Warum es in jedem Land wärmer wurde als im Durchschnitt

30. Juni 2025von 4,7 Minuten Lesezeit

„Wir sind besonders stark vom Klimawandel betroffen“, hieß es kürzlich weltweit unisono. Stärker als in anderen Ländern sogar. Zumindest in Österreich, Deutschland, den USA, Kanada und so ziemlich überall ist nun auch beim Klima eine Mutante aufgetaucht, anstatt bei Corona, wie wir das gewohnt waren.

Es läuft auch exakt gleich ab, nach dem Schema Erkennen – Modellieren – Reagieren – Vorbereiten. Das geschieht einerseits durch Messungen, mit Stäbchen in die Nase oder falsch angebrachte Thermometer, und dann durch Modelle von Neils Ferguson vom Imperial College London oder durch die sogenannten Sachstandsberichte des „Weltklimarates“ IPCC, die es jetzt auch auf Landesebene gibt.

In all diesen Fällen haben die Modelle noch nie korrekte Vorhersagen erbracht, aber man leitet aus ihnen Reaktionen ab, wie etwa impfen oder Windräder aufstellen, beides gleich schädlich, im Fall der Windräder belegt im TKP-Buch Windkraft: Schadet Umwelt, Menschen, Tieren und Pflanzen wie keine andere Energiequelle und vielen TKP-Artikeln.

Hier als Beispiel der Zweite Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel (AAR2), dessen Autorenschaft vom berüchtigten Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) dominiert wird. Die globale Modellierung der IIASA (gegründet 1972) entwickelte sich zum SDG-Indikatorrahmen, der das Verhalten auf planetarischer Ebene misst und anpasst.
Darin heißt es unter anderem:

„Unter Beibehaltung der aktuell umgesetzten politischen Maßnahmen wird die globale Durchschnittstemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Zeitraum (1850–1900) bis Ende des 21. Jahrhunderts um etwa 2,7°C (2,2–3,4°C) steigen.“

Das ist eine für die Modellierer typische Behauptung, die ganz offensichtlich schwachsinnig ist. Das Wetter auf der Erde ist ein komplexes, nicht-lineares System mit vielen kybernetischen Rückkopplungen und wiederkehrenden Zyklen der Sonne, der Wolken, der Meeresströmungen, der Änderungen der Bahnen von Sonne und Erde um den Massenmittelpunkt des Sonnensystems und vieler anderer veränderlicher Parameter mehr. Zu glauben, dass der einzige klimarelevante Parameter, der sich in den nächsten 75 Jahren ändert, die CO₂-Konzentration ist, erfordert schon einen enormen Grad von Ahnungslosigkeit oder Bezahlung.

Und das angesichts einer großen Zahl der Studien von Astrophysikern, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein solares Minimum vorhersagen, das zu einer kleinen Eiszeit führen wird.

Unter der Überschrift „Wie wirkt sich die Erderhitzung in Österreich aus?“ wird die Behauptung aufgestellt, dass

„im Jahr 2024 die durchschnittliche Lufttemperatur um 3,1°C über dem vorindustriellen Niveau lag“.

Alarmistisch wurde international von Erwärmung auf Erhitzung übergegangen, gekocht will  schließlich keiner werden. Die Behauptung ist noch dazu offensichtlich in mehrfacher Hinsicht falsch oder irreführend.

Falsch ist sie deshalb, weil die Antike und die Mittelalterliche Warmzeit deutlich höhere Temperaturen aufwiesen, als das heute der Fall ist. In der Mittelalterlichen Warmzeit war die Pasterze eine Viehweide, was der Name nahelegt, denn in slawischen Sprachen ist das die Bedeutung des Wortes Pasterze. Die Besiedlung der Region mit slawischen Völkern erfolgte ab 700 CE.

Eine Reihe von Studien zeigt auch, dass die Ausdehnung der Gletscher in den Alpen geringer war als heute und die Temperaturen höher, auf Grund von Funden von Leitpflanzen in verschiedenen Höhen.

Die Behauptung enthält auch noch zwei systematische Fehler.
Zum einen ist der Vergleich mit der Durchschnittstemperatur irreführend, da die Erdoberfläche zu 75 % aus Ozeanen besteht. Und diese erwärmen sich ohnehin weniger, da Wasser im Gegensatz zum Land nicht von der infraroten Rückstrahlung durch den Treibhauseffekt erwärmt wird. Sie dringt gerade einmal 0,1 mm in Wasser ein. EinCO2-Effekt auf die Meerestemperatur ist daher nicht messbar, wie Studien zeigten. Der Vergleich Land mit Wasser ist also irreführend.

Der zweite Effekt sind die sogenannten urbanen Hitzeinseln (UHI). Da viele Messstationen historisch außerhalb der Städte waren, aber mittlerweile von Betonoberflächen und Bauwerken umgeben sind, entsteht allein dadurch ein Anstieg in der gemessenen Temperatur.

Das ist ein Trick, der, wie hier berichtet, gerne angewendet wird, um den Anschein der Erderwärmung zu vermitteln: Man berichtet Temperaturen nicht mehr aus standardisierten Messstationen in freier Umgebung 2 Meter über dem Boden, sondern aus städtischen Zentren. Der andere Trick ist, die Messung auf den Boden zu verlegen, wo schwarzer Asphalt natürlich glühend heiß sein kann. Das hat, wie berichtet, die Europäische Raumagentur im Sommer 2023 gemacht.

Die städtische Wärmeinsel (Urban Heat Island – UHI) wurde erstmals 1833 von Luke Howard für London, England, beschrieben, wie der Klimatologe und frühere NASA-Wissenschaftler Roy Spencer auf seinem Blog erklärt. Die Lufttemperaturen in städtischen Gebieten sind fast immer wärmer als in der ländlichen Umgebung, insbesondere nachts. Daher empfindet der Durchschnittsmensch wärmere Temperaturen, als wenn er in der Wildnis leben würde.

Die gleichzeitigen Berichte mit dem Thema „Land XY hat sich stärker erwärmt als der Durchschnitt“ zeigen wieder, wie bei Covid, die globale Governance und Steuerung der Konzernmedien.

Das Ziel ist, die Politik im Gleichklang zu steuern, denn wer will schon der Wissenschaft widersprechen, auch wenn sie nur auf Modellen beruht, die noch nie eine richtige Prognose gemacht haben.

Für den ethischen Zwang wird das Auftreten von Hitzetodesfällen behauptet, wie hier berichtet. Und wieder geht es Gut gegen Böse. Damit ist man dabei den Tod der Demokratie zu vollenden.


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6 Kommentare

  1. Walter Victor 1. Juli 2025 um 10:39 Uhr - Antworten

    Die Erde ist mit einem Anteil von 71 Prozent hauptsächlich mit Wasser bedeckt. Nur 29 Prozent der Erdoberfläche bestehen aus Landmasse. Nachdem sich Wasser langsamer als Land erwärmt bzw. abkühlt, kann in jedem Staat (z.B. in Österreich) behauptet werden, dass die Temperatur (gemessen an der Landoberfläche) „rascher ansteigt“ als die Temperatur der gesamten Erde. Passt perfekt zum üblichen Schmäh (=Narrativ) des Geschäftsmodells „menschengemachter Klimawandel“.

  2. Elias O. 30. Juni 2025 um 20:39 Uhr - Antworten

    Wien und Graz haben einige versiegelte Bäche, da sie irgendwann überbaut wurden – mit Strassen und Häusern.
    Allein das Freilegen dieser Bäche würde schon einen Kühlungseffekt bringen – das denke ich seit 20 Jahren.
    Im Schauspielhaus Wien gibt es auf der Bühne eine Klappe – geöffnet sieht man den Alserbach durchrauschen.

    Den Kühlungseffekt von Bäumen und Wald kennt jedes Kind. Da ist es sicher sinnvoll, hektarweise zu schlägern, um Windräder zu installieren – wie auf der Hebalm, Steiermark. Unter den Windrädern merkt man deutlich die Austrocknung von Pflanzen und Boden.

    Oder Koralm, Steiermark: Quellen trocknen aus, Bäche versiegen, Fischteiche haben zu wenig Wasser. Nachdem nun rund 60 Jahre die Koralmleitung Wasser vom Berg ins Tal transportiert …. vor dieser Leitung rann das Wasser langsam in Bächen hinunter, versickerte am Weg und so sog sich das ganze Bergmassiv wie ein Schwamm mit Wasser voll …. Verdunstung, feuchte Wälder etc. Man muss nicht Geologie, Biologie oder Wasseringeneurswesen studiert haben, um diese Zusammenhänge zu begreifen.
    Nun trocknet der Berg aus, Regen fehlt (weil feuchter Wald und Boden auch Regen erzeugt) – dafür wächst dank der Wasserleitung unten im Tal Industrie, Stadt und Versiegelung.

    Ich verstehe auch das klimafreundliche Attribut von Wärmepumpen nicht. Da holt man Erdwärme aus dem Boden und wundert sich, dass die Luft wärmer wird.

    Sollte etwas dran sein, dass sich Österreich schneller als der Rest Europas erwärmt – Österreich ist auch das Land, das am meisten zubetoniert & versiegelt ist.

  3. Daisy 30. Juni 2025 um 19:19 Uhr - Antworten

    Ein unverblendeter Mensch mit gesundem Hausverstand – das Kind aus „des Kaisers neue Kleider“ – wird sagen, sowas gibts nicht, dass der Klimawandel in Österreich schneller vorangeht als anderswo. Von einem Systemjournalisten jedoch ist soviel Verstand nicht zu erwarten.

    Btw, Klimawandel hat nichts mit CO2 zu tun und auch das möchte ich in Erinnerung rufen: Klima ist das durchschnittliche Wetter in einem Beobachtungszeitraum von 30 Jahren. Also ein paar heiße Tage im Sommer sagen nichts über das Klima.

    Lied aus ca. Mitte 70er Jahre:

    https://lyricstranslate.com/de/rudi-carrell-wann-wird%E2%80%98s-mal-wieder-richtig-sommer-lyrics.html

    Der ganze Text ist sehr aufschlussreich…eine Passage..

    Und was wir da für Hitzewellen hatten
    Pulloverfabrikanten gingen ein
    Da gab es bis zu 40 Grad im Schatten
    Wir mußten mit dem Wasser sparsam sein
    Die Sonne knallte ins Gesicht
    da brauchte man die Sauna nicht
    Ein Schaf war damals froh wenn man es schor
    Es war hier wie in Afrika
    Wer durfte machte FKK
    Doch heut‘, heut‘ summen alle Mücken laut im Chor
     
    Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer –
    Ein Sommer wie er früher einmal war?“

  4. Sabine Schoenfelder 30. Juni 2025 um 18:45 Uhr - Antworten

    Dr. Mayer heute in HÖCHSTFORM ‼️😍
    Der zweite f u l m i n a n t e Artikel. Beide gehören stündlich in der Tagesschau präsentiert, mit einem kurzen Eingangstremolo gut gestimmter Posaunen angekündigt. 🤓
    Wir bleiben cool❄️🧊, trotz Bullshit-Science und Lügenmarathon u n d genießen den herrlichen Sommer, das Zirpen der Zikaden, kühle Getränke und heiße Nächte…😉
    Jeder bekommt das, was er verdient…und die Strände des Mittelmeers sind voll mit potentiellen Hitzetoten….😂🤣

  5. Wolliku 30. Juni 2025 um 18:40 Uhr - Antworten

    In der Klimakirche muss man den Leuten nicht mehr mit Fakten kommen. Es reicht vollkommen aus, wenn man irgendein Daten-Hosianna anstimmen kann. Die Österreicher haben noch Glück im Unglück, denn in Deutschland ist alles meist doppelt so schlimm, wie woanders. Das liegt daran, wir haben in der Sakristei Potsdam – PIK genannt – die Kipppunkte erfunden. Dadurch läuft es bei uns immer alles doppelt so schnell und so stark ab in die Klimakatastrophe. Drum müssen wir jetzt noch mehr, vermutlich doppelt soviel Ablass an die Klimakirche zahlen als unsere Nachbarn. Zumindest ist auch die Steuerentlastung der Privathaushalte beim Strom wieder vom Tisch, vermutlich weil wir jetzt in der Ukraine doppelt soviel ballern müssen als noch früher gedacht. Dafür wird jetzt der nächste Krieg klimaneutral vorbereitet. Für klimaneutrales militärisches Gedöns stellen sich die obersten Nato-Psychopathen zukünftig 5 % des BIP zur Verfügung. Praktikables Geoengineering zur Atmosphärenkühlung durch nukleare Wolkenbildung und Erhöhung der Albedo wird derzeit noch einer wissenschaftlich-religiösen Prüfung unterzogen.

  6. audiatur et altera pars 30. Juni 2025 um 18:00 Uhr - Antworten

    Der Verein „Komm, süßer Kinderimpfling“ meinte heute im Akademikerpropagandakanal wiederum, den „großen Killer“ Hitze an die Wand malen zu müssen. Wobei die in den Städten massenhaft Heißluft nach exterior blasenden Klimaanlagen (die nebenbei für jedes mit „Klimaförderung“ gebaute und quasi luftdichte Plastikhäuschen überlebensnotwendig sind) das neue Schweden und Solferino zugleich sind. War übrigens der erste Maskencanossamann in der ZiB beim damaligen Anfeuchten des ORF-Angstpornos. Eine handvoll gut geförderter Abhängigkeiten und die Show läuft fast wie am (schwarzen) Gürtel …

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