natürlich wie möglich, oft rohe Sachen und kombiniert nicht maßlos, schon gar nicht Fette/Öle mit Zuckerarten egal welche, wenn euch eure Gefäße etwas Wert sind..

    Irgend woher braucht es die Energie.. Entweder aus Zucker, aus Fetten/Ölen oder aus Eiweißen.
    Aber alle diese Dinge benötigen verschiedene Verdauungssäfte, Enzyme uvm.
    Die Bauchspeicheldrüse hat ua. die Aufgabe, verschiedene Speisen, gleichzeitig verdaubar zu machen. Überfordert diese nicht, durch ständiges vermischen, schon gar nicht in Kombinationen, die gegensätzlich funktionieren und eure Organe schrotten mit der Zeit… Und nutzt Hitze sparsam.. Lieber etwas kochen als es braten.. besser dämpfen als Kochen, es sei denn die Dinge sollten auskochen, um Schadstoffe etwas zu mildern, wie grüne Bohne, Kartoffeln.

    Normal ist es eh die Dinge so essen zu wollen und können, wie sie eben sind. Funktioniert nur mit der Profitindustrienahrung eher schlecht…

  2. Hausmann_Alexander 16. Dezember 2025 um 10:17 Uhr - Antworten

    Erinnert mich irgendwie an Gollum aus Der Herr der Ringe…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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